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Hallo liebe Forenmitglieder,
durch Zufall bin ich hier gelandet wollte euch einmal mein Problem schildern.
Also ich habe seit ein paar Wochen (zumindest ist er mir eben seit diesem Zeitpunkt aufgefallen) einen vergrößerten Lymphknoten an der rechten Kieferecke; verschiebbar (soweit ich das einschätzen kann), nicht schmerzend, etwa so groß wie eine Kaffeebohne (soweit ich das wieder einschätzen kann) und definitiv noch nicht so groß wie eine Haselnuss oder ein Tennisball wie ich das hier schon manchmal gelesen habe ). Nun habe ich Angst, dass es was schwerwiegendes sein könnte und traue mich nicht zum Arzt zu gehen, weil ich gleich Angst habe, eine Diagnose ohne Heilung zu bekommen! Derweil bin ich gerade erst 17! Ja, wenn ich es deutlich formuliere, habe ich Angst vor einem Krebsleiden.
In meiner Familie ist das kein unbeschriebenes Thema, da meine Oma an Gallengangkrebs, der schon Metastasen gestreut hatte, verstorben ist. Väterlicherseits gab es in der Vergangenheit schon Darmkrebsgeschichten und er selbst hatte schon einen (wiederkehrenden) Hirntumor, der jetzt im Griff zu sein scheint.
Des Weiteren ist meine Familie auch psychisch angeschlagen: Meine Schwester hat eine Magersucht und Verhaltenstherapien hinter sich, meine Mutter hat Depressionen, die sie schon zu einem stationären Aufenthalt gezwungen haben.
Nun zu mir. Ich kann die ganze Situation halt sehr schlecht einschätzen . Ich mache gerade mein Abi und hatte durch den Leistungsdruck den letzten Monat sehr viel selbst aufgebauten Stress. Da hat es angefangen, dass ich an Gewicht verloren hab. Diese Tatsache verleitete mich - als einen zur Hypochondrie tendierenden Menschen - natürlich zu googeln. In diesen vier Wochen und zwei Wochen davor noch hinzugezählt (angefangen haben meine Ängste also etwa so um Ostern herum, da konnte ich beim Brunchen nur Joghurt essen und vom Anblick meiner essenden Familie wurde mir schlecht und ich bin an die frische Luft und hatte dann das Gefühl ich könnte gerade alles in mich hineinstopfen) durchlief ich jetzt einige Symptome wie Brustdruck, Bauchschmerzen, Schwindel, Kopfpechen, schmerzende Beine und Kribbeln in den Extremitäten. Dies alles quasi auf die Sekunde, nachdem ich in verschiedenen Artikeln über irgendwelche Krebsarten diese Symptome gelesen hatte. Das schlimmste war aber, dass ich nicht gescheit essen konnte in dieser Zeit. Ich saß mit meiner Familie am Esstisch und hab einfach nichts runtergebracht - wenn ich es dann mal geschafft habe, dann kam es mir beinahe wieder hoch: Das hat mich natürlich gleich an die Essprobleme meiner Oma erinnert, bevor sie ihre Krebsdiagnose bekommen hat..
Natürlich nimmt man bei einem gestörten Essverhalten ab und meine Schwester meint auch ständig Du bist ganz schön dürr geworden.
Jetzt ist der Abistress eigentlich wieder vorbei und das mit dem Essen klappt eigentlich schon wieder: Ich habe noch nie sonderlich viel gegessen und stehe zur Zeit, weil ich ja keine Schule mehr hab, so etwa immer um 10 auf und kann dann halt für ein paar Stunden nichts essen (weil ich noch nie gefrühstückt habe) und dann gehts schon wieder. Abends bekommen ich immer am meisten Hunger und da esse ich auch mal zwei Portionen Nudeln oder eine Pizza und einen Salat. Die Symptome, die ich vorhin beschrieben habe, sind auch zum großen Teil wieder weg - bis auf kleine Wehwehchen, die aber irgendwie immer vorhanden sind..
Das Problem ist nun, dass ich aber zum totalen Kontrollfreak geworden bin: Ich schaue ab und zu in den Spiegel, um zu sehen, ob meine Skleren gelblich sind, weil ich diesen Verdacht auch hatte, während der Zeit mit den heftigen Symptomen; ich drücke ständig an dem vergrößerten Lymphknoten herum (ich weiß, dass ich das nicht tun sollte), um zu sehen, ob er immer größer wird oder endlich wieder kleiner ist (hier is zu sagen, dass ich auch einige kleine Lymphen in der Leistengegend spüre und diese des Öfteren betaste und schaue, wie sie sich verhalten), ich betrachte seit neustem meine Wangen im Spiegel, um zu sehen, ob sie eingefallen aussehen, weil das Verschwinden des Wangenfettgewebes auf Tumorkachexie hindeuten kann, etc.
Ich traue mich nicht mehr auf die Waage zu steigen, weil ich Angst habe, keine 60 Kilo mehr zu wiegen (als das mit dem Abistress begonnen hat, waren es etwa 65 Kilo) und habe an manchen Tagen immer noch das Problem, dass ich mittags kaum etwas oder gar nichts hinunterbekomme.. (Wenn ich mich dann beruhige, indem ich Meditationen übers Handy anhöre, dann geht es komischerweise auch mit dem Essen - da scheinen irgendwie innere Blockaden am Werk zu sein )

