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Skaikru

Skaikru
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Hallo, ich bin Katrin, seit kurzem 39 Jahre alt und lebe in Dresden allein mit meinem Kater Chico 😊
Ich versuche hier mich mal ein wenig vorzustellen bzw meine Vorgeschichte zu beschreiben.


Seit einigen Monaten habe ich zunehmend das Gefühl Hypochonder zu werden oder besser gesagt zu sein.
Es gibt Tage da ist alles gut aber dann schießen immer wieder Tage dazwischen, wie aktuell z.b dass ich vermehrt meinen Puls checke, die ganze Zeit innere Unruhe spüre und mir permanent Gedanken mache irgendeine Krankheit haben zu können.

Zu meiner Vorgeschichte:
Meine familiäre Situation ist etwas schwierig, meine Eltern ich klein war einen Kuhstall und dadurch wenig Zeit, wir lebten auf einem Hof zusammen mit meinen großeltern wodurch meine Oma auch meine wichtigste beziehungsperson war. Meine Eltern haben sich getrennt als ich ca 10 war mein Vater interessiert sich kaum für mich bzw hat er vielleicht so 2018 den Kontakt zu mir komplett abgebrochen (er hat mir per Anrufbeantworter noch ein schönes Leben gewünscht 🥴 - da er mich eher meist kritisiert hat und ich nie gut genug war habe ich es dabei dann auch belassen)
Meine Mutter hat als ich 13 war einen neuen Mann kennengelernt und geheiratet, der mit mir nicht gut klar kam und ich dadurch mit ihm auch absolut nicht weshalb ich auch mit 16 ausgezogen bin/rausgeschmissen wurde.
Familiär bin ich irgendwie schon immer das schwarze Schaf weil ich anders bin denke und rede und vor allem seit ich in den letzten Jahren selbstreflektion erlernt habe, womit vor allem die älteren Generationen meiner Verwandtschaft nichts anfangen können, passe ich da nicht rein bzw schon immer wurde ich hintenrum kritisiert ohne dass er mich wirklich kannte einfach weil Leute irgendwas negatives über mich erzählt haben.
Freundschaften und soziale Kontakte sind auch schon immer so ein Problem, ich hatte zwar mal eine beste Freundin aber der Kontakt hat sich 2011 nach 9 hatten enger Freundschaft leider auch verloren. Seitdem habe ich zwar hier und da mal jemand kenngelernt durch Therapie, Schulungen oder online aber es entsteht keine wirkliche Freundschaft Kontakte verlieren sich dann auch wieder. Dadurch fehlt mir auch sehr der soziale Kontakt und Rückhalt. Die meisten Kontakt habe ich mit meiner jüngeren Halbschwester (25) aber auch sie hat nicht immer Energie für meine Probleme bzw weiß nicht was ich sagen soll oder kann es nicht nachempfinden.

Vor einigen Jahren, ich glaube so bis 2021 ungefähr war ich in verschiedenen Therapien bezüglich meiner chronischen Depression, verhaltenstherapie, kurz tiefentherapie, tagesklinik und anschließend hatte ich diese 80 Stunden bei einer Therapeutin mit Schwerpunkt CBASP das eine Mischung aus Einzel- und Gruppentherapie war.
In der Zeit hat sich mein Zustand bzw der Umgang mit meiner Depression in meinen Augen wie auch in den Augen meiner Therapeutin verbessert und stabilisiert.

Als im Juli 2021 meine Oma starb (was absehbar war aber dennoch sehr hart für mich) konnte ich nicht gut mit der traue umgehen bzw habe gar nicht getraut und es scheinbar irgendwie verdrängt, dadurch bin du Pfingsten 2022 frühs mit plötzlichen suizidgedanken und Panik aufgewacht (da haben vermutlich mehrere Faktoren dazu geführt) und mein Neurologe hat mir zum Glück schnell an die depressiver verschrieben die dann mit der Zeit auch geholfen haben, es ist noch eine kleine Dosis gewesen die ich dann über zwei Jahre genommen und dann mit Absprache meines Neurologen wieder abgesetzt habe.

