Zitat von _Sara_:Leute seid ehrlich was denkt ihr, ist Hypochondrie überhaupt heilbar? :/
Hallo Sara,
von mir ein ganz klares JA! Ich bin genau da gewesen wo du jetzt bist... Ich habe eine Verhaltenstherapie gemacht, die innerhalb von zwei Monaten mir so sehr geholfen hat, dass ich mein Studium abschließen konnte. Es ist vielleicht keine "Heilung" wie bei einer Lungenentzündung, nimm zwei Wochen Medikamente und dann ist es weg, aber du wirst ganz bald an den Punkt kommen, wo du Distanz zu deinen körperlichen Symptomen bekommst und vor allem: Keine Angst mehr! Und wenn du keine Angst mehr hast, kriegst du kaum Symptome mit und wenn dann sind sie dir egal

Also Kopf hoch, wenn du ersteinmal die Möglichkeit in Betracht ziehst, dass es psychische Ursachen hat und dich auf eine Therapie einlässt, bist du auf dem allerbesten Weg!
Außerdem hat meine Therapie mich auch persönlich sehr viel weiter gebracht. So einer Angst liegen fast immer ungesunde Denk- und Verhaltensweisen zu Grunde. Ich hab zB gelernt, mich viel leichter auf Ungewisses einzulassen, mal Nein zu sagen, nicht immer alles als lebenswichtig zu beurteilen - das war ein positiver Nebeneffekt
Wo bist du denn im Moment, wenn nicht in DE?
Drück dir ganz fest die Daumen, dass es dir schnell besser geht!
PS: Zu den Docs...es gibt sogar ein Syndrom, das bezeichnet, das Ärzte im Studium zu 75% eine (vorrübergehende) Hypochondrie entwickeln und diverse Symptome an sich entdecken. Ich müsste mal googlen, wie das genau heißt. Also nicht schlecht fühlen, die Chancen stehen gut, dass dein Doc das auch schon mal erlebt hat
