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46

Idefix13
Zitat von Moelli80:
Fühle mich nur Zuhause sicher und gut.

Das tue ich auch. Ist mein sicherer Hafen. Auch wenn die Pflegekräfte & Physiotherapeuten schon fast ein und ausgehen. Könnte fast schon ein Drehkreuz anbringen. 😄

Zitat von Moelli80:
Gucke auch extrem auf meine Umgebung nur noch.
Hinter mir welche laufen zuhaben ist verdammt schwer.

Das kenne ich , aber in einem anderen Kontext. Da ich Angst vor Menschen habe. Und viele Dinge aus der Entfernung ich Katastrophiere und mir einbilde, dass dies Menschen sind, dass sich am Schluss dann als Schilder, Litfassäulen oder Stromkästen entpuppen. Liegt auch an meiner Gesichtsblindheit. Da ich doch recht lange brauche, bis ich mir ein Gesicht merken kann. Hab dass erst spät mitbekommen, als meine Nachbarin im selben Haus mir über den Weg spazierte im Supermarkt, mich grüßte und ich nicht wusste wer das war.
Oder eine Mutter aus früheren Zeiten, da ich mit ihrem Sohn in die gleiche Klasse ging, die hat mich sofort erkannt, nur ich konnte nichts mit ihr anfangen. So habe ich begonnen, dann auf die Stimmen zu hören, da jeder Mensch eine eigene Klangfarbe hat, die unverwechselbar ist und daran kann ich dann die Menschen unterscheiden. Aber als Zeuge wäre ich nicht zu gebrauchen. 😇

Zitat von Moelli80:
Fahre auch keine Öffis, nur mit Auto.

Ja Öffis sind schwer, aber nur die Busse. Zugfahren macht mir nichst aus. Und wie bei vielen geht es mir da nicht um die Angst, weil man nicht jederzeit stehen bleiben kann, sondern um andere psychologisch tiefersitzende Probleme. Das wurde noch nicht aufgearbeitet, wohl auch weil ich es nicht so oft brauche im Leben und wo der Bus hinkommt, kann man mit einem Taxi auch fahren, auch wenn das teuerer ist. Oder man geht zu Fuß oder in Großstädten, man nimmt die U-Bahn.
Und Auto hab ich seit 2019 nicht mehr. Gut jetzt brauche ich auch keines mehr, da ich ja eh nicht mehr gescheit laufen kann. Geschweige denn Treppen hinabsteigen kann.

Zitat von Moelli80:
Alles gut.

Das Zitat von mir, war eigentlich auch an Doreanne gerichtet..
Trotzdem danke dir. 👍

#41


Moelli80
Zitat von Idefix13:
Das tue ich auch. Ist mein sicherer Hafen. Auch wenn die Pflegekräfte & Physiotherapeuten schon fast ein und ausgehen. Könnte fast schon ein Drehkreuz anbringen.

Laut Reha hätten mir auch Pflegekräfte zustehen können, würde ich alleine wohnen.

Bei mir geht zum Glück keiner ausser keine Familie ein und aus.
Mag auch nicht gerne Besuch haben.


Zitat von Idefix13:
Da ich Angst vor Menschen habe.

Und wo kommt das bei dir her?

Angst direkt vor Menschen habe ich nicht, eher vor Gruppen.
Ich bin nur zu oft enttäuscht worden von Menschen, dass ich nicht gerne welche in meiner Nähe habe.



Zitat von Idefix13:
Liegt auch an meiner Gesichtsblindheit. Da ich doch recht lange brauche, bis ich mir ein Gesicht merken kann.

Ist bei meiner Frau ähnlich.
Sie hat aber eher ihre blase und da kommt keiner rein.
Sie erkennt nicht mal Menschen, die sie kennt in der Nähe.
Kann auch nicht sagen wie einer Aussah usw.

Dann komme ich und kann jeden in meiner Umgebung beschreiben und sagen, was er macht.
Selbst Leute hinter mir. 😅


Zitat von Idefix13:
Zugfahren macht mir nichst aus. Und wie bei vielen geht es mir da nicht um die Angst, weil man nicht jederzeit stehen bleiben kann, sondern um andere psychologisch tiefersitzende Probleme

Zug ist bei mir schlimmer als der Bus.
Im Zug so eine Erfahrung zu machen und man kommt einfach nirgendwo raus, kann einfach nicht flüchten und die Fahrgäste gucken nur zu. Ist keine schöne Erfahrung.

Im Bus kommt man besser raus und da gibt's wenigstens ein Busfahrer, der hoffentlich Hilfe rufen würde.

Fahre aber beides Trotzdem nicht.
Hab kein Auto und ohne wäre ich auf geschmissen.
Auch beim Einkaufen, wenn es nicht klappt und mir zuviel wird, hab ich nein Auto um einen sicheren Hafen zum beruhigen zu haben.
Aber mittlerweile bräuchte ich das nicht mehr so oft zum flüchten.
Schaffe mittlerweile wieder mit meiner Frau komplett einzukaufen.
Alleine ist noch schwierig, aber hab ich auch paar Mal wieder geschafft.

x 1 #42


A


Monopoly Wenn ein Brettspiel eine Krise auslöst

x 3


Idefix13
@Moelli80

Tschuldige, antworte später, hab gerade einen Anruf reinbekommen.. (mag auch nicht telefonieren, aber der ist in Ordnung..)

#43


Doreanne
@Moelli80 es ist sehr spannend zu lesen, wie jeder seinen Weg zum "Überleben" findet.

Ich nutze mein Intelligenz, indem ich immer mehr Karriere machen. Jetzt bin ich finanziell da wo ich sein wollte.

Es hört sich blöd an, aber das Geld hilft mir, neue Hobbies zu finden. Ich bin passionierte Gärtnerin und baue alles vom Samenkorn an selbst an. Ich vertiefe mich dermaßen in die Gartenarbeit, dass ich nicht Mal merke wenn ein Gartennachbar hallo sagt.

Ich wirke dadurch ignorant. Da ich tief in mir kehre und diese Stille im Kopf beim Gärtnern regelrecht aufsauge.

Ich habe auch mittlerweile viele Skills, die mit einer Psychotherapie ebenwürdig sind.

Doch meine Kollegen meiden mich, weil ich keine Kraft habe, mit denen über Gott und die Welt zu reden. Dafür bin ich viel zu verkrampft und konzentriert auf Arbeit. Freunde habe ich auch keine, viel zu viel Kraft die man benötigt.

Das finde ich sehr schade. In dieser Konstellation sehe ich mich als alter Menschen später zwar mit guter Rente, aber vermutlich werde ich einsam sterben, ohne dass mir jemand nachweint.

Ich möchte mich auch wieder frei fühlen, frei von Flashbacks, Reizdarmsyndrom, Endometriose, Hashimoto, ständige Nackenblockaden mit Halskrause, Migräne.

Spass ist was anderes. Freiheiten ist das nicht. Man tut nur so als wäre alles in Ordnung, in Hoffnung dass das Gehirn irgendwann überschrieben ist. Dich Erlebnisse die sich in dass stammhirm ein Fressen, bekommt man nicht glatt gebügelt.

Doch jeder winzige positive Fetzen bringt einen minimalen Erfolg. Aber in der Öffentlichkeit halte ich mein Fassade max. 10 Stunden, denn ist die Luft raus.

x 1 #44


Doreanne
@Idefix13 Hi idefix, ich habe als Kind auch gestottert. Ich konnte es mit 2 jähriger Logopädie beheben. Ich habe mich selbst mit 8 Jahren, überlege mal 😅 und der Grundschule angemeldet zum Logo kurs. Meine Mutter musste nur ihren Willi drunter setzen.

Ich habe schon als Kind angegangen wegen und Lösungen zu finden. Krass. Meiner Tochter ist 9 Jahre und mir als Mutter wird immer bewusster was für ein bescheidenes Kinderleben man selbst hatte. Je mehr es einem als Mutter bewusst wird, umso mehr geht man Hass auf die eigenen Eltern.

