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Hallo Ihr Lieben,

ich bin neu hier, jedoch schon eine Weile stille Mitleserin.

Mich beschäftigt schon seit meiner Kindheit eine panische Angst vor Krankheiten. (hauptsächlich Krebs) Was genau das bei mir ausgelöst hat weiß wohl niemand. Bisher ist keiner aus meiner Familie an irgendeiner Krankheit schwer erkrankt oder gar verstorben. Ich hatte schon einiges durch ... Lungenkrebs, Hirntumor, Knochenkrebs und und und ....

Momentan plagt mich allerdings die häftigste und vor allem längste Angst bisher. Alles fing an in einer für mich sehr angstrengenden Situation. Ich wechselte derzeit den Arbeitgeber, die Zeit zwischen Kündiung und Neustart war grausig, mein Arbeitgeber nahm alles sehr persönlich und ließ mich das spüren. Kurz gesagt: mein eh schon stehts vorhandener beruflicher Stress nahm Überhand. Das war alles Ende September letzten Jahres. Seither plage ich mich mit ganz diffusen Bauchschmerzen rum. Diese fingen eher als ein Druckgefühl im linken Unterbauch an. Nicht schmerzhaft, eher unangenehm und im Sitzen stärker. Am Anfang war ich ganz ruhig, Frauen haben doch permanent Unterbauchschmerzen. Nach ca. einem Monat allerdings wurde ich dann doch etwas unruhig. Ich ging zum Arzt welcher mich auch gleich per Ultraschall untersuchte. Und was hieß es da? Ein wohl etwas vergrößerter Eierstock ist da zu sehen! In Gedanken lag ich natürlich bereits mit Eierstockkrebs im Sterben. Als Notfallpatient ließ ich mich gleich am nächsten Tag bei meiner Gyn gynäkologisch beschallen und war befundfrei. Bis auf ein paar kleine Zystchen wohl nichts.

Soweit so gut. Woher kamen dann aber diese Bauchschmerzen? Dr. Google kann helfen. Und seither meine aktuelle selbsterstellte Diagnose: Darmkrebs.

Bereits ein Besuch bei der Internisten (Ultraschall/Blutentnahme ohne Befund), Gastroenterologin (Ultraschall/Stuhlprobe u. Abtasten ohne Befund), weiterer Internistin (Ultraschall/Oberbauch-CT ohne Befund) waren erfolglos. Mittlerweile habe ich meine Hausärztin mehr oder weniger gezwungen, mich zur Darmspiegelung zu überweisen. Hat eine Weile gedauert (In Ihrem Alter muss man sich da wirklich keine Sorgen machen!) aber nun habe ich den Termin doch schließelich für Ende Februar erhalten. Und sehr große Angst davor.

Man muss sagen, dass meine Beschwerden wirklich nicht schlimm sind. Die Schmerzen wandern zwischen linken Unter- und Oberbauch. (Unterbauch allerdings erst wieder, seit das Oberbauch-CT unaufällig war - komisch oder? ) Und sie sind nie stark, eher einfach unangenehm. In der Badewanne sowie im Liegen sind sie sehr viel besser. Am Schlimmsten immer noch im Sitzen. Nun ist die Problematik eher, dass immer sobald ich theoretische Symptome im Internet von echten Darmkrebspatienen gelesen habe, diese sofort bei mir selbst wahrgenommen habe. Durchfall? Dann hab ich auch einen! Appetitverlust? Na klar! Sogar Todesartige Alpträume und Verstopfung konnte ich mir einreden! Wobei sogar ich gestehen muss, dass der Durchfall und der Appetitverlust wohl eher von meiner momentan mich total dominierenden Angst herkommen. Auch meine HA meinte, dass hier wohl eher der Kopf die Ursache ist. Die einzigen potentiellen Darmkrebssymptome, die ich tatsächlich noch NICHT bei mir wahrgenommen habe sind: Blut im Stuhl und Gewichtsabnahme. Bei meiner momentanen psychischen Verfassung könnte ich mir aber sogar vorstellen, dass diese auch noch kommen ....