Ich hatte bis letzten Sommer auch einen zweiten Kater, der vorher meine Oma gehörte und jünger war als mein kater Chico , leider war dieser krank (laut tierärztin vermutlich ein Tumor oder so) hat kaum noch gefressen und so musste ich in nach zwei Wochen in denen ich alles versucht habe ihn aufzupäppeln leider lösen lassen weil er nichts mehr gefressen hat. Auch wenn es sehr schwer war bin ich in dem Moment natürlich bei ihm geblieben. Da Chico schon 14,5 Jahre alt ist und bei ihm ebenfalls letzten Sommer nach dem einschläfern meines anderen Katers Gastritis festgestellt wurde die mit spezieller Fütterung aber jetzt gut im Griff ist mache ich mir natürlich jetzt auch bei ihm schnell sorgen bei jedem kleinen Husten oder so, einerseits nach dem Verlust meines anderen Katers, andererseits weil er eben auch nicht mehr der jüngste ist obwohl er sich eigentlich wie ein Teenie verhält. Übergewicht hat er auch aber das haben wir auch gut reduziert und das hält er jetzt hoffentlich. Aber ja auch das ist einer der Punkte die mir sehr schnell Angst machen bezüglich er könnte kränker werden oder gar sterben.

Gute und schlechte Phasen habe ich natürlich immer mal, das hat jeder Mensch aber seit einigen Monaten habe ich zunehmend Angst irgendwelche Krankheiten zu haben, ich hatte September 2022 auch eine OP wo ein gutartiges Knötchen an meiner nebennierenrinde entfernt wurde und mein Cortisol hat sich auch zum Glück von selbst wieder aktiviert und eingepegelt so dass ich die Tabletten nicht mehr nehmen musste aber meine endokrinologin hat natürlich das nächste Problem gefunden, wahrscheinlich ein Knötchen an einer nebenschilddrüse was zu viel parathormon produziert, wobei der Befund irgendwie noch nicht ganz eindeutig ist weil in der Nuklearmedizin nichts konkretes sichtbar war, ich bin immer ca im August und Februar zu blutabnahme und Kontrolle bei meiner endokrinologin und obwohl meine Werte jetzt nicht gravierend schlecht sind also eigentlich ist alles halbwegs in der Norm oder nur ganz drüber (außer massiv zu hohes parathormon und massiv zu niedriges Vitamin d) riet meine Ärztin mir die letzten beiden Male doch zu einer OP worauf ich natürlich nicht sonderlich scharf bin. Ich denke dass ich darüber vermehrt nachdenke ist ebenfalls ein Grund für meine steigende krankheitsangst, auch weil ich befürchte dass sie nach dieser OP die nächste Sache finden wird. Und dass sie mir bei jedem Termin sagt dass sie kein Geld mit mir verdienen will, keine schönheitschirurgie macht und ich ja keinen Gefallen tun muss stärkt mein Vertrauen in sie nicht wirklich.
Allgemein bin ich etwas skeptisch, gerade bei OPs, ob die Ärzte nicht einfach nur Geld verdienen wollen.

Unabhängig davon war aber auch meine Oma immer sehr besorgt und braucht immer 15 Minuten um irgendwelche Medikamente einzupacken wenn wir irgendwo hingefahren sind, für den Fall der Fälle das was passiert (natürlich ist in 99% der Fälle überhaupt nichts passiert) aber sie war auch immer sehr besorgt um alles und jeden was ich wahrscheinlich auch bisschen übernommen habe, Spiegelneuron und so. Ich denke einerseits ihr Verhalten, auch ihr Verlust und allgemein Verluste sozialer Kontakte oder Menschen die mir wichtig waren, auch meinem letzten Job triggern sehr meine verlustangst (eine meiner intensivsten Prägungen). Damit auch verbunden Unsicherheit und Kontrollverlust bzw die Angst abhängig von jemand zu sein (bei Krankheit).

Ich habe gestern tatsächlich sehr spontan über die 116117 Website direkt für morgen früh einen Termin bei einer Psychotherapeutin bekommen, ich hoffe die kann mir irgendwie helfen.