Du bist mir keine Antwort schuldig, doch finde ich gerade das super sympathisch an euch. Ihr wisst alle was im Oberstübchen abgeht. Toll dass ihr da seid.

x 1 #45


Moelli80
Zitat von Doreanne:
Ich nutze mein Intelligenz, indem ich immer mehr Karriere machen. Jetzt bin ich finanziell da wo ich sein wollte.

Ich bin leider in die Erwerbslosen Rente gerutscht.
Bei mir ging gar nichts mehr auf der Arbeit.
Ob ich nochmal LKW fahren darf, liegt in den Sternen.

Momentan 8 Std oder länger halte ich leider nicht durch.
Bei mir hat die Psyche sehr auf den Körper reagiert.
Da durch ständig Schmerzen und Verspannungen bis muskelverkrampfungen.
Sobald mich was stresst, wird es oft sehr schlimm.


Zitat von Doreanne:
Es hört sich blöd an, aber das Geld hilft mir, neue Hobbies zu finden. Ich bin passionierte Gärtnerin und baue alles vom Samenkorn an selbst an. Ich vertiefe mich dermaßen in die Gartenarbeit, dass ich nicht Mal merke wenn ein Gartennachbar hallo sagt.

Das ist doch was gutes, wenn man ein Hobby hat, dass einen ablenkt.

Ich schraube gerne an Autos oder mache oft mal handwerkliche Sachen.
Aber alles halt nach meinen Tempo, weil ich leider manchmal selbst dabei mich stresse.


Zitat von Doreanne:
Doch meine Kollegen meiden mich, weil ich keine Kraft habe, mit denen über Gott und die Welt zu reden. Dafür bin ich viel zu verkrampft und konzentriert auf Arbeit. Freunde habe ich auch keine, viel zu viel Kraft die man benötigt.

Ich hab alleine meist gearbeitet, daher kaum reden mit Menschen.

Freunde hab ich auch nicht mehr so wirklich.
Ist mir auch oft zu anstrengend.
Dafür meine Frau und Kinder.


Zitat von Doreanne:
Das finde ich sehr schade. In dieser Konstellation sehe ich mich als alter Menschen später zwar mit guter Rente, aber vermutlich werde ich einsam sterben, ohne dass mir jemand nachweint.

Hast doch deinen Freund und dein Kind.
Ganz alleine bist ja nicht.

Aber Freunde fehlen halt doch irgendwie oft.


Zitat von Doreanne:
Ich möchte mich auch wieder frei fühlen, frei von Flashbacks, Reizdarmsyndrom, Endometriose, Hashimoto, ständige Nackenblockaden mit Halskrause, Migräne.

Das würde ich auch gerne wieder.
Hab aber zum Teil andere Symptome.
Migräne, Nacken fleshbacks aber auch.
Aber bei mir geht es sehr stark auf die Muskeln. Zum größten Teil alles links nur.
Aber Rücken, Brust, Schulter, Nacken, Kopf und ab und zu auch Bein.
Hab aber auch Symptome die nicht mit der Psyche zu tun habe.
Wie nerven Verengungen mit Taubheit.
Auch Clusterkopfschmerzen.


Zitat von Doreanne:
Dich Erlebnisse die sich in dass stammhirm ein Fressen, bekommt man nicht glatt gebügelt.

Die gehen glaube ich nie ganz weg, man muss nur lernen damit zu leben.


Zitat von Doreanne:
Aber in der Öffentlichkeit halte ich mein Fassade max. 10 Stunden, denn ist die Luft raus.

10 Std ist schon eine Menge.
Das schaffe ich leider nicht.

Mit merkt man das leider sehr schnell an.

x 1 #46


Doreanne
@Moelli80 mir merkt man das auch an und ich laufe in den Pausen oder in schwierigen Situationen aufs Klo um zu heulen. Alle auf Arbeit merken dass ich voll einen an der Waffel habe.

