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Letzte Woche hatte ich 2 Zecken am Bein, 2-3 Wochen vorher eine an der Hand.
Einer der Bisse von dieser Woche juckt nun! Es sieht aus wie ein Mückenstich. Also kleiner Knubbel. Seit gestern fühle ich mich müde. Wie eine Grippe.
Nun waren wir eben auf einem Geburtstag und da erzählte eine Frau, dass eine Verwandte von ihr eine lokale Blutvergiftung nach einer Zecke hatte.
Ich hatte vor zehn Jahren schon mal eine Borreliose. Ca. 6 Monate später begannen meine psychischen/neurologischen Probleme.
Ich habe solche Angst, dass ich jetzt wieder eine Borreliose oder gar Schlimmeres habe. Was soll ich tun?!

22.06.2013 20:25 • 23.06.2013 #1


19 Antworten ↓


Ein Zeckenbiss kann sich entzünden, aber das bleibt meist lokal begrenzt. Die Gefahr einer Blutvergiftung ist ziemlich gering.

Ich würde das Ganze schon ärztlich abklären lassen, aber wirklich kein Grund heute noch in die Notaufnahme zu rennen. Montag zum Hausarzt reicht.

22.06.2013 20:31 • #2



3 Zeckenbisse gehabt - es juckt / Borreliose Symptome?

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Huhu Pumuckel

Zecken können tatsächlich (Krankheitsübertragungen) zu einer
sehr ernsthaften Gefahr werden.

Allerdings ist das regional unterschiedlich und wird heute gut
untersