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Hallo zusammen, ich wollte mal eure Meinung hören, weil ich inzwischen ziemlich verunsichert bin. Vor etwa 1,5 Monaten fing alles an.
Eines Nachts hatte ich so starken Kaltschweiß, dass ich mein T-Shirt wechseln musste. Gleichzeitig hatte ich Schmerzen auf beiden Seiten neben dem Bauch. Ich bin daraufhin ins Krankenhaus gefahren. Dort wurden Blutwerte bestimmt: Der CRP lag bei 13, die Lymphozyten bei 19,5 (Norm ab 20) und der Fibrinogen-Wert bei 490 (Norm bis 450). Ich wurde wieder nach Hause geschickt mit der Aussage, dass es wahrscheinlich nur ein kleiner Infekt sei.
Leider wurde es nicht besser. Es kamen starke Schmerzen im Gesicht dazu, die sich anfühlten, als hätte ich Eiswürfel im Gesicht. Außerdem hatte ich einseitige Schläfenkopfschmerzen, für ein paar Tage ein schlechteres Hörvermögen auf einem Ohr und Schmerzen in einem Auge. Es wurde erneut Blut abgenommen, die Werte waren diesmal wohl unauffällig, und ich wurde wieder nach Hause geschickt.
Seit etwas mehr als einer Woche habe ich nun Schmerzen im Bein. Kurz zuvor hatte ich einen schweren Stuhl getragen, deshalb dachte ich zunächst, dass ich mich vielleicht verletzt habe. An der Innenseite des Oberschenkels ist inzwischen eine Vene deutlich sichtbar, besonders im Sitzen. Genau dort tut es weh, und der Schmerz zieht bis in den Fuß. Auf der anderen Seite ist keine solche Vene zu sehen. Zusätzlich schmerzt der Oberschenkel immer wieder vorne. Die Schmerzen treten vor allem im Sitzen auf. Beim Spazierengehen merke ich oft wenig, dafür danach umso mehr.
Manchmal fühlt sich die schmerzende Seite am Unterschenkel oder an der Wade warm an. Meine Füße sind dagegen häufig kalt. Das Bein ist aber nicht wirklich geschwollen. Beide Beine wirken leicht rötlich, fast wie mit Pigmentflecken. Außerdem habe ich Besenreiser an den Füßen und meine Knöchel schwellen gelegentlich leicht an, wenn ich Halbsocken trage.
Ich war deshalb erneut im Krankenhaus. Vorgestern wurde ein Ultraschall des Beins gemacht, allerdings ohne Blutbild. Laut Arzt war keine Thrombose zu sehen und ich durfte wieder nach Hause. Die Schmerzen sind aber weiterhin da und sehr unangenehm. Manchmal fühlt es sich so an, als wäre die schmerzende Vene ein gerissenes Band.
Jetzt frage ich mich:
Kann man eine Thrombose nach einem unauffälligen Ultraschall wirklich ausschließen? Spielt mein damals im Juni erhöhter Fibrinogen-Wert von 490 dabei irgendeine Rolle? Was haltet ihr von den Beschwerden im Gesicht und den Beinen? Könnte das eher für eine Durchblutungsstörung sprechen? Oder wäre auch eine Thrombophlebitis bzw. Venenentzündung eine mögliche Erklärung?
Ich weiß, dass hier niemand eine Diagnose stellen kann, aber vielleicht hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht oder eine Idee, in welche Richtung man weiterdenken könnte.
Vielen Dank schon einmal für eure Antworten.
• • 10.08.2026#1
9 Antworten ↓
CosmicPancake Mitglied
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Ultraschall ist meines Wissens nach der Goldstandard um eine Beinvenenthrombose auszuschließen. Da wäre ich persönlich beruhigt. Was mich wundert ist der wiederholte Gang in die Notaufnahme. Mit sowas kann man doch zum Hausarzt. Ich nehme an, Du hast Angst vor Krankheiten?
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A
Durchblutungsstörungen / Beinvenenthrombose? Wer kann helfen
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M
MorpheusM Mitglied
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Wenn im Sono nichts zu sehen war, dann ist da nichts. Über das Sprüchen Fibrinogen würde ich mich locker machen, da lacht jede schwangere drüber da treten ganz andere Werte auf. Ich glaube du hast zu viel Angst vor irgendeiner Erkrankung, du achtest auf jede Kleinigkeit, und natürlich fällt dann auf das irgendwas vielleicht etwas ziept etc. Dsa Fibrinogen war übrigens wegen dem Infekt erhöht, denn es ist ein Akut-Phase-Protein was vor allem durch IL-6 gesteigert ist, IL-6 wird bei Infekten freigesetzt. Also vollkommen normal das es minimal erhöht war. Und geh dafür bitte nicht immer in die ZNA sondern gerne auch mal zum Hausarzt. Es gibt doch eine nette Übersicht womit man in die ZNA soll.
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Glumee99 Mitglied
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Danke für eure bisherigen Antworten.
Ich habe in meinem letzten Beitrag nicht den kompletten Ablauf geschildert daher ich nicht den Text noch größer machen wollte.
