Pfeil rechts
1

dave90
Hallo allerseits,

ich habe mich nach langer Überlegung doch entschlossen hier meine Probleme zu schildern und ich hoffe ihr könnt mir weiterhelfen. Zuerst will ich euch ein bisschen was über mich und meine Vorgeschichte erzählen :
Ich bin 25 Jahre alt und männlich. Bis ich 20 war kannte ich keine körperlichen und psychischen Probleme und Sorgen.

Die ganze Geschichte fing eigentlich damit an, dass mein Vater plötzlich verstorben war und ich mir meiner Sterblichkeit bewusst wurde. Immer häufiger hatte ich damit zu kämpfen, dass mir in stressigen Situationen schlecht wurde und ich mich unwohl fühlte, vor allem in der nähe von vielen Leuten. Ich habe es mir so gut es ging nie anmerken lassen und es überspielt. Mit den Jahren wurde dies besser und ich komme damit ganz gut klar. Ich bemerkte da zum ersten Mal wie sehr uns unsere Psyche im Griff hat. Ich bin ein Mensch geworden, der sich viele viele Gedanken um alles macht, also um Gott und die Welt. Ich hatte zwar meine Angst vor der Übelkeit unter Leuten weitestgehend unter Kontrolle, jedoch verlor ich nach und nach mein Vertrauen in meinen eigenen Körper. Mein Motto lautete von nun an, lieber einmal zu viel beim Onkel Doktor, als einmal zu wenig.

Nun zu meinem eigentlichen Problem:
Vor gut einem Jahr bemerkte ich Mittags, dass ich das Gefühl hatte schwer Luft zu bekommen. Ich dachte mir zuerst nicht viel dabei und habe mir Nasenspray gekauft, da ich der Meinung war die Nase könnte verstopft sein. Als das nicht geholfen hatte, bin ich zu dem Entschluss gekommen, es stimme etwas mit meinem Herz nicht. Ich habe darauf sofort einen Termin beim Kardiologen gemacht und dieser hatte (glücklicherweise) nichts finden können. Danach war es eine Weile ruhig um diese Angst, jedoch halte ich es für möglich, dass sich mein Unterbewustsein weiter mit dem Thema beschäftigt hat. Diesen Sommer ging es eines Abends los als ich in der Badewanne lag. Ich bemerkte einen Druck/Schmerz in der Brust und legte mich auf die Couch, dort kam das Gefühl schlecht Luft zu bekommen und ich hatte auch ein Stechen in der Bauchgegend. Natürlich habe ich sofort alles gegoogelt und bin leicht hektisch geworden und ins Krankenhaus gefahren. Dort konnten sie letztendlich nichts feststellen. Dieses Stechen im Bauch habe ich bestimmt schon seit 2-3 Jahren, mal täglich, mal nur alle Tage. Es kommt hinzu, dass ich in der Achselgegend ein ähnliches Stechen und ziehen habe ( vor allem unter Stress). Es kommt auch vor, dass es im Hals zieht. Ich bin daraufhin nochmal zum Kardiologen, welcher wieder keinen Befund hatte, nachdem er ein Belastungs-EKG und Herzecho gemacht hat. Ich habe seither diesen Druck auf der Brust in Verbindung mit den oben genannten Symptomen, die fast täglich auftreten in unterschiedlicher Konstellation. Ich habe zu keiner Zeit das Gefühl, dass ich eine Panikattacke habe, da ich weder Hyperventiliere, noch Herzrasen habe. Mein Blutdruck und Puls sind im Normbereich zu diesen Zeiten. Ich muss noch erwähnen, dass ich oft geschwollene Lymphknoten habe und die auch oft schmerzen. Aber können diese alles erklären? Bzw Schmerzen in der Brustmitte auslösen, bzw am Rücken zwischen und unter den Schulterblättern?

Ich weiß einfach nicht was ich machen soll. Glaube ich den Ärzten oder meinem Gefühl? Ich habe einfach eine solche Angst, dass ich leider recht behalte und etwas übersehen wurde. Ich muss dazu sagen, dass ich immerschon ein Nervenbündel war und ich oft unter Stress stehe. Habt ihr Ratschläge oder kennt einer von euch ähnliche Situationen?

Danke an all diejenigen, die bis zum Ende gelesen haben und mir helfen können/wollen

Grüße Dave

10.12.2015 22:13 • 12.12.2015 #1


8 Antworten ↓


Vergissmeinicht
Hey Dave,

begrüße Dich sehr herzlich hier bei uns.

Nun, es liest sich wie eine Herzphobie, die ich im übrigen auch mal hatte. Dabei muss nicht immer der Puls oder Blutdruck hoch sein.

Denke, das mit dem Todesfall hast Du nicht einfach so weggesteckt und da liegt Dir noch was auf dem Herzen, was auch den Druck erklärt.

Du ibst ein junger Mensch und nach allen Untersuchungen solltest Du einfach den Ärzten vertrauen, auch wenn es sehr, sehr schwerfällt.

Gestehe Dir ein, das Du seelisch aus der Bahn geworfen wurdest und dageben gibt es Therapeuten die das Erlebte mit Dir aufarbeiten.

