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K
Ja das klingt ja alles sehr logisch und nun ist es auch wieder weg und mein Mann hatte wieder recht(Gott sei Dank) Ich weis echt bald nimmer was ich tun soll..
Es wird echt immer schlimmer diese verdammte Angst und dann noch das Wetter bei uns regnet es nur und man sitz hier und schaut doof.Zwar gehn wir heute mit Bekannten in so einen Indoorspielplatz hoffe nur das es mir nicht wieder schei. geht und alles verderbe wobei ich mich schon immer wieder bemühe mich zusammen zu reissen aber manchmal klappt das nicht.
Bekommen wir eigentlich jemals wieder unser Leben zurück??

Lg Kerstin

#101


callisto
Solange Du die Schmerzen auf der rechten Seite, kann es garkein Infarkt sein. Da hat man nämlich die Schmerzen auf der linken Seite.

#102


A


Angst vor Herzinfarkt - Erfahrungsberichte

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K
Hey Kerstin,wir haben ja letztes Jahr schon viel darüber geschrieben,mir gehts in dieser Hinsicht auch noch nicht besser....
Wie wars im Indoorspielplatz?

#103


K
HAllo,

in dem Indoorspielplatz ist es soweit ganz gut verlaufen es waren Bekannte mit dabei und die sind recht lustig und ich war gut abgelenkt.

Heute bin ich entsetzlich müde weil ich keine Nacht mehr gut schlafen kann und nur schlimme Träume habe

Lg Kerstin

#104


X
*drück dich mal*
mir gehts genauso...
abends wälze ich mich stundenlang umher und nachts werde ich laufend wach und wenn ich mal schlafe habe ich alpträume
ich bin tagsüber total gerädert und komme dann auch nicht dazu mich mal hinzulegen, wegen der kids

#105


K
Ja gestern Abends habe ich sogar beim Lesen fast eine Attacke bekommen
In der Nacht wurde ich wach und mir war schwindelig als hätte ich gesoffen...
Ja und nun sitz ich hier und bin hundemüde wie du schon sagst Sissi und bin auch wie gerädert aber wenn ich mich hinlege braucht alle 5Minuten jemand anderes was von mir

Ich hasse diese verdammte Angst ich haaaaaaaaaaaaaaaaaasssssseeeee sie damit sie es weis(interessiert aber leider die Angst nicht

lg Kerstin

#106


X
mir gehts heute auch so beschissen...
gegen mittag habe ich auf einmal augenflimmern bekommen, konnte nicht mehr richtig kucken, kurze zeit später migräne mit schwindel und übelkeit ..
die migräne habe ich mit tabl. weg bekommen, der schwindel ist geblieben...
das macht mir alles schon wieder angst ...

ich werde gleich ins bett gehen und mich versuchen mit lesen abzulenken und dann halt solange bis ich beim lesen einschlafe.

#107


E

Angst vor Herzinfarkt

Ein Mann mit Angst?Das ist ja was ganz neues,werdet ihr euch fragen,aber ich habe Angst sogar Tierische Angst.
Es gibt keinen Tag,wo ich nicht daran denke einen Infarkt zu bekommen und mit keinem kann ich darüber reden,ich muss nur Stärke zeigen.
Wenn ich mich einmal äussere heißt es nur "stell dich nicht so an"aber was in mir vorgeht das weis keiner.
Ich gehe regelmässig zum Kardiologen,lass EKG machen und alles was dazu gehört,er hat bis jetzt noch nichts Gravierendes festgestellt,ich kann trotzdem nicht anders denken.Jedes ziehen im Rücken oder Brust macht mir Angst,meine Gedanken kreisen nur darum,kommt der Herzinfarkt jetzt oder beim nächsten mal.
Wenn ich im Supermarkt einkaufe kann es sein das es mir plötzlich schlecht wird und meine Gedanken dahin gehen das ich denke"nur nicht umfallen was mach ich dann, hoffentlich blamiere ich mich nicht wenn ich nichts habe".
Ich bin jetzt 59 da hat man seine wehwehchen,aber jedes ziehen im Körper verbinde ich mit dem Herzen und ich kann nichts dagegen tun.
Ich war schon immer ein Ängstlicher Typ,aber es kann sich kaum einer vorstellen wie es mir jetzt geht.
Ich hoffe das ich hir im Forum ein wenig Hilfe finde und nicht so alleine bin mit mein Problem.
Im vorraus vielen Dank an euch und Entschuldigt meine Rechtschreibfehler.

