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Mr.Froussard
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Hallo,

ich hatte wieder einen heftigen Rückschlag und frage mich nun wie es andere schaffen mit einem Rückschlag umzugehen.


Mein Problem ist: Angst vor Symptomen (ohne Angst vor Krankheiten) (ich habe sozusagen die Angst davor an Hypochondrie zu leiden und erzeuge somit hypochondrische Symptome einer Hypochondrie)


Bisher war es jedes Mal so, dass immer wenn ich einen Weg gefunden hatte die Symptome als weniger bedrohlich zu empfinden (Annehmen) und/oder auszuschalten, hatte ich einige Tage bzw. Wochen lang ruhe, aber dann kam immer wieder der Rückschlag durch den die Symptome in voller Härte zurück kamen.

(da ich dann wieder glaubte "an Hypochondrie zu leiden")


Für mich gibt es daher keinen Mittelweg.

Entweder ich schaffe es die Symptome zu akzeptieren bzw. auszuschalten und bin Symptomfrei oder ich fühle mich durchgehend Hundeelend


Kann mir jemand Tipps geben wie ich damit klar kommen kann?

Es würde mir schon reichen wenn ich die Beschwerden schon soweit in den Griff kriegen würde, dass ich wenigstens halbwegs normal leben kann.

13.04.2021 #1


26 Antworten ↓
Flousen

Flousen
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Schönen Guten Morgen Wünsche Ich,

und zwar fängt es bei mir wieder an das sich die Angst wieder ausbreiten möchte. Es beginnt morgens schon nach dem Aufstehen damit das ich Unruhig werde/bin. Ich hab Magenschmerzen was sich dann ein wenig legt nach einer guten Stunde.
Dann halt ich mir vor Augen was noch erledigt werden muss (Heute Arzt Termin wegen Besprechung einer Magenspiegelung) dafür muss ich mit dem Bus erstmal 30 Minuten in die Stadt fahren und von dort aus werde ich abgeholt .
Das schöne daran ist das ich dabei von Unurhe, Magenkrämpfe, und den Drang auf Klo zu müssen begleitet werde. Das ganze schaukelt es im Bus dann bis ins Ultimo Hoch bis ich dann auf Klo war. (Stresssituation daher die Reaktion).
Zwischen durch werde ich dann noch von Derealisation begleitet.
Und dann denke ich mir oh ne Bus und Co. Mit den ganzen Problemen . (Typisch Angst)

Ich ziehe natürlich trotzdem alles durch.
Nur seit Jahren ist es immer das selbe, bleibe ich Mal 1-2 Wochen Zuhause und fahre nicht weg etc, bin ich quasi wieder an Tag.1 angekommen als hätte ich nie angefangen damit mich Auseinander zu setzen . Und das geht 9 Jahre schon so.

Therapie 2x hinter mir.
Keine Medikamente (Unterdrücken nur die Probleme)

Wer kennt es auch?
Und wie geht ihr damit um?

12.04.2021 08:19 • x 1 #23


Zum Beitrag im Thema ↓

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Wie geht ihr mit Rückschlägen um?

x 3


Erdbeere82

Erdbeere82
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Hallo,

ich kämpfe auch schon seit 25 Jahren mit Panikattacken, früher konnte ich das Wort nicht mal lesen ohne Panik zu bekommen! Shocked
Ich hab das mit dem Bus/Bahn fahren alles schon hinter mir und beim Einkaufen oder im Wartezimmer war es besonders schlimm! Wenn man sich den Situationen ständig aussetzt, wird es irgendwann besser. Wie meine Vorrednerin sagt, du musst dein Gehirn "um"trainieren und dir selbst immer wieder sagen dass alles gut ist und dass du gesund bist! Ich weiß, die Attacken kommen trotzdem...aber mit mehr Übung wird es langsam besser.
Mir hat mal jemand was gesagt was ich sehr beeindruckend fand: "Gehen Sie eigentlich auch mit dem Regenschirm raus wenn die Sonne scheint?" Laughing
So lächerlich sich das anhört, aber genau so muss man seine Panik hinterfragen! Sie ist einfach nur unnötig und nicht ernst zu nehmen!
Ich hoffe das kann dir ein bißchen helfen! Wink

13.04.2021 17:16 • x 1 #26


Zum Beitrag im Thema ↓


M
Ich habe jetzt einen kleinen gedanklichen Fortschritt gemacht.