Es ist wahnsinnig anstrengend und kräftezehrend wenn mein Kopf permanent meinen Körper scannt und bei jedem kleinen zwicken was ich nicht zuordnen kann worst Case Szenarien erfindet. Seit zwei drei Tagen war mein Puls tagsüber im ruhezustand mal kurz bei 48 und nachts auch mal kurz bei 44 was im Schlaf ja noch normal sein sollte aber tagsüber bei 48 ist für mich eher ungewohnt, normalerweise ist es eher zwischen 60 und 70 und schon mache ich mir massiv Gedanken und dadurch auch permanent innere Unruhe, magenprobleme wie Übelkeit, Luft im Bauch oder was weiß ich. Das habe ich auch nicht zum ersten Mal aber in Verbindung mit dem Puls verunsichert es mich noch mehr. Ich versuche schon verschiedene Übungen, Meditation, atemübungen, mir Mantras aufsagen etc aber ich glaube ohne Therapie wird das nichts. Manches hilft kurzfristig aber wenn ich dann wieder Phasen habe wie aktuell habe ich manchmal das Gefühl beinahe verrückt zu werden.

Entschuldigung für den extrem langen Text, es ist schwierig mich vorzustellen und meine Probleme zu beschreiben und das zeitgleich möglichst kurz zusammenzufassen 😵‍💫

Ich hoffe sehr dass ich hier mit anderen Betroffenen die mich verstehen in Austausch komme, oder sehr gern auch jemanden der bereits genesen ist.

17.06.2026 #1


28 Antworten ↓
M

moo
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Zitat von Skaikru:
Ich versuche schon verschiedene Übungen, Meditation, Atemübungen, mir Mantras aufsagen etc aber ich glaube ohne Therapie wird das nichts. Manches hilft kurzfristig aber wenn ich dann wieder Phasen habe wie aktuell habe ich manchmal das Gefühl beinahe verrückt zu werden.

Viele Menschen, die lange in Therapie waren (egal, wegen was zwinkern) neigen dazu, zur Therapie (und den damit verbundenen Kontakten) eine gewisse Abhängigkeit zu entwickeln. Sie fühlen sich dann in "unbetreutem" Zustand unsicher, unvollständig, ängstlich. Nicht selten entwickelt man in solch einer Lage - idR unbewusst - eine Hypochondrie, um einen Grund zu haben, wieder behandelt zu werden und so eine Last von den Schultern genommen zu bekommen.

Da aus meiner Sicht und Erfahrung die Hypochondrie den Zwängen zuzuordnen ist, würde ich mich an Deiner Stelle mal mit Zwangsgedanken und Zwangshandlungen auseinandersetzen. Es geht aber nicht darum, dem Kind lediglich einen anderen Namen zu geben, sondern aus einem neuen Blickwinkel nach der wirksamen Ursache zu suchen. Ich selber fand die Ursachen für mein zwanghaftes (und später süchtiges) Verhalten in der Kindheit.

Zitat von Skaikru:
Letztendlich habe ich wohl keine Hypochondrie (Angst vor einer ganz bestimmten Krankheit) sondern eine Somatisierungsstörung was wohl bedeutet dass ich nicht auf eine bestimmte Krankheit fixiert bin sondern je nachdem welcher Körperteil zwickt und zwackt ist es halt was anderes also z.B. wenn das Bein weh tut Angst dass es Thrombose sein könnte oder wenn sie in der Brust zwickt also sein Herzinfarkt sein könnte etc...

Im Endeffekt ist es egal, ob man es Hypochondrie, Somatisierungsstörung, bezogen auf eine oder mehrere Krankheiten etc. nennt. Fakt ist, dass die Beschäftigung mit Symptomen Dein Leben maßgeblich beeinträchtigt. Natürlich kann und sollte man wahrscheinlich Symptome von Ärzten abklären lassen, klar. Aber wenn dem Genüge getan und nix Wesentliches festgestellt wurde, bleibt die generelle Angst vor Krankheiten bestehen. Und diese Angst hat einen Zweck: Sie sorgt für ein ständiges Auf und Ab der Befindlichkeit: Angst - Erleichertung - Angst - Erleichterung usw. Diese Amplitude ist die Selbsterhaltungesfunktion des Zwangs.