#108


S
Hallo Eddy,
Habe seit ein Paar Jahren Extrasystolen die laut Arzt,nicht behandlungsbedürftig sind.Problem ist es halt nur,wie bringe ich es meinem Kopf bei,das es nicht gefährlich ist.Außerdem hab ich seit ca.12 Jahren eine Generalisierte Angststörung.Ich bekomme auch jedes Mal Panik wenn mein Herz sich meldet,vor allem wen ich auch noch irgendwo unterwegs bin wo es keine Menschen gibt(zB.im Wald).Ich versuche aber gelassen drauf zu reagieren,was mir leider nicht immer gelingt.Klingt vielleicht seltsam,aber wenn ich wegen mein Herz, Angst bekomme,versuch ich mir zu sagen,OK,das Herz sticht oder ist aus dem Takt,aber wenn es mich umhaut,ist es ja nicht mehr mein Problem.Wie gesagt,klingt seltsam, funktioniert aber meistens ganz,gut.Vertraue deinem Herz,so schnell lässt es dich nicht im Stich.....

#109


U
Hallo Eddy!

Du wirst hier im Forum auf viele Leute treffen, die auch diese Angst vor einem Herzinfarkt haben.
Das Du Dich immer von einem Kardiologen untersuchen lässt, ist doch sehr positiv. Das müsste Dir doch auch ein wenig die Angst nehmen.
Ich selber leide auch unter dieser Angst. Bei mir ist es auch so, dass ich jedes kleine Symptom zum Anlass nehme, einen Herzinfarkt zu bekommen.

Angefangen hat alles vor ein paar Jahren, als mein Vater einen Herzinfarkt hatte. Er hat es Gott sei Dank überlebt, da er sehr schnell einen Herzkatheder bekam und einen Stent gelegt bekommen hat.

Seitdem ist mein Leben nicht mehr, wie es einmal war.

Hattest Du auch ein Erlebnis, wo Du meinst, dass könnte der Grund Deiner Angst sein?

Liebe Grüße,
Sylvia

#110


S

Angst vor Herzinfarkt

Hallo Ihr!

Ich laufe nun schon seit Tagen mit Angst vor einem Herzinfarkt rum...

Letzten Dienstag war ich bei meinem Hausarzt, der hat meinen Blutdruck gemessen und der war im grünen Bereich. Also sind meine Betablocker gut eingestellt, seitdem habe ich auch nicht mehr so oft Herzrasen.

Am Mittwoch war viel Stress auf der Arbeit und ich war von 09-19.30Uhr da, auf dem Rückweg bekam ich dann in der Bahn so ein komisches Gefühl in der Mitte der Brust. So, als ob da zu viel Adrenalin explodieren würde oder so, kann es kaum beschreiben. Hatte auch das Gefühl umzukippen, bin dann schnell und leicht hyperventilierend nach Hause gelaufen. Dort ging es mir dann wieder besser und am nächsten Morgen auf dem Weg zur Arbeit hatte ich wieder so ein Gefühl, seitdem beschäftige ich mich sehr stark damit.

Am nächsten Abend hatte ich auch wieder so ein komisches Gefühl, allerdings etwas weiter unten und seitdem bilde ich mir ein, dass etwas mit dem Herzen ist. Ich habe phasenweise das Gefühl von einem kribbeln in der linken Brust und als ob ein Gewicht auch meinem Brustkorb liegt und ich schlechter Luft bekomme. Atme ich aber tief durch merke ich davon nichts, habe auch keine Schmerzen, Stiche o.ä., eben nur diese Gefühle. Ich konzentriere mich eben stark darauf, als ich Samstagnacht z.B. von einer Weihnachtsfeier zurückgefahren bin ging es mir auch wieder schlechter, da hatte ich aber komischerweise das Gefühl es sei wirklich Angst, da sich das Gefühl von der Brust bist zum Magen abspielte und es mir zuhause auch wieder besser ging.

