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Hallo, mir geht es nicht gut momentan. Ich suche Beistand. Vielleicht hat jemand ein paar Worte für mich übrig.
Ich lebe mit 23 als einziges „Kind“ in einem 3 Generationen Haus auf dem Land. Ich leide an Phasen in denen ich psychisch weit unten bin. Zu Hause gibt es viele Konflikte. Alle gehen von meiner Mutter aus. Stimmungen sind sehr wechselhaft. Sie fragt mich gelegentlich um Rat in Konflikten. Kritisiert mich für meine Ansichten. Wenn ich mal ein Problem habe, erzählt sie mir auch ihre Probleme. Als ich als Kind ein Problem hatte hörte ich oft dass es ihr in meinem Alter nicht anders ging. Als ich mit 16 schwere Krisen hatte war sie „die, die es schwer hat und das alles aushalten muss“ (sie war schon mit ihren teils pflegebedürftigen Eltern überfordert). Letztendlich fühlte ich mich wie ein Monster. Mein Vater war emotional noch nie wirklich da. „Das wird schon wieder“ „das schaffst du schon“ * schulterklopf * sind seine Antworten auf emotionale Themen. Was wenn meine Welt aber innerlich zusammenbrach? Meine Eltern sind eher wie zwei (zankende) ältere Geschwister. Früher war ich oft das stille, beobachtende Kind, das schwer Anschluss fand. Ich machte schlechte Erfahrungen (missbräuchliche Freundschaften) und den „sozialen Integrationsdruck“ seitens meiner Eltern und Lehrer empfand ich enorm.
Mir fällt es schwer, langfristig Interesse an Kontakten zu behalten. Ich ziehe mich gerne zurück weil ich an Schuld- oder Schamgefühlen leide. Ich bin eher distanziert, misstrauisch, analysiere viel. Ich fühle mich oft falsch und „zu viel“ oder wiederum langweilig und „zu wenig“. Auch meine „Triggerpunkte“ machen mir zu schaffen, ein Beispiel: wenn ich als egoistisch oder aufdringlich bezeichnet werde, löst das schnell eine Krise aus, im Inneren reagiere ich hypersensibel und schäme mich zutiefst dafür. Entweder bin ich einfach ohnmächtig in meinem Handeln oder ich flüchte aus der Situation weil ich starke Emotionen spüre, die ich nicht kontrollieren kann. Mal davon abgesehen wurde ich zu oft für Gefühle beschämt - egal ob zu Hause oder in der Schule… sonst wären sie vermutlich gar nicht erst so intensiv geworden.
Zuletzt ist in meiner beruflichen Selbstständigkeit viel auseinander gegangen. Ich würde behaupten meine Triggerpunkte haben mich überwältigt. Nach außen hin sind es sicherlich Lappalien (Kritiken, Konflikte), für mich ist es riesig. Meine Vergangenheit hat mich wieder sehr im Griff. Oft schwirren Erinnerungen durch meinen Kopf… was jemand irgendwann gesagt hat, wie ich mich irgendwann mal gefühlt habe. Ich bin enttäuscht von mir. Ich habe momentan kein Einkommen mehr. Und bin noch weiter weg davon auf eigenen Beinen zu stehen.
Ich habe schon lange sehr traurige und einsame Anteile in mir, die ich mit Strategien aus dem Internet (Stichwort inneres Kind trösten) etwas beruhigen konnte, darauf bin ich stolz. Trotzdem ist mein Drang enorm, Halt im Außen zu suchen. Ich fühle mich zu Männern hingezogen, die mein Vater sein könnten. Ich war 20 als einer mir mal seinen Arm um die Schultern legte und mir einfach nur zuhörte wie ich etwas erzählte. Bis dato wusste ich nicht was mir fehlte, der Moment löste nämlich Gefühle aus, die ich noch nicht kannte. So auch ein paar andere Momente der letzten Jahre… Kontaktmomente, in komplett verschiedenen Bereichen, die mir zeigten: da ist noch etwas, das ich nicht kenne, es fühlt sich verdammt gut an und ich möchte mehr davon. Ich lebe momentan mit den ständigen Bedürfnis zu googeln wie man Freunde findet. Dabei kenne ich die Antworten und weiß eigentlich auch dass es Leute gibt die meine Freunde sein könnten, wenn ich nicht glauben würde ihnen nicht gerecht zu werden.