03.06.2026 07:53 • x 3 #28


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A


Ständig Angst vor Krankheiten / Körper scannen

x 3


Schlaflose

Schlaflose
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Zitat von Skaikru:
@Schlaflose naja eine Psychotherapeutin hat mir das so gesagt... Dem vertraue ich dann einfach mal und im Internet wird es eigentlich auch so erklärt.

Im Internet wird Somatisierungsstörung so erklärt:

"Die Somatisierungsstörung ist eine psychische Erkrankung, bei der über mindestens zwei Jahre hinweg wechselnde körperliche Beschwerden (Schmerzen, Magen-Darm-Probleme etc.) ohne ausreichende organische Ursache bestehen. Betroffene leiden stark, sind oft in ihrem Alltag eingeschränkt und machen sich übermäßige Sorgen. Die Symptome sind real, nicht eingebildet, und erfordern eine umfassende Psychotherapie.Hauptmerkmale und SymptomeDauer: Anhaltende Beschwerden seit mindestens zwei Jahren (laut ICD-10).Vielfalt: Häufig wechselnde Symptome aus verschiedenen Organsystemen (z. B. Magen, Darm, Herz, Haut).Hauptsymptome: Schmerzen (Rücken, Bauch, Gelenke), Müdigkeit, Schwindel, Verdauungsprobleme.Leidensdruck: Die Symptome führen zu hoher emotionaler Belastung und deutlichen Einschränkungen im täglichen Leben.Krankheitsverhalten: Häufige Arztbesuche ("Doctor Shopping") und übermäßige Sorgen trotz negativer Befunde."

Zur Hypochondrie wird daraus, wenn man sich nicht damit abfindet, dass es sich um psychisch bedingte Symptome handelt, man jedesmal denkt, dass es etwas Ernstes ist und man bei jedem Zwicken zum Arzt rennt, sich beim Arzt nicht ernst genommen fühlt, wenn nichts Organisches gefunden wird oder dass der Arzt sich irrt usw.

07.05.2026 17:49 • x 2 #12


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User_0815_4711
Hallo,
eine wilde Lebensgeschichte ist das!
Ich kann dir keine Hilfe geben, aber es werden sich bald Menschen melden,
die ähnliches erlebt haben bzw. erleben.

x 2 #2


Skaikru
Um meinen ursprünglichen Beitrag oben zu ergänzen bzw etwas zu korrigieren:

Ich hatte heute Termin bei einer Therapeutin der nicht vorgestern der spontan über die Webseite 116117 bekommen habe.
Leider konnte sie mir nur diese eine Sitzung anbieten und keine Therapie weil sie keine Kapazität hat aber das ist ja irgendwie besser als nichts.

Letztendlich habe ich wohl keine Hypochondrie (Angst vor einer ganz bestimmten Krankheit) sondern eine somatisierungsstörung was wohl bedeutet dass ich dich auf eine bestimmte Krankheit fixiert bin sondern je nachdem welcher körperteil zwickt und zwackt ist es halt was anderes also z.b wenn das Bein weh tut Angst dass es Thrombose sein könnte oder wenn sie in der Brust zwickt also sein Herzinfarkt sein könnte etc...

Sie hat mir einen Fragebogen zu diesem Thema mitgegeben (SOMS) und auch einen zu Depressionen (BDI). den BDI kenne ich schon, da kam "nur" eine leichte Depression raus (habe ja grundsätzlich eine chronische Depression) und bei dem SOMS deuten, laut Google, schon 7 Punkte auf ein stark beeinträchtigendes somatisierungssyndrom hin, ich habe 20 Punkte 🫪

Sie schreibt jetzt quasi noch einen Befund den sie mir die nächsten Tage schickt und empfiehlt mir eine dringende Psychotherapie, ggf auch Tagesklinik und Antidepressiva.

Weiteres bespreche ich nächsten Mittwoch mit meiner Hausärztin.