Ich habe schon seit längerer Zeit Extrasystolen, dass wurde schon kardiologisch abgeklärt und es hiess, dass ich damit leben muss. Manchmal merke ich sie gar nicht und bei Stress recht deutlich, ist eben sehr unangenehm. Beim Kardiplogen war ich letztes Jahr zuletzt, aber ich glaube mein Hausarzt hat dieses Jahr schon mindestens ein EKG gemacht. Deshalb will ich nicht schon wieder hinrennen, denn ich habe das Gefühl, dass er wieder nichts finden wird.

Momentan schiebe ich die Symptome auf den Stress, ich weiss vor lauter Arbeit gar nicht wo mir der Kopf steht und hatte quasi das ganze Jahr kaum Ruhe. Ausserdem mache ich mir auch privat viel zu viel Stress und will immer alles sofort machen.

#111


T
Hallo

Genauso gehts mir auch, hab das Gefühl ein Gewicht hängt an meiner linken Brust, in der Mitte immer so ein Stromgefühl, manchmal ein leichtes Stechen, passiert immer wenn ich sehr angespannt bin, was das ist???
Ich hab keine Ahnung auch ich bin Herzmäßig durchgecheckt worden und für gesund befunden, gerade vor knapp 3 Wochen hatte ich ein 24 Std EKG dran und da hatte ich dieses Gefühl schon 2 Wochen und war alles in Ordnung, aber glauben kann ich es auch nicht.
Vielleicht hat jemand eine Erklärung?

LG Tatjana

#112


S
iCH KANN DEINE ANGST SEHR GUT VERSTEHEN.

Vor 3 Jahren hatte mein Vater einen Herzinfarkt.
Und glaube mir wenn du Angina Pactoris oder gar einen Herzinfarkt hättest dann würdest du es GANZ SICHER WISSEN und nicht noch drüber nachdenken!
Die Symptome sind sooooo stark (man spricht auch von Vernichtungsschmerz) die kann man sich nicht einbilden.
Ich war bei dem Herzinfarkt dabei.
Übrigens geht es meinem Vater heute wieder gut!!!

Aber soll ich dir sagen was meine Angst mit mir gemacht hat??
Ich will es dir erzählen.
2 Wochen später hab ich extrasytolen bekommen.
Aus Angst in die Klinik.
Es wurde festgestellt dass ich eine Herzrythmusstörung habe (wie sich rausstellte HARMLOS) bei mir setzt so jeder 6 bis 7te Schlag aus.
Das kann Angeboren sein oder durch Grippe etc. entstanden das weiß keiner so genau.
Ich lag im Krankenhaus und war der festen überzeugung ICH hätte auch einen Herzinfarkt gehabt die Ärzte würden es mir nur nicht sagen um weitere Aufregung zu vermeiden. Ich hab das sogar in meinem Bericht gelesen (dabei stand da nur das mein Vater einen Herzinfarkt hatte d.h. ich psychisch sehr belastet bin zur zeit).

Bis ich in RUHE nochmal gelesen habe
Ich war 3 Tage im Krankenhaus dann bei 3 weiteren Kardiologen ich konnte Wochenlang nicht schlafen aus Angst mein Herz bleibt stehn.

ICH LEBE NOCH
Alle Kardiologen haben mir versichert das es Harmlos ist.
Aber wie man sieht kann Angst einen wirklich die Sicht verschieben mein Blutdruck war teilweise bei 200/90 von meinem Puls will ich gar nicht reden Betablocker darf ich nicht einnehmen.
Als ich aufgehört hab mich verrückt zu machen ging es mir besser!!
Kopf hoch!

#113


jadi

#114


T
Hallo
Danke Jadi das war wirklich klasse was man da lesen konnte, hoffe ich schaffe das auch.