Ich fühle mich klein, weil ich gedacht habe meine Karriere wäre alles in meinem Leben und Leistung wäre das einzige was es braucht für Erfolg. Aber es läuft nicht ohne soziale Beziehungen und das ist das was ich am meisten fürchte, weil ich darin bisher am meisten verletzt wurde. Ob ich nur zusammenzucke weil plötzlich eine Tür zufällt, jeden Blick versuche zu interpretieren oder meine Verdauung verrückt spielt - mein Körper reagiert.
• • 07.05.2026x 2#1
14 Antworten ↓
User_0815_4711 Mitglied
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Hallo, ich kann zu deinem Thema zwar nichts beitragen, möchte aber sagen, dass ich es zur Kenntnis genommen habe. Menschen, die dir vielleicht weiterhelfen können, werden sich bald hier melden.
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x 1#2
A
Emotionale Parentifizierung und Traumafolgen
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Greta__ Mitglied
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Hallo.
Bist du in Therapie? Falls nein, würde ich mich darum bemühen.
Warum ziehst du nicht aus in deine eigene Wohnung?
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x 1#3
Las Mitglied
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@Greta__
Ja, ich bin schon einige Jahre in Therapie. Vor allem mit dem Ziel mir „mein Leben aufzubauen“. Mich beruflich zurechtzufinden, ein soziales Umfeld aufzubauen und meine freie Zeit zu gestalten. Mein Therapeut ist sehr lösungsorientiert… es geht viel darum was ich tun kann. Manchmal funktioniert das auch ganz gut, trotzdem habe ich gelegentlich den Eindruck, dass es mehr Symptome bekämpft als Probleme behebt. Ich merke immer mehr, dass es mich zerreißt: mein Umfeld ist recht sorgen- und konfliktbelastet und die Therapie zieht mich in die entgegengesetzte Richtung. Mir fehlt der Ort an dem ich einfach „sein“ kann. Weder an Probleme noch an Lösungen denken. Auch einfach loslassen zu können und zu weinen, ohne sich Sorgen zu machen, dass man sich Sorgen macht… da bin ich vermutlich schlecht geprägt.
Gerade habe ich nur ein Zimmer in meinem Elternhaus. Ich habe kein festes Einkommen, das macht es mir schwer auszuziehen. Ich suche noch Arbeit.
•
#4
Greta__ Mitglied
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Zitat von Las:
@Greta__ Ja, ich bin schon einige Jahre in Therapie. Vor allem mit dem Ziel mir „mein Leben aufzubauen“. Mich beruflich zurechtzufinden, ein ...
Darf ich fragen welche Art der Therapie du machst?
Ja, ohne festes Einkommen ist es schwer auszuziehen. Ich weiß ja nicht wie deine Pläne beruflich sind, evtl. in eine Großstadt? Falls ja, eine WG?
•
#5
Las Mitglied
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@Greta__
Ich mache eine tiefenpsychologische Therapie.
Wo ich hinmöchte weiß ich noch nicht so recht. Großstadt ist denke ich nicht meins, wobei es auch da ruhige Ecken gibt, an denen ich mich wohlfühlen könnte.
•
#6
L
Lewis Mitglied
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Hallo tut mir Leid dass es dir nicht gut geht. Wie du schreibst gefällt mir allerdings gut, es klingt sehr nachdenklich und reflektiert. Ich muss sagen, dass gerade der Teil mit deinem Vater mich sehr berührt hat, weil ich solche Gedanken und Gefühle auch von mir selbst kenne. Ich habe es oftmals so beschrieben, mein Vater war zwar "da", aber nie "für mich da". Also wenn es um Probleme ging sowieso nicht, aber auch sonst gab es eigentlich wenn ich recht überlege nie eine emotionale Bindung zu ihm und das ist bis heute so. Ich habe nie etwas von ihm gelernt, kann mich nicht erinnern dass er mir mal wirklich etwas erklärt hätte, weder praktisch noch im Umgang mit Menschen. Er war nicht die Person die ich mir zum Vorbild nehmen konnte, also war ich auf der Suche nach einer anderen Vaterfigur, aber irgendwie gab es da niemanden der das so richtig übernehmen wollte. Als Kind war das noch nicht so schlimm, weil da sowieso meine Mutter für mich die haupt Bezugsperson war, aber als ich dann älter wurde und es darum ging "ein Mann zu werden" brachte das so manche Krise mit sich, weil ich eben niemand hatte an dem ich mich so richtig orientieren konnte. Oft habe ich mir vorgestellt wie es wäre eine Frau zu sein, oder vielmehr mir gewünscht es wäre so. Ich war der festen Überzeugung es wäre dann alles viel besser. Meinen Körper zu akzeptieren fällt mir zwar gar nicht so schwer, aber ich denke dass ich von meinem Charakter her sehr feminin bin und das wird halt oft als "zu weich" "unmännlich" etc abgetan und ich fühle mich oft nicht akzeptiert, vor allem von anderen Männern.
Die anderen Probleme die du beschreibst kenne ich nur zu gut. Schwere Krisen, etliche Therapien die eher wenig erfolgreich waren, überforderte Mutter, arbeitstechnische Fehlschläge etc, so würde ich grob meine letzten Jahre beschreiben. Einen konkreten Rat weiß ich dir leider nicht, aber zumindest kann ich dir sagen dass du nicht alleine damit bist. Ich fand deinen Text sehr interessant und würde mich freuen mehr von dir zu lesen. Bis dahin alles gute.
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x 1#7
NeonPixie Mitglied
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Zitat von Las:
Hallo, mir geht es nicht gut momentan. Ich suche Beistand. Vielleicht hat jemand ein paar Worte für mich übrig. Ich lebe mit 23 als einziges „Kind“ in einem 3 Generationen Haus auf dem Land. Ich leide an Phasen in denen ich psychisch weit unten bin. Zu Hause gibt es viele Konflikte. Alle gehen von meiner Mutter ...
Was du beschreibst, hat ja einen Namen, den du auch schon genannt hast. Emotionale Parentifizierung. Du warst als Kind die emotionale Stütze deiner Mutter statt umgekehrt. Das hinterlässt das Gefühl, zu viel zu sein, gleichzeitig nie genug, und eine tiefe Unsicherheit, ob man sich anderen zumuten darf. Ich habe das auch ein wenig, aber bei weitem nicht so stark wie du.
Der Moment mit dem Arm um die Schulter war halt gefühlt das erste Mal, dass jemand einfach da war, ohne dass du etwas dafür leisten musstest. Kein Wunder, dass es bei dir emotional so viel ausgelöst hat.
Lösungsorientiert hilft bei der Therapie beim Tun, aber nicht beim Sein. Klingt mir so, als ob du eher einen Bedarf an traumafokussierter Arbeit hast. Vielleicht wären EMDR oder schematherapeutische Ansätze was für dich? Kannst du ja mal bei deinem Therapeuten ansprechen.
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#8
Las Mitglied
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@Lewis lieb, dass du dich meldest… es erleichtert zu lesen, dass es da jemanden ähnlich geht. Wie geht es dir denn mit sozialen Kontakten? Du bist ja etwas älter als ich und mich würde interessieren wie das bei dir bisher gelaufen ist… falls du darüber erzählen magst.
——
Bei mir steht noch eine Verdachtsdiagnose Autismus im Raum. Und ich frage mich inwieweit das sein kann… ohne mich als Patient in die Arbeit eines Therapeuten einmischen zu wollen. Das wäre ja etwas was das eigene Sozialverhalten auch noch mal erheblich beeinflusst. Aber irgendwie kann ich das nicht ganz annehmen. Wenn ich über belastende Erlebnisse rede wird dem keinen großen Wert in der Therapie zugemessen. Da mir dadurch ab und zu schon etwas fehlt täte mir evtl. eine andere Therapieform gut… gerade hänge ich noch an Frage fest ob ich nun wirklich autistisch bin oder ich mich in Folge meiner Erfahrungen so verhalte… oder auch beides? Gibt es jemanden der sich damit auch schon beschäftigt hat?
