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Ich kenne das mit dem komischen Sehen. Kommt bei mir ganz oft zu dem fiesen Schwindel. Hab dann das Gefühl ich bin gar nicht so richtig da, schwanke nur in der Gegend herum usw

Am schlimmsten ist für mich meine Angst vor dem Kontrollverlust...das Gefühl zu haben ich hab nicht die ganze Kontrolle über meinen Körper. Irgendwas schlimmes geschieht mit mir und ich kann nichts dagegen tun.
Dazu gehört dann der Schwindel, Ohnmacht, hoher Puls, schwer Luft bekommen,...
Und die riesige Angst ich könnte plötzlich sterben und niemand ist bei mir um mir zu Hilfe zu kommen oder bei mir zu sein...

Hab mich mittlerweile schon viel mit dem ganzen Thema auseinander gesetzt und schon rausgefunden, dass meine Hauptangst ist - immer wenn alles mal halbwegs gut läuft habe ich panische Angst, dass etwas schreckliches passiert und mir das wieder "wegnimmt". In meiner Vergangenheit war es leider immer so und ich weiß echt nicht wie ich das aus meinem Unterbewusstsein raus bekomme...überhaupt meine Kindheit ist die böse Wurzel des ganzen, nur kann ich im Moment leider damit keinen richtigen Frieden finden, weil noch zuviel passiert

Hatte schon einige Sitzungen bei einer Hypnosetherapeutin und die hat mir schon wirklich weitergeholfen es ist bei weitem nicht so heftig wie am Anfang..leider hab ich im Moment nicht mehr die finanziellen Mittel um die Behandlung fortzusetzen

Habt ihr euch auch schon mit solchen alternativen Heilmethoden beschäftigt oder was davon probiert?

12.03.2013 17:33 • #21


Mit Alternativen Methoden habe ich mich nicht beschäftigt, da ich da auch zu skeptisch bin. Ich habe auch Angst davor, die Kontrolle zu verlieren. Da lasse ich mich nicht in Hypnose versetzen.

Mir hat eine sehr gute Therapeutin geholfen in Einzelsitzungen, wieder stabil zu werden nach einem schlimmen Einbruch. Danach habe ich wegen des Wohnortwechsels und eigentlich angedachten Theapieendes dann noch in eine Gruppentherapie gewechselt. Die war auch super!

Ich hatte allerdings bei beiden Therapeutinnen gesagt, dass ich bestimmen möchte wie weit wir in der Vergangenheit buddeln. Es hilft mir in der akuten Krise nix wenn ich mich auch nicht mit Altlasten quäle. Erst mal immer stabil werden! Dann hatte ich mir vorgenommen, die Aussöhnung mit dem inneren Kind durchzuarbeiten. Ehrlich gesagt habe ich mich noch nicht daran getraut. Aber wer weiß...

Ich bemerke aber dank der normalen Therapie viele Zusammenhänge, was ja auch schon hilft. Und wenn ich weiß, es ist eine Angst, die ich als Kind schon hatte, sage ich mir in starken Zeiten sowas wie "OK, ich bin jetzt erwachsen, ich muss diese Angst nicht mehr haben. Die Person, die ich jetzt bin, ist stark und kann auch das Kind in mir beschützen".

Vertrauen kann ich auch nur schlecht. Also ich denke auch, dass ich mich mal lieber nicht auf gute Phasen verlassen sollte. Ich habe halt nie gelernt, optimistisch zu sein. Unbeschwet war ich vermutlich höchstens bis ich drei jahre alt war, wenn überhaupt. Woher soll dann auch das Urvertrauen kommen? An der Stelle muss ich immer meinen Verstand bemühen und mir sagen, dass ich mir für meine Ausgangslage eine gute Ist-Situation geschaffen habe. Das war mein Verdienst, darauf kann ich stolz sein. Einziges Andenken ist halt die Panikstörung.

12.03.2013 17:43 • #22



Allein daheim mit der Angst :(

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Ja das dachte ich mir auch erst, aber bei der klinischen Hypnose das ist ein Zustand etwa wie zwischen wach sein und schlafen. Man ist einfach nur komplett entspannt, ca. wie autogenes Training oder Jacobson und bekommt aber alles mit was sie sagt und was man selbst sagt.

Das mit dem inneren Kind beschäftigt mich auch schon, bin gerade beim Hörbuch Versöhnung mit dem inneren Kind. Mal sehen ob ich etwas davon umsetzen kann..