Ach und die Therapeutin gab mir den eindringlichen Tipp meine pulsmessung an meiner Uhr auszuschalten und keinesfalls irgendwas zu googeln.
Am Anfang ist es wohl sehr schwer weil man sich dann noch unsicherer fühlt aber auf Dauer ist es wesentlich besser so.

Mal schauen ob und wann ich diesen Schritt schaffe.
Ich versuche bestmöglich zu unterdrücken weder Puls noch Google zu prüfen bzw habe ich die Übersicht mit meinem Puls auch etwas weiter hinten auf meine Uhr geschoben damit ich es nicht gleich sehe...

Und hoffe auf einen baldigen therapieplatz...

x 1 #3


Schlaflose
Zitat von Skaikru:
Letztendlich habe ich wohl keine Hypochondrie (Angst vor einer ganz bestimmten Krankheit) sondern eine somatisierungsstörung was wohl bedeutet dass ich dich auf eine bestimmte Krankheit fixiert bin sondern je nachdem welcher körperteil zwickt und zwackt ist es halt was anderes also z.b wenn das Bein weh tut Angst dass es Thrombose sein könnte oder wenn sie in der Brust zwickt also sein Herzinfarkt sein könnte etc...

Das ist aber so nicht korrekt. Eine Somatisierungsstörung bedeutet, dass man körperliche Symptome und Beschwerden hat, die aber keine organische sondern eine psychische Ursache haben. Der Klassiker wären Bauchschmerzen und Durchfall bei Angst.
Wenn man bei einem Zwicken in der Wade gleich Angst vor einer Thrombose hat, ist das sehr wohl eine hypochondrische Störung.

x 1 #4


Skaikru
@Schlaflose naja eine Psychotherapeutin hat mir das so gesagt... Dem vertraue ich dann einfach mal und im Internet wird es eigentlich auch so erklärt.
Näheres kann dann immer noch meinen hoffentlich baldiger zukünftiger wirklicher psychotherapeut erörtern

#5


NeonPixie
Zitat von Skaikru:
@Schlaflose naja eine Psychotherapeutin hat mir das so gesagt... Dem vertraue ich dann einfach mal und im Internet wird es eigentlich auch so erklärt. Näheres kann dann immer noch meinen hoffentlich baldiger zukünftiger wirklicher psychotherapeut erörtern


Zur Begriffsklärung: Schlaflose hat fachlich, soweit ich das als Nicht-Psychologin sagen kann, schon recht. Somatisierungsstörung und Gesundheitsangst sind verschiedene Kategorien. Aber beides kann gleichzeitig da sein, und in der Praxis überlappen sie sich oft. Bei jedem Körpersignal das Worst-Case-Szenario anzunehmen klingt nach Gesundheitsangst mit somatischen Begleiterscheinungen.

x 1 #6


NeonPixie
Zitat von Skaikru:
Hallo, ich bin Katrin, seit kurzem 39 Jahre alt und lebe in Dresden allein mit meinem Kater Chico 😊 Ich versuche hier mich mal ein wenig vorzustellen bzw meine Vorgeschichte zu beschreiben. Seit einigen Monaten habe ich zunehmend das Gefühl Hypochonder zu werden oder besser gesagt zu sein. Es gibt Tage da ist ...


Ein Puls mit 48 tagsüber ist für sich allein kein Warnsignal. Sportler haben sowas regelmäßig, und auch ohne Sport ist das noch physiologisch erklärbar. Was ihn zur Angstquelle macht, ist nicht der Wert selbst, sondern dass du ihn überhaupt siehst und dein Gehirn dann sofort nach Bedeutung sucht. Deshalb ist der Tipp, die Pulsmessung auszuschalten, an sich nicht schlecht.

x 2 #7


NeonPixie
Zitat von Skaikru:
Um meinen ursprünglichen Beitrag oben zu ergänzen bzw etwas zu korrigieren: Ich hatte heute Termin bei einer Therapeutin der nicht vorgestern der spontan über die Webseite 116117 bekommen habe. Leider konnte sie mir nur diese eine Sitzung anbieten und keine Therapie weil sie keine Kapazität hat aber das ist ja ...


