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Ich schließe ich hier mal an, denn mir ergeht es momentan ganz genauso wie dir/euch.
Habe seit einem Zeckenstich vor einem 3/4 Jahr die komischsten, vorher noch nie dagewesenen neurologischen Symptome, wurde aber schon von mehreren niedergelassenen und 2 Uniklinik-Neurologen durchgecheckt: man findet nichts.
Fairerweise muss ich sagen, dass die Symptome mittlerweile auch stark in ihrer Intensität nachgelassen haben, aber es ist trotzdem immer noch nicht wie vorher und das macht mir immer wieder große Sorgen.
Aktuell ist es so eine Art empfundenes Schwächegefühl, das an verschiedenen Körperbereichen wechselt. Mal fühlt sich der rechte Oberarm(muskel) richtig schwach an, so als hätte ich den ganzen Tag ordentlich trainiert und hätte keine "Kraft" mehr bzw. wär alles so "müde". Dann ist es mal das Bein, dann mal der linke Oberarm.
Schwach an sich scheint es jedoch nicht zu sein, denn ich kann Dinge hochheben und auch in den neurologischen Untersuchungen wurde ja nie was gefunden. Zusätzlich zu diesem "Schwächegefühl" kommt auch ein Zucken an wechselnden Stellen dazu. Angefangen hat es kurz nach Zeckenstich im Oberarmmuskel rechts und das fast unaufhörlich den ganzen Tag.
Mittlerweile hat auch das zwar nachgelassen, aber ich merke, dass es trotzdem immer mal wieder an verschiedenen Stellen "zuckt" und es ist auch nicht immer nur der reine Muskel, sondern es können auch mal kleinere Regionen sein, zum Beispiel der Finger hat auch mal gezuckt, oder an der Hüfte, Gesäßmuskel, die Wade.
All das macht mir furchtbare Angst. Ich bin leider eh schon leicht hypochondrisch gewesen, aber seit diese Symptome dazugekommen sind und aber auch immer noch anhalten, mache ich mir tierisch Sorgen bezüglich ALS, MS oder sonstige neurologische Erkrankungen.
Zwar wurde ich mehrfach neurologisch durchgecheckt, aber das kann mich trotzdem nicht richtig beruhigen. Mittlerweile ist speziell ALS ein richtiger Trigger für mich. Ich meide den Thread hier im Forum penibel und will auch im Internet nichts darüber lesen, auch keine Symptome. Schlimm genug, dass ich mal flüchtig lesen musste, dass wohl ein Patient auch längere Zeit Zuckungen etc hatte und es nicht diagnostiziert wurde, dann nach einer Weile angeblich aber doch. Ob es stimmt oder nicht, weiß ich nicht. Aber sowas treibt mich natürlich in eine Todesangst.
Andererseits weiß ich aber auch, dass vor dem Zeckenstich alles in bester Ordnung war. Also entweder hängt das Ganze mit dem Stich zusammen (trotz Tonnen negativer Infektionstests), oder aber ich habe ich aufgrund des Stichs in meiner Hypochondrie so derart da reingesteigert, dass diese Beschwerden dann zeitnah kamen. Dafür sprechen würde ja, dass es auch durch meine 2 Antibiotika-Behandlungen nicht nachgelassen oder besser wurde. Es sprach bislang also auch wirklich gar nix wirklich darauf an.
Bei einem Infekt würde man doch denken, dass nach 2 Antibiosen, davon eine sogar intravenös, doch wenigstens mal IRGENDWAS zu merken sein müsste?!
Ich hänge total in dieser Angst. Würde es wenigstens mal wieder einen oder 2 Tage geben, die ganz ohne Beschwerden wie früher verlaufen würden, dann könnte ich mich selber da aus diesem Sumpf ziehen und könnte mir sagen: siehst du, es gibt auch wieder normale Tage. Da ich aber bislang täglich immer irgendwas hatte, ist das momentan sehr schwer.
Immerhin merke ich nachts überhaupt nichts. Ich kann meistens ruhig und tief schlafen. Und habe da auch keine Beschwerden. Die kommen aber meist kurz nach Aufwachen dann dazu. Als würde ein Schalter nach dem Aufwachen umgelegt im Hirn.
Kennt jemand dieses wahrgenommene, gefühlte, aber wohl nicht reale Schwächegefühl und diese wandernden Zuckungen an den verschiedensten Stellen?