Die Symptome an sich sind gar nicht das Problem. (die sind eigentlich etwas das ich annehmen und verkraften kann)

Das Problem ist nur, dass ich hinter den Symptomen etwas vermute, dass mich zerstören will und das ich nicht mehr loswerde.

Es muss mir irgendwie gelingen die Symptome wieder als von dieser Befürchtung gelöst zu betrachten.



... ich glaube jetzt habe ich die Lösung: Die Hypochondrie kann nichts weiter als mir hypochondrische Gedanken und Symptome zu schicken.

Beides stellt keine reale Bedrohung für mich dar.

Von daher kann ich die Hypochondrie ignorieren und die Symptome wieder annehmen.



... Genau

Ich muss die Symptome einfach für sich getrennt betrachten.

... ich habe gar keine Hypochondrie sondern nur Symptome und die sind kein Problem, da ich sie keine reale Gefahr für mich darstellen. Ich brauche sie einfach nur anzunehmen, so wie ich auch die Symptome einer Grippe annehme (und teilweise sogar als angenehm empfinde)

Ich glaube, dass ist die Lösung

#2


M
Die Zeit in der ich mich befinde ist somit keine "Krankheit" sondern einfach nur eine Zeit in der ich hin und wieder von einzelnen Symptomen "besucht" werde.

Die Symptome selbst sind für sich gut zu ertragen. Ich brauche sie nur freundlich zu begrüßen. Sie als meine "Gäste" empfangen und warten ich mich an sie gewöhnt habe. Dann ist irgendwann auch der Punkt erreicht an dem es ihnen irgendwann langweilig bei mir wird und sie nicht mehr zu "besuch"kommen.

#3


M
Wobei es im Prinzip auch wirklich so ist.

Es sind ja auch nur einzelne Symptome die hin und wieder auftauchen.

Alles was zählt ist nur der Augenblick.


Und die "Hypochondrie" an sich existiert genau genommen eigentlich gar nicht. Sie ist nur ein semantisches Konstrukt. Ein Wort das dazu geschaffen wurde ein komplexes Phänomen in ein Wort zu pressen.

In Wirklichkeit existiert die Hypochondrie daher überhaupt gar nicht. Existent sind nur die Symptome und die kann ich einfach so durchstehen, oder Annehmen.

(das hat die letzten 15 Tage immer prima geklappt - daher muss es auch weiterhin funktionieren)

#4


L
geh zur therapie.......................

ach so ich vergaß du bist ja nicht krank..................

du kannst dich ja selbst heilen.....................

letzte woche war es ja so zu 95 prozent.....................

nochmal...........geh zur therapie............

#5


L
ach noch was.........

warum beantwortest du deine eigenen fragen immer selbst ?

willst du hier irgendjemand veräppeln ??

#6


M
@Lottikarotti

warum versuchst Du eigentlich ständig mich fertig zu machen

Ich habe Dir doch nichts getan.


Ich habe einfach nur das Pech einen etwas sonderbare Störung zu haben.



Zudem versuche ich bereits seit Wochen einen Termin für eine Verhaltenstherapie zu bekommen.

Bisher ohne Erfolg

#7


G
Zitat von Mr.Froussard:
Und die "Hypochondrie" an sich existiert genau genommen eigentlich gar nicht. Sie ist nur ein semantisches Konstrukt. Ein Wort das dazu geschaffen wurde ein komplexes Phänomen in ein Wort zu pressen.