10.12.2015 22:26 • x 1 #2



Berechtigte Angst vor Herzinfarkt oder Herzneurose ?!

x 3


hey, ich bin auch 25 und habe das ganze auch seit ungefähr der gleichen Zeit wie du.

dieser Druck und das nicht durchatmen können begleiten mich täglich mein puls und Blutdruck sind allerdings auch viel zu hoch.

ich hatte es eine ganze zeit lang super in griff...konnte in den Urlaub fahren und andere tolle dinge machen aber leider habe ich seit samstag einen schlimmen Rückfall und sie symptome sind wieder täglich und durchgängig da.

gehst du denn arbeiten?

lg

10.12.2015 22:40 • #3


dave90
ich weiß genau was du meinst. Also ich mache gerade ein duales Studium und habe noch einen Nebenjob, das schlaucht dann zusätzlich. Bisher habe ich mich durchkämpfen können, alles weiterhin auszuüben, aber es fällt mir nicht immer leicht. Nur beim Sport habe ich zurzeit meine Bedenken und drücke mich davor, obwohl ich den sonst immer 1-2 die Woche gemacht habe.

Hast du dich deswegen behandeln lassen oder hast du es versucht selber in den Griff zu bekommen?

Finde es schon mal beruhigend zu wissen, dass man nicht der Einzige ist und hier viele hilfsbereite Leute sind

10.12.2015 23:01 • #4


huhu,

ja das ist glaube ich eindeutig zu viel

seit ich seit einem halben jahr einen neuen Job habe geht es mir auch von tag zu tag schlechter. ich bin nur noch müde und schlafe sofort sobald ich daheim bin.

ich hatte ein paar Therapien angefangen aber immer abgebrochen da jede Therapeutin was anderes als ursache nannte und jede an anderen Geschichten rumbohrte. eine einzige hat mich dann auf den richtigen weg gebracht. ich musste sie privat bezahlen. ...und sie sagte ich kann gern weiter kommen und ihr mein Geld geben, aber im Grunde bin ich der einzige Mensch der mir helfen kann. recht hat sie.leider.

da ich die Symptome schon öfter für längere Zeit los war, weiß ich, dass es wieder "normal" wird. nur dauert es mir schon wieder zu lange und ich zweifel etwas daran dass ich wieder normal leben kann


hoffe dir geht's bald besser!


lg

11.12.2015 00:09 • #5


Hi Dave, bei mir ist es ähnlich, bin auch 25, bei mir hats auch ca mit 20 angefangen. Hatte bei der Arbeit das erste mal Herzstolperer. Dann natürlich Herzneurose ohne es zu wissen. Hatte ne schwere Zeit. Als ich mich mit den hrs abgefunden habe, was lange dauerte, wurde es auch besser. Bis heuer meine Tante einen Infarkt hatte, sie erklärte ihre Symptome und was war. Hatte dann auch solche Symptome, Panikattaken und ein paar mal in der Notaufnahme. Nichts rausgekommen, danach Phasen mit Schwindel, und anderen problemen, wieder starke Hrs. Nun habe ich angst vor mehreren Krankheiten. Zurzeit habe ich auch das problem mit dem Druck auf der Brust, schmerzen, teilweise auch bei Belastung, und seit 2 Tagen wieder diese grauenhafte übelkeit die kaum auszuhalten ist. Mache Therapie, mir gehts aber zurzeit sehr schlecht.

11.12.2015 12:11 • #6


dave90
@Mimi90

Dadurch dass du es einmal geschafft hast, die Symptome weg zu bekommen, habe ich da einen kleinen Hoffnungsschimmer, dass es wieder normal wird Mir ist leider aufgefallen, dass man in seinem Bekanntenkreis nicht zu viel über das Thema reden kann, weil einen alle mit der Zeit für beknackt halten -.-

kann ich nur zurückgeben mit den aufbauenden Worten

@Manius

Das mit deiner Tante kommt mir bekannt vor, als ein Kollege aus dem Verein einen Herzinfrakt hatte, wollte ich auch bescheid wissen über seine Symptome. Leider war es dann ähnlich und ich habe mir noch mehr einen Kopf darum gemacht. Das mit der Angst vor mehreren Krankheiten kenn ich leider auch zu gut. Habe erst vor 8 Wochen ein großes Blutbild machen lassen und mich auf zig Viren und Bakterien testen lassen. Ich finde es schlimm, dass man immer auf der Suche nach etwas ist, was man ja eigentlich nicht haben will. Ich muss mich als oft schwer zurückhalten nicht schon wieder zum Hausarzt zu rennen und ihm neue Details zu nennen, die mir aufgefallen sind. Hast du schon mal drüber nachgedacht, dass der Druck durch Verspannung/ Verkrampfung und/oder Fehlatmung kommt ? Das ist so mein Strohhalm in vielen Momenten in denen es schlimmer wird.

11.12.2015 17:11 • #7


Meine Therapeutin meint dass es vom falschen atmen kommt. Ich glaube eher könnte auch fehlhaltung sein oder auch vom Magen. Der kann sich aufblähen und dann druck machen. Von der Angst können sich auch die Muskeln anspannen und dann auch so drücken.

Das problem ist halt sobald ein Symptom vorbei geht kommt das nächste. Manchmal ist es so dass eine Beschwerde die andere ablöst. Und immer so im Kreis. Will auch immer zur Hausärztin aber irgendwie denk ich wenn ich wieder mit nem neuen Symptom komme dass die mich für verrückt hält.

11.12.2015 17:28 • #8


huhu,

war bis eben mit meiner Freundin shoppen und hatte keine Symptome derweil. jetzt liege ich zwar mit herzstolpern auf der Couch, aber dafür War der tag bisher gut; )

wie sind deine Symptome wenn du abgelenkt bist?

12.12.2015 16:35 • #9




Auch interessant

Hits

Antworten

Letzter Beitrag


Dr. Matthias Nagel