Ihr seht schon - es ist alles sehr komplex. Meine Frage an euch ist nun:
Brauche ich wegen dem vergrößerten Lymphknoten und den Symptomen, die alle mal da waren, Angst zu haben und sollte ich ihn (auch wenn es mir sehr widerstrebt wegen der Angst einer unheilbaren Diagnose) mal untersuchen lassen, da er schon größer ist als der linke, den ich kaum ertasten kann, an dem ich aber auch kaum herumdrücke und herumwühle, weil er ja eh klein ist.. Ich schwitze oft unter den Achseln - nicht so, dass ich ständig mein T-Shirt wechseln müsste, aber es ist immer ein wenig wässrig, was ja bestimmt auch nicht gerade normal ist und ich habe aufgeblähte Brustwarzen, welche schon seit gut 4 Jahren bestehen und normal werden, wenn ich sie berühre.. Diese drei Dinge zusammen machen mir irgendwie schon ein wenig Sorgen.. oder denkt ihr, ich sollte mir darüber keinen Kopf machen, wenn ich mich sonst nicht krank fühle, etc und lieber einmal einen Psychologen aufsuchen, der mir helfen sollte, meine Psyche wieder in der Griff zu bekommen, falls jemand von euch meint, dass vieles davon von meiner Psyche ausgegangen ist?

Ich weiß, dass der Artikeln nun sehr durcheinander ist, aber es kommen einfach so viele Tatsachen zusammen, die mich beschäftigen und für euch hoffentlich ein Bild von mir ergeben durch welches ihr meinen Zustand einschätzen könnt und mir eure Hilfe zukommen lassen könnt!

Ich danke fürs Lesen dieses langen Eintrags und für eure Hilfe!

19.05.2017 13:35 • 23.05.2017 #1


3 Antworten ↓


Möwe01
Meine sind auch seit ner Woche angeschwollen,ich hatte eine Mandelentzündung. Meine Ärztin sagte mir das das nicht unnormal ist, nach oder bei Infekten und das dass die sogenannten Polizisten sind die gegen Den Infekt kämpfen. Dadurch sind sie auch geschwollen

23.05.2017 19:39 • #2



Vergrößerter Lymphknoten rechts am Liefereck

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Zuri
Den LK solltest du einem HNO-Arzt einmal vorstellen! Der kann schnell und problemlos feststellen,ob er auffällig ist! LK können schon mal anschwellen,das muss nicht gleich pathologisch sein! Abklären würde ich das trotzdem!

Deine anderen Baustellen können wirklich dem Abistress geschuldet sein und du sollest dir noch ein Wenig Zeit geben!

Dass du häufig deinen Körper checkst,ist ok,sollte aber nicht zu viel werden! Da solltest du ein Auge drauf haben!

23.05.2017 20:40 • #3


Wenn es am Kiefer ist,liegt es vielleicht an einem Zahn. Würde den Zahnarzt empfehlen.Krebs ist es sicherlich nicht! Keine Angst.

23.05.2017 21:20 • x 1 #4




Dr. Matthias Nagel