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Minime
Das mit dem Wege scannen ist derzeit mein Hauptproblem. Hintergrund ist, dass wir mal von einem sehr großen Hund angegriffen wurden, ist zum Glück alles halbwegs gut gegangen, Hund leicht verletzt, ich völlig aus dem Häuschen, hätte alles schlimmer kommen können. Seither scanne ich auf den Wegen als liefe ich durch ein Mienenfeld. Nicht nur auf fremde Hunde, sondern auch auf Kühe und Wildschweine. Man weiß ja nie, alle potentiell gefährlich.... 🙄 Das doofe ist, dass meine Hündin (und der Rüde den ich hin und wieder betreue) schnell darauf einsteigen und so schön schäferhundtypisch mit scannen. Muss mich so oft so zusammenreißen dass ich uns nicht alle völlig kirre mache.

x 1 #21


Ano
@Minime ich vertrau meinen Hund auch nur ausgewählten Personen an. Exakt einer 😁

Tatsächlich wünschte ich mir aber einen Partner, dass ich auch mal Verantwortung abgeben darf und den Fokus mal auf mich legen kann.

Dennoch beruhigend zu wissen, dass man mit der überbehütung nicht alleine ist

x 2 #22


A


Ständige Sorge um den Hund - Verschiebung Angst?

x 3


meryem
Hallo ihr Lieben,
mir geht es genauso.
Nur hatte mein Hund schon zwei Krampfänfalle, also er hat Epilepsie. Seitdem ist bei mir absolut vorbei. Ständig gucke ich ob alles "normal" ist. Ja, es ist sehr belastend, ich möchte lieber die gemeinsame Zeit genießen. Nur Wie?
Ständig bin ich in Alarmbereitschaft.
Nicht schön.
Mein Hund ist 5 Jahre alt und bekommt auch Medikamente gegen die Anfälle.
Lg

x 2 #23


Minime
Ist die Diagnose mit der Epilepsie noch frisch? Wenn ja denke ich, du musst das erst mal verdauen. Oh man, es tut mir so leid für euch, ich kann gut verstehen, dass das belastend ist.

x 1 #24


Abendschein
Zitat von Minime:
Hintergrund ist, dass wir mal von einem sehr großen Hund angegriffen wurden, ist zum Glück alles halbwegs gut gegangen,

Da wir ja oft mit den Rädern fahren, hatten wir auch schon Besuch von einem Rottweiler, der so mitten im Wege saß.
Mein Mann meinte wir fahren jetzt daran vorbei und tun so, als sehen wir ihn nicht. Ich liebe Hunde und habe keine Angst vor ihnen, aber dieser Hund hatte einen anderen Blick. Wir haben es geschafft, obwohl ich ihn nicht ignoriert habe, statt dessen habe ich zu ihm gesagt "Guter Hund, was bist du fein und so lieeeeb 😂

Mein Therapeut sagte mir, ich solle mir Pfefferspray kaufen und wenn ich mal von einem Hund angegriffen werde,
sollte ich ihm das auf die Nase sprühen. Das ist nichts schlimmes, aber zum angreifen kommt er dann ersteinmal
nicht mehr. Ich habe mir zwar welches gekauft, habe es aber meist nicht dabei,

x 1 #25


Lina60
Hallo miteinander, ich hatte auch viele Hunde und Katzen und litt sehr darunter, wenn sie eingeschläfert werden mussten.

Bei meiner Freundin passiert in Bezug auf ihren Hund ( der sehr alt ist) jedoch etwas ganz Tragisches: sie geht sehr oft zum Tierarzt, muss den Hund oft teuer operieren lassen (z,B die letzte Rechnung 2300 Franken) und sonst behandeln. Alle paar Wochen bringt sie ihn zur Generalkontrolle und zum Zähneputzen ( geht auch nur unter teurer Narkose). der Hund frisst auch sehr viel auf Spaziergängen, doch deswegen musste sie noch nie zum Arzt. Nachdem der Mann meiner Freundin starb,
wurde der Hund noch wichtiger ( natürlich), und mittlerweile hat sie so viele Schulden beim Arzt, dass sie ernsthaft daran denkt, den Hund einschläfern zu lassen, weil sie sich ihn im Grunde gar nicht leisten kann...sie hat noch an anderen
Posten Schulden.

Ich finde das sehr tragisch, doch wenn ich ihr z.B. sage , sie brauche doch nicht schon wieder mit dem Hund zum Coiffeur, widerspricht sie mir heftig..

