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arthur1995

arthur1995
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Hallo zusammen,
ich möchte meine Geschichte einmal etwas ausführlicher schildern, weil ich inzwischen ziemlich verunsichert bin und vielleicht jemand ähnliche Erfahrungen gemacht hat.
Alles fing bei mir ungefähr 2018 an. 2017 sind beide meiner Eltern verstorben, was natürlich eine enorme Belastung für mich war. 2018 hatte ich dann meine erste richtige Panikattacke. Mir wurde schwarz vor Augen, ich bekam starken Schwindel und hatte in diesem Moment wirklich das Gefühl, dass etwas Schlimmes passiert oder ich sterben könnte.
Damals wurde unter anderem ein MRT meiner HWS gemacht. Dabei wurde lediglich eine Steilstellung der HWS festgestellt. Zusätzlich hatte ich ein MRT der LWS, bei dem ein flacher Bandscheibenvorfall festgestellt wurde. Dieser hat sich laut einem aktuellen MRT von 2026 inzwischen wieder zurückgebildet. Auch ein EEG wurde damals gemacht und war unauffällig. Die Beschwerden zogen sich einige Monate hin und wurden anschließend wieder besser.
2019 kamen dann zeitweise merkwürdige Missempfindungen bzw. Nervenschmerzen im Gesicht dazu. Betroffen waren unter anderem Nasenspitze, Oberlippe, rechte Wange und Kieferseite. Es fühlte sich teilweise brennend, pelzig oder einfach schwer zu beschreiben an.
2023 hatte ich eine Bimax-Operation, da bei mir eine Fehlstellung von Ober- und Unterkiefer bestand. Unabhängig davon hatte ich über die Jahre immer wieder Kopfschmerzen, vor allem im Bereich des Hinterkopfes.
2025 hatte ich eine Phase mit zwei Jobs gleichzeitig. Ich habe teilweise sehr lange gearbeitet und über längere Zeit deutlich zu wenig geschlafen.
Anfang 2026 begannen dann schleichend meine jetzigen Beschwerden. Zunächst waren es vor allem Schwankschwindel und stärkere Hinterkopfschmerzen. Im Februar wurde es dann plötzlich sehr schlimm. Ich hatte Benommenheit, Schwankschwindel sowie zeitweise Sprach- und Schluckbeschwerden die Nerven Schmerzen die ich beschrieben habe im Gesicht die habe ich immer mal wieder also die kommen und gehen.
Mein Hausarzt schickte mich daraufhin ins Krankenhaus. Dort wurde ziemlich umfangreich untersucht:
• CT von Kopf/Hals mit Kontrastmittel
• MRT vom Kopf mit Kontrastmittel
• Liquorpunktion/Nervenwasser
• großes Blutbild
• Kipptischuntersuchung
Die Kipptischuntersuchung war wohl grenzwertig, laut Krankenhaus aber noch im Normbereich. Im Großen und Ganzen waren die Untersuchungen unauffällig.
Die Sprach- und Schluckprobleme sind anschließend wieder verschwunden. Was allerdings bis heute geblieben ist, sind vor allem:
• Benommenheit bzw. ein „komisches“ Gefühl im Kopf
• Schwankschwindel
• teilweise Übelkeit
• Hinterkopfschmerzen
• starke Verspannungen im Nacken/HWS-Bereich
• Verspannungen bzw. Beschwerden im Kiefer
• Verspannungen und Schmerzen im unteren Rücken/LWS-Bereich
Nerven Schmerzen Oberlippe rechts Kiefer waange.
• starke Reizempfindlichkeit
• teilweise Angst und Panik, wenn die Symptome stärker werden
Was mir besonders auffällt: Die Intensität schwankt enorm.
Letzte Woche beispielsweise waren die Beschwerden deutlich milder und ich konnte meinen Alltag ziemlich gut bewältigen. In anderen Wochen ist dagegen selbst der normale Alltag sehr anstrengend.
Momentan habe ich außerdem sehr viel Stress. Wir hatten in den vergangenen zwei Wochen vier Kinder bei uns. Zwei davon sind inzwischen wieder bei meiner Ex-Partnerin. Ein weiteres Kind lebt ungefähr 58 % der Zeit bei uns und 42 % beim Vater. Dazu haben wir ein 9 Monate altes Baby, das nachts natürlich noch häufiger wach wird. Dementsprechend ist mein Schlaf teilweise ziemlich schlecht.
Ich habe inzwischen das Gefühl, extrem reizüberflutet zu sein. Je mehr Reize auf mich einwirken, desto stärker scheint auch die Benommenheit zu werden. Dadurch entsteht bei mir ein richtiger Teufelskreis: Die Symptome werden stärker ich bekomme Angst achte noch stärker darauf werde noch angespannter die Beschwerden werden gefühlt noch stärker.
Besonders schlimm ist es in Situationen mit vielen Reizen. Zum Beispiel beim Einkaufen, auf einer Kirmes oder generell bei Unternehmungen mit vielen Menschen, Licht, Bewegung und Geräuschen.
Auch meine Arbeit spielt möglicherweise eine Rolle. Ich arbeite in der Metallindustrie direkt an Maschinen und die Umgebung ist dementsprechend sehr laut. Zusätzlich arbeite ich im Schichtsystem – eine Woche Frühschicht, eine Woche Spätschicht.
Mittlerweile bin ich einfach ziemlich erschöpft davon, weil die Benommenheit und der Schwankschwindel seit Februar praktisch mein ständiger Begleiter sind. Obwohl ich bereits bei vielen Ärzten war und die bisherigen Untersuchungen überwiegend unauffällig waren, kommt immer wieder die Angst hoch, dass vielleicht doch etwas Ernstes übersehen wurde.
Ich bin inzwischen auch in psychiatrischer/psychotherapeutischer Behandlung. Momentan bin ich ungefähr bei der sechsten Sitzung, allerdings hat die eigentliche Behandlung gefühlt noch nicht richtig begonnen. Durch meine wechselnden Schichten ziehen sich die Termine leider zusätzlich auseinander.
Mich würde deshalb interessieren:
Kennt jemand eine ähnliche Kombination aus dauerhafter Benommenheit, Schwankschwindel, Nacken-/Kieferverspannungen und starker Reizempfindlichkeit?
Vor allem dieses Gefühl, dass Supermärkte, Menschenmengen, helles Licht, Lärm oder viele Bewegungen die Benommenheit und den Schwankschwindel verstärken, würde mich interessieren.
Kann so etwas tatsächlich über längere Zeit durch Stress, Schlafmangel, Angst/Panik, Muskelverspannungen und ein dauerhaft „hochgefahrenes“ Nervensystem aufrechterhalten werden?
Ich würde mich sehr über Erfahrungen von Menschen freuen, die etwas Ähnliches erlebt haben – besonders wenn es irgendwann wieder besser geworden ist.