Ich hatte heute einen sehr sehr schweren Tag und zwar wurden ich und meine Chefin am Freitag bei der Arbeit betroht, der wurde gekündigt und ich sagte dann okay dann gehe ich arbeiten.
Ich hatte solches Herzrasen beim hingehen und auch während der Arbeit und musste noch ner neuen die Arbeit von der anderen zeigen. Ich dachte als jetzt ist es gleich zu ende, so sehr hat mein Herz gerast und immer mal wieder einen kleinen Stich, schwummrig geworden, schon das volle Programm.
Jetzt wo ich daheim bin, bin ich zwar einerseits sehr stolz auf mich es durchgezogen zu haben, aber die Gedanken sind schon wieder da, ob das alles dann nicht fürs Herz zu heftig ist, obwohl man überall liest man soll sich richtig verausgaben wenn ne PA kommt.
Im Moment habe ich zwar nen Puls noch von 106 aber spüre ansonsten gar nichts, irgendwie kommt es dann einem vor wie die Ruhe vor dem Sturm, aber ich will den Teufel nicht an die Wand malen, und hoffe daß alles in Ordnung ist.


Lg Tatjana

#115


jadi
das sind nur deine empfindungen die du hast wenn du zu sehr unter stress stehst....ein arzt sagte mal zu mir das herz sticht nicht....wenn dann waren es die nerven.....wie gesagt du standest voll unter stress.....und da machen sich einigen sachen bemerkbar....bei normalos nicht so krass wie bei uns....

#116


T

Angst vor Herzinfarkt

Hallo alle zusammen.
Ich bin neu hier, aber ich habe so langsam einfach das dringende Bedürfnis mich irgendwie zu dem Terror zu äußern, der mich begleitet.

Es ist so, dass ich schon öfter Ängste hatte. Begonnen hat es vor ca. 2 Jahren, als es immer öfter passierte, dass ich nachts wach wurde und ein total banaler Umstand mich in Panik versetzte. Zum Beispiel sehr oft, dass ich wach wurde und es regnete und das Geräusch des Regens, das ich im halbwachen Zustand nicht einordnen konnte versetzte mich in erhöhte Alarmbereitschaft, führte zu Herzrasen und zittern. Das ganze war allerdings nur eine Phase und war schnell wieder passé, nachdem es sich eingebürgert hatte, dass ein Freund mir was vorlies, bis ich einschlief. Irgendwann ging es auch wieder ohne ihn. =)

Vor einigen Monaten begann es allerdings wieder. Dieses Mal allerdings versetzte mich der Gedanke in Panik, dass ich im Schlaf ersticke. Es war so, als würde meine Atmung aussetzen, wenn ich mich nicht darauf konzentriere, was dazu führte, dass ich sehr streng bewusst atmete und so keinen Schlaf fand, weil mir die Angst im Nacken saß ich würde sonst ersticken. Ich empfand das damals alles als sehr unangenehm und belastend - im Nachhinein betrachtet war es allerdings mehr eine "Lappalie".

Vor etwa zwei Wochen wurde bei meinem Vater eine Anämie diagnostiziert und er kam bereits mit akuter Lebensgefahr ins Krankenhaus. Dort fand man heraus, dass er an Darmkrebs erkrankt war, der bereits auf die Lymphdrüsen übergegriffen hatte. An dem Tag - abends - ging das das Chaos los. Urplötzlich hatte ich das Gefühl zu ersticken, mein Kreislauf raste in die Höhe, genau wie mein Puls. Mit dem Blutdruckmessgerät prüfte ich meinen Blutdruck, der bei 170 / 110 lag - normalerweise ist mein Blutdruck immer völlig normal. Ich steigerte mich mehr und mehr rein und machte den Fehler zu googlen. Die Übelkeit, die ich den Tag verspürte und das Stechen in der Brust während der Panik ließen mich also zu dem Schluss: Herzinfarkt kommen. Völlig panisch fuhr ich um 2 Uhr nachts in die Notaufnahme. Es wurde ein EKG gemacht, das - bis auf den schnellen Puls - völlig normal war. Am nächsten Tag Blutzuckertest, Blutwerte, Thorax-Röntgen.. alles in Ordnung. Ich wurde wieder nach Hause geschickt mit der einzigen Diagnose "Palpitationen" - als wäre mir das nicht klar gewesen.

