Pfeil rechts
2

Hi,

hatte schon mehrfach von meinen eigenen körperlichen Symtomen geschrieben und auch von anderen (den meisten) weiß ich, dass sie eigentlich/vermutlich körperlich gesund sind und dennoch körperliche Beschwerden wie Schwindel, Muskelzittern etc haben.

Jetzt beunruhigt mich aber folgender Gedanke. Ich verstehe zwar, dass akute Angst zu körperlich spürbaren Veränderungen führt. Es wird uA Adrenalis und Noradrenalin ausgeschüttet, das man als Anspannung, extreme Nervosität, Schwindel etc spürt.
Aber bei mir ist es so, dass ich die körperliche Sachen wie zB Kribbeln, Taubheitsgefühle und Schwindel auch dann habe, wenn ich mir einer akuten Angst nicht wirklich bewusst bin. Üblicher Weise lösen erst diese kleinen Symtome meine Angst aus und nicht umgekehrt. Spricht das nicht gegen die These, dass das alles durch die Psyche kommt?

Wäre sehr dankbar um eure Meinungen!

05.10.2009 16:12 • 23.10.2009 #1


12 Antworten ↓


Hallo Media,

Es gibt Ängste, die sind einem sehr bewusst und haben auch körperliche Folgen. Zum Beispiel das man vor Prüfungssituationen sehr aufgeregt ist und kaum etwas etwas kann. So ging es mir früher häufig. Doch scheint es auch möglich zu sein, das man die Angst nicht direkt spürt und trotzdem körperliche Folgen hat. Angst muss man nicht bewusst wahrnehmen. So würde ich mir das zumindest erklären.

Der Körper schüttet auch um Stress abzubauen, verschiedene Hormone aus, z.B. Cortisol. Wenn das zu häufig passiert, dann ist der eigene Stresslevel zwar immer noch niedrig, aber man bekommt dann andere Probleme, weil der Stressabbau auch nicht beliebig oft wiederholt werden kann.

Gruss
Raj

05.10.2009 17:36 • #2



Körperliche Symtome durch Angst/Psyche,aber.

x 3


hallo media,

mich würde mal interessieren, in welchen situationen du sonst noch angst hast?
also, leidest du unter phobien, genereller angststörungen oder andere ängste/zwänge, außer die angst vor krankheiten?

06.10.2009 12:25 • #3


Nein, soweit ich weuß nicht.

08.10.2009 07:46 • #4


Christina
Aber bei mir ist es so, dass ich die körperliche Sachen wie zB Kribbeln, Taubheitsgefühle und Schwindel auch dann habe, wenn ich mir einer akuten Angst nicht wirklich bewusst bin. Üblicher Weise lösen erst diese kleinen Symtome meine Angst aus und nicht umgekehrt. Spricht das nicht gegen die These, dass das alles durch die Psyche kommt?Nein, gar nicht. Gerade Kribbeln, Taubheitsgefühle und Schwindel können durch mehr oder weniger chronische Hyperventilation ausgelöst werden oder auch durch muskuläre Daueranspannung. Und wie Raj schon geschrieben hat, kann der Pegel an Stresshormonen beständig recht hoch sein, ohne dass man das als akute Angst wahrnimmt.

Liebe Grüße
Christina

08.10.2009 11:47 • #5


Rine
weisst du,
wenn ich körperliche symptome ohne vorherige angst hab, war ich vorher gestresst, war vielleicht auf irgendwas wütend.
es folgen körperliche symptome und wieder die typische angst, manchmal auch erst am darauffolgenden tag.

08.10.2009 12:48 • #6


Also ich muß sagen mir gehts genauso wie dem Themenstarter. Eine PA hatte ich schon seit einiger Zeit nicht mehr, aber der Schwindel und die Kraftlosigkeit in den Gliedmaßen habe ich ständig, auch wenn ich ich keiner Stesssituation ausgesetzt bin. Erst die Tatsache das diese Beschwerden die ganze Zeit präsent sind macht mir Angst. Das ist verrückt, oder?

20.10.2009 09:52 • #7


mir gehts da ganz genauso... zur zeit ist es sehr extrem... ich weiß garnicht mehr was vorher da war... die angst oder das symptom. ich habe auch ständig so ein benommenheitsgefühl und denke immer,nicht genug luft zu bekommen... dann werden meine hände oft weiß, wie leichenhände und man kann jede ader erkennen... genau das macht mir besonders angst... kann sowas durch angst ausgelöst werden? wobei ich die weißen hände auch habe,wenn ich in dem moment keine angst zu haben glaube...

21.10.2009 14:55 • #8


Was ihr zwei scbildert hätte ich für mich unterschreiben können. Genau so!