Lt. meiner HA könnte das tatsächlich vom Rücken kommen? Ich (voller Erleichterung) rannte natürlich gleich zum Orthopäden. Dieser war aber recht desinteressiert. Verschrieb mir ein paar Einlagen und ließ es ein paar mal in meinem Rücken knacksen. Kurzes Röntgenbild von der LWS und ein da ist nix war es dann auch schon. Er schaute nicht nach Verspannungen o. ä. (wobei mich bereits seit Jahren heftige Nackenverspannungen quälen!) Gut, wieder zur HA. Diese verschrieb mir jetzt auch Krankengymnastik. Das geht allerdings leider erst in ein paar Wochen los.

Könnten meine Beschwerden tatsächlich vom Rücken kommen? Oder ist die Diagnose Darmkrebs doch realistisch? Oder ist das ganze vielleicht sogar nur psychosomatisch? Ein Resultat aus meiner damaligen Situation und jetzt meiner Hineinsteigerung? Ich bin momentan ein totales Wrack, kann nicht mehr essen, nicht mehr schlafen und mich an nichts mehr erfreuen. Ich denke den ganzen Tag nur daran, schwer krank zu sein und meine ganze Zukunft schwinden zu sehen. Für eine Einschätzung von klar-denkenden Menschen wäre ich sehr dankbar!

Liebe Grüße, Tamina

22.01.2019 14:29 • #21


michi7575
Also habe ich richtig verstanden bzw gelesen hattest du,Lungenkrebs, Hirntumor, Knochenkrebs oder nur von psyche gedacht?darmkrebs hat mein onkel der ist aber schon sehr alt,und hat ihn entfernt bekommen ,aber zur sache bei deinen alter ist es sehr unwarscheinlich sowas zu bekommen,denke mal du hast auch ne angst störung bin kein arzt ist nur ne vermutung von mir, ich würde einen psychologen aufsuchen und da nach lösungen suchen,hatte das damals auch in deinen alter .

22.01.2019 18:31 • #22



Panische Angst vor Darmkrebs

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Hallo Tamina,

Dein Bericht könnte von mir sein...
Mir geht es gerade GENAU SO wie dir. Habe auch schon einige Krebse gehabt (natürlich nur in meinem Kopf). Jetzt gerade bzw. seit November habe ich auch panische Angst vor Darmkrebs. Ich hatte schon vorher immer mal wieder Schmerzen im linken Unterbauch, die dann nach oben gedrückt haben. Die waren aber immer nach ein paar Pu.... am nächsten Tag wieder weg. Dann auf einmal nicht mehr. Seit dem habe ich die Hölle durch... Habe wieder mit meinen Antidepressiva begonnen (hatte ich im Sommer nach 1 1/2 Jahren abgesetzt). Diese haben die Angst usw. erst mal verschlimmert Jetzt wirken sie zwar, aber dieses ziehen im linken Unterbauch, die Bähungen und Schmerzen in der Lendenwirbelsäule sind geblieben Und die Angst, dass da doch was ist. Auch ich habe nun meinen Termin zur Darmspiegelung... Am 12.02. und ich weiß nicht, wie ich die 3 Wochen noch rum bekommen soll

LG JerseyT

22.01.2019 18:49 • #23


Hallo Michi7575,

ups, da hab ich mich wohl doof ausgedrückt. Diese Diagnosen hatte ich (Gott sei Dank!) nur in meinem Kopf aufgrund meiner Hypochondrie.

Das mit der Angststörung ist mir durchaus bewusst, aber es bleibt halt immer die Angst, dass da doch mal etwas ernstes ist ....

22.01.2019 19:51 • #24


Zitat von JerseyT:
Hallo Tamina,

Dein Bericht könnte von mir sein...
Mir geht es gerade GENAU SO wie dir. Habe auch schon einige Krebse gehabt (natürlich nur in meinem Kopf). Jetzt gerade bzw. seit November habe ich auch panische Angst vor Darmkrebs. Ich hatte schon vorher immer mal wieder Schmerzen im linken Unterbauch, die dann nach oben gedrückt haben. Die waren aber immer nach ein paar Pu.... am nächsten Tag wieder weg. Dann auf einmal nicht mehr. Seit dem habe ich die Hölle durch... Habe wieder mit meinen Antidepressiva begonnen (hatte ich im Sommer nach 1 1/2 Jahren abgesetzt). Diese haben die Angst usw. erst mal verschlimmert Jetzt wirken sie zwar, aber dieses ziehen im linken Unterbauch, die Bähungen und Schmerzen in der Lendenwirbelsäule sind geblieben Und die Angst, dass da doch was ist. Auch ich habe nun meinen Termin zur Darmspiegelung... Am 12.02. und ich weiß nicht, wie ich die 3 Wochen noch rum bekommen soll

LG JerseyT



Hallo JerseyT,

tut mir leid, dass du gerade diesselben Ängste durchstehen musst.