Und in deinem letzten Absatz erkenne ich mich selbst komplett wieder..mir wurde auch des Öfteren gesagt ich kann froh sein, dass ich "nur" mit der Depression und Angststörung davon gekommen bin und nicht noch viel mehr verkorkst bin, aber das ist in Zeiten in denen ich so ängstlich bin ein eher schwacher Trost..

12.03.2013 17:52 • #23


Sicher, in schwachen Zeiten tröstet das wenig. Da muss man auch einfach mal sagen können, dass es einem schlecht geht und dass man es satt hat.
Mich nervt auch oft die Aussage, ich sei stark. Gleichzeitig sage ich aber anderen Leuten, sie seien stark. Mich setzt dieses Starksein unter Druck. Ich will mich auch mal fallenlassen können. Aber dazu müsste ich vertrauen. Das macht es für meine engsten Vertrauten auch sehr schwer. Ich erwarte Trost, signalisiere aber immer, ich sei stark. Ich sitze selten da und wirke hilflos, obwohl ich innerlich sogar hoffnungslos sein kann.

Meinst Du denn, es ist jetzt ein guter Zeitpunkt Dir diese Gedanken zu machen wenn Du alleine zu hause bist? Ich kann da gerne weiter mit Dir drüber schreiben, solange es Dir gut tut!

Ich für meine Teil habe gerade eine deftige Panikattacke mit Depersonalisation und Derealisation. Ich sehe alles weiter weg, grau und wie neblig. Meine Finger arbeiten aber automatisch. Ich funktioniere

12.03.2013 18:06 • #24


leelamäuschen- Genau diese Symptome habe ich auch. Ich habe aber auch noch keinen Weg gefunde, das "abzustellen". Die Symptome wechseln auch immer mal wieder. Vor einiger Zeit hatte ich massive Panikattacken mit Zittern, Gefühl, ich falle um etc. Nun ist es eher unterschwelliger Schwindel mit komischem Sehen und wackligen Beinen.

12.03.2013 18:15 • #25


hoffentlich finden wir noch einen Weg!

Ich bin jetzt nur sehr erschöpft und extrem müde, kann meine Augen kaum offen halten und hab gleichzeitig Angst wieso das so ist. Hoffe mal es ist nur so weil ich kaum geschlafen hab den ganzen Tag schon durchgehend so viel Angst hatte/hab und die ganze Wohnung aufgeräumt, gesaugt und geputzt habe...

hm.. :/

12.03.2013 18:23 • #26


Ja klar das kommt sicher davon!

12.03.2013 18:32 • #27


mhm..oh mann schlafen geht echt gar nicht..dabei bin ich unendlich müde und kaputt..grässlich..

13.03.2013 06:55 • #28


Du warst aber früh wach! Wie geht's Dir denn heute so rein mental, abseits von Müdigkeit? Morgen kommt Dein Freund schon zurück, und Du kannst so stolz auf Dich sein die Zeit alleine geschafft zu haben!

Vielleicht findest Du ja heute über Tag ein wenig Schlaf.

Ist das Wetter bei Euch auch so herrlich? Hier scheint die Sonne, dabei ist es auf eine angenehme Art kalt und es liegt noch vereinzelt Schnee. Ich war eben ein bisschen spazieren und hab's mir nun mit einem Kaffee und Frühstück gemütlich gemacht. Vielleicht kannst Du nach ein wenig frischer Luft besser schlafen?

13.03.2013 11:12 • #29


Mir gehts ehrlich gesagt gar nicht mal sooo schlecht muss ich sagen. Im Moment ist es trotz allem wirklich halbwegs gut zum aushalten! Hab auch grad ein bisschen gemalt und herumgesaut das war echt ganz nett

Das Wetter bei uns ist leider komplett grau in grau, kalt und nass so richtig zum auf die Couch kuscheln und evtl. Film schauen. Vielleicht finde ich einen schönen und kann noch etwas vor mich hin dösen.

Freu mich, wenn es dir heute schon wieder besser geht und dir Sonne und frische Luft gut tun!

13.03.2013 11:22 • #30


Das klingt doch schon viel besser als heute früh Ich freu mich!

Dann mach's Dir gemütlich, und träum' was schönes!

13.03.2013 11:28 • #31


Total lieb von dir danke ich geb mein bestes

Wünsche dir schöne Sonnenstunden

13.03.2013 11:32 • #32


Leela, bevor ich schlafen gehe möchte ich dann doch noch wissen, wie's Dir heute ergangen ist. Morgen hast Du's geschafft

13.03.2013 23:24 • #33


Tut mir leid, dass ich gestern nicht mehr geschrieben habe!

