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MichaelaK

MichaelaK
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Hallo zusammen,
ich wollte mal fragen, ob das jemand von euch kennt. Mein Papa liegt seit über zwei Wochen auf der Intensivstation und seitdem ist meine Hypochondrie wieder extrem aufgeflammt.
Ich hatte lange Zeit eigentlich Ruhe damit, aber aktuell steigere ich mich in jede körperliche Empfindung hinein. Mal sind es leichte oder drückende Kopfschmerzen, dann Druck hinter den Augen, Kribbeln auf der linken Gesichtsseite oder im linken Bein. Dazu kommen durch die ganze Anspannung auch extreme Nacken- und Schulterschmerzen. Es macht mir unglaublich Angst und ich habe das Gefühl, dass es von Tag zu Tag schlimmer wird.
Hat jemand von euch schon erlebt, dass eine belastende Situation die Hypochondrie so stark verstärkt? Wie seid ihr damit umgegangen?
Danke schon mal fürs Lesen

21.07.2026 #1


3 Antworten ↓

Sonja77
Hallo 🙋‍♀
Erst einmal tut es mir sehr sehr leid das dein Papa auf der ITS ist und ich hoffe und drücke die Daumen das alles gut geht und er sich erholt

Ich hab selber zwar keine Hypochondrische Störung also keine Krankheitsängste

Aber ich kann dir sagen,das so eine belastende Situation extrem an einem nagt und schwer auszuhalten ist

Ich selber hab das vor kurzem durchgemacht zu erst zuhause dann im KH dann ITS dann wieder normale Station dann wieder ITS und so weiter(mit meinem Papa)der mein absoluter Bezugspunkt seit Geburt war….ich hab 5 Wochen lang fast Tag und Nacht gekämpft im und vor dem KH aber das ist eine andere Geschichte und knappe 4 Wochen später ist er dann gestorben
Mein Papa lebte knappe 1300km weit entfernt das heißt ich bin das erste Mal nachhause gefahren und blieb da 5 Wochen lang dann bin ich wieder zurück zu mir nachhause gekommen und nur knappe 4 Wochen später kam der Anruf er sei eben verstorben und sofort hab ich mich auf den Weg mit meinem Sohn gemacht und da waren wir wieder knappe 2 Wochen für Beerdigung und alles

Ich kann dir sagen ich danke wirklich dem Universum das ich komplett stabil bin und das alles gut meistern und regeln und organisieren konnte…sonst hätte mich die Situation wohl kaputt gemacht

Von daher ja 👍 Ich kann mir das gut sogar sehr gut vorstellen das deine Psyche in dieser Situation komplett am Rad dreht und du total in deinen Ängsten gefangen bist und sie dich quasi überrollen

Pass auf dich auf gönne dir mal ne Pause und versuche auch für deinen Papa da zu sein denn er spürt das du da bist

Ich wünsche dir viel Kraft 💪 Du schaffst das ganz sicher 👍 versprochen

Und nochmals alles Gute 🍀 für deinen Papa

Ihr kommt gestärkt aus dieser ganzen Situation heraus

x 1 #2


A


Intensivstation/ starke Angst

x 3


Schlaflose
Zitat von MichaelaK:
Hat jemand von euch schon erlebt, dass eine belastende Situation die Hypochondrie so stark verstärkt? Wie seid ihr damit umgegangen?

Belastende Situationen verstärken alle psychischen Störungen und Ängste. Bei Hypochondern sind es eben die Krankheitsängste, die durch die Konfrontation mit Krankenhäusern, Intensivstation und Krankheiten verstärkt werden.
Bei mir waren es immer die Schlafstörungen, die extrem verstärkt wurden, wenn meine Mutter im Krankenhaus oder auf der Intensivstation lag, weil ich solche Angst um sie hatte.

x 3 #3


bory
@MichaelaK Erstmal alles Gute für deinen Papa.

Ich kann es Dir gut nachempfinden, Besuche im Krankenhaus, alleine Gespräche über Krankheiten haben mich lange schwer beeinträchtigt.

Ich würde sagen, nein, es ist nicht deine Hypochondrie die Dich da triggert. Es ist ganz normal der Stress und das belastete Nervenkostüm. Der Unterschied? Wenn Du weißt, es ist die Situation die Dich belastet, dann ist es etwas von außen. Die Symptome kommen also von außen, nicht weil in Dir was ist. Dein Körper reagiert ganz normal unter Stress, nur ist es halt nicht der berühmte Säbelzahntiger den du Bekämpfen oder vor dem Du flüchten mußt.

Es ist ein Papiertiger.

Ich habe versucht die Belastung als solche zu aktzeptieren.
Sie gleichzusetzen mit Hunger, Durst, Schmerz, Müdigkeit.. all die Gefühle die wir doch gelernt haben einzuschätzen und zu tragen.
Ich habe mich belohnt wenn ich durch die Situation gegangen bin.

Es ist die Situation von außen, nicht von innen, die mich belastet.

Dir alles Gute.

#4





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