Doch durch meinen Kampfgeist und meine Arbeitsqualität bin ich unverzichtbar geworden. Das weiss ich. Dennoch mag mich keiner, außer der Boss. Der sieht, wie Kämpfe und er weiss dass ich einen gdb vom 50 habe und dennoch kämpfe um mein Leben, mein Geld, meine Familie. Ich bin auch sehr oft krankgeschrieben. Und rechne irgendwann damit dass ich auch nicht mehr arbeitsfähig bin.

Doch ich nutze jede Sekunde um in der Welt wenigstens etwas Wert zu sein. Das kostet dermaßen viel Kraft. Eine unbeschreibliche Energie die man aufbringen muss. Ja schon fast schmerzvolle Qualen. Rente wurde bei mir zwei Mal angelehnt. Mir bleibt nix über als arbeiten zu gehen.

Und ich dachte, wenn ich schon arbeiten muss denn richtig vso richtig schön kaputt machen bis ich doch irgendwann mal EMR bekomme.

#47


Moelli80
Zitat von Doreanne:
mir merkt man das auch an und ich laufe in den Pausen oder in schwierigen Situationen aufs Klo um zu heulen. Alle auf Arbeit merken dass ich voll einen an der Waffel habe.

Das Stelle ich mir auch sehr schwierig vor.

Weinen tuhe ich nie, kann ich einfach nicht.
Durfte als Kind nicht weinen und das ist so in mir immer noch drin.
Zeige auch kein Schmerz, mittlerweile aber bei meiner Frau.


Zitat von Doreanne:
Doch ich nutze jede Sekunde um in der Welt wenigstens etwas Wert zu sein. Das kostet dermaßen viel Kraft.

Du bist bestimmt dein Freund und deinem Kind sehr viel Wert.

Aber verstehe es auch mit der Arbeit.
Man möchte sein eigenes Geld verdienen.
Da möchte ich ja auch wieder hin.
Leider nur noch unmöglich, aber würde wieder gerne.

#48


Idefix13
Auch wenn du einige Texte an Moelli gerichtet hast, habe ich einige Zitate herausgezogen und wollte dir eine Antwort auch von mir, dir zu kommen lassen.

Zitat von Doreanne:
Ich vertiefe mich dermaßen in die Gartenarbeit, dass ich nicht Mal merke wenn ein Gartennachbar hallo sagt.
Ich wirke dadurch ignorant. Da ich tief in mir kehre und diese Stille im Kopf beim Gärtnern regelrecht aufsauge.

Eigenbrötlerisch, in seiner eigenen Fantasiewelt lebend oder Geistig abwesend hat man mir des öfteren nachgesagt. Vielleicht auch, weil ich nur sehr wenigen wirklich gesagt habe, was mich beschäftigt, was mich ausmacht und wie es dazu kam.
Es gibt Dinge die zu sehr privat sind, dass man damit nicht Hausieren geht und das ist leider auch noch immer ein Makel der dieser Welt anheim haftet.
Zitat von Doreanne:
Ich möchte mich auch wieder frei fühlen, frei von Flashbacks, Reizdarmsyndrom, Endometriose, Hashimoto, ständige Nackenblockaden mit Halskrause, Migräne.

Wie du, arbeite ich schon mein ganzes Leben an mir, dass es mir besser geht, aber ich habe auch erkannt, dass der Körper auch seine Ausdrucksformen und sein Leid mir kundtun will und es auch tut, ob es mir gefällt oder nicht. Ich kann mich damit nur arrangieren. Kann versuchen Wege zu finden, damit ich auch damit umzugehen weiß. Was wohl, nicht ausschließlich, dazu geführt hat, dass ich oder es zu keiner Familienplanung kam.
Zitat von Doreanne:
Dich Erlebnisse die sich in dass stammhirm ein Fressen, bekommt man nicht glatt gebügelt.

Nein, das sicherlich nicht. Aber wie du schon gesagt hast, hat man mit Skills die Möglichkeit, zwischen den Ereignissen, doch mehr zu fühlen als nur Leere oder Hass und Leid.
Zitat von Doreanne:
Aber in der Öffentlichkeit halte ich mein Fassade max. 10 Stunden, denn ist die Luft raus.