Ich schreibe das Euch allen, die sich um ihre Hunde sorgen, dass sowas schlecht herauskommen kann. Möchte Euch Mut machen !

x 3 #26


A
@meryem

Mein vorheriger Hund hatte Epilepsie und ich war mit dem trotzdem nicht so panisch.
Ich hab auch das Gefühl es liegt am "kleinen Hund"..es ist mehr ein Baby als ein großer. Ich habe meinen zudem mit Milch aufgezogen und war wirklich ein Baby. Und die sind eben viel zerbrechlicher bezüglich Angriffen Gift usw..

#27


A
@Lina60

Das ist heftig!

x 1 #28


A
@Abendschein

Ich muss ehrlich sagen ich wäre da nicht vorbei gegangen..... wäre sicher 10 km Umweg über matschiges Feld gelaufen. Aber es freut mich sehr dass du dich getraut hast und es gut ging. Rottweiler ist bezüglich meines Minis der Endgegner!

x 1 #29


Minime
@Abendschein Dein Mann hatte schon Recht, ignorieren ist das Beste was du machen kannst 👍 Leider haben wir Menschen die Neigung die Gefahr im Auge behalten zu wollen, während der Hund das als Drohen verstehen könnte, wenn man ihn z.B. anstarrt. Ohne eigenen Hund wäre ich vermutlich, je nachdem wie der Hund auf mich wirkt, dran vorbei, mit Hund hätte ich wohl auch zugesehen, dass ich weit weg komme.

Pfeffer hab ich auch immer dabei, griffbereit, aber in der Situation hätte es mir nichts geholfen. Einen HSH beeindruckt sowas nun mal eher wenig. Den Halter könnte ich heute noch zum Mond schießen, der Hund ist noch ein gutes Jahr frei durchs Dorf gelaufen. Vorher ging es mir so gut, heute sind meine Ängste richtig gut in Schwung. Wir waren ja nicht die einzigen, die angegriffen wurden. Es ist zum....

@Lina60 eine wirklich traurige Sache, die deiner Freundin und ihrem Hund da passiert. Das wäre auch meine größte Angst eine notwendige Behandlung nicht zahlen zu können. Hab eine komplette Krankenversicherung für sie abgeschlossen. Nu kriegt die als Privatpatient schneller einen Termin beim Facharzt meiner Wahl als ich 🤣.

@Angsthase1976 könnte schon sein, die Kleinen sind ja noch mal etwas empfindlicher als die Großen. Größe nutzt bei mir auch nichts, meine hat 30kg und ich mache mir Sorgen um jedes Gramm.
Hast du schon mal ein Antigiftködertraining mit deiner Kleinen gemacht? Es gibt zwar keine 100% Sicherheit, aber es nimmt einem schon etwas die Sorge. Funktioniert bei den meisten Hunden schon recht gut.

x 2 #30


P
Zitat von Ano:
Ich glaube manchmal, dass es auch an dem fortschreitenden alter liegt ,dass man einfach überforsorglich wird

Ich denke, dass man mit fortschreitendem Alter immer mehr Kummer erlebt und durchlitten hat. Man weiß leider viel besser, wie traurig und schmerzhaft ein Verlust von Mensch oder Tier sein kann.

Aber um sich nicht in der Erwartung des zukünftig (eventuell) eintretenden Schnerzes jetzt schon das Leben schwer zu machen, könnte es helfen, sich genau das bewusst zu machen:

"Jetzt ist kein Grund für Schmerz da, ich mache mir selbst unnötig Phantomschmerzen und meine Lebensqualität (und evtl. Die meiner Mitmenschen und -tiere) leidet darunter. Das ist dem Geschenk des Lebens undankbar gegenüber und in keinster Weise hilfreich. "

Und zusätzlich sollte das Wissen helfen, dass man alle zukünftigen Schmerzen aushalten und verarbeiten wird, so wie all die Male zuvor - bis zum Tod..

Deine Ängste und Sorgen kommen von nicht hilfreichen Gedanken. Setze ihnen die o.g. dagegem. Immer und immer wieder. Bis sie ein Teil von dir werden.

x 4 #31


P
Zitat von Pauline333:
Ich denke, dass man mit fortschreitendem Alter immer mehr Kummer erlebt und durchlitten hat. Man weiß leider viel besser, wie traurig und schmerzhaft ein Verlust von Mensch oder Tier sein kann.

Ergänzung zu diesem Üassus: Und deswegen versucht man sich mit aller Macht vor diesem Schmerz zu schützen. Durch erhöhte Wachsamkeit, Überfürsorge und der irrigen Annahme, durch "Zerdenken" und vorbereitet sein mehr Kontrolle zu haben.

