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Hallo zusammen, ich habe immer wieder Schlafstörungen aber in diesem Ausmaß noch nie. Es ist so dass ich jedes Mal kurz wegdöse aber dann irgendwelche intensive Gedanken mich wieder wachrütteln. Das macht mich so unruhig dann dass ich Stunden lang immer so döse dann Gedanke. Und es ist so dass ich sehe nervös und unruhig bin. Seit drei Tagen kam das plötzlich. Ich weiß es ist logisch, da ich die letzten Wochen extrem an Selbstwertprobleme litt mich immer verglich mit anderen, viel grübelte und nie wirklich tagsüber ruhig war. Aber irgendwie habe ich das Gefühl bzw die Sorge nie wieder einschlafen zu können. Dass wieder so laute störende Gedanken mich stundenlang wachhält ich unruhig unbewusst dahindöse. Will nicht jedesmal den Fass aufmachen, dass dahinter ne Krankheit liegt. Aber es ist sehr belastend, wenn man nicht mal bewusst grübelt und alles loslässt, trotzdem das Unterbewusstsein einen wachhält. Dann bin ich tagsüber so müde und depressiv. Habe die letzten 3 Tage nur 3-4 Stunden gepennt. Wenn überhaupt. Kennt das jemand in solchen Ausmaßen und habt ihr Tipps? Ich habe Sorgen dass das eventuell keine anbahnende Schizophrenie ist
Ich hatte das knapp 30 Jahre lang. Nie eine Pause gegönnt, nachts stundenlang wach. Häufig konnte ich abends nicht einschlafen. Man will gar nichts ins Bett, denn der Körper hat schon Angst "ich werde eh wieder wach"...verbunden mit dem Gedankenstrudel. Alles mögliche an Gedanken kam automatisch - ich kam da nicht wieder raus.
Dann 1 Jahr Verhaltenstherapie. Ich sollte, sobald ich wach und im Gedankenstrudel bin, "Stop" sagen und möglichst aufstehen. Nun, dass ist leicht gesagt, denn der Gedankenstrudel war ein Automatismus. Hat also alles nichts gebracht. Man ist den ganzen Tag müde, gereizt, kaum noch Konzentration.
Die gute Nachricht für Dich: Der Körper holt sich nach einiger Zeit den Schlaf...wenn auch nur für eine Nacht.
Ich hatte dann im Sommer 2024 meinem Hausarzt davon erzählt. Er verschrieb mir Trimipamin. Es ist ein ähnlicher Wirkstoff, wie Armytryptelin (das hatte meine Frau als Bedarfsmedikament genommen). Ich sollte erst eine viertel Tablette nehmen und ggf. erhöhen. Bin bei 1/2 Tablette. Ich schlafe recht gut damit - nicht immer durch, aber die stundenlangen Grübelschleifen sind zu 98% weg.
Die machen nicht abhängig, wie typische Schlaftabletten. Also kein Gewöhnungseffekt.
Die machen nach 30-45 Minuten recht müde. Werde ich dennoch mal nicht müde, helfe ich mit Melatonin Spray nach. Klappt meistens.
Nur halt in den letzten 3 Wochen durch den Tod meiner Frau ist die Wirkung momentan nicht da.