Menschen die Traumas erlebt und überlebt haben, tragen oftmals Masken in der Öffentlichkeit, um sich und andere zu schützen. Hier gilt nur eines, dass manerkennt, dass man die Maske nicht auch für sich trägt oder dass man die Maske trägt und nicht die Maske einen.
Zitat:
Hi idefix, ich habe als Kind auch gestottert. Ich konnte es mit 2 jähriger Logopädie beheben. Ich habe mich selbst mit 8 Jahren, überlege mal und der Grundschule angemeldet zum Logo kurs. Meine Mutter musste nur ihren Willi drunter setzen.

Man sollte immer herausfinden, woher das Stottern kommt. Und damals mit 5 oder 6 Jahren waren meine Eltern mit mir auch bei einer Therapeutin. Hab dann auch so 3,4,5 x mit der gesprochen, doch die meiste Zeit sprachen meine Eltern und die miteinander. Habe in der Zeit so Spiele gespielt, Brio Labyrinth oder ähnliches.
Sie sagte zum Schluss, dass das Stottern wieder verschwinden wird.
Doch es blieb. Zu Beginn hatte ich auch mehr ein Poltern, das ist eine Unterart des Stotterns, das legte sich aber allmählich und es gibt Momente, da spreche ich völlig fließend und dann hänge ich wieder, bis in die Unendlichkeit. So habe ich mir dann das Synonym-Archiv aufgebaut. Also für jeglichen Objekte oder Wörter Synonyme zu merken, damit ich beim Hängenbleiben, auf diese Wörter zu greifen kann. Weiles oft, nicht immer, Wörter sind die "von unten herauf" ausgesprochen werden. Damit haben Stotterer sehr oft schwierigkeiten. Auch sagt man, dass wenn man es in einem Singsang sprechen oder singen würde, würde es besser funktionieren. Habe alle probiert, bis ich dann zu meiner Traumatherapie kam. Und dort fand ich den Auslöser..
Zitat von Doreanne:
Ich habe schon als Kind angegangen wegen und Lösungen zu finden.

Menschen oder Kinder, die nicht verstanden werden oder im Stich gelassen werden, nicht oder kein Gehör finden, fangen meistens schon mit jungen Jahren an, so gut es ihnen möglich ist, Lösungen zu finden.

Zitat von Doreanne:
keine Antwort schuldig, doch finde ich gerade das super sympathisch an euch. Ihr wisst alle was im Oberstübchen abgeht.

Im Grunde, seit 40 Jahren, erforsche ich mit meinen begrenzten Mitteln die Psyche des Menschen. Meine eigene, die sich als sehr detailiert und ungewöhnlich herausgestellt hat und von der ich weiterhin lernen darf.
Habe nie Fachbücher gelesen oder mich anderweitig damit beschäftigt. Und selbst als ich damals zur Traumatherapie ging, hatte ich für mich schon einige sehr wichtige Verhaltensweisen etabliert,von denen ich dann erfuhr, womit auch jene Therapeuten arbeiteten. Meine hatten halt andere Namen oder hatten ähnliche Funktionsweisen und manchmal war ich auch voraus. Aber durch die enge begrenzte Sichtweise, hatte ich nicht die Tipps und Hilfe und Anhaltspunkte, wo man noch suchen oder welche Punkte man noch angehen kann und darf. Dazu bedarf es dann die Therapeutin.
Und auch war es irgendwann befreiend, auch wenn das erst sehr spät stattfand, dass man das erlebte mal aussprechen oder wenigstens aufschreiben durfte und ein anderer es mal lesen konnte, durfte und es verstand und nicht von vorherein verurteilte..



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@Moelli80


Zitat von Moelli80:
Und wo kommt das bei dir her?

