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Mitgefühl
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Hallo zusammen,

Ich habe bisher nur so einzelne Threads zu individuellen Fällen hier gesehen. Meistens sind solche einzelnen Themen eher so, dass bei einem Verdacht auf Fibroadenom eine Biopsie gemacht wird - mehr oder weniger auf Wunsch der Patientin. Ich dachte ich mache hier mal eine Austauschgruppe auf, in der wir uns austauschen können, was wann gemacht wurde, wie lange es schon besteht, entwickelt und vor allem wie es mit den Ängste läuft.

Ich habe heute bei einem Ultraschall bei meinem Gynäkologen, ein Fibroadenom mit 7mm diagnostiziert bekommen. Er hat das Recht beiläufig gesagt und den Befund gar nicht in Frage gestellt. Vor einem halben Jahr hatte ich beim gleichen Arzt ein Ultraschall und da war davon nichts zu sehen. Ich fragte ihn was das sei und er sagte sowas wie ein gutartiger Tumor (ich meine aus Bindegewebe), den viele Frauen haben und der nicht bösartig wird. Er kann wachsen, irgendwann tastbar sein und stören und dann müsste er raus. Nachdem der Ultraschall fertig war, und er in der anderen Brust, die mir zyklusbedingt mehr Probleme gemacht hat, wie immer viele Zysten gefunden hat, meinte er, dass es sinnvoll ist, jedes Jahr bei mir einen Ultraschall zu machen. Er ist zwar ein normaler Gyn, aber mit Fokus auf Onkologie spezialisiert.

Ich bin von mit meiner Angststörung schon ziemlich weit weg, dennoch wummert in mir jetzt ein Unwohlsein, dass ich auf eine Biopsie hätte bestehen müssen, wegen der ganzen Horrorgeschichten, dass es am Ende doch Krebs war und man das nicht sicher sagen kann. Und er fragte mich auch ob es in meiner Familie Brustkrebs gibt und ich sagte nein, obwohl ich die Familie meines Vaters nicht wirklich kenne und das nicht mitbekommen würde. Ich habe ihn gefragt, ob ich, wenn ich unsicher bin in einem halben Jahr wieder kommen dürfte (als Selbstzahlerin natürlich) und er „na klar“ gesagt.

Langer Rede kurzer Sinn: ich merke noch die darin steckende Angststörung und dass es mich aufwühlt, obwohl mein Arzt sehr kompetent ist und ich ihm schon vertraue.
Deswegen möchte ich mich gerne mit Gleichgesinnten austauschen.
Was denkt ihr zu meiner Situation? Und wie ist es bei euch?

02.09.2026 #1


16 Antworten ↓

Kruemel_68
Ein Fibromadenom ist harmlos. Es ist gut im Ultraschall zu erkennen und zu diagnostizieren. Es braucht keine Biopsie dafür. Ich hatte jahrelang eines. Es war halt da und fertig. Die Gynäkologen sehen das täglich und können das gut einschätzen. Meines dürfte bei meiner Brustverkleinerung um März rausgekommen sein. Genau werde ich das nach dem nächsten Checkup bei der Gyn wissen.

x 1 #2


A


Austausch Fibroadenom

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Violetta
Zitat von Kruemel_68:
Ein Fibromadenom ist harmlos. Es ist gut im Ultraschall zu erkennen und zu diagnostizieren. Es braucht keine Biopsie dafür.

Das sehe ich genauso. Ich habe 3 Fibroadenome, schon seit vielen Jahren.
Da ich eine massive Angststörung habe, wurden die Fibroadenome biopsiert. Aber der Arzt sagte schon vorher, dass es Fibroadenome sind.
Schlussendlich hat sich das auch bestätigt.
Wenn du so große Angst hast, sag deiner Gyn, dass du eine Biopsie haben möchtest. Vielleicht geht sie ja darauf ein.

x 1 #3


M
@Kruemel_68 @Violetta danke ihr beiden, eure Antworten haben mir schonmal geholfen. 🥰 Wie alt wart ihr als sie diagnostiziert wurden?

Zitat von Kruemel_68:
Meines dürfte bei meiner Brustverkleinerung um März rausgekommen sein. Genau werde ich das nach dem nächsten Checkup bei der Gyn wissen.

Aber Probleme im Sinne von Beschwerden hat die das Fibroadenom nicht gemacht, oder?

Zitat von Violetta:
Wenn du so große Angst hast, sag deiner Gyn, dass du eine Biopsie haben möchtest. Vielleicht geht sie ja darauf ein.

Das war mein erster Impuls aus meinen Ängsten heraus: Absicherung. Ich weiß es ja erst seit heute und mein Gyn, der ja einen Onkologiefokus hat, war so selbstsicher bei der Diagnose Fibroadenom. Wenn ich keine Angststörung hätte und nicht von früheren Googleaktionen gewusst hätte, dass da Fehleinschätzung getroffen werden (=Horrorgeschichten), dann wäre ich mit einem „Alles-bestens-Gefühl“ da rausgegangen. Ich will erstmal versuchen, ob ich damit auf dem „normalen“ Weg klarkomme. Ihr kennt bestimmt die Angststörung, die sagt: „was wäre wenn?! Du kannst doch da kein Risiko eingehen.“

#4


Kruemel_68
Zitat von Mitgefühl:
Wie alt wart ihr als sie diagnostiziert wurden?

Keine Ahnung. Ich bin jetzt 58 und habe es schon etliche Jahre.

x 2 #5


Kruemel_68
Zitat von Mitgefühl:
Aber Probleme im Sinne von Beschwerden hat die das Fibroadenom nicht gemacht, oder?

Nö.

x 1 #6


Kruemel_68
Zitat von Mitgefühl:
Ihr kennt bestimmt die Angststörung, die sagt: „was wäre wenn?! Du kannst doch da kein Risiko eingehen.

Ich lasse so einen Gedanken einfach nicht zu. Es ist halt extrem unwahrscheinlich und das mache ich mir immer und immer wieder klar.

x 2 #7


Violetta
Zitat von Mitgefühl:
Wie alt wart ihr als sie diagnostiziert wurden?

Ich war Anfang 50. Als ich schlussendlich die Biopsie habe machen lassen, war ich beruhigt, und auch nicht weiter darüber nachgedacht.
Das heißt aber nicht, dass ich keine Angststörung mehr habe. Ich lebe und leider tagtäglich damit. Meine Lebensqualität ist auf dem Nullpunkt angengt.
Ich nehme jetzt seit einiger Zeit Pregabalin ein. Die hat mir der Hausarzt verschrieben, aber gleichzeitig habe ich eine Überweisung mit einem Dringlichkeitsvermerk bekommen. Vielleicht hat er eine andere Idee, was ich einnehmen kann, damit es hilft

#8


M
@Violetta das kenne ich leider, ist eins abgeklärt, geht die Angst auf ein anderes Thema.

Wie groß waren deine als du sie biopsieren gelassen hast?
Bei 7mm stell ich mir das schwer vor. 🧐 wurde das im Ultraschall oder Mammografie gemacht?

#9


M
@Vadela @Franse @Naddel93 @AufAngst @Krylla

Wie geht’s euch mittlerweile?

#10


Violetta
Zitat von Mitgefühl:
Wie groß waren deine als du sie biopsieren gelassen hast?
Bei 7mm stell ich mir das schwer vor. wurde das im Ultraschall oder Mammografie gemacht?

Da hatte ich eine Odysee. Ich habe sie entdeckt, als ich ein Fibroadenom unter der Dusche entdeckt habe. Alles natürlich zwischen den Weihnachtsfeiertagen. Ich bin total ausgeflippt. Mein man ist mit mir ins Brustzentrum gefahren. Dann zur Mammographie. Da hatte man mir gesagt, es wären Zysten, was nicht stimmte. Erst im Ultraschall und nach der Biopsie sagte man mir, es sind Fibroadenome. Ich muss mir keine Sorgen machen. Man sieht, die Mammografie ist nicht sehr aussagekräftig

x 1 #11


A
@Mitgefühl
Mir geht es gut. Die Biopsie ergab damals gutartig. Es ist immer noch da, aber verändert sich nicht, nach wie vor lasse ich es alle 6 Monate kontrollieren.
Aber das wichtigste: Meine Ängste sind weniger geworden. Nicht durch Therapie oder Ähnliches, sondern weil ich jemanden kennengelernt habe, der mir zeige, dass mein Selbstwertgefühl nicht mehr wirklich existent war. Nach und nach wurde es besser und ich habe mich trotz Kindern aus einer langjährigen Beziehung/Ehe getrennt. Seitdem und mit neuem Partner geht es mir so viel besser und die Angsterkrankung ist nur noch ganz selten präsent. Deshalb mein Appell an alle hier: Schaut mal, ob euer Leben so wie es ist glücklich ist, oder die Wurzel der Hypochondrie dort sitzen könnte

x 1 #12


Krylla
@Mitgefühl
Danke für die Nachfrage.

Ich sammel sie weiter wie Pokémon-Karten.
Ein Neuer sieht nun anders aus als die anderen, wenn auch, nach meinem Arzt, nicht beunruhigend.
Da es aber, nach sehr langer Zeit mit dem Problem, etwas Neues ist, bekomme ich nun eine Mammographie und eine Zweitmeinung.
Dann Mal sehen was wird.

Ehrlich gesagt bin ich aber am meisten wegen der Mammographie nervös.
Der Rest ist ja, leider, für mich nichts neues und quasi Alltag. 😅

Im schlimmsten Fall wird es wieder eine OP.
Ich vertraue meinem Arzt und habe deswegen keine großen Sorgen. Die kann ich noch haben, wenn man was merkwürdiges in der Mammographie sieht. 🙂

#13


Krylla
@Mitgefühl
Und zu deinen Ängsten:

Gerne würde ich dir einen Tipp geben.
Ich habe mich ehrlich gesagt aber einfach dran gewöhnt.

