Zitat von Kik:Es fing alles mitte Juli 2019 an. Ich hatte Blut im Stuhlgang und war davon überzeugt Darmkrebs zu haben, ich war jeden Tag am googeln und war davon überzeugt schwer erkrankt zu sein. Dann setzte so langsam der Schwindel ein. Beim Arzt gewesen stellte sich eine harmlose Analfissur raus, jedoch hatte ich mich so in diesen Schwindel herein gesteigert und habe natürlich wieder gegoogelt -> Hirntumor. Und jetzt denke ich das ich das habe und meine symptome werden immer schlimmer. Mal habe ich Tage die ganze ok sind und mal ganz heftige wo die oben genannten symptome meinen Alltag einschränken.
Du wirst lachen, aber ich habe auch in letzter Zeit relativ oft Analfissuren. (Unangenehmes Thema, aber hey)
Blut im Stuhl sieht erst mal sehr beängstigend aus. Solange es aber frisch und hellrot ist, ist es so gut wie immer ne simple Verletzung dort, die von allein wieder verschwindet.
Ich hatte zwar mit 16 schon mal einen Schwall von Angsttörung, aber erst vor ein paar Jahren Jahren hat es so richtig zugeschlagen. Bei mir hat es auch, ähnlich wie bei dir, recht unspektakuälr angefangen. Ich hatte Schmerzen in der Magengegend. Zuerst dachte ich "hm, ok". Doch irgendwann begann ich, mich hineinzusteigern. Machte mir Sorgen über diesen und jenen Schemrz, bekam auf ein mal Visionen von schweren Erkrankungen, die ich haben könnte. Es kamen viele weitere Symptome dazu - Schwindel zählte vor allem dazu, und Atemnot. Teilweise Derealisationsgefühle. Panikattacken.
Es gab auch Tage, die ok waren, und Tage, an denen ich alle möglichen Symptome hatte und kaum davon abzulenken war. Irgendwann hatte ich keine Sekunde mehr für gesunde Gedanken über. Das klingt extrem, aber ich habe wirklich 24/7 nur Angst gehabt. Ich wünsche niemandem, so weit in diese Spirale hinab zu rutschen.
Ich kann mir vorstellen, dass du durch den Anblick von Blut in der Toilette ein bisschen tramatisiert wurdest. Wie gesagt, es wirkt im ersten Moment dramatisch. Vielleicht hat sich da der erste kleine Gedanke gefestigt - jetzt habe ich etwas schlimmes. Auch, wenn die Ursache am Ende des Tages nicht schlimm war, so war der Gedankenprozess in Gang gesetzt. Das kann ich mir zumindest vorstellen.
Gibt es etwas, das dich belastet? Etwas in deinem leben, das dich stresst, eine Unsicherheit? Dies kann sehr begünstigend sein für Angsterkrankungen oder für Manifestierung körperlicher Symptome, die eigentlich auf die Psyche und deine Gefühlswelt zurückzuführen ist.