Angst direkt vor Menschen habe ich nicht,

Habe es schon woanders mal aufgeschrieben und deshalb werde ich hier nur anschneiden.
Wurde im Kleinkindalter sex. mb und dann nochmal mit 11 Jahren vergew. Dazwischen gab es 4 Traumas mit Gewalt und danach noch eines.
Und bin seither ein Viele-Mensch. Vielleicht hast du schonmal etwas von DIS (Dissoziative Identitätsstörung) oder pDIS gehört.
Zitat von Moelli80:
Im Zug so eine Erfahrung zu machen und man kommt einfach nirgendwo raus, kann einfach nicht flüchten und die Fahrgäste gucken nur zu. Ist keine schöne Erfahrung.

Nein, da hast du vermutlich recht. Tut mir leid, dass du das hast erleben müssen. Freunde
Mit meiner Vorgeschichte, würde ich und könnte vermutlich aber auch nicht "helfen".

x 1 #49


Idefix13
Zitat von Moelli80:
Ich bin leider in die Erwerbslosen Rente gerutscht.
Bei mir ging gar nichts mehr auf der Arbeit.

Gerutscht bin ich ehrlich gesagt nicht. Nur es ging nicht mehr. Wie ich schon oben erwähnt habe, bin ich ein Viele-Mensch und musste so oder besser haben wir viele Leben gelebt unter den Menschen und es kam der Augenblick, da rauchte ich noch eine Zig. im Raucherzimmer meiner Arbeitsstelle in München damals, um kurz nach halb vier am Nachmittag und der nächste wache Moment war dann um kurz vor halb 12 in der Nacht, mitten in den Gleisen des Hauptbahnhofes.
Gerade so, dass ich noch die letzte Regionalbahn erwischen durfte, die mich in meine Kleinstadt mitten in die Pampa in Süddeutschland bringen konnte.

Zitat von Doreanne:
Alle auf Arbeit merken dass ich voll einen an der Waffel habe.

Oft ist die eigene Wahrnehmung zu verzerrt, dass man wirklich erkennen kann, was die Mitmenschen oder Kollegen von einem denken. Und gerade Menschen die sehr viel denken, in ihrem Leben, interpretieren meist zuviel in solche Momente. Ich würde nicht so hart mit mir ins Gericht gehen.

x 1 #50


Moelli80
Zitat von Idefix13:
Habe es schon woanders mal aufgeschrieben und deshalb werde ich hier nur anschneiden.
Wurde im Kleinkindalter sex. mb und dann nochmal mit 11 Jahren vergew. Dazwischen gab es 4 Traumas mit Gewalt und danach noch eines.

Oh das tut mir leid.
Gut, dann kann ich sehr gut verstehen, dass du Angst vor Menschen hast.
Besonders bestimmt Männer.

Und das als junges Kind, dass ist sehr furchtbar.


Zitat von Idefix13:
Vielleicht hast du schonmal etwas von DIS (Dissoziative Identitätsstörung) oder pDIS gehört.

Nein kenne ich nicht.


Zitat von Idefix13:
Nein, da hast du vermutlich recht. Tut mir leid, dass du das hast erleben müssen.

Hab noch einiges mehr erlebt, kann man aber nichts dran ändern.
Nun muss ich damit umgehen und den Dämonen.

Hab oft gedacht, dass das Leben mich einfach hasst.
Es möchte nicht gut zu mir sein.

Naja es gab nachher auch bessere Zeiten.

x 1 #51


Idefix13
Zitat von Moelli80:
Besonders bestimmt Männer.

Nein. Denn es waren beide daran beteiligt
Falls es dich interessiert:
Trigger

https://www.psychic.de/forum/beziehungsaengste-bindungsaengste-f64/austausch-fuer-betroffene-von-sexueller-gewalt-t135886-250.html#p3879539



Zitat von Moelli80:
Nein kenne ich nicht.

https://de.wikipedia.org/wiki/Dissoziat...%C3%B6rung

#52


Moelli80
Zitat von Idefix13:
Nein. Denn es waren beide daran beteiligt
Falls es dich interessiert:

Oh schrecklich, bei sowas bekomme ich Wut.
Aber das du drüber sprechen kannst, ist sehr bemerkenswert.