Aber der erste Fund war der gruseligste. Man erwartet es eben nicht. Wieso sollte man auch?
Obwohl es ja gar nicht so selten ist. Aber dennoch ... es ist dann eine große Überraschung.

Rede mit deinem Arzt über deine Sorgen.
Er kann dir ja auch nur helfen, wenn du ihm sagst, was dich belastet.
Ich denke auch nicht, dass solche Sorgen bei einem ersten Fund selten sind. Wenn auch vielleicht bei dir im Verhältnis zum Durchschnitt größer.
Aber er wird dir am besten helfen können. Er will sicherlich auch nicht, dass du in Angst lebst. 🙂

#14


M
@Krylla über den Satz mit den Pokémon-Karten musste ich lachen 😅 auch wenn ich mir vorstellen kann, dass das echt an einem nagen kann.
Wie war das bei dir nochmal? Du hattest eins biopsieren lassen, aber nicht dein erstes direkt nach der Diagnose sondern später eins das groß geworden ist? Wann hattest du dein erstes?

#15


M
@Krylla du triffst genau ins Schwarze.
Mich hat die Situation einfach überrumpelt und dann überfordert. er war so „hier ne kleine Zyste X Millimeter, hier Muskel, hier Drüsengewebe, da ein Fibroadenom 7mm, hier Achsel sieht gut aus, bitte Arm runter und andere Seite…“ ich habe gedacht das ist, wenn sowas ist, mehr so eine „wir haben hier was gefunden, aber es sieht gutartig aus“-Gespräch. Und dann ging wieder mein blöder Mechanismus an, dass ich nicht zu viel und zu kompliziert sein will. Er war so entspannt und da habe ich mir mal wieder nicht erlaubt ihm mit meinem Gefühl zur Last zu fallen. Er meinte dann wegen meinem sehr unruhigen Drüsengewebe, den Zysten und Co., dass bei mir einmal im Jahr Ultraschall sinnvoll ist und dann habe ich nachdem ich mich all meinen Mut zusammengenommen habe, gefragt, ob ich auch, wenn ich mir Sorgen mache in einem halben Jahr wiederkommen darf. Er nur so „na klar“.
Kern meiner Angststörung ist eben, dass ich Angst vor Konflikten habe und dabei ist es unerheblich, dass dieser Arzt noch nie bei keiner Rückfrage oder so jemals negativ reagiert hatte.
Da jetzt wieder einen Termin zu machen, und „seine Diagnose anzuzweifeln“ ist für mich auch ein Horror. Ich will ja aber auch lernen mit sowas umzugehen.

Ich weiß schon, dass ich einen Tod sterben muss (unpassendes Stichwort eigentlich) und entweder mit der Situation ein halbes Jahr abwarten muss oder eben nochmal einen Termin bei ihm machen muss.

Es tut aber einfach gut hier mal zu schreiben, was mich umtreibt, und mit anderen Betroffenen mal auszutauschen.

Ich werde auch nächste Woche mal mit meiner Therapeutin reden, wenn sie wieder da ist.

#16


Krylla
@Mitgefühl
Schön, dass ich dich zum Lachen bringen konnte. 😄

Ich habe einen, der von der Größe her entfernt werden könnte. Da Narben aber allgemein auch bei Kontrolle stören können, habe ich mich stattdessen für die Biopsie entschieden. Dabei kam halt das raus, was wir schon wussten.

Meine Ersten habe ich mit 14 Jahren bekommen.
Die zwei Ersten habe ich entfernen lassen, da sie auf Nerven gedrückt haben. 🙂


Und wenn du erneut deswegen einen Termin machst, würde ich es gar nicht als anzweifeln der Diagnose sehen.
Du glaubst ihm ja, sonst hättest du die Sorgen nicht.
Und ich kenne es auch, dass man Dinge nicht anspricht, obwohl man wollte oder sie einem erst später einfallen und sorgen.
Außer du hast einen fürchterlich Arzt, sollte es ihn gar nicht stören mit dir nochmal genauer darüber zu reden.
Mir wird selbst heute noch genau beim Ultraschall erklärt, wieso etwas nun so beurteilt wurde, auch wenn ich inzwischen es selbst sehr gut erkennen kann.
Aber es ist nett zu hören, dass das das ist und das man das weiß, weil es so und so aussieht.
Ein Arzt sollte dazu in der Lage sein das zu erklären, wenn man es sich wünscht. Nur fragen viele eben nicht danach, wie ich mal gehört habe. Die akzeptieren das einfach. Das ist auch ok. Aber passt eben nicht für jeden.

#17


A


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