Es ging so halbwegs! Ein auf und ab den ganzen Tag. Ruhig sitzen oder liegen hab ich nicht hinbekommen, hab mich auch nicht mit Sachen beschäftigen können wo man sich etwas konzentrieren und ruhig sitzen bleiben muss - z.B. für Puzzlen oder Lesen war ich viel zu unruhig. Hab dann Fotorahmen bemalt, aufgehängt, Bilder gemalt, Kuchen gebacken war den ganzen Tag ein hin und hergelaufe in der Wohnung, angenehm ist definitiv was anderes aber immerhin.

Sogar ein paar Stündchen schlafen ging in der Nacht, weil ich so hinüber war dann

Immer wieder irgendwelche Symptome und ich merke mittlerweile geht mir langsam ziemlich die Kraft aus von diesem unter Dauerstrom stehen bin extrem froh, wenn ich heute so ab 17 Uhr nicht mehr allein bin!

Vor 2 Monaten noch bin ich sogar nach 1 Stunde allein daheim so durchgedreht, dass ich Rettung oder psychiatrischen Not- und Krisendienst im Haus hatte. Von dem her eigentlich schon echt ein Erfolg.
Trotzdem bin ich leider sehr ungeduldig und hätte gern, dass plötzlich alles wieder ganz normal funktioniert...aber von dem Gedanken muss ich mich leider verabschieden, es geht wohl nur in kleinen Schritten!

14.03.2013 10:24 • #34


Leelamäuschen:Du schaffst das. Auch heute wieder. Wie wir alle. Ich bin auch oft und ich kann das so gut nachvollziehen. Mir tut das richtig leid, wenn ich das lese, weil es mir auch schon so schlecht ging.

14.03.2013 12:19 • #35


Du kannst so stolz auf Dich sein, Du hast drei Tage alleine geschafft! Also ich bin stolz auf Dich

Jetzt kannst Du erst mal durchatmen, und wieder ein wenig entspannen.

Es ist auch total nervig, dass das alles nicht so unbeschwert abläuft, und man immer und immer mal wieder kämpfen muss. Wenn da ein Kraut gegen gewachsen wäre, ich würd' 'nen ganzen Acker davon anbauen.

mach' Dir 'nen schönen Abend mit Deinem Freund, und klopf' Dir selbst mal ordentlich auf die Schulter für die starke Leistung in den letzten Tagen!

14.03.2013 19:52 • #36


Vielen lieben Dank!

Was ich euch noch fragen wollte - arbeitet ihr eigentlich? Ich bin nämlich Studentin an einer FH (momentan aufgrund meiner Erkrankung bis Oktober beurlaubt) und könnte etwas Geld wirklich gut gebrauchen. Allerdings traue ich mich absolut nicht an eine ganze normale Arbeitsstelle!

Hab total Angst dort dann nicht zu funktionieren und gleich wieder entlassen zu werden
Mal abgesehen davon, dass ich mich ja nicht mal Bus/Zug fahren trau, Auto fahren alleine nicht, und alleine vor die Haustür gehen auch nicht

15.03.2013 13:18 • #37

Sponsor-Mitgliedschaft

Ich studiere und arbeite. Beides geht mal sehr gut, mal mit sehr viel Anstrengung. Aber die Uni biette ja Gott sei Dank die Möglichkeit, ohne Erklärung auch mal nicht zu erscheinen. Im Büro weiß niemand von meinen Panikattacken, und das soll auch so bleiben.

15.03.2013 13:21 • #38


Du hast meine volle Bewunderung! Das stimmt das war das einzige was ich an meiner Uni mochte. Hab dann auf die FH gewechselt 2 Stunden weg von daheim, und gleich am ersten Tag durfte die Rettung dort antanzen, weil ich ohnmächtig wurde!
Das ist genau mein Problem - wenn ich irgendwo sein muss und nicht einfach so mal eben gehen kann, wenn ich es nicht mehr aushalte. An der FH geht das leider schon überhaupt nicht..da ist schon immer Anwesenheitspflicht

15.03.2013 13:24 • #39


leelamäuschen: Aber dir steht doch dann Arbeitslosengeld bzw. Krankengeld zu oder nicht?
Arbeiten gehen kann ich (wenn es eben der richtige Job ist) und ich gehe auch alleine raus. Versch auf jeden Fall, das zu ändern! Du warst jetzt eine Woche lang nicht draußen? Allein daheim ist es doch viel gefährlicher als draußen.

15.03.2013 13:29 • #40



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