Seit diesem Tag geht es allerdings bergab und bergauf. Manchmal spüre ich stundenlang gar nichts und erst am Abend beginnt dieses ziepen dann wieder und manchmal leide ich den ganzen Tag an dem Gefühl, dass etwas nicht stimmt. Allerdings schaukelt es sich abends immer wieder in die Höhe. Sonntag nach meinem kurzen Abstecher ins Krankenhaus wieder: Ich saß vor dem PC und urplötzlich schnürte sich mir alles zu, ich jappste nach Luft, das Herz raste, der Blutdruck schoss wieder in die Höhe - dieses Mal allerdings nicht so schlimm wie beim ersten Mal. Ich zitterte am ganzen Leib, mir war schlecht, ich hatte Durchfall und lag danach eine halbe Stunde zitternd und frierend im Bett, bis es abflaute.

Der Zustand verschlimmert sich meistens, wenn ich alleine bin, weil ich mir einrede, dass niemand da ist, der mir helfen kann, wenn ich einen Herzinfarkt erleide. Ich versuche mir immer zu sagen, dass das "nur" Panik ist und dass es höchst unwahrscheinlich ist, dass ich plötzlich am selben Tag, an dem mein Vater ins Krankenhaus kommt, einen schweren Herzfehler habe.. Aber es geht nicht so gut. Ich muss immer wieder googlen, messe mindestens einmal in der Stunde meinen Blutdruck (der für gewöhnlich völlig im Normbereich liegt und höchstens der systolische Wert ist ab und an erhöht bei ~140, aber alles nicht WIRKLICH besorgniserregend.) Aber ständig ist da diese Angst, die mich verrückt macht.

Wenn etwas nicht gestimmt hätte mit meinem Herzen, dann hätte man das doch sicher beim EKG gesehen? Ich weiß einfach nicht mehr weiter. ich will nicht ständig mit dem Gedanken spielen nun besser in die Notaufnahme zu müssen etc. pp.

Ich nehme momentan Opipramol - abends, weil sich da meistens die Panik abspielt - und es wirkt eigentlich ganz gut. Die Beschwerden gehen zurück, aber verschwinden nicht. Mal ziept es in der linken Brustkorbseite, mal in der rechten, dann in der Mitte. Mal habe ich Probleme beim Atmen, dann schmerzt es und allgemein ist alles ganz angespannt. Ich habe Rücken-, Schulter- und Nackenschmerzen. Kleinere Portionen beim Essen machen mich schon pappsatt, ich habe ein Völlegefühl und aufstoßen und bin gleichzeitig froh überhaupt Appetit zu haben. Die ersten zwei Tage nach der Einweisung meines Vaters wollte ich gar nichts essen, nichtmal Kaffee trinken oder eine Zig. rauchen.

Ich weiß gerade einfach nicht weiter und ich scheue mich mein Umfeld damit zu belasten. =( Vielleicht finde ich aber hier jemand, der das alles nachvollziehen kann? Kann mich die Angst wirklich so krank machen?

LG

#117

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M
Hallo Jenny,

nun hab ich deinen Roman doch gleich noch gelesen und nicht erst morgen

Ich fange mit deiner letzten Frage an: Können Ängste so krank machen? - Klare Antwort: Ja. Wenn du magst und es dich nicht zu sehr belastet, lies dir die Erzählungen von anderen Usern hier durch. Ängste vor Herzattacken, das Gefühl zu ersticken, Übelkeit, etc. sind ganz ganz klassische Symptome.

Auch ich kenne das aus eigener Erfahrung. Man fühlt sich so unfassbar schlecht, dazu all die körperlichen Symptome und die beißende Angst im Nacken man würde bald sterben.
So wie du, waren viele von uns schon in der Notaufnahme und das meist nicht nur ein Mal. Sei dir sicher, der Arzt hätte es auf deinem EKG gesehen, wenn etwas nicht in Ordnung wäre. Du bist körperlich gesund, du kannst den Ärzten vertrauen. Die haben das studiert, auch wenn es ängstlichen Menschen wie uns manchmal schwer fällt ihnen zu vertrauen

