Kenne ich nur zu gut!
Ich hatte 2 jahre Angst und Panik, auch vor Krankheiten. und zum schluss angst verlassen zu werden, also eifersucht.
Als mein freund sich von mir trennte, war das der richtige Ar. und ich arbeitete an mir und siehe da, ein jahr lang beschwerdefrei. und nun bin ich auch rückfällig, mittlerweile denke ich, dass es am stress liegt (umorientierung im beruf, der Versuch der Selbstständigkeit). Momentan habe ich es sehr mit Magen und Kreislauf. ursprünglich führte ich es auf ein herzleiden zurück, aber an dem ziehen in der brust war der magen schuld ( Verdacht auf Magenschleimhautentzündung, Schwangerschaft oder ein Magenbakterium, das die beschwerden hervorruft laut Arzt) Schwangerschaft kläre ich morgen, die restlichen Verdächtigungen bei einer spiegelung, wobei er die Entzündung auch ausschließt, weil in meinem Blutbild keine erhöhten Leukozyten festgestellt worden sind, die ja bei einer entzündung eigentlich auffällig werden. Auch die restlichen Werte waren in Ordnung.
Sollte bei der spiegelung allerdings nichts bei rum kommen, liegt es nur an einem: Der Angst und dem Stress.
Die Ironie daran: Exakt die gleichen Beschwerden hatte ich am anfang der ersten PAs vor 3 Jahren auch. Erst nach der Magenspiegelung hatte ich keine magenschmerzen mehr, als man mir sagte, dass mein magen tip top ist...
und gleiches befürchte ich dieses mal eigentlich auch (schon komisch dass man befürchtet nichts zu haben )
Auch dieses enge Gefühl, was du beschreibst, kenne ich nur zu gut. Angst vor irgendwelchen Lungenleiden hatte ich auch zu hauf. Auch ich gehe weiterhin Arbeiten, obwohl mich die Angst an einem Tag letztens auch dort übermannte und eine kollegin übernehmen musste.
Was den Ursprung der Angst angeht: Den kenne ich und es hilft mir trotzdem nicht.... Ich weiß dass es daran liegt, dass ich kein Selbstbewusstsein habe, das wiederum liegt an einem Missbrauch in der Kindheit.
Meine Therapeutin hat mit mir dieses Trauma aufgearbeitet, haben wir zu hauf besprochen, auch in der Familie und in meiner Beziehung haben wir oft darüber gesprochen, es zu tage gebracht...
Ich zweifle an mir, habe kein Gefühl für mich und meinen Körper, finde mich zeitweise abstoßend (also ich richte mich manchmal gegen mich selbst), ich bin von den wenigsten sachen überzeugt die ich sage oder die ich auf die beine stellen will, was soetwas wie Selbstständigkeit (obwohl es nur ein kleingewerbe neben der uni sein soll) zu einer riesigen herausforderung macht. Dabei liebe ich die Tätigkeit und sie macht mir Spaß. Nur wird man damit nicht reich, daher nur als zweites Standbein gedacht.
Also ich kenne Die Ursachen, auch für gewisse Phobien:
Angst vorm Erbrechen: als Kind wäre ich an meinem Erbrochenem fast erstickt. das wiederum löst Angst vorm essen aus.
Angst vor Wasser: Mehrere Situationen, wo ich fast ertrunken wäre in meiner Kindheit. Das wiederum löst in mir eine Angst vor Schiffen und Schifffahrten aus, ebenso gewissen schwimmtätigkeiten, wie rutschen oder springen, ich kann aber schwimmen, tue es aber eher selten.
Angst zu schlucken: Es könnte ja was stecken bleiben, ist auch passiert als ich mit 11 einen keuchhusten hatte und fette antibiotika schlucken musste, da hatte ich solche angst dann, dass ich mich fast bei jeder tablette übergeben habe, auch wegen des hustens war der vorfall, wo ich an erbrochenem fast erstickt wäre, auch deshalb habe ich angst vorm essen, oder vor Tabletten, weil man die ja am Stück schlucken muss, das wiederum löst die Angst vor chronischen Krankheiten aus, bei denen man auf die regelmäßige einnahme an medikamenten angewiesen ist.
Diese Ängste kann man verallgemeinern mit der Angst vorm Ersticken...
Dann gibt es noch eine Phobie: Angst vor Gewitter. Auch hier kenne ich die Ursache, ein Vorfall, der sich ebenfalls in der Kindheit zutrug, als wir zum Reiterhof gelaufen sind und ein sehr starkes gewitter hereinbrach, das direkt bei uns war (hagel, blitz und donner zeitgleich)... ich habe selten so geschrien in meinem leben. Danach stand ich unter schock. seitdem verkrieche ich mich und ziehe die stecker, wenn ein gewitter sich nähert. und das obwohl ich bevor diese sache passiert war, immer auf dem balkon gesessen habe mit meinem dad und mir die gewitter angesehn habe und das sogar richtig cool fand.
Aber zurück zu den PAs: Die Ursache ist der Missbrauch, der Auslöser Stress, ungewohnte Situationen und Selbstzweifel.
Ihr seht also, Ursachenforschung und Auslöserforschung haben meine Therapeutin und ich zu Genüge betrieben, helfen tut mir das aber nicht wenn mich die Angst wieder anspringt...
Deshalb will ich therapie nicht verteufeln, derzeit denke ich an eine Verhaltenstherapie, den noch mehr darüber reden kann ich auch mit freunden oder familie, aber dieses ganze wissen nun erfolgreich umzusetzen und im alltag anzuwenden gibt mir vllt nochmal den richtigen schups zur angstbewältigung.
Ich kann auch immer nur zu einer Therapie raten, denn allein schon die Ursachen zu kennen war ein riesen Schritt für mich, auch wenn es im Alltag für mich noch nicht so übertragbar ist. Aber ich werde nie aufhören daran zu arbeiten, auch wenn ich es absolut verstehen kann, wenn man einfach mal nie nase voll von dem Sch*** hat. Geht mir auch oft so.
Aber bleib dran! Denn es lohnt sich dafür kämpfen