Ich würde mir SOMS eher von einem Experten diagnostizieren lassen als von Google.

x 2 #8


NeonPixie
Zitat von Skaikru:
Hallo, ich bin Katrin, seit kurzem 39 Jahre alt und lebe in Dresden allein mit meinem Kater Chico 😊 Ich versuche hier mich mal ein wenig vorzustellen bzw meine Vorgeschichte zu beschreiben. Seit einigen Monaten habe ich zunehmend das Gefühl Hypochonder zu werden oder besser gesagt zu sein. Es gibt Tage da ist ...


Verluste von wichtigen Bezugspersonen scheinen sich bei dir ja leider durch dein Leben zu ziehen. Da scheint es mir psychologisch kein Zufall zu sein, dass dich Verlust- und Kontrollangst bei Krankheiten intensiv triggern.

x 2 #9


Skaikru
@NeonPixie ja natürlich, mich hat nur die Auswertung interessiert und ich bin ungeduldig 🙈

#10


Skaikru
@NeonPixie ja die Theorie hatte ich auch schon und ja es zieht sich tatsächlich wie ein autofahrten dass mein Leben... Begonnen bei sandkasten Freunden bis zu kürzlich Bekannten, abgesehen natürlich auch Tieren ... (Eine Katze klemmte sich in der balkontür ein und ist anschließend dadurch gestorben (und die Tür zu dem Raum mit dem Balkon war zu, er hatte vorher auch noch keine Tür aufgemacht, an dem Tag ich wollte allerdings schon), eine war gerade mal ein Jahr alt und weil er plötzlich total zurückgezogen und kurzatmig war sind wir zum Tierarzt und noch in der Straßenbahn hat er sich in der Box rumgeworfen und ist gestorben, meiner Katze die ich länger hatte habe ich zagelang lang beim Sterben zugeschaut bis sie dann doch erlösen musste (ich hatte gehofft sie schläft einfach zu Hause ein), mein Kater letztes Jahr habe ich zwei Wochen lang versucht jedes krümel futter anzubieten nur um ihn dann doch erlösen lassen zu müssen...)...
Klingt es bisschen unrealistisch wenn ich das so aufliste 🥴 aber ist leider wahr

#11


Schlaflose
Zitat von Skaikru:
@Schlaflose naja eine Psychotherapeutin hat mir das so gesagt... Dem vertraue ich dann einfach mal und im Internet wird es eigentlich auch so erklärt.

Im Internet wird Somatisierungsstörung so erklärt:

"Die Somatisierungsstörung ist eine psychische Erkrankung, bei der über mindestens zwei Jahre hinweg wechselnde körperliche Beschwerden (Schmerzen, Magen-Darm-Probleme etc.) ohne ausreichende organische Ursache bestehen. Betroffene leiden stark, sind oft in ihrem Alltag eingeschränkt und machen sich übermäßige Sorgen. Die Symptome sind real, nicht eingebildet, und erfordern eine umfassende Psychotherapie.Hauptmerkmale und SymptomeDauer: Anhaltende Beschwerden seit mindestens zwei Jahren (laut ICD-10).Vielfalt: Häufig wechselnde Symptome aus verschiedenen Organsystemen (z. B. Magen, Darm, Herz, Haut).Hauptsymptome: Schmerzen (Rücken, Bauch, Gelenke), Müdigkeit, Schwindel, Verdauungsprobleme.Leidensdruck: Die Symptome führen zu hoher emotionaler Belastung und deutlichen Einschränkungen im täglichen Leben.Krankheitsverhalten: Häufige Arztbesuche ("Doctor Shopping") und übermäßige Sorgen trotz negativer Befunde."

