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B

beside
Mitglied

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Hallo,

ich hab ja mit Histamin so meine Probleme. Sowohl körpereigenes als auch in Nahrung. Jeden Morgen schüttet der Körper eine Dosis körpereigenes aus. Das vergiftet meinen Körper regelrecht. Er hat dann zu tun das abzubauen. Ohne viel Bewegung geht das auch nur sehr langsam. Dann schleppe ich mich über den Tag. Nur an schönen Tagen, wenn ich mit dem Fahrrad unterwegs sein kann, ist es besser, aber dann auch draußen wärmer. Kälte setzt dem noch eins bei. Winter ist schrecklich.

Aber was ich im Winter verstärkt spüre, also im Sommer nicht ganz so stark - wobei es dabei darauf ankommt, dass ich keinen Infekt habe - es wird mir zum Abend hin, ab dem es dunkel wird von innen warm. Teils so sehr warm, dass ich keine Heizung brauche und mir richtig warm wird. Auch Nachts beim Schlafen hält das an. Aber dann in den frühen Morgenstunden der Knick. Dann friert es mich. Das macht die Temperaturregulation im Schlaf schwer.

Wenn ich allerdings einen Infekt habe, so wie bis vor kurzem, dann frierts mich stetig und ich kriege meinen Körper nicht richtig warm. Das ist auch so im Herbst bis November Dezember. Da wirds mir Abends eher nie warm. Aber zur Zeit verstärkt.

Kennt hier jemand diese Unterschiede auch?

19.02.2026 #1


19 Antworten ↓


E
Hast du das auch im Sommer oder nur Herbst Winter? Oft wird ja in den Räumen geheizt und somit ist der Körper mit unterschiedlichen Temperaturen konfrontiert.

Auch bei Psychischen Problemen oder Angsterkrankungen kann es manch mal zu Temperatur unterschiede kommen.

Und sonst gibt es noch die Wechseljahre aber da weis ich nicht ob das ein Thema für dich ist oder mal sein wird.

x 2 #2


A


Am Abend wird mir warm

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B
Zitat von Elemente:
Oft wird ja in den Räumen geheizt

stimmt. und zwar, pass auf: die in der Wohnung unter mir heizen nicht immer. dann kommts von unten immer kalt. Ich habe deswegen ein Thermometer auf dem Fußboden liegen. Wenn die nicht heizen, dann wirds da selten über 18°C, egal wie sehr ich die Heizkörper aufdrehe. Das ist auch zu hören, weil sie dann ständig nießen, weils zu kalt ist. Manchmal lassen sie auch den ganzen Tag das Fenster offen. Dann wirds eisig von unten. Ich krieg da auch immer kalte Schweißfüße, was richtig unangenehm ist, egal wie viele paar Strümpfe und welche dicken Hausschuhe ich anziehe. Soeben schaue ich: sie scheinen zu heizen, weil am Fußboden 21°C. Sie haben auch schon einige Tage nicht mehr genießt, bzw. zuletzt letzte Woche mal zwei drei Tage hintereinander. Da kann ich meine Heizung jetzt ausdrehen.
Zitat von Elemente:
Wechseljahre

Eher nicht.

Was mein Problem mit dem Histamin ist: Wenn es kalt wird, dann stößt der Körper Histamin aus und dies wirkt entzündlich, weswegen es sich für mich auf der Haut warm anfühlt, aber tatsächlich unterkühle ich dabei. Da muss ich immer sehr aufpassen und unterscheiden ob Histamin-Entzündungs-warm oder tatsächlich warm. Bei Bewegung wie Wandern und Radfahren, wo es mir vom Kreislauf her warm wird, ist das nochmals schwieriger, weil wegen Kreislauf-Wärme und Histamin-Wärme, und da habe ich mich schon öfters verkühlt, weil zu leicht gekleidet.

x 1 #3


M
Nimmst Du Antihistaminika bzw. achtest entsprechend HIT auf Deine Ernährung?