—-
@NeonPixie Traumafokussierte Arbeit… darauf bin ich auch schon gestoßen. Angesprochen habe ich es noch nicht, weil ich weiß, dass mein Therapeut mit dem Gebiet nicht vertraut ist. Ich merke, ich tu mir auch allgemein verdammt schwer darüber zu reden, einerseits schwingt bei mir die Angst vor Reaktionen mit, z.B. sich nicht ernstgenommen zu fühlen. Andererseits gibt es Ereignisse aus der Vergangenheit über die ich nicht einfach so sprechen kann, weil ich nicht immer darauf Zugriff habe. Das trifft mich nur manchmal in Schüben nachts und meist dann wenn mich aktuelle Geschehnisse triggern. Ein altes Tagebuch habe ich, aber da schaue ich aus Selbstschutz nicht rein. Wie geht man damit um? Ich kann ja schlecht eine Therapie anfangen und dann im Sessel sitzen und nichts sagen können.
Alles was mit meiner Mutter zusammenhängt ist kompliziert. Sie kann sehr nett und fürsorglich sein, aber auch ziemlich beleidigend. Wir haben ein enges Verhältnis, nur dass ich ihr gegenüber mittlerweile emotional nichts mehr empfinde. Gerade in guten Phasen bin ich ihr gegenüber auch recht redselig, sonst habe ich ja niemanden. Ich muss mich da irgendwie lösen, nur weiß nicht wie. Ich habe schon oft gehört, dass ich „echt coole / nette Eltern“ habe, das macht es mir noch schwerer einzugestehen, dass meine Mutter Seiten hat, die mich immer wieder verletzen werden und sie das noch dazu nicht sehen kann.
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x 1#9
L
Lewis Mitglied
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@Las Das ist noch so ein Thema womit ich seit Jahren am strugglen bin. Während der Schulzeit wurde ich mehrere Jahre stark gemobbt. Das fing in der Pubertät an, wahrscheinlich aufgrund meiner beschriebenen Charakteristik, vielleicht gab es auch noch andere Gründe. Jedenfalls fiel es mir da sehr schwer Anschluss zu finden bei Klassenkameraden, in Vereinen etc sah es ähnlich aus, und ich hatte eigentlich niemand mit dem ich mich in meiner Freizeit treffen konnte.
Dann gab es eine Zeit so etwa von 16 bis 20 als ich es irgendwie geschafft hatte mich mit Leuten gewissermaßen anzufreunden, aber es ging hauptsächlich um Rauchen Trinken und einfach abhängen halt. Das war mir erstmal egal, ich war total euphorisch dabei endlich mal wieder das Gefühl zu haben bei gleichaltrigen dazu zu gehören. In der Zeit hatte ich tatsächlich sehr viele Kontakte, einfach weil man auf Partys etc über einen fünf weitere kennenlernt und so weiter. Rückblickend hab ich mir wohl selbst etwas vorgemacht, aber ich war mir damals sicher dass zumindest ein paar davon meine Freunde waren.
Als dann eine Zeit kam da es mir psychisch schlechter ging, wurde ich auf den Boden der Tatsachen zurück geholt, denn mit keinem davon konnte ich über meine Probleme reden. Niemand verstand warum es mir schlecht ging, wenn doch heute mal wieder (wie fast jede Woche) die Party des Jahres anstand. Und diese ganzen Leute wollten einer nach dem anderen nichts mehr mit mir zu tun haben.
Die letzten Jahre hab ich viel Therapie gemacht, war in verschiedenen Kliniken, und auch da wieder sehr viele Leute kennen gelernt. Und teilweise auch das Gefühl gehabt Anschluss zu finden, mit einigen hab ich mich ganz gut verstanden und konnte auch kritische Themen ansprechen. Zu manchen hätte ich gerne den Kontakt gehalten, aber irgendwie ist nach den Aufenthalten fast alles im Sand verlaufen. Momentan hab ich nur wenig soziale Kontakte und nur einen welchen ich als Freund bezeichnen würde, wobei es auch mit ihm oftmals zu gewissen Differenzen kommt.
Wie ist/war es bei dir?
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#10
Las Mitglied
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@Lewis Oh je… das klingt auch nicht gut bei dir...
