@Freisein
danke für Deine Hinweise, werde am Wochenende mal ganz in Ruhe nach diesen Formen der Therapie googeln, bzw. um nicht ganz der gläserne Bürger zu sein, benutze ich schon lange eine andere Suchmaschine

. Jedenfalls möchte ich unbedingt etwas tun - so geht es nicht weiter!
Momentan kann ich deutlich spüren, wie sich in mir etwas verändert. Da ist wieder Mut, die Dinge anzugehen und mich zu bewegen. Das war viele Jahre so komplett away. Da bin ich nur noch durchs Leben geschlichen und habe es als gegeben "hingenommen".
Es ist so schön, dass es nach langen Tälern, auch wieder ein Aufwärts gibt. Hier mit Euch zu schreiben, hat mich ganz grossartig unterstützt.
Ich merke, wie ich aus dieser jahrelangen nebeligen Brühe, jetzt langsam wieder ins Licht komme. Alles wird plötzlich wieder freier und leichter. Und so ganz unvermittelt. Gerade die letzten Tage waren die Härte.
Aber ich habe diesen innerlichen Absturz einfach nicht angenommen. Ich habe mich hingesetzt und gelesen, oder aus dem Fenster geschaut. Und ich habe Alles was ich jemals an Gutfühlen und beschützt sein erfahren habe, immer wieder in mein Bewusstsein geholt. Körperlich und Psychisch ging es mir wirklich schlecht. Doch ich habe diesen Raum des Wohlfühlens ganz stark in mich hineingeholt, und das Empfinden aufgebaut, dass mir nichts schlimmes passieren wird. Und plötzlich war Alles bedrückende weg. Ich habe das gar nicht so richtig mitbekommen. Mitten im Alltag ist es mir auf einmal aufgefallen, dass der ganze Druck nicht mehr da ist.
Und das Beste ist, ich habe keine Angst mehr davor, dass es zurück kommt. Denn je öfter ich diese Erfahrung mache, dass diese innere Misere keinerlei Auswirkungen auf mein Leben hat - umso stärker und gelassener gehe ich damit um! Und wenn es einmal wieder kommt, sage ich dem : hau ab! Ich will das nicht, und ich brauche das nicht.
Was sich hier gerade so einfach, wie nach einem drei Tage Programm anhört, hat in Echtzeit fast 30 Jahre gedauert. Und es hat sich im Wesentlichen um diese drei Entwicklungsschritte gedreht. Leiden, Bewusstmachen, Abtauchen. Jeweils in beliebiger Reihenfolge, für beliebig lange Zeiten. Seitdem das Bewusstmachen die meiste Zeit einnimmt, geht es stetig Bergauf! Aber das braucht wie gesagt Zeit. Und man muss innerlich in der Verfassung sein, diese Schritte zu gehen und die Erkenntnisse anzunehmen.
Jeder lebt das in seinem eigenen Rythmus und in seiner eigenen Zeit, denke ich.
Gestern konnte ich mit meiner Zahnprothese schon fast normal sprechen - der Körper lernt tatsächlich im Schlaf!
Ich würde mich riesig darüber freuen, wenn Interesse besteht, hier noch weiter zu schreiben. Leider erinnere ich mich nicht mehr an jeden Namen - würde aber jeden gerne persönlich ansprechen - um auszudrücken, wie persönlich und mit wieviel Nähe ich alle Beschreibungen gelesen und empfunden habe.
Das würde ich gerne noch für ein paar Momente aufrechterhalten. Miteinander reden, Anteilnehmen und zuhören.
Liebe Grüsse