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Hallo zusammen,

ich hatte vo ein paar Wochen schonmal geschrieben, weil ich mich momentan in einer tiefen Depression wegen meiner Angsterkrankung befinde.
Meine Angst bezieht sich seit ein paar Jahren auf Krebs. Im letzten Jahr erhielt ich die Diagnose Lichen Sclerosus im Vaginalbereich- eine Autoimmunerkrankung, die mit einem ca. 5%igen Entartungsrisiko einhergeht. Mein Horror, fühle mich wie eine tickende Zeitbombe. Seit ca. 2 Wochen ging es langsam bergauf mit mir, habe mich meinen Ängsten gestellt, eine Körpertherapie begonnen, mich mit meiner sehr schlimmen Vergangenheit auseinandergesetzt und Johanniskraut hochdosiert scheint auch gut zu wirken.
Gestern war ich zum ersten Mal entspannt bei der Routineuntersuchung in der Uniklinik (meine Vulva muss alle 6 Monate kontrolliert werden) und dann der Schock: Es musste sofort eine Stelle biopsiert werden, sah nach Zellveränderung aus.
Wie soll ich denn so zu Ruhe kommen?

Zudem: mein Studium vor 2 Monaten beendet, alleinerziehend, muss aus meiner Wohnung raus, weil der Vertrag im September endet und in der Stadt in der ich lebe ist es eine Katastrophe (megateuer...), der Vater meines Kindes behandelt unser Kind nicht gut, er will jetzt Unterhalt kürzen, das Gericht macht NIX.......ich bin völlig alleine hier - mein Partner hat sich abgewendet, weil er die Depression nicht ertragen konnte, keine Familie oder Freunde hier.
Und nun muss ich 2 Wochen auf einen Befund warten. Was ist wenn? Was ist dann mit meinem Kind?
Ich war so stolz, dass ich endlich mal RUHIG zur Vorsorge konnte, ohne Angst. Und dann: ZACK....

Ich bin so traurig.......

Danke schonmal fürs Lesen.
Beim letzten Mal haben Eure Zusprüche sehr aufbauend auf mich gewirkt!

Schönen Abend an alle,
Rona

07.04.2017 19:09 • 23.11.2023 #1


7 Antworten ↓


kopfloseshuhn
Ohweih.
Ich hab keinen guten Rat aber ich drücke dir alle Daumen die ich hab!

07.04.2017 19:10 • x 2 #2


A


Biopsie Vulva Krebs

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J
Hallo Rona,

erst mal tut mir Leid, dass Du in so einer schwierigen Situation steckst.
Aber bitte, versuche noch nicht den Teufel auf der Wand zu malen, warte die Ergebnisse ab. Vielleicht ist da nichts. Mach Dich nicht verrückt.
Ich weiß, es sagt sich so leicht, versuche jedoch positiv zu denken und Google nicht zu viel.
Alles Gute und Liebe.
JP.

07.04.2017 19:14 • x 1 #3


R
Lieben Dank Euch.

Ja die ewige Googelei....ich schaffs kaum ohne...

Eure Worte tuen gut, so ein Forum ist ein Segen für diejenigen, die wegen Angst und Depressionen zuhause hocken und soziale Kontakte meiden.....

Danke!

07.04.2017 19:25 • #4


E
Wenn du halbjährlich zur Kontrolle gehst und es wäre tatsächlich jetzt etwas gefunden worden , dann doch in einem frühen Stadium.
Versuche dich nicht verrückt zu machen , ich weiß , das ist nicht leicht und die Zeit bis zur Auswertung deines Befundes ist schwer zu überstehen.
Du kannst hier jederzeit schreiben , mir auch per PN , wir sind für dich da

07.04.2017 19:37 • x 1 #5


R
Die biopsierte Stelle ist schon älter als 6 Monate und verändert sich ständig, bisher wollten die Ärzte jedoch immer abwarten. Das Problem ist, dass sowohl meine Autoimmunerkrankung als auch Vulva-Krebs extrem selten sind und die Ärztin gestern meinte, dass daher eine routinierte Blickdiagnose fast unmöglich ist.

Deshalb beruhigt mich die Vorstellung nicht leider, dass ich regelmäßig zur Kontrolle war..

Man, ich dachte irgendwie immer, ich bleibe bestimmt verschont von irgendwelchen seltenen schlimmen Krankheiten, weil ja meine Ängst imaginiert sind....ich weiß, dumme Logik: Hypochonder haben nur Angst, sie werden nicht krank.....

Ach Mensch..

Danke für die Zusprüche....

07.04.2017 19:45 • #6


rosebud42
Aber vielleicht kann dir ja gedanklich helfen, dass die Ärzte sich ja offenbar strikt an den behandlungsplan deiner Erkrankung halten und offenbar sehr gewissenhaft sind. Und es wird alles getan was möglich ist um schlimmeres zu verhindern.
Ich selbst hatte schon so viele Untersuchungen bei denen ich 1-2 Wochen auf Ergebnisse warten musste und ich war mir fast immer sicher, dass jetzt das todesurteil kommt, es war aber immer ganz anders am Ende. Nicht immer komplett harmlos, aber doch eben ganz anders als vermutet.
Damit will ich nur sagen, alles was du dir jetzt ausmalst, auch deine Zukunft mit deinem Kind als krebspatientin ist ja noch überhaupt nicht spruchreif.
Versuche wirklich dich abzulenken und die Ergebnisse auf dich zukommen zu lassen.
Und wenn das Ergebnis dann doch nicht so gut ist, wirst du auch das bewältigen. Man hat unglaubliche Kräfte Dinge durchzustehen wenn es ernst wird.
Ach so, und noch ein Gedanke: normalerweise wird bei stärkerem Verdacht auf Krebs nicht erst biopsiert sondern gleich komplett rausgeschnitten. Würde mich also sehr wundern wenn das bei dir nicht nur eine vorbeugende Sicherheitsmaßnahmen war...

07.04.2017 23:01 • x 1 #7


FrozenSun
Hallo, auch wenn das Ganze schon etwas her ist , hoffe ich sehr die TE liest es! Ich habe die gleichen Ängste und bekam jüngst auch die Diagnose Ls. Ich würde mich sehr freuen, mit dir in den Austausch zu kommen!
Ganz liebe Grüße
Frozensun
Zitat von Anonymous:
Die biopsierte Stelle ist schon älter als 6 Monate und verändert sich ständig, bisher wollten die Ärzte jedoch immer Das Problem ist, dass sowohl mei...

23.11.2023 19:16 • #8





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