Hast du auch schon so viel untersuchen lassen? Ein bisschen tröstet mich immer, dass Verspannungen DURCHAUS in den ganzen Körper ziehen können. Und durch mein beruflich bedingtes den ganzen Tag sitzen, ist es auch durchaus möglich, dass da eine Verspannung im Rücken Ärger macht.

Hast du dich schonmal auf Nahrungsmittelunverträglichkeiten testen lassen? Das haben die Ärzte bei mir auch mal vorgeschlagen. Halte ich aber für relativ unwahrscheinlich ... die Schmerzen sind essensunabhängig.

Liebe Grüße, Tamina

22.01.2019 19:57 • #25


Ich hatte jetzt schon ein kleines Blutbild, 3 Hämoccult Tests und Urinprobe. Der Gastroarzt sagte jetzt er vermutet einen Reizdarm, aber zu 100% kann er es mir erst sagen, wenn er meinen Darm gesehen hat...

Unverträglichkeiten kann ich auch ausschließen, da die Beschwerden nicht vom Essen abhängig sind

22.01.2019 20:06 • #26


Hey Tamina,
Ich war im letzten Sommer in einer ähnlichen Situation: Hatte auch oft ein Druckgefühl und ganz komische Schmerzen, fast wie bei PMS.
Hatte auch sonst ganz viel: Darmgeräusche, Völlegefühl, Wechsel von Verstopfung und Durchfall, einmal sogar tatsächlich Blut im Stuhl,etc.
Auch ich hab meinen Hausarzt angebettelt mich doch zur Darmspiegelung zu überweisen. Hat er dann gemacht.
Und siehe da: Alles ok, hatte anscheinend nur mal eine ganz kleine Entzündung, die aber von selbst ausgeheilt ist.
Wenn du den Termin schon hast, dann geh zur Spiegelung, aber Angst brauchst du keine haben. Du bekommst gar nichts mit und bestimmt ist hinterher alles ok
Nur das Abführen ist etwas blöd, aber den einen Tag hält man durch

23.01.2019 15:06 • x 1 #27


Zitat von AlinaMaria3988:
Hey Tamina,
Ich war im letzten Sommer in einer ähnlichen Situation: Hatte auch oft ein Druckgefühl und ganz komische Schmerzen, fast wie bei PMS.
Hatte auch sonst ganz viel: Darmgeräusche, Völlegefühl, Wechsel von Verstopfung und Durchfall, einmal sogar tatsächlich Blut im Stuhl,etc.
Auch ich hab meinen Hausarzt angebettelt mich doch zur Darmspiegelung zu überweisen. Hat er dann gemacht.
Und siehe da: Alles ok, hatte anscheinend nur mal eine ganz kleine Entzündung, die aber von selbst ausgeheilt ist.
Wenn du den Termin schon hast, dann geh zur Spiegelung, aber Angst brauchst du keine haben. Du bekommst gar nichts mit und bestimmt ist hinterher alles ok
Nur das Abführen ist etwas blöd, aber den einen Tag hält man durch


Hallo AlinaMaria3988,

vielen Dank, das beruhigt mich schon etwas.

Ja, zu mir sagen auch immer alle, dass 99% harmlosere Ursachen wahrscheinlicher sind. Aber man hat halt immer Angst zu den wenigen Unglücklichen zu gehören...

Liebe Grüße, Tamina

24.01.2019 15:19 • #28


Aber du wirst zu den 99% gehören. Das kann ich dir eigentlich nicht versprechen aber ich tu es hier mal trotzdem weil ich mir so sicher bin

24.01.2019 15:56 • #29


Vielen Dank!

24.01.2019 15:58 • #30



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