Was ich noch erwähnen muss das ich auch beim Orthopäden war der mir nur mit Spritzen in den Nacken und in die lws Rücken behandelt hat. Was nichts gebracht hat auf Dauer. Sobald ich die spritzen in den Nacken erhalten habe war der Schwankschwindel verstärkt.
Steile hws besteht 2026 immernoch kein Bandscheibenvorfall.

Bin auch beim Kieferorthopäden die mir gesagt haben das es CMD sei.
Und mein Hausarzt sagte es sei HWS Syndrom.

• • 11.08.2026 x 1 #1


23 Antworten ↓

T
Hallo ,also so bzw ähnlich geht es mir auch seit längerem....mal etwas besser....im Moment wieder ganz schlimm, hab dann auch ganz fiesen Benommenheitsschwindel, starke Unruhe und Angst, teilweise Derealisation....bin sehr schnell überfordert....bin sehr geräuschempfindlich und Lichtempfindlich...verspannt von Halswirbel ....ich glaube mein Nervensystem ist total überlastet

• x 1 #2


A


Seit Monaten Benommenheit Schwankschwindel starke R

x 3


arthur1995
@tante-emma bist du in Behandlung, also was tust du gegen die ganzen Probleme ?

• #3


T
Zitat von arthur1995:
@tante-emma bist du in Behandlung, also was tust du gegen die ganzen Probleme ?

