Zitat von Skaikru: Ich versuche schon verschiedene Übungen, Meditation, Atemübungen, mir Mantras aufsagen etc aber ich glaube ohne Therapie wird das nichts. Manches hilft kurzfristig aber wenn ich dann wieder Phasen habe wie aktuell habe ich manchmal das Gefühl beinahe verrückt zu werden.
Viele Menschen, die lange in Therapie waren (egal, wegen was

) neigen dazu,
zur Therapie (und den damit verbundenen Kontakten) eine gewisse Abhängigkeit zu entwickeln. Sie fühlen sich dann in "unbetreutem" Zustand unsicher, unvollständig, ängstlich. Nicht selten entwickelt man in solch einer Lage - idR unbewusst - eine Hypochondrie, um einen Grund zu haben, wieder behandelt zu werden und so eine Last von den Schultern genommen zu bekommen.
Da aus meiner Sicht und Erfahrung die Hypochondrie den Zwängen zuzuordnen ist, würde ich mich an Deiner Stelle mal mit Zwangsgedanken und Zwangshandlungen auseinandersetzen. Es geht aber nicht darum, dem Kind lediglich einen anderen Namen zu geben, sondern aus einem
neuen Blickwinkel nach der wirksamen Ursache zu suchen. Ich selber fand die Ursachen für mein zwanghaftes (und später süchtiges) Verhalten in der Kindheit.
Zitat von Skaikru: Letztendlich habe ich wohl keine Hypochondrie (Angst vor einer ganz bestimmten Krankheit) sondern eine Somatisierungsstörung was wohl bedeutet dass ich nicht auf eine bestimmte Krankheit fixiert bin sondern je nachdem welcher Körperteil zwickt und zwackt ist es halt was anderes also z.B. wenn das Bein weh tut Angst dass es Thrombose sein könnte oder wenn sie in der Brust zwickt also sein Herzinfarkt sein könnte etc...
Im Endeffekt ist es egal, ob man es Hypochondrie, Somatisierungsstörung, bezogen auf eine oder mehrere Krankheiten etc. nennt. Fakt ist, dass die
Beschäftigung mit Symptomen Dein Leben maßgeblich beeinträchtigt. Natürlich kann und sollte man wahrscheinlich Symptome von Ärzten abklären lassen, klar. Aber wenn dem Genüge getan und nix Wesentliches festgestellt wurde, bleibt die generelle Angst vor Krankheiten bestehen. Und diese Angst hat einen Zweck: Sie sorgt für ein ständiges Auf und Ab der Befindlichkeit: Angst - Erleichertung - Angst - Erleichterung usw. Diese Amplitude
ist die Selbsterhaltungesfunktion des Zwangs.