Das Gefühl beim Einschlafen zu ersticken, kenne ich auch. Oder genau nochmal fiese Herzstolperer und Herzstechen zu bekommen. Meine Therapeutin sagt, dass die Seele nachts ungeschützter ist, weil man ja "loslassen" muss um einschlafen zu können. D.h. man kann sich nicht mehr ablenken und beruhigen, so wie tagsüber. Daher spüren wir unseren Körper dann extrem.
Es ist unangenehm und fies und manchmal möchte man nur noch, dass es endlich aufhört, aber es ist nicht schädlich. Wir sterben nicht daran. Und ich verspreche dir, es wird besser und es hört jedes Mal auch wieder auf.

Meine beiden Tipps, die ich hier jedem gebe, da sie mir unendlich geholfen haben:
1. Lies so viel wie möglich über Panikattacken und Hypochondrie (Angst vor Krankheiten). Je mehr du darüber weißt, desto mehr verlieren die Ängste ihren Schrecken. Ein tolles Buch ist das hier: http://www.amazon.de/Angstfrei-leben-er ... =8-1-spell

2. Such dir eine nette Psychotherapeutin. Klingt erst abschreckend, ist aber sowas von toll. Man geht ca. einmal pro Woche hin, spricht sich seine Sorgen von der Seele, bekommt Tipps wie man sich besser verhalten könnte und von Woche zu Woche merkt man, wie es einem besser geht.

So, ich hoffe, das waren genug Infos für den Anfang und du findest hier die Unterstützung, die du brauchst.

Alles Liebe,
Mella

#118


T
Hallo Mella,

auch hier nochmal danke für deine Antwort. Es ist früh am Tag und mir geht's eigentlich gut - wie immer tagsüber. Nur meine linke Schulter zieht etwas, aber das ignoriere ich einfach geflissentlich!

Ich habe mich schon etwas umgeschaut, wie du empfohlen hast und war erstaunt wie oft ich gedacht habe "Aha, das kenne ich doch.." vorallem natürlich bei den Threads bezüglich Herzneurosen. Ich hätte nie gedacht, dass es soviele Menschen gibt, die etwas ähnliches durchmachen wie ich.

Ich glaube so langsam, dass es bei mir mit dem bösen Google losging - zuerst war es ja eigentlich nur Übelkeit an dem Tag, was sicher durch die Einweisung meines Vaters ausgelöst wurde und dank Google kam ich dann auf den Trichter Herzinfarkt.. das Internet ist nicht immer gut..

Danke jedenfalls für deine Beruhigung. Zu wissen, dass es anderen auch so geht alleine hat mir schon enorm geholfen.. vorallem auch das Angstgefühl gelindert, dass TROTZ Opipramol ab und an noch "Herzschmerzen" auftreten. Die Erklärung im Medizinbereich, dass Opipramol vorallem sedativ wirkt war da eine arge Erleichterung.

Ich werde am Montag zum Hausarzt gehen (er war zwei Wochen in Urlaub ) und hoffe dort dann eine Überweisung zu einem Therapeuten bekommen zu können. Heute versuche ich erstmal NICHT Blutdruck zu messen.. mal schauen, ob es mir gelingt.

LG

#119


M
Hallo,

ich google auch oft, wenn ich Symptome habe und jedes Mal geht es mir danach schlechter als davor. Man sollte das wirklich sein lassen. Ein Freund von mir hat mal gesagt: "Egal was man googelt, man hat immer Krebs." und neulich hab ich hier mal gelesen "Hätte mich fast zu Tode gegoogelt." Beide Zitate fand ich sehr hilfreich um meine Googlerei bisschen in den Griff zu bekommen

Was ich sehr sinnvoll finde, wenn ich das googlen schon nicht lassen kann: Ich google mein Symptome und "Panikattacke". Dann bekomme ich Treffer, in denen Leute beschreiben, dass sie mein Symptom bei Panikattacken haben und dann denke ich mir "ach cool, dann ist es ja nichts ernstes, denn die Panik ist in paar Minuten wieder weg".

Vielleicht hilft dir das auch!

LG
Mella

#120


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Prof. Dr. Heuser-Collier
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