Hallo, sorry hatte gestern keine Zeit mehr zum Antworten....,nein bin leider nicht in Behandlung....auf einen Therapeuten wartet man hier bis zu einem Jahr.....ich brauche jetzt Hilfe und nicht erst dann.....,ja was mache ich....ich wurschtele mich irgendwie durch...Versuch es zu akzeptieren und tolerieren....versuche nicht dran zu denken aber es gelingt mir meistens nicht.....unter Ablenkung ist es erträglich....wenn ich alleine bin nicht....horsche ständig in mich rein...steh ständig unter Strom.....manchmal gegen Abend wird es dann besser.....,hab dann auch mal opipramol genommen ...hilft aber nicht gegen dieses Unwirklichkeitsgefühl und deshalb nehme ich es im Moment nicht....wie gehst du damit um oder was machst du

• x 1 #4


arthur1995
@tante-emma also bei mir ist das fast der selbe Ablauf, das es zum Abend hin besser wird. Ich versuche es mit einer psychotherapeutischen Behandlung. Bin bei der 6 Sitzung also es hat die hauptsächliche Behandlung noch nicht begonnen die beginnt meistens nach der 7 Sitzung. Was mein Alltag betrifft das ich mich Qausi durch den Tag damit quäle, am schlimmsten sind die Panik Attacken die man versucht mittlerweile zu unterdrücken. Was ich noch so versuche sind Atem Übungen oder auf YouTube so nerven regulierende Videos anzuhören. Was ich jetzt gerade ausprobiere ist lasea bin bei der 3 Kapsel aber merke noch keinen Durchbruch.

• #5


T
Hallo @arthur1995 hm....ja Lasea hatte ich auch schon, mit mäßigen Erfolg....was mir schon eher hilft sind Calmvalera Tropfen, so ein Komplexmittel und zur Zeit nehme ich auch wieder Rosenwurz...ein Adatogen ......wie sieht es mit deinem Schlaf aus? Ist der gut oder eher auch ständig unterbrochen und kein Tiefschlaf?

• x 1 #6


T
Was mich jetzt grad wieder ziemlich stört....ich bin 58 ,weiblich und mitten in den Wechseljahren und habe diese ganze Symptomatik den Hormonschwankungen zugesprochen....und du bist doch ein Mann oder? .....also nur das ich das richtig verstehe

• x 1 #7


arthur1995
@tante-emma jaa genau bin ein Mann und gerade 30 Jahre alt. Und schon enorme Probleme die mich dadurch noch mehr belasten da ich gerade 30 erst bin. :/
Mein Schlaf ist auch schlecht, mit Unterbrechungen und in den tief Schlaf komme ich auch nicht.
Warst du schon mal mit den Hormonen beim Endokrinologen?

• #8


T
@arthur1995 nein, bei einem Endokrinologen war ich noch nicht, dafür bräuchte ich eine Überweisung mit einer Verdachtsdiagnose und die bekomme ich nicht. Ok unsere Schlafsituation ist schon mal gleich....auch ich habe keine Tiefschlafphase seit Jahren bedingt durch die Wechseljahre ,ansonsten ja bin oft gestresst aber auch das eher durch die Hormonschwankungen und eher so innerlich, weiß nicht wie ich das beschreiben soll....,hab schon gedacht vielleicht ein zu hoher cortisolspiegel und/ oder die Schilddrüse könnten Schuld sein.,..hast du da mal was testen lassen? Und nimmst du irgendwelche Medikamente?

• #9


T
@arthur1995....magst du mir von deinen Problemen berichten? Ja 30 Jahre ist wirklich noch jung .....ich suche grad nach Parallelen warum wir die gleichen Symptome haben...ich würde es gerne verstehen

• #10


SenioRita
Hallo liebe Leidensgenossen! Hab hier mal wieder reingelesen, weil es mir in letzter Zeit wieder extrem schlecht ging.
Und war Verblüfft, dass ich hier fast die gleichen Beschwerden geschildert sehe, die mich so fertigmachen:
Schwankschwindel, dass ich kaum geradeaus gehen kann. Extremste Nacken- und Schulterschmerzen, alles steinhart, auch der Kiefer. Ohrgeräusche, Herzklopfen, Panik wegen all dem, lebe alleine. Dazu kommt großer Kummer wegen einem meiner Söhne. An Untersuchungen das Übliche vom Hausarzt, Labor, LZ EKG, Ohrenarzt sieht keine Ursache, Orthopäde auch nicht. sollte zum Neurologen, habe zu viel Angst davor. MRT Hirn hat altersbedingte Läsionen gezeigt, jetzt habe ich auch noch Angst vor Demenz (bin schon ü 70).
Es tröstet mich irgendwie, dass ich damit nicht alleine bin. Ich denke, wir haben alle "nur" nervliche Probleme. Mein starkes Gefühl ist: mein System bricht zusammen.
Einen Therapie Platz habe ich natürlich auch keinen bekommen. Ich nehme Neurexan, Sedariston und Bachblütentropfen.
Manchmal hilfts 😉. Habt ihr noch einen Rat? Vll. hilft uns ja schon das Ausheulen.... Alles Gute! ❤