Diese Sinnlosigkeit des eigenen Kontrollverhaltens zu erkennen, ist der 3. Punkt, der einem aus dieser Problematik heraushelfen kann. Zusätzlich zu den oben genannten beiden.

x 2 #32


Ano
@meryem das stelle ich mir auch sehr belastend vor. Für euxh beide...man ist ja dann doch ständig in Anspannung. Aber er ist medikamentös sicher gut eingestellt?

#33


Ano
Zitat von Pauline333:
.....
. Das ist dem Geschenk des Lebens undankbar gegenüber und in keinster Weise hilfreich.

Das finde ich sehr stark. Ja , und das ist eben genau das Problem. Ich mache mich verrückt ,um Dinge die Wahlmöglich nie eintreffen. Ich wollte schon immer einen hund, nachdem mein erster Schäferhund verstorben ist. 4 jahre habe ich gebraucht um mich für eine kleine Seele zu entscheiden. Ich liebe diesen zwerg und dennoch erwische ich mich mit dem Gedanken,ob es die richtige Entscheidung war . Und dafür verurteile ich mich . Ich würde ihn niemals NIEMALS abgeben ,aber dennoch wäre mir Leichtigkeit derzeit lieber. Bzw. Diese sorgen...unbegründete sorgen, die mein gehirn derzeit vermehrt produziert, lassen meinen Fokus nur auf Katastrophengedanken . Dadurch bin ich nur am beobachten und kontrollieren. Bewusst weiß ich, dass das genau der fehler ist aber der kleine geht mir über alles und nur ich kann ihn beschützen. Das erzeugt wieder Druck in mir...

Super..Nun bin ich nach fast 15 Jahren zwar angstfrei was mein Körper und mein Leben an sich angeht, dafür projiziere ich es nun auf den Hund. 🫡😏

x 2 #34


P
Google mal nach Akzeptanz und Commitment Therapie (ACT). Diese Therapieform, die zur VT zählt, hat als Ziel, einem beizubringen, mit negativen Gedanken umzugehen. Und zwar so, dass das Leben nicht darunter leidet.
Oftmals ist ein angenehmer Nebeneffekt, dass diese negativen Gedanken weniger werden bis hin zu verschwinden.

Mir haben diese Mechaniken sehr bei meinen (z.T. zwanghaften) Angstgedanken geholfen.

Man kann die ACT sehr gut selbst erlernen. Z.B. durch Bücher. Mir gefällt "Das Leben annehmen".

x 2 #35


Minime
Zitat von Ano:
Super..Nun bin ich nach fast 15 Jahren zwar angstfrei was mein Körper und mein Leben an sich angeht, dafür projiziere ich es nun auf den Hund.

Das fasst auch mein Problem perfekt zusammen, nur dass es ein paar Jahre weniger sind....genau so geht es mir auch.

@Pauline333 meinst du das Buch von Matthias Wengenroth? Vielen Dank für deine Zeilen und den Buchtipp, werde es mir gleich mal anschauen.

x 2 #36


P
Zitat von Minime:
meinst du das Buch von Matthias Wengenroth? Vielen Dank für deine Zeilen und den Buchtipp, werde es mir gleich mal anschauen.

Ja, genau. Nicht vom Titel irritieren lassen lachen
Das ist ein sehr guter, praktischer Ratgeber, mit gut anwendbaren Maßnahmen, um unangenehme Gedanken zu entschärfen.

x 2 #37

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Ano
@Pauline333 ich danke dir auch . Ich werde es mir bestellen 🙏🙏❤‍🩹

x 1 #38


Greta__
Meine über alles geliebte Hündin ist Oktober 2024
Trigger

verunfallt. Trotz Not-OP hat sie es leider nicht geschafft.



Das war so ein schlimmer Schock von jetzt auf gleich, ich kam 4 Tage nicht aus dem Bett raus und seitdem ist das Leben nicht mehr wie es war.

In 2025 ist meine jetzige Hündin zu mir gekommen und alles was ich an Leichtigkeit bei meiner verstorbenen Hündin hatte, ist fast vollständig weg.

Ich mache mir immer einen Kopf, bin extrem aufmerksam und habe Angst sie nicht beschützen zu können.

Ich kann dich daher sehr gut verstehen.

x 1 #39


P
Zitat von Greta__:
In 2025 ist meine jetzige Hündin zu mir gekommen und alles was ich an Leichtigkeit bei meiner verstorbenen Hündin hatte, ist fast vollständig weg.

Ich mache mir immer einen Kopf, bin extrem aufmerksam und habe Angst sie nicht beschützen zu können.

Wie schade und auch traurig. Für dich aber auch für sie
Sie wird doch sicher merken, dass du Sorgen und Ängste hast 😟

#40


A


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