Sowas tut mir sehr leid für dich.
Das wird man bestimmt auch nie verarbeiten können.

x 1 #53


Moelli80
Zitat von Idefix13:
und es kam der Augenblick, da rauchte ich noch eine Zig. im Raucherzimmer meiner Arbeitsstelle in München damals, um kurz nach halb vier am Nachmittag und der nächste wache Moment war dann um kurz vor halb 12 in der Nacht, mitten in den Gleisen des Hauptbahnhofes.

Das erinnert mich ein bisschen an den Film, butterfly Effekt.

#54


Idefix13
@Moelli80

Nur ich lese nicht meine Tagebücher, damit das passiert. Und ich rückwärts durch die Zeit, in ein neues Leben springe.
Wir leben alle gerade hier in diesem Körper.
Schwierig dies auch nur grob und schnell wiederzugeben.

Doch sollte der Stress zu viel werden und auch die körperlichen Symptome ignoriert werden, dann kommt es zu solchen Abstürzen oder anders gesagt, ein anderer Anteil übernimmt die vollständige Kontrolle. Manchmal kann man noch zuschauen, ggf. miteinwirken aber meistens ist man "off".

Wir haben dahingehend aber nur die pDIS. Die partielle Dissoziative Identitätsstörung. Und leider wird das oft als Krankheit von der Fachwelt deklariert, obwohl es sich um eine Überlebenstaktik des Gehirns erweist.

Anders ausgedrückt, hier im Kopf, ist es nie still. Und Nein!, es hat nichts mit Schizophrenie zu tun, was früher noch oft fälschlicherweise angenommen wurde. Aber auch Borderline wird oftmals damit verglichen.
Man muss schon sehr speziell geschultes Personal haben, die den Unterschied erkennen kann.

x 1 #55


Moelli80
Zitat von Idefix13:
Anders ausgedrückt, hier im Kopf, ist es nie still. Und Nein!, es hat nichts mit Schizophrenie zu tun, was früher noch oft fälschlicherweise angenommen wurde. Aber auch Borderline wird oftmals damit verglichen.
Man muss schon sehr speziell geschultes Personal haben, die den Unterschied erkennen kann.

Mein Kopf ist auch nie still, aber auf Schizophrenie würde ich da nie kommen.

Es sind die Gedanken, die Dämonen die ihre Stimmen erheben.
Leider auch die Erinnerung, die nie weg gehen wollen.

Mein Therapeut hat mal gefragt ob ich an was gutes aus meiner Kindheit denken kann und ich hab lange überlegt.
Mir ist nichts eingefallen.
Aber schlechtes sehr viel.

Aber wenn einer was sagt, was mich erinnert, dann kommt auch mal was gutes raus an Erinnerungen.
Leider muss ich an das gute, erst erinnert werden. Das schlechte ist immer da.


Zitat von Idefix13:
Aber auch Borderline wird oftmals damit verglichen.

Borderliner wurde bei mir als 19 jähriger schon diagnostiziert.
Auch eine furchtbare Krankheit für mich.
Aber ich kann mittlerweile damit umgehen.
Geritzt hab ich mich schon sehr lange nicht mehr.
Aber ab und zu kommt mal was durch und auch die selbstverletzungen.
Zum Glück nur sehr selten.


Zitat von Idefix13:
Und leider wird das oft als Krankheit von der Fachwelt deklariert, obwohl es sich um eine Überlebenstaktik des Gehirns erweist.

Ja, das Gehirn versucht den Körper und Geist immer zu schützen.

Am meisten ist es der Fluchtreflex und dann ist man komplett angespannt.
Das Gehirn macht den Körper breit zum fliehen, aber man flieht nicht.
Die Anspannungen wird immer stärker, dann kommt Schwindel usw.


Zitat von Idefix13:
Manchmal kann man noch zuschauen, ggf. miteinwirken aber meistens ist man "off".

