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Hailey09
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Guten Abend, ihr Lieben!
Aktuell beschäftigt mich das Thema Emetophobie wieder sehr stark. Kurz zur Vorgeschichte: ich leide seit meiner Kindheit daran, obwohl ich mich das letzte Mal übergeben habe, als ich 8 war (bin mittlerweile 30). Dazwischen gab es zwar eine Handvoll Situationen, in denen ich würgen musste (nach einer Narkose, nach zu viel Alk., als sich ein Kind im Flugzeug übergeben hat, bei einer Infektion), allerdings habe ich es immer geschafft, dass es nicht so weit kam.
Was genau die Emetophobie bei mir ausgelöst hat, kann ich gar nicht sagen, ich erinnere mich aber, wie schlimm ich es schon als Kind fand, wenn sich andere Kinder in der Schule zum Beispiel einfach auf dem Tisch übergeben haben, weil sie es nicht zur Toilette geschafft haben.

Mittlerweile merke ich bei mir ein starkes Vermeidungsverhalten, insbesondere in den Wintermonaten mit Ansteckungszeit. Da versuche ich Buffets, öffentliche Toiletten etc. möglichst zu vermeiden, wenn es nicht gelingt, mache ich mir immer Gedanken, mir nun was eingefangen zu haben. Auch Türklinken versuche ich immer nur mit dem Ärmel zu berühren. Auch im Flugzeug hab ich Angst, jedoch ist es nie klassische Flugangst, sondern nur, dass sich jemand anderes oder ich selbst mich übergebe. Das hält mich zum Glück aber nicht vor vielen tollen Fernreisen ab. Obwohl ich jedes Mal schlimm zu zittern beginne, sobald es Turbulenzen gibt und panisch die Leute und vor allem Kinder in meinem Umfeld beobachte.

Nun zu meiner eigentlichen Frage. Mit 30 denke ich immer wieder über das Thema Kinderwunsch nach und obwohl ich diesen aktuell nicht habe, ist die Emetophobie ein riesiges Gegenargument für mich. Dabei meine ich gar nicht eine mögliche Übelkeit in der Schwangerschaft, sondern viel mehr Magen-Darm-Grippe in Schule oder Kita, Erbrechen im Auto oder Flugzeug etc. Ich wäre absolut nicht in der Lage, meinem Kind in der Situation beizustehen oder dabei zu sein, wenn es sich erbricht. An alle Mütter oder Eltern mit Emo: Wie macht ihr das? Wie geht ihr damit um, wenn ein Infekt umgeht, wie steht ihr euren Kindern bei und steckt ihr euch häufig an?

Ich freue mich auf einen Austausch!

Ps: bei meinem Hund habe ich absolut kein Problem, wenn er kotzt zwinkern Aber ich glaube, das liegt daran, dass es nicht so riecht und dass ich weiß, ich kann mich nicht anstecken.

27.03.2026 x 2 #1


5 Antworten ↓


L
Ich leide auch an Emetophobie, und hatte 2 Schwangerschaften mit Hyperemesis Gravidarum:(

Und bei deinen eigenen Kindern kannst du dann beistehen, wenn sie sich übergeben müssen, glaub mir:)
Mütter können das einfach, auch mit Emetophobie.
Auch du:)

x 3 #2


A


Emetophobie und Kinder?

x 3


H
@luciana oh wow, das mit Hyperemesis Gravidarum ist wirklich schlimm - hattest du die Emetophobie schon davor oder erst dadurch? Und hat sich die Phobie durch die ständige Konfrontation damit in der Schwangerschaft etwas verbessert oder verschlimmert?

#3


L
Ich habe es schon seit meiner Kindheit, wie du. Auslöser unbekannt.
Die Hyperemesis hat es nochmal verschärft, keine Frage.
Aber ich hätte kein 2. Kind bekommen, wenn es nichtmachbar gewesen wäre. Aber es ist eine schlimme Erfahrung so eine HG:(
Auch für nicht Emetophobiker.
Aber kein Grund Angst vorm Kinderkriegen zu haben;)
Kinder sind das Beste im Leben:)

x 2 #4


-juli
@Hailey09 finde die Frage spannend. Habe zwar selbst keinen Kinderwunsch, weshalb ich mir diese Fragen nie gestellt habe, aber finde es interessant, hier zu lesen.

Für mich wäre allein die Vorstellung der Übelkeit durch eine Schwangerschaft heftig. Aber das ist bei mir nicht der Grund, warum ich es nicht möchte.

x 1 #5


H
@-juli ja, für mich gibt es auch ganz viele andere Gründe, die dagegen sprechen. Aber das ist ein ganz besonderes Horrorszenario für mich 🥲

#6





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