Zitat von Stef94: Ich habe einen Partner der 5 mal die Woche Tiefenanalyse macht.
Nochmal zur Definition der Therapie.
Es gibt diese drei Hauptformen von Psychotherapien:
- Verhaltenstherapie
- tiefenpsychologisch fundierten Psychotherapie
- Psychoanalyse
Was hier "Tiefenanalyse" genannt wird ist wohl die "tiefenpsychologisch fundierten Psychotherapie".
Ich dachte bisher, es wäre eine Psychoanalyse. Die bekommt man nur schwer von der Kasse bezahlt und es ist nochmals schwer einen Therpeuten zu finden. mir wurde das nach 15 Jahren Therapie (erste beiden Formen) vorgeschlagen. Ich hatte mich darum bemüht, aber keinen Therapeuten gefunden (ich hatte es bei circa 30 versucht), die dafür ausgebildet sind.
https://de.wikipedia.org/wiki/Tiefenpsychologiehttps://de.wikipedia.org/wiki/Tiefenpsy...hotherapieNeben einigen Verhaltenstherapien und auch anderen Formen (Schematherapie, Autosuggestion, ...) hatte ich zuletzt auch "tiefenpsychologisch fundierten Psychotherapie". Termine 1x in der Woche sind Standard. Bei der Psychoanalyse sind Termine mehrmals die Woche möglich.
Bei all meinen Therapien bestand öfters das Problem, dass die Therapeuten aufhörten und ich mir einen neuen suchen musste. Bei den Verhaltenstherapien war das nur nervig. Bei den tiefenpsychologisch fundierten Psychotherapien ging das mehr an die Substanz. Es gibt dabei ein Symptom, auf das nach Beendigung oder Abbruch einer Therapie geachtet werden sollte und wenn nötig sich dazu therapeutische Hilfe gesucht werden sollte. Das Symptom ist daran zu erkennen, dass ein Bedürfnis entsteht, den Therapeut nach Beendigung oder Abbruch einer Therapie zu kontaktieren. Das sollte auf gar keinen Fall getan werden. Mir fiel dieses Symptom mehrmals nach Beendigung oder Abbruch einer Therapie auf und ich konnte es von selbst unterbinden. Aber es ist sehr nervig und lästig.
Die Frage ist hier, wie wird die Person, um die es hier geht, auf eine Beendigung oder einen Abbruch der Therapie reagieren?
Aus meiner eigenen Therapieerfahrung sowie Psychiatrieerfahrung und Psychischen-Störungen-Erfahrungen kann ich vermuten, dass die Person Allen inklusive Therapeutin etwas verheimlicht und versucht sich selbst zu heilen, ohne das Geheimnis zu lüften. Die gesamte Angelegenheit dreht sich um den heißen Brei. Es ist der Person so sehr peinlich, dass sie noch nicht einmal mit der Therapeutin darüber reden kann, sondern immer darauf abzielt, zuerst mehr Vertrauen gewinnen zu müssen, und zwar soviel, dass ihr Problem von den Gegenübern nicht mehr als Problem angesehen wird. Die Person will die Gegenüber um den Finger wickeln. Die Therapeutin weiß eventuell sogar davon, wenn sie gut ausgebildet ist, und lässt ihn machen, da sie dafür bezahlt wird. Wenn die Therapeutin die Person darauf anspricht, wird diese immer sagen, dass sie noch etwas Zeit braucht und erst mehr Vertrauen braucht. Das Problem der Person soll nach Vorstellungen der Person von alleine verschwinden, durch Vertrauen. Es ist wie die Suche nach einer Legitimierung. Durch die Legitimierung des Problems soll dieses kein Problem mehr sein und dadurch als Problem verschwinden. Aber die Symptome bleiben.
Die Frage an dich @Stef94 ist, wie wird die Person reagieren, wenn sie erfährt, dass du hier über sie schreibst? Das wäre ein immenser Vertrauensbruch. Du bist nicht mehr sicher. Allein, dass du dich dazu entschieden hast, hier darüber zu schreiben, hast du dich konsequenterweise bereits dafür entschieden den Kontakt zu der Person abzubrechen, da du das von ihr verlangte Vertrauen nicht aufbringen kannst. Dich trifft dabei keine Schuld, sondern es hat sich so ergeben, weil anders hättest du es nicht verstanden und wäre es nicht dazu gekommen. Es ist also schon vorbei. Wenn du jetzt ein Rettersyndrom hast, und die gesamte Situation retten willst, wäre das zu therapieren.
Es ist bereits vorbei. Es war deine unterbewusste Entscheidung. Du suchtest nach einer Erklärung, warum es vorbei ist, weil du es nicht verstanden hast, und hast hier das Thema dazu eröffnet. Erklärungen gab es nun schon genug.
Beachte: Auch Gewalttäter, Mörder, Kriminelle und *beep* können lieb sein, aber nicht zu jedem, und es macht nichts wett. Es gibt ein Syndrom, bei dem Frauen sich in Männer verlieben, die im Gefängnis sitzen. Sobald die Männer frei kommen, suchen sie sich den nächsten hinter Gittern.