x 1 #4


B
Zitat von moo:
achtest entsprechend HIT auf Deine Ernährung

Ja, seit ewig schon.

jetzt hab ich mich mal wieder fehleingeschätzt ... hatte Gestern Abend die Heizung aus und war auch warm bis Nächtens. Dann aber über Nacht auch ausgelassen. Es hat runtergekühlt bis 16°C. Beim Aufwachen hat ichs schon bemerkt - Erkältungserscheinungen. Jetzt fühl ich mich wieder typisch krank. Das geht soooo schnell ... Abgeschlagen, kalte Füße, frieren, krank, ... Viel Tee, Vit C, Taschenwärmer an Füße und Nieren ...
Zitat von Elemente:
Hast du das auch im Sommer oder nur Herbst Winter?

Vorwiegend Frühling, Herbst und Winter. Solange es draußen nicht tagsüber über 22°C ist aber eigentlich immer gefährlich. Also auch im Sommer mit kalten Nächten.

#5


E
Zitat von beside:
Ja, seit ewig schon. jetzt hab ich mich mal wieder fehleingeschätzt ... hatte Gestern Abend die Heizung aus und war auch warm bis Nächtens. Dann aber über Nacht auch ausgelassen. Es hat runtergekühlt bis 16°C. Beim Aufwachen hat ichs schon bemerkt - Erkältungserscheinungen. Jetzt fühl ich mich wieder typisch ...

Ok dann ist es bei dir Histamin Unverträglichkeit, also weisst du denn bereits welche Lebensmittel dies auslösen könnten oder hast du in etwa eine Vermutung?

x 1 #6


B
@Elemente , das habe ich bereits seit vielen vielen Jahren und noch mehr. Da kenne ich mich aus. Es sind nicht nur Nahrungsmittel, sondern es muss auch alles frisch sein. Problematisch ist das körpereigene Histamin. Das ganze Jahr über Histaminblocker einnehmen will ich aber auch nicht. Die machen so down. Da muss ich ab März bis Mai wieder durch.

x 1 #7


E
Zitat von beside:
@Elemente , das habe ich bereits seit vielen vielen Jahren und noch mehr. Da kenne ich mich aus. Es sind nicht nur Nahrungsmittel, sondern es muss auch alles frisch sein. Problematisch ist das körpereigene Histamin. Das ganze Jahr über Histaminblocker einnehmen will ich aber auch nicht. Die machen so down. Da muss ...

Das kann ich gut verstehen, so was setzt zu und kann auch Angst machen, bist du denn sehr eingeschränkt bei den Lebensmittel und das eigne Histamin reagiert negativ, fast wie bei einer Autoimmunerkrankung was den eigenen Körper angreift?

#8


B
Zitat von Elemente:
bist du denn sehr eingeschränkt bei den Lebensmittel

sogar sehr sehr. Reis, (seit diesem Jahr nur noch eine kleine) Möhre, Olivenöl, Salz. Mineralwasser mit frischem Ingwer. Ab und an irgendetwas mit Haferflocken und Mineralwasser. Traubenzucker(wenig), Maltodextrin. Ansonsten gelegentlich 2 frische Kirschen pro Tag, ein paar frische Heidelbeeren pro Tag. Das meiste geht gar nicht. Anderes nur sehr wenig.
Zitat von Elemente:
und das eigne Histamin reagiert negativ, fast wie bei einer Autoimmunerkrankung was den eigenen Körper angreift?

So ist es. Wobei es bei Histamin über Nahrung auch zu Vergiftung kommen kann. Hatte ich einmal mit fermentierten Grünen Tee. Ging aber glimpflich aus.

#9


E
Zitat von beside:
sogar sehr sehr. Reis, (seit diesem Jahr nur noch eine kleine) Möhre, Olivenöl, Salz. Mineralwasser mit frischem Ingwer. Ab und an irgendetwas mit Haferflocken und Mineralwasser. Traubenzucker(wenig), Maltodextrin. Ansonsten gelegentlich 2 frische Kirschen pro Tag, ein paar frische Heidelbeeren pro Tag. Das meiste ...