Bevor ich ins Krankenhaus gefahren bin, war ich wegen der Schmerzen im rechten Oberschenkel und der sichtbaren Vene beim Orthopäden. Er hat sich meine Beine im Sitzen aus etwa drei Metern Entfernung angeschaut, sie aber weder abgetastet noch näher untersucht. Er meinte dann sofort, ich solle das umgehend abklären lassen, da es sich seiner Meinung nach um eine ausgeprägte oberflächliche Venenthrombose handeln könnte.
Daraufhin bin ich ins Krankenhaus gefahren. Laut Entlassungsbericht wurde dort eine tiefe Venenthrombose (TVT) per Ultraschall ausgeschlossen. Allerdings war der Arzt mit dem Ultraschall meines Wissens nicht an der Innenseite des Oberschenkels, wo die sichtbare Vene verläuft und wo die Schmerzen sitzen. Im Bericht steht auch nichts dazu, ob die oberflächlichen Venen beurteilt wurden.
Die Schmerzen bestehen weiterhin. Die Vene ist nicht gerötet, nicht verhärtet und auch nicht druckschmerzhaft, aber sie und der Bereich darum tun nach wie vor weh.
Was würdet ihr an meiner Stelle jetzt tun? Sollte die oberflächliche Vene noch einmal gezielt per Ultraschall untersucht werden oder spricht der Krankenhausbefund eher dagegen?
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#4
M
MorpheusM Mitglied
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Geh doch mal zu deinem Hausarzt. TVT ist ausgeschlossen, ob oberflächlich etwas ist kann dir auch dein Hausarzt sagen. An der Oberfläche sind so viele Venen, das du sicher kein Abflussproblem hast. Bei was ernstem wäre das Bein rot, dich, schmerzhaft.
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#5
CosmicPancake Mitglied
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Wenn das nächste ein Arzt sagt, dass etwas dringend abgeklärt werden soll, frag ihn bitte wie dringend und von wem. Wenn es ein Notfall ist, dann würde der Arzt üblicherweise tatsächlich die Überführung in ein Krankenhaus veranlassen.
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#6
Glumee99 Mitglied
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Ich war gestern noch einmal beim Arzt, weil die Beschwerden im rechten Bein und insbesondere an der sichtbaren, dickeren Vene weiterhin bestehen.
Leider konnte er keinen Ultraschall machen, da er meinte, dass dies nur bestimmte Ärzte bzw. Fachärzte durchführen dürfen. Er hat sich mein Bein aber gründlich angeschaut und abgetastet. Dabei stellte er fest, dass ich Krampfadern habe. Zunächst meinte er auch, dass sich die Vene an meinem schmerzenden Bein etwas fester und dicker anfühlt. Anschließend tastete er das andere Bein ab und meinte, dass dort ebenfalls eine Vene verläuft, diese aber deutlich weniger ausgeprägt bzw. sichtbar ist. Er bot mir daraufhin einen D-Dimer-Schnelltest an, der negativ ausgefallen ist. Zusätzlich wurde Blut für weitere Werte abgenommen, deren Ergebnisse ich am Montag bekomme. Außerdem hat er einen Wells-Score zur Einschätzung des Thromboserisikos durchgeführt und die Wadenumfänge beider Beine gemessen.
Gestern waren die Schmerzen insgesamt etwas besser. Heute bin ich dann etwa eine halbe Stunde auf der Stelle gegangen, weil ich nicht den ganzen Tag sitzen oder liegen möchte. Danach hatte ich wieder Schmerzen an der Stelle am Innenoberschenkel, wo die Vene dicker bzw. sichtbarer ist. Zusätzlich hatte ich Schmerzen an der Innenseite des Fußes und hinten am Fuß. Auch vorne am Oberschenkel, direkt oberhalb des Knies, tut es immer wieder weh.
Eine TVT wurde bereits vor einigen Tagen im Krankenhaus per Ultraschall ausgeschlossen. Mein Hausarzt glaubt ebenfalls nicht, dass es sich um eine oberflächliche Venenthrombose handelt. Da ich vor zwei Jahren eine schwere OP hinter mir hatte, bin ich bei solchen Beschwerden natürlich besonders vorsichtig.
Ab wann würdet ihr bei diesen Beschwerden noch einmal zum Arzt bzw. ins Krankenhaus gehen? Würdet ihr bis Montag auf die Blutwerte warten, solange sich die Beschwerden nicht deutlich verschlimmern, oder sollte ich wegen der weiterhin vorhandenen Schmerzen vorher noch einmal eine gezielte Untersuchung der oberflächlichen Vene durchführen lassen?
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#7
CosmicPancake Mitglied
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Bis Montag warten und dann alles weitere mit dem Hausarzt besprechen und sich auch auf diesen verlassen.
Hab mir den Link vom Gesundbund gerade mal angeschaut. Interessant zu wissen, dass man NUR mit solchen Symptomen ins KH sollte. Dann hätte ich ja, als ich meine Bauchspeicheldrüsenentzündung hatte und auch, als ich einmal die ganze Nacht Blut gespuckt habe, nicht in die Notaufnahme hinfahren dürfen. Meine damaligen Symptome waren nämlich auf der Seite nicht aufgelistet 🤦♂
@Glumee99 Würde sagen die Bauschspeicheldrüsenentzündung zählt zu starken Bauchschmerzen und das Blut spucken zu stark blutenden Wunden. Natürlich sind das beides Notfälle.