In meiner Vorschul- / Grundschulzeit hatte ich zwei missbräuchliche Freundschaften… ich möchte nicht weiter drauf eingehen. Das hat sich danach ziemlich auf mein Verhalten ausgewirkt und ich konnte wenig mit Leuten anfangen, war lieber für mich. Wenn dann mal doch wusste ich mich nicht so recht zu verhalten, egal ob bei Gruppensituationen in der Schule oder Besuch zu Hause. Ich hab damals wenig Unterstützung bekommen, eher Druck von außen, man muss halt funktionieren und dies und das, gehört sich halt so… ich tat mir oft schwer zu verstehen was an Freundschaften Spaß machen soll. Ich war lieber alleine. Meine Schulzeit ging direkt vor Corona zuende und als die Lockdowns kamen hatte ich das angenehme Gefühl, dass die ganze Welt nun so lebt wie ich. Als das dann vorüber war hab ich mich voll und ganz darauf konzentriert ein großes Hobby von mir zum Beruf zu machen. Ich kam darüber zu Kontakten. Das hat mir zuletzt echt viel gegeben.
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#11
-juli Mitglied
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@Las ich glaube, dass der einzige Ausweg aus diesem Kreislauf eine gute Therapie und ein Weg in meiner Eigenständigkeit ist. Mit Eigenständigkeit meine ich in dem Zusammenhang, dass man lernen muss, das Leben für sich selbst zu leben. Das ist ein Prozess und es dauert, aber es ist möglich.
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x 1#12
NeonPixie Mitglied
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Zitat von Las:
@Lewis lieb, dass du dich meldest… es erleichtert zu lesen, dass es da jemanden ähnlich geht. Wie geht es dir denn mit sozialen Kontakten? Du bist ja etwas älter als ich und mich würde interessieren wie das bei dir bisher gelaufen ist… falls du darüber erzählen magst. —— Bei mir steht noch eine ...
Die Autismus-Frage ist nicht so leicht zu beantworten. Trauma und Autismus können sich phänomenologisch sehr ähnlich sehen. Rückzug, Schwierigkeiten mit sozialer Intuition, Überreizung, Schwierigkeiten, Emotionen zu regulieren. Der Unterschied liegt oft weniger im Verhalten selbst als in der Ursache und der Neurologie dahinter. Eine Diagnostik, die das differenziert, wäre sinnvoll, weil die Konsequenzen für Therapie und Selbstverstehen unterschiedlich sind. Bei mir wurde der Autismus leider viel zu spät diagnostiziert, als ich dann schon flach lag mit autistischem Burnout durch den ganzen Stress durch das unbewusste Masking.
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#13
NeonPixie Mitglied
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@Lewis lieb, dass du dich meldest… es erleichtert zu lesen, dass es da jemanden ähnlich geht. Wie geht es dir denn mit sozialen Kontakten? Du bist ja etwas älter als ich und mich würde interessieren wie das bei dir bisher gelaufen ist… falls du darüber erzählen magst. —— Bei mir steht noch eine ...
Nicht immer Zugang zu allen Erinnerungen zu haben ist bei einer traumafokussierten Therapie eher der Normalfall. EMDR zum Beispiel arbeitet oft gerade mit dem, was im Körper gespeichert ist, ohne dass man alles verbal beschreiben müsste. Du musst da keinen kohärenten Bericht liefern können.
@Lewis lieb, dass du dich meldest… es erleichtert zu lesen, dass es da jemanden ähnlich geht. Wie geht es dir denn mit sozialen Kontakten? Du bist ja etwas älter als ich und mich würde interessieren wie das bei dir bisher gelaufen ist… falls du darüber erzählen magst. —— Bei mir steht noch eine ...
Mit meiner Mutter habe ich auch ein komplexes Verhältnis. Das liegt, aus meiner heutigen Sicht, zum großen Teil an ihren emotionalen Bedürfnissen aufgrund einer Traumatisierung und meinem Autismus. In der Schule hatte ich auch leider einige Mobbing-Erfahrungen gemacht. Hatte hier mal einiges dazu geschrieben: tagebuecher-f97/coffee-4-u-t119245-67480.html#p4052887