Dann musst du recht vorsichtig sein was du zu dir nimmst und du weisst nie wie dein Körper auf neues reagiert.

Es klingt nach sehr wenig was du zu dir nehmen kannst, da musst du ja schon auch aufpassen keine Mangelernährung zu bekommen, geht das für dich?

#10


B
@Elemente , die Närhstoffe sind wohl eher nicht das Problem, außer weil keine Zitrusfrüchte und kein Obst und Gemüse ab und zu Vit C Pille, und auch Vit B multi. Problematisch ist eher die Energie. Da hatte ich schon Unterzuckerung und Schwächeanfall unterwegs. Wußte dann nicht wie ich nach Hause komme. Dann hilft ein alter Trick (akut): Coca Cola und Brötchen, oder auch Mineralwasser und Dextrose (gibts im Discounter an der Kasse) für Sofortenergie. Ansonsten bei Ausflügen Haferflocken mit Maltodextrin zu Riegeln gebacken. Restaurant und Imbissbude ist nicht drin. Letztes Jahr ist eine verstorben, weil sie im Restaurant war. Sie hatte extra nach Allergieauslösern im Essen gefragt und diese wurden verneint, aber das schützt nicht wirklich. Wenn etwas nicht frisch ist, kann das tödlich sein. Altes Bratfett. Geschirr nicht keimfrei. Grill nicht gereinigt. und so weiter. Es sterben jedes Jahr mehrere an Nahrungsmittelallergien, weil Allergene nicht oder falsch deklariert wurden. Ich wurde ein paar mal enttäuscht, es ist zum Glück nichts schlimmeres passiert, und verzichte seitem komplett.

x 1 #11


E
Ich verstehe das, wenn das Risiko doch so hoch ist beim auswärts essen, da würde ich es mir auch gut überlegen. Du kennst deinen Körper sicher schon besser und hast genug Erfahrungen was du essen kannst, sicher nicht bei allem und da ist dann halt immer mit Nebenwirkungen zu rechnen.

#12


David7742
Sorry das ich frage aber hast du auch ab und an Herzrhythmusstörungen durch die HIT?

Gruß David

#13


B
Zitat von David7742:
Sorry das ich frage aber hast du auch ab und an Herzrhythmusstörungen durch die HIT?

Herzrhythmusstörungen hab ich. Aber ob die von der HIT kommen kann ich nicht sage, bzw. eher nicht, weil gefühlt beides unabhängig voneinander.

x 1 #14


L
Hallo beside,

das tut mir leid, dass es dir so schlecht geht. Wurde denn deine Histamintoleranz mal ärztlich begleitet, dir ein Fahrplan für die Lebensmitteltestung gegeben oder so?
Deine Diät klingt ja eher nach der anfänglichen Auslassphase. Wie lange ernährst du dich denn schon so? Normalerweise kommt dann eine Testphase, in welcher man verschiedene Lebensmittel probiert, und dann eine Dauerphase und da sollte dann definitiv mehr auf deinem Speiseplan stehen können. Lässt du die Vitamine und Mineralstoffe im Blut überprüfen? Ohne tierische Lebensmittel musst du vor allem B12 im Auge behalten. Aber auch alle anderen B-Vitamine, Folsäure, Calcium, Magnesium, Eisen sind wichtig. Wenn du nicht genug Vitamin B6 und Vitamin C hast, kann dein DAO-Enzym gar nicht mehr arbeiten. Dann baust du gar kein Histamin mehr ab, was natürlich schlecht ist. Und wenn du nur zu bestimmten Phasen rausgehen kannst, wie schaut es denn mit Vitamin D aus?

Wenn der Körper so empfindlich auf Histamin reagiert und/oder massig Histamin ausschüttet und es selbst nicht abbauen kann, dann stimmt zumeist irgendetwas im Körper nicht. Wahrscheinlich hast du das alles schon mehrfach überprüft, aber zur Sicherheit noch einmal:

- Dauerhafte Entzündung (z.B. Zähne, Nasennebenhöhlen, Mandeln, Abszesse, unbehandeltes Asthma, Chronisch entzündliche Darmerkrankung…) (bei mir waren es die Mandeln, ich hatte mit jeder Erkältung Angina, bis ich mich von den Dingern getrennt habe)

- Allergien (Du hast eine Allergie auf Frühblüher, wenn du von März bis Mai Antihistaminika einnimmst? Wann hattest du den letzten Allergietest? Eine Allergie auf ein Dauerallergen kann dein Histamin-Karma am Tag sehr verschlechtern. Die üblichen Verdächtigen sind hier Hauststaubmilben, Schimmelpilze und Tierhaare. Hier hilft natürlich hauptsächlich Allergenkarenz und eventuell eine Hyposensibilisierung. Hast du eine ursprüngliche Allergie auf bestimmte Lebensmittel? Oder Kontaktallergien?)

- Medikamente gecheckt, ob da was bei ist, das die Histaminausschüttung fördert, bzw. den Histaminabbau hemmt?

- der Klassiker: Stress. Chronischer Stress. Arbeit, Familie, Wohnumgebung? Mein Hauptstressfaktor war eine über Jahrzehnte verschleppte PTBS. Auch da kann man was machen. Mir hat eine Therapie sehr geholfen.

- Hast du mal Mastzellstabilisatoren probiert? Chromoglycinsäure? Das ist sehr gebräuchlich für Augen und Nase, das sind die Tropfen, die man sechs Wochen vor der Saison bereits nehmen soll. Das gibt es auch für den Verdauungstrakt, am besten als Pulver, das man auflöst, dann wirkt es schon auf der Mundschleimhaut. Das stabilisiert die Mastzellen, dass sie nicht so viel Histamin ausschütten. Sehr sanft. Wirkt nicht bei jedem. Muss über Wochen aufdosiert werden. Manche Ärzte können es sogar auf Kasse aufschreiben, obwohl es nicht verschreibungspflichtig ist. Ist leider teuer. Aber wo immer man Histamin einsparen kann, desto besser.

Vielleicht war ja noch etwas dabei, das dir hilft. Ich kenne ja schon einige, die Probleme mit Histamin haben, aber das die Raumtemperatur da so einen extremen Einfluss hat, habe ich noch von niemandem gehört. Nur bei einer extreme Kälte (Minusgrade) und bei einer anderen Hitze (über 30 Grad), aber keine von beiden kommt in einen bedrohlichen Zustand deswegen. Dein Zustand klingt sehr belastend.

Viele Grüße von einer Atopikerin, die mit zahlreichen Allergien, Asthma und Neurodermitis nach langjährigem Hin und Her, doch ein ganz entspanntes Leben führt. Histamin spielt natürlich immer eine Rolle, aber inzwischen reicht es, wenn ich komplett auf Alk. verzichte und nicht zu einer Mahlzeit ein halbes Kilo Sauerkraut mit Sojasauce, Parmesan und Salami auf einmal esse zwinkern

x 2 #15


B
@Lebenswert
Vor über 10 Jahren hatte ich mal in einem Labor einen Test auf Diaminoxidase gemacht. Da hatte ich mich aber schon Wochen vorher histaminarm ernährt. Der Wert war 9. Also knapp unter 10, ab dem es eine Histamintoleranz ist. Zum Test sollte sich allerdings nicht vorher histaminarm ernährt werden, weil ansonsten der Test verfälscht wird. Aber 9 mit Histamindiät ist auch schon zu wenig Diaminoxidase. Anonsten Provokationstest, aber ergaben sich meist von alleine. Neben fermentiertem Grünen Tee mit angehendem anaphylaktischen Schock war es eine Apfelsine am Abend, die Nachts eine sehr schmerzhafte Kolik auslöste.