In Wirklichkeit existiert die Hypochondrie daher überhaupt gar nicht. Existent sind nur die Symptome und die kann ich einfach so durchstehen, oder Annehmen.
Bist du denn sicher, dass du SELBER wirklich existierst?

Du willst ALLES wegreden und wegzaubern ..
Nur der Wahrheit willst du nicht in die Augen sehen ...
Wäre es für dich wirklich so schlimm, wenn du seelisch krank wärest und DABEI Hilfe bräuchtest?

WER aus deiner Familie würde dich dafür verurteilen?

#8


M
Zitat:
Wäre es für dich wirklich so schlimm, wenn du seelisch krank wärest und DABEI Hilfe bräuchtest?

WER aus deiner Familie würde dich dafür verurteilen?


Hallo GastB,

danke, dass Du weiterhin versuchst mir zu helfen. (auch wenn ich was meine Heilung betrifft immer noch etwas unterschiedliche Vorstellungen habe)


Niemand würde mich dafür verurteilen. Mir wäre das auch ehrlich gesagt relativ egal.


Um genau zu sein würde ich einfach alles tun um endlich wieder "normal" zu werden (wie ich es vor 5 Monaten noch war.)

Ich würde sogar Hundekot essen wenn ich dann wieder so wäre wie ich vorher war. (vor 5 Monaten)

#9


C
Mahlzeit....

#10


G
Zitat von Chaosfee:
Mahlzeit....

#11


M
Zitat von Chaosfee:
Mahlzeit....


Das sollte mehr zum Ausdruck bringen, dass ich sehr entschlossen bin alles zu tun um wieder "normal" zu werden.

Normalerweise ekel ich mich relativ leicht.

#12


P
Zitat:
so wie ich auch die Symptome einer Grippe annehme (und teilweise sogar als angenehm empfinde)

Oh, warum empfindest Du Grippesymtome angenehm?

#13


M
Muss irgendwelche positiven Erinnerungen an meine Kindheit auslösen.

Immer wenn ich als Kind eine Erklärung hatte, hatte ich es mir besonders gemütlich gemacht.

Ich lag dann gemütlich im Bett, habe Zwieback gegessen und Tee getrunken und dazu etwas schönes gelesen. (zudem brauchte ich nicht in die Schule)

(zudem hatte ich mir noch nie Sorgen wegen einer Grippe oder Erklärung gemacht. Für mich war das mehr wie eine Art "Urlaubszeit")

#14


P
Zitat:
Immer wenn ich als Kind eine Erklärung hatte, hatte ich es mir besonders gemütlich gemacht.


Aha!!

Und wie alt bist Du jetzt, wenn ich fragen darf?

#15


M
31

Bin aber immer noch Student. Habe immer noch keine Berufsaussichten. Immer noch keine Familie

Und jetzt kam (vor 5 Monaten) auch noch dieser Mist mit dieser Befindlichkeits-Macke hinzu


Aber inzwischen bin ich wieder voller Hoffnung diesen Mist endlich in den Griff zu kriegen.

#16


P
Zitat:
Bin aber immer noch Student. Habe immer noch keine Berufsaussichten. Immer noch keine Familie

Und jetzt hast ein schlechtes Gewissen, weil Du unter Druck stehst?

#17

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M
Zitat von pax:
Und jetzt hast ein schlechtes Gewissen, weil Du unter Druck stehst?


Das kommt noch oben drauf

Am meisten macht mir zurzeit die Befindlichkeits-Macke zu schaffen, da die mich daran hindert weiter zu kommen.

Aber inzwischen hoffe ich, dass ich wieder voran komme.

Seit heute nehme ich ein Mittel namens Mirtazapin, das es mir erleichtert mein Befinden mehr mit Gleichgültigkeit zu betrachten.

#18


P
Zitat:
Das kommt noch oben drauf

Ich denke es ist umgekehrt.

#19


G
Und ich denke, dass du in deinem Unterbewussten eine Bremse eingebaut hast, die sehr erfinderisch darin ist, dich zu keinem Erfolg kommen zu lassen.

#20


A


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