• x 1 #11


arthur1995
@tante-emma die Problem hatte ich ja oben schon bereits erwähnt im Beitrag. Ich denke da spielen viele Faktoren eine Rolle aber Stress ist der größte Faktor. Und wenn das Nervensystem aus dem Gleichgewicht kommt und es noch chronisch wird kann es echt übel werden mit Symptomen. Das schwierige ist es ja dann wieder das alles ins Gleichgewicht zu bringen das kriege ich bis aktuell irgendwie nicht hin. Also ich war beim Endokrinologen wegen meinem Hypophysenadenom der zufällig beim MRT entdeckt wurde. Aber da waren die Werte soweit gut außer mein Vitamin D Spiegel der war im Keller der lag bei 7,6 🥴.
Ich dachte ich wäre mit meinen Problemen also die Symptomen die ich im Beitrag erwähnt habe immer alleine bis ich auf das Forum gestoßen bin. Da gibst ja auch echt viele Beiträge von früher die so ähnliche Symptome haben.

• #12


arthur1995
@SenioRita @SenioRita jaa geht mir genau so das man nicht alleine die Probleme bewältigt, habe auch immer gedacht das ich alleine mit den Problemen bin. Was mich interessiert wie lange hat du die Probleme schon ?

• x 1 #13


Kimsy
@arthur1995 da bist du nicht alleine 🌸 ich hab neben dem Schwindel noch Tinnitus, Kopfnebel, Druck im Kopf...Konzentration ist dadurch gestört und bin schnell reizüberflutet 😩 ich hab das ca. seit 1 Monat, denke es ist bei mir eine Mischung aus Stress, Hormonchaos und Verspannungen...Lösung hab ich auch keine gefunden. Aber das ganze drückt sehr stark auf die Stimmung....liebe Grüße

• x 2 #14


arthur1995
@Kimsy jaa bist nicht alleine das belastet echt einen auch im Alltag. Hast du schon Maßnahmen ergriffen oder versucht was dagegen zu tun ?

• x 1 #15


Kimsy
@arthur1995 ehrlich gesagt, möchte ich jetzt nicht gleich zum Hausarzt rennen, da war ich die letzten Monate eh Stammgast. Ich glaub, die nimmt mich nicht mehr Ernst....ich warte jetzt mal ab, versuche meine Medikamente neu zu dosieren, in der Hoffnung, dass sich da was tut..Hab om Oktober einen Termin bei einer neuen Ärztin, da versuch ich dann mal mein Glück...

• x 2 #16


T
@Kimsy ja bei mir ist es ganz genau so, auch Hormonchaos ,grad im moment so heftig und so schlimm mit den Symptomen die hier aufgeführt sind ,dazu diese Derealisation und Angst vor Kontrollverlust und Verstand verlieren......

• x 1 #17

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SenioRita
@arthur1995, diesen akuten Zustand hab ich jetzt seit Mai, immer mal wieder mit besseren Zeiten. Damals war ich nervlich ziemlich am Ende, deswegen wird auch immer alles auf die Psyche geschoben. Aber ich fühl mich halt echt körperlich richtig krank.
Zu meinem Hausarzt will ich auch nicht schon wieder gehen, der hat auch nicht ewig Geduld.
Eigentlich bin ich schon sehr lange so drauf, mit den Ängsten. Hatte auch gute Therapien, aber das musste ja auch mal ein Ende haben. Und so wurde es langsam immer schlimmer.
Aber wenn wir alle dasselbe haben, spricht das ja eher nicht für eine echte Krankheit.

• x 2 #18


Kimsy
@tante-emma oh du Arme, ich kanns so nachfühlen..nimmst du Hormone? Ich muss da ne justiert werden, was die Dosierung angeht, aber Gyn war da nicht besonders hilfreich. Wenns nach ihr gehen würde, müsse Frau das aushalten, gehört zum Altwerden dazu..hab jetzt erst im Oktober Termin bei einer neuen Gyn...

• #19


T
@Kimsy nee war heute noch bei der Gynäkologin, vertrage keine Hormone und sie ist der Meinung nach 6 Jahren Postmeno wäre man durch....es geht mir so beschissen, weiß echt nicht wohin mit meiner Unruhe und Angst und Verwirrung und allem ......hab Angst vollkommen die Kontrolle zu verlieren

• x 1 #20


A


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