Zur Hypochondrie wird daraus, wenn man sich nicht damit abfindet, dass es sich um psychisch bedingte Symptome handelt, man jedesmal denkt, dass es etwas Ernstes ist und man bei jedem Zwicken zum Arzt rennt, sich beim Arzt nicht ernst genommen fühlt, wenn nichts Organisches gefunden wird oder dass der Arzt sich irrt usw.

x 2 #12


Skaikru
@Schlaflose naja dann habe ich wohl beides, keine Ahnung 😵‍💫😅 passt so oder so wunderbar mit überlastetem Nervensystem zusammen, die geben sich alle die Klinke in die Hand

#13


Skaikru
@NeonPixie OK danke, ja über Sportler habe ich das auch so gelesen, allerdings bin ich eigentlich alles andere als sportlich, seit diesem Jahr schaffe ich zwar alle fünf Tage oder so mal meine 10000 Schritte und sonst auch meist so fünf bis sieben tausend aber an manchen couchTagen halt auch nur 500 , dennoch weit mehr für mich als bisher aber ich weiß nicht ob sich das dann trotzdem schon auf meinen Puls auswirkt. mich irritiert halt alles was bei mir ungewöhnlich ist mein RuhePuls war tagsüber eigentlich normalerweise so zwischen 60 und 70 und seit April auch mal bis 53 und das fand ich schon komisch und 48 war bisher nur einmal aber sobald halt irgendwas aus der Reihe tanzt zerdenke ich es sofort 😵‍💫 ich bin allgemein schon immer sehr verkopft und das macht es jetzt natürlich nicht besser... Aber wenn du sagst dass das noch im normbereich liegt dann beruhigt mich das etwas

#14


Karimma
Zitat von Schlaflose:
Im Internet wird Somatisierungsstörung so erklärt: "Die Somatisierungsstörung ist eine psychische Erkrankung, bei der über mindestens zwei ...

Danke für die ausführliche Antwort. Ich habe mich auch immer als Hypochonder bezeichnet. Aber nach der Definition habe ich auch eine Somatisierungsstörung.

#15


Schlaflose
Zitat von Skaikru:
mich irritiert halt alles was bei mir ungewöhnlich ist mein RuhePuls war tagsüber eigentlich normalerweise so zwischen 60 und 70 und seit April auch mal bis 53 und das fand ich schon komisch und 48 w

Warum misst du denn deinen Puls dauernd? Wenn du keine Beschwerden hast wie Schwindel, ist der Puls völlig in Ordnung. Ich bin 64 und messe meinen Ruhepuls 3-4 Mal im Jahr. Und dann ist er bequem auf der Couch sitzend 52-54. Wie weit er im Schlaf runtergeht weiß ich nicht. Im Studio am Crosstrainer wird automatisch mit dem Griff gemessen, da habe ich um die 120-130.

x 1 #16


Skaikru
@Schlaflose ich messe ihn ja nicht manuell, ich habe eine fitnessuhr und die macht das halt automatisch mit.

#17

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Skaikru
@Karimma ja mittlerweile wurde ich von anderen Mitgliedern hier darüber aufgeklärt dass es wohl beides ist, somatisierungsstörung beschreibt wohl dass man ständig irgendwelche Symptome hat ohne dass Ärzte etwas finden und Hypochondrie ist es dann wenn man denkt ist es irgendwas schlimmes (ich hoffe ich habe das jetzt korrekt wiedergegeben). Also trifft in meinem Fall vermutlich beides in Kombination zu

#18


Skaikru
Update

Habe schon heute eine Mail von der Therapeutin bekommen bei der ich gestern war...

Beim WI-Fragebogen (den ich, neben SOMS und BDI nachträglich noch ausfüllen sollte) hab ich 10 Punkte (ab 8 Punkten gibt es einen Verdacht auf eine hypochondrische Störung)

Sie hat meine Diagnosen (gestern sagte sie "somatisierungsstörung") dahingehnd modifiziert und stellt nun die Verdachtsdiagnosen
F33.1V (rezidivierende depressive Störung, ggw. mittelgradig) und eine F45.2V (hypochondrische Störung)

Soweit so "gut".
Jetzt fragt sich nur ob und wann ich einen therapieplatz finde...🥴

#19


L
Meine Vergangenheit ist ähnlich wo deine. Auch die Umstände als du kleiner warst. Auch ich bin zum Hypochonder mutiert und weiß mit oft nicht zu helfen. Ich fühle mit dir

#20


A


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