@Hotin
Lieber Hotin,
auch wenn wir nicht in allen Punkten einer Meinung sind, bedanke ich mich für deine ausführliche Antwort.
Eigentlich wollte ich deine Ausführungen unkommentiert lassen, aber nun möchte ich doch noch etwas dazu schreiben.
Zitat von Hotin:Ich glaube, es gibt auf solche Nachrichten keine perfekte Reaktion!
Wichtig ist, wenn ein Mensch in einer psychischen Ausnahmesituation ist, dann braucht er Ruhe, ruhige Antworten,
Antworten mit möglichst wenig Text und Antworten, die möglichst keine Forderungen enthalten.
Dies alles wurde nicht beachtet. Deshalb sprach ich von Treibjagd also alle auf eine Person und das alles unter der
angeblichen guten Sache. Ich will Dir doch nur helfen.
Dieses Verhalten kann man hier im Forum und auch im alltäglichen Leben überall beobachten.
Menschen, die etwas sagen oder schreiben verpacken sehr oft darin auch gleich eine Forderung.
Und das kann keiner gebrauchen, der gerade Hilfe sucht.
Ich selber leide ebenfalls unter Krankheitsängsten und kenne mich deshalb bestens damit aus.
Mit Ruhe, ruhigen Antworten mit möglichst wenig Text wäre mir persönlich nicht geholfen.
Ich brauche in solchen Momenten keine beruhigenden, nichtssagenden Phrasen.
Was ich brauche, sind Fakten, die mich überzeugen und die mir aufzeigen, wie irrational meine Ängste sind.
Ruhe, ruhige Antworten mit möglichst wenig Text - das scheint demnach keine Universallösung für solch ein Problem zu sein.
Über dein Dies wurde nicht beachtet. bin ich in diesem Zusammenhang deshalb besonders gestolpert.
Woher sollen wir als Laien wissen, was zu beachten ist?
Woher willst du selbst es so genau wissen?
Es hat sich zwar bestätigt, dass Ansche durch zu viel Text sehr leicht überfordert ist, aber sie hat eindeutig um beruhigende Worte und Aufmerksamkeit gebeten.
Ansche ist ein sehr spezieller Fall und es ist uns allen (einschließlich dir) ein Rätsel, was sie gebrauchen kann, damit es ihr besser geht.
Ich finde außerdem, dass der Begriff Forderung nicht angebracht ist, denn unsere sogenannte Forderung bestand lediglich darin, dass wir Ansche gefragt haben, was genau passiert ist.
Wer so penetrant um Hilfe bittet wie Ansche und gleichzeitig nur Andeutungen über das Vorgefallene macht, muss mit Fragen rechnen.
Wenn du den Verlauf dieses Themas aufmerksam durchliest, wirst du feststellen, dass Ansche eine ganz bestimmte Vorgehensweise hatte, um unsere Aufmerksamkeit immer wieder neu zu entfachen:
Sobald sich kein Forenmitglied mehr zu Wort meldete, goß sie weiteres Öl ins Feuer und gab ihrem Thema eine neue, noch dramatischere Dimension.
Streckenweise vermittelte sie den Glauben, ihr sei bereits eine tödliche Krebsdiagnose gestellt worden.
Liegt es da nicht auf der Hand, dass der ein oder andere User nachfragt: Was für ein Krebs wurde denn diagnostiziert? ?
Da sie solch eine Frage immer ignorierte, gehe ich stark davon aus, dass es nicht in ihrem Interesse war, das Thema durch eine ehrliche Antwort zu entschleunigen.
Auf meine Frage, ob du die Mails gelesen hast, die Ansche angeblich von ihrer HNO-Ärztin und ihrem Psychiater erhalten hast, antwortetest du so:
Zitat von Hotin:Ich fand es nicht gut, Ansche so lange zu ärgern, bis sie versucht hat, sich mit den Mails hier zu verteidigen.
Dieser Druck auf Ansche war nicht erforderlich! Das gehört für mich zum schlachten. Ansche so lange unterstellen,
sie sage die Unwahrheit, bis sie interne Dinge hier veröffentlicht, die nichts hier zu suchen haben. Das ist eine private Sache.
Ich glaube, da hast du etwas falsch verstanden.
Ansche wurde keineswegs solange geschlachtet, bis sie sich gezwungen fühlte, interne, persönliche Dinge zu veröffentlichen.
Es verhielt sich genau umgekehrt:
Ansches veröffentlichte völlig unaufgefordert die Mails, die sie angeblich von ihren Ärzten erhalten hatte.
Unser Vergehen lag darin, dass wir die Echtheit dieser im Ansche-Stil verfassten Mails angezweifelt haben.