Derzeit bin ich auf nem recht guten Weg der Besserung. Seit ungefähr einer Woche sind meine Zwangsgedanken um Krankheiten verschwunen und einige Tage später hat sich auch mein Gemütszustand irgendwie verbesser - nicht nur wegen dem Thema Krankheiten, sondern weil sich danahc noch ein großer Kknoten (an)gelöst hat.
Auf die körperlichen Symtome hatte das extrem großen Einfluss und zwar auf zwei Arten:
1. Die Hauptsymtome wie Schwindel, Muskelzittern/zucken und das ganze restliche zeug sind verschwunden!
2. Sogar die Dinge die ich bei bestem Willen null auf die Psyche geschoben hätte, sind zwar nicht ganz verschwunden, aber auf magische Weise interessieren sie einen bei Weitem nicht mehr und fühlen sich auch nicht so schlimm an. D.h. sie sind schwächer geworden!
Bsp.: Wiel ich an der Hausarbeit schreibe und dabei stundenlang den Arm an die Tischkante lehne hatte ichs irgendwie mit dem Nerv Ulinaris und spürte Taubeit, Schmerz und Kribbeln in der halben Hand - bei Kälte wurde sie sogar unbeweglicher.
SOGAR DAS ist unmittelbar mit den anderen Sachen schwächer geworden!

Leute ich euch damit einfach nur Mut machen! Wenn Ihr das Psychische in den Griff bekommt, wird der Rest sich auch einstellen!

22.10.2009 12:49 • #9


das ist wie die frage nach dem huhn und dem ei! Stell ich mir auch oft:
war zuerst das symptom da oder zuerst die angst?

ich finde das extrem schwer und mir geht es auch oft so, dass ich keinen akuten angstschub habe, aber irgendwas zwickt und zwackt oder ich bin erschöpft und dann bekomme ich angst.

Vielleicht kommt das durch diese ständige übersensibele selbstwahrnehmnung der eigenen körperlichen phänomene?
Ich bin sicher, es gibt viele menschen, die auch irgendwelche sachen spüren aber nicht weiter darüber nachdenken...

22.10.2009 21:18 • #10


klar gibt es viele Menschen, die sowas wahrnehmen aber nicht ernst nehmen bzw. es nicht krankhaft interpretieren.

Ich glaube leider trotzdem in vielen Fällen nicht an die rein psychische Seite, ich will euch ja nicht verrückt machen, aber ich hab so viel über Krankheiten recherchiert, dass mein Arztvertrauen völlig zerstört ist. Nennt mich verrückt, aber ich werde weiterforschen und mich um Untersuchungen und Ähnliches kümmern, weil ich nicht an eine psychische Erkrankung glaube.
In meinem Fall waren zuerst die Symptome da, nicht die Angst. Ich werde jedenfalls weiterforschen und alles in meiner Macht stehende tun um dem Ganzen auf den Grund zu gehen...dann melde ich mich hier wieder mal und sage, wies ausgegangen ist.
Ich finde, man lässt sich viel zu früh mit der psycho schei. abspeisen.

23.10.2009 08:58 • #11


@ hypochonder
du bist nicht verrückt, vielliecht nur übervorsichtig.

hast du schon mal daran gedacht, dass du bevor du körperliche symptome gespürt hat dir vielliecht negative gedanken gemacht hast? die tatsächliche angst ist dann nur ein resultat deiner negativen gedanken.

sicher, du könntest einen kompletten body-scan machen lassen der ein vermögen kostet. die frage ist dann nur: bist du dann glücklich? bist du erst glücklich wenn tatsächlich was gefunden wird?

wir alle müßten ein deutlich normales körpergefühl entwickeln, dann klappt das mit dem wohlfühlen auch

lg gerhard

23.10.2009 09:27 • x 1 #12


Hallo hypochonder, hoffe es geht Dir mittlerweile etwas besser. Ich find es völlig richtig, vorher alles abzuklopfen und gewissenhaft die Symptome zu prüfen.

Du sagst, zuerst war das Symptom da und dann die Angst. Nun, ob die Angst wirklich später kam, ist schwer zu sagen. Denn innere Anspannung kann auch unbewusst stattfinden. Man merkt hinterher die Auswirkung (z.B. erhöhter Blutdruck), sieht aber die Ursache nicht.

Natürlich wird auch die Frage gestellt, wie viele Untersuchungen man noch machen möchte. Ich neige auch dazu, so viele wie möglich machen zu lassen. Aber damit es mir hinterher besser geht, nehme ich mir vor Untersuchung A und B zu machen und wenn die okay waren, dann keine weitere mehr. Weil ich kann auch damit leben, zu 99% gesund zu sein. Das restliche 1% kann ich verschmerzen, weil genauso gut kann man auch ein blöder Unfall passieren.

23.10.2009 14:22 • x 1 #13



x 4




Auch interessant

Hits

Antworten

Letzter Beitrag


Prof. Dr. Heuser-Collier