Das klingt Hart.
Auch wenn man manchmal sogar Off sein möchte um einfach mal Stille zu haben und ruhe.
Aber man möchte keine Kontrolle verlieren.

x 1 #56


Idefix13
Zitat von Moelli80:
Mein Therapeut hat mal gefragt ob ich an was gutes aus meiner Kindheit denken kann und ich hab lange überlegt.
Mir ist nichts eingefallen.
Das schlechte ist immer da.

Auch weil das Gute oder Schöne, kein Gehör braucht um wahrgenommen zu werden. Das schlechte will ja auch nur darauf aufmerksam machen, das etwas flasch gelaufen ist. Man könnte meinen es hat eine Eigendynamik entwickelt. Wir Menschen nennen das Flashbacks, Intrusionen, Grübelzwang und noch viel mehr. Und dagegen oder nebenher muss man Wege finden, um trotzdem den Realitätscheck nicht zu verlieren.
Zitat von Moelli80:
Geritzt hab ich mich schon sehr lange nicht mehr.
Aber ab und zu kommt mal was durch und auch die selbstverletzungen.

Ja SVV haben wir auch getan. Eigentlich richten sich die meisten psychischen Störungen gegen einen selbst und nicht wie die Medien es gerne behaupten gegen andere. Weil man nicht im stande gewesen ist oder war, es abzuwenden, weil man selbst schuld war, obwohl das nicht stimmt. Aber auch das ist ein symptom der eigenen Psyche.
Ritzen brachte mir nichts, hab deshalb abgebunden. Weit über die Schmerzgrenze bis Taubheit.
Wie mir meine Therapeutin damals aber veranschaulichte, zählt das auch zu SVV.
Zitat von Moelli80:
Am meisten ist es der Fluchtreflex und dann ist man komplett angespannt.
Das Gehirn macht den Körper breit zum fliehen, aber man flieht nicht.

Die 4 F's der Traumareaktionen
Fight, Flight, Freeze & Fawn.. (Kampf, Flucht, erstarren und Unterwerfung)
Zitat von Moelli80:
Aber man möchte keine Kontrolle verlieren.

So ist es. Das ist das schlimmste.
Und das "off", ist dann zu meist das Nettere, als nur zusehen zu können.
Bisher haben wir das aber auf ein sehr geringes überschaubares Maß halten können

x 1 #57

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Moelli80
Zitat von Idefix13:
Ritzen brachte mir nichts, hab deshalb abgebunden. Weit über die Schmerzgrenze bis Taubheit.
Wie mir meine Therapeutin damals aber veranschaulichte, zählt das auch zu SVV.

Ich hab mir später die Knochen gebrochen.
Leider ist es letztes Jahr mit auch 2 mal passiert.
Rückschläge hat man immer mal wieder.


Zitat von Idefix13:
Und dagegen oder nebenher muss man Wege finden, um trotzdem den Realitätscheck nicht zu verlieren.

Da bin ich noch weit weg von, glaube ich.



Naja ich muss zu Bett, wünsche noch einen schönen Abend

x 1 #58


Idefix13
@Moelli80

G8 🌃

#59


Idefix13
Zitat von Moelli80:
Ich hab mir später die Knochen gebrochen.

Hatte ich noch nie.
Hab vor mehr als 20 Jahren mal eine Biopsie machen lassen, weil mich das gewundert hat.
Und da kam heraus dass meine Knochendichte viel höher ist. Zwischen 13-17 % erhöht.
Hatte schon etliche Augenblicke in der Kindheit, aber auch später, doch es brach bisher kein Knochen.

Gespalten hatte ich mir meinen Schädel mit 4 Jahren oder habe mehrere Platzwunden mit Gehirnerschütterungen, auch alles in der Kindheit.
Mein Kryptonit ist nur das Wasser.
Und in der Lehre, hab ich mir die Streckensehne, des rechten Mittelfingers durchtrennt. Die haben sie dann im Inneren, wieder an der Schulter gefunden und wieder nach unten gezogen und zusammengenäht.

x 1 #60


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Dr. Reinhard Pichler
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