Damals war ich auch bei einer Ernährungsberatung. Aber die hatten keine Ahnung davon und nur ihre Ernährungspyramide gepredigt. Auch wichtig, aber ich hab andere Probleme als Übergewicht und gesunde Ernährung.

Auslassdiät musst ich immer mal wieder machen, wenn was neues hinzugekommen war, oder sich verschlechtert hatte. Fructose war/ist hinterlistig, weil die Symptome erst bis zu 4 Stunden später auftreten, oder sich sehr langsam über Tage und Wochen als Depression einschleichen. Bei Kartoffeln hatte ich lange zu tun, weil ich die nicht in Verdacht hatte. Nudeln vertrage ich auch nicht und weiß da aber nicht genau warum, denn Zöliakie wurde nicht diagnostiziert.

Ich hatte schon als Kind Probleme mit den Bauch. War damals deswegen sogar mal im Krankenhaus in der Vorweihnachtszeit. Vermutlich zuviel Süßes, also Zucker (Fructose) und Schokolade (Histamin) und Apfelsinen (Fructose und Zitronensäure). Ich kann mich daran erinnern, dass mir meine Mutter Bananen (Fructose und Histamin) mitbrachte und ich dieses Geschenk nicht gut fand. Aber ich fand es auch nicht gut, als die Schwester meinte, dass sie diese für alle Kindern aufteilen werden. Später wurde mir allgemein nachgesagt, dass ich als Kind Süßes hortete und damit Tauschhandel betrieb.

Mit den Jahren hat sich das dann verschlechtert und ab 30 und nochmal mit 40 immens und da dann erstmals Infos zu HI. Ich hatte mich früher immer sehr ungesund ernährt, mit TK-Pizza, TK-Gerichten, Imbissbuden, Limonade. Pizza ist mir mit um die 35 aufgefallen. Mit kurz nach 40 dann Tomaten sehr eindeutig mit heftiger Attacke, und da war es dann klar. Mit 45+ kamen Kartoffeln hinzu. Ich hatte aber schon in meinen 30ern Probleme mit Hühnchenfleisch (Eiweiß Histamin). Sauerkraut habe ich auch nie vertragen, bzw. schon ab 20-30 drauf reagiert. Soja hatte mich mal unwissend mit 40 erwischt, mit so einem Sojamilchgetränk, und nochmal mit 45 bei einem Brötchen einer Landbäckerei, weil ich nicht nach "ist Soja drin?" gefragt hatte. Lecker wars, ja, aber die Bauchschmerzen und das Gefühl danach ...

Vitamine im Blut stimmten bisher. Ärzte sagen, meine Ernährung wäre ausreichend. Ich nehme gelegentlich Multi-Vitamin B aus der Dro. und im Herbst-Winter-Frühjahr zudem Vit D + Vit K, schon viele Jahre.

Bei allen drei Magenspiegelungen, die ich bisher hatte, wurde immer eine leichte Entzündung festgestellt. Meiner Ansicht nach also chronisch. Aber es wurde nie als krankhaft diagnostiziert.

Frühblüher. Hausstaubmilben eher nicht. Schimmelpilze sind in der Wohnung leider vorhanden, bzw. entsteht schnell Schimmel. Aber das ist schwierig, weil dieser nur Auslöser sein könnte, weil nicht jeder schädlich ist.

Von Hyposensibilisierung hab ich schon gehört, aber ... es fehlen Ärzte. Dermatologie sagt: Sie waren noch nie bei uns. Wir nehmen keine Neupatienten. Das geht schon sehr viele Jahre so. Die andere sagt: Zuerst Magenspiegelung, sonst untersuchen wir nicht. Darauf habe ich aber keine Lust. Dann wird eine gemacht, nichts festgestellt und gesagt: Wenn Sie etwas nicht vertragen, dann essen Sie es nicht. Also vollkommen sinnlos.

Stress ist auf jeden Fall ein Auslöser.

Vom Zusammenhang mit Mastzellen habe ich schon gehört. Von Mastzellstabilisatoren noch nicht, bzw. erst vor kurzem.

Bin sehr empfindlich geworden. Eine Scheibe Wurst genügt, oder ein trockenes Brötchen mit Soja. Nachdem ich keine Kartoffeln mehr vertrage und Nudeln eher nicht vertrage, musste ich auf Reis umstellen. Bis vor 2 Jahren waren Möhren eher unprobelmatisch, aber seit letztem Jahr auch diese, bzw. gehen nur noch in kleinen Mengen.

Das mit der Kälte und Hitze ist eher so: Es kommt drauf an in welchem Zustand der Körper ist. Wenn der Körper gut fit und warm ist, geht Kälte auch bei Minusgraden. Aber die "gefühlte Temperatur" spielt eine große Rolle, also Wind und Lufstfeuchtigkeit. Wenn einem das Wetter bis auf die Knochen geht. Ansonsten, solange der Körper in Bewegung ist, dämpft die Körpertemperatur es ab. Aber wenn der Körper schwach wird, dann wirds gefährlich. Dann kühlt der Körper aus und das Histamin schlägt zu. Das fühlt sich leider auch warm an, aber anders warm, und kann täuschen. Es ist keine Körperwärme, sondern Entzündungswärme. Nachts beim Schlafen ist das Problem, weil der Körper runterfährt und sozusagen auskühlt. Dann schlägt das Histamin zu. Aber es schlägt erst in den Morgenstunden zu, wenn es sowieso wegen Aufwachen ausgeschüttet wird. Das heißt, beim zu Bett gehen und einige Stunden danach ist alles noch OK. Aber dann wirds kritisch. Dann verliert der Körper an Temperatur, kühlt aus, und schüttet Histamin aus, das durch dessen Entzündung wieder warm macht, aber eben anders, und der Körper weiter auskühlt, und noch mehr Histamin ... Deswegen darf der Körper nicht auskühlen, und das bedeutet, dass Körperteile wie der Kopf und Hals ausreichen, weswegen die Raumtemperatur nicht unter 18°C fallen darf, weil bis dahin kann der Körper den Wärmeunterschied ausgleichen. Ab darunter schüttet er Histamin aus, weils für ihn eine Gefahr darstellt. Es ist kompliziert und schwierig zwischen echter Wärme/Körperwärme und Histamin-Entzündungswärme zu unterscheiden. Bei letzterer eben nicht den Pulli ausziehen, sondern noch einen drüber.

#16


L
Hmm, schwierig. Das Problem mit den Ärzten kenne ich. Selbst habe ich da alles nur mit der perfekten Mischung aus Hartnäckigkeit, Geduld und Freundlichkeit erreicht, auch wenn ich oft wirklich nicht mehr freundlich sein wollte.

In Bezug auf die Allergien meinte ich schon richtige Allergietests, also Prick (wenn das geht bei dir) und IgE im Blut. Schimmel ist nie gut, vor allem, wenn man zu Allergien neigt. Der ist sehr allergieauslösend. Birkenpollen sind ja an und für sich auch nicht giftig. Trotzdem hochgradig allergen. Für eine ordentliche Allergietestung müsstest du in die Ambulanz einer entsprechenden Klinik wahrscheinlich. Die Testung ist komplex und besteht aus Prick (am einfachsten, wenn es funktioniert), Anamnese, Bluttest IgE, da wird heute auf molekularer Ebene getestet und man könnte zum Beispiel sehen, ob deine Unverträglichkeit von Soja eine ursprüngliche Soja-Allergie ist oder eine Kreuzallergie von was auch immer. Bei Schimmelpilzen machen sie wahrscheinlich einen Provokationstest. Unverträglichkeiten auf Fruktose, Laktose und Sorbit lassen sich auch per Test bestätigen. Es ist schon ganz praktisches Wissen, ob man den Apfel nicht verträgt, weil man Fruktose nicht abbauen kann oder weil man eine Kreuzallergie von den Birkenpollen hat. Wie gesagt, die testen das auf molekularer Ebene, nicht einfach Birke, sondern verschiedene Proteine daraus.

Zumeist gibt es bei jedem Atopiker mehrere Hauptallergiestränge, die aber aufgrund von der Ähnlichkeit der Proteine zu zahlreichen Kreuzreaktionen führen und dann weiß man irgendwann nicht mehr, wo oben und wo unten ist. Ziel ist es, das ganze System zu beruhigen. Z.B. durch Hyposensibilisierung der relevantesten Allergene. Geschicktes Auslassen. Medikamente, die aber zum Krankheitsbild passen. Es gibt Antihistaminika, Mastzellstabilisatoren, Cortison und inzwischen auch Biologika. Hast du eigentlich einen EpiPen oder war das einmalig mit der anaphylaktischen Reaktion? Bauchschmerzen sind schon blöd, Aber das ist lebensbedrohlich.

Das mit der Kälte finde ich echt einzigartig, das habe ich noch nie gehört. War das schon immer so bei dir? Das klingt echt krass. Was passiert denn mit dir, wenn dein Körper aufgrund von Kälte zu viel Histamin ausschüttet? Also erweiterte Gefäße, damit verbundene Wärmeempfindung. Geht das dann bis zum Schock? Aber sonst ist nichts anders im Winter? Da wäre ja auch die Konzentration von Hausstaubmilben und Schimmelpilzen in der Raumluft höher? Wie ist es bei körperlicher Anstrengung? Hast du da Probleme?

Könntest du dir eigentlich vorstellen, mal eine Weile aus deiner Umgebung herauszukommen, zum Beispiel ein paar Wochen ans Meer zu fahren? Allergenarmes Umfeld, kein Stress, sondern Erholung? Ich würde ja sagen, Reha, aber dafür braucht man wieder Ärzte…

Alles Gute dir.

x 1 #17

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B
@Lebenswert
Den Stress mit den Ärzten versuche ich zu vermeiden.

Damals vor über 10 Jahren wurde ein Prick gemacht. Ergebnis: Frühblüher.

IgE wurde ab und an mal gemacht und immer unauffällig.

Labor: Lactosetest, Fructosetest, Histamintest (Diaminoxidase). Sowie Glucosetest, aber da war nix. Aber hab ich bei größeren Mengen mittlerweile auch Probleme.

EpiPen hab ich keinen. Dazu bräucht ich ja erst einmal einen Arzt. Die anaphylaktische Reaktion auf den fermentierten Grünen Tee war hart, aber kein Schock mit Ohnmacht und so. Mir gings nur richtig mies.

Das mit der Kälte ist sehr belastend, weil nervig. Kleinste Unaufmerksamkeiten und zack erwischt es mich. Es fühlt sich an wie eine Erkältung, aber ist keine. Ähnlich wie sich eine Pollenallergie wie eine Erkältung anfühlt, aber keine ist. Ich hatte mal Pollenallergie und Erkältung zugleich. Das ist richtig mies. Aber anaphylaktisch fühlt es sich nicht an.

Erweitere Gefäße oder nicht weiß ich nicht. Das Histamin löst eine Entzündung aus, die sozusagen "brennt", was sich warm anfühlt. So wie sich Brennnessel-Verätzungen warm anfühlen. Bei Histamin halt nur unter der Haut.

Körperlicher Anstrengung ist weniger das Problem, sondern kognitive. Bekomme da sehr schnell PEM mit Brain-Fog und Crash. Das dauert dann bis zu einem Tag, bis das wieder OK ist, bzw. ist der darauffolgende Tag meist hinüber und es ist Schonung und Heilung angesagt und der übernächste wieder OK.

Urlaub und Kur ist nicht drin. Ich war vor vielen Jahren zu einer Kur wegen was anderem. Die Ernährung ist das Problem. Zudem viele fremde Menschen und fremde Umgebung und neue Situationen, was alles stresst. Maximal Tagestouren. Fahre viel Rad. Bei jedem schönen Wetter bin ich den ganzen Tag unterwegs.

Du hattest noch Asthma erwähnt. Das war auch so eine Sache. Ich hatte schon immer Probleme bei sportlichen Äktivitäten mit dem Luftholen. Aber es war nie schlimm. In der Schule hatte ich das mal beim Sport erwähnt, aber es wurde ignoriert. Vor über 10 Jahren hatte ich es dann wieder bemerkt, weil ich viele Touren mit dem Rad machte. Ab da wurde es auch etwas mehr. Ich dachte es läge an den Ozonwerten in der Luft, die ich kontrollierte und die dazu passten. Dann ging das mit der Neurodermitis los und ich bin zur Allergologie. Allergische Neurodermitis. Die fragte, ob ich auch schlecht Luft bekomme. Allergisches Asthma. Da war die Sache klar. Das ist schon was seltsames. Neurodermitis und Asthma hab ich mittlerweile das ganze Jahr.

Zudem hab ich und bekomme ich immer mal wieder Hautausschläge, die bisher nie gejuckt haben und meist von alleine wieder weggehen. Meist rötlich. Aber hatte auch schon bräunliche, von denen eine geblieben ist, bzw. bisher nicht weggegangen ist. Irgendwas mit Mastzellen halt. Die kollabieren oder so.

Danke für deine Unterstützung. Ich habe mir mal Chromoglycinsäure notiert.

#18


L
So alte Tests sind nach über 10 Jahren nicht mehr aktuell, schon alleine wegen neuer Testverfahren. Wenn du Glukose nicht verträgst (Test, nicht Gefühl) deutet das auf eine bakterielle Fehlbesiedlung des Dünndarms hin. Das kann man behandeln, auch wenn es schwer ist. Mit Neurodermitis und Asthma hast du natürlich auch zwei potentielle Dauerentzündungsquellen im Körper.

Es gibt auch neue Medikamente, die Biologika. Die richten sich gezielt gegen bestimmte Interleukine oder Antikörper im Körper. Mit einem kann man zum Beispiel vollständig die Produktion von IgE-Antikörpern unterbinden. Das bringt natürlich nur etwas, wenn IgE-Antikörper beteiligt sind am Grundproblem. Es gibt aber ganz viele verschiedene, die sich gegen unterschiedliche Botenstoffe im Körper richten, je nachdem was beim Patienten relevant ist. Neuerdings gibt es wohl sogar eines, das sich gegen Mastzellen selbst richtet, bin aber nicht sicher, wie weit sie damit sind. Das sind natürlich keine Smarties, aber vielen hilft das (mit Neurodermitis und Asthma). Habe auf der Reha von vielen gehört, es wäre ein ganz neues Leben auf einmal, Nebenwirkungen im akzeptablen Rahmen. Ich bin ehrlich, ich habe mich nicht getraut, ich bin beim Cortison geblieben. Aber mir geht es auch gut soweit, wobei ich auch nicht den Anspruch habe komplett symptomfrei zu sein. Das wäre auch utopisch. Ich möchte einfach nur entspannt leben können. Und das kann ich. Ich wünschte, ich könnte dir mehr helfen. Viel Kraft und alles Gute.

#19


B
Glukose muss ich nochmal überdenken. Kann sein, dass es stattdessen die Verschlechterung bei den Möhren war, auf die ich erst ein dreiviertel Jahr später drauf gekommen bin. Aber ich verzichte nun viel auf Destroxe (Glukose, Traubenzucker) und will damit auch nicht wieder anfangen. Hatte bis letztes Jahr immer welches in den Tee und auch in Plätzchen und auch manchmal einfach so ein Glas wasser mit viel Traubenzucker.

Danke für deine Hilfe. Ich versuche dran zu bleiben. Mal sehen. Ich würd' halt all zu gerne noch den Ausbruch des Dritten Weltkriegs erleben. Ich glaub an die Menschheit, die schafft das noch! Danach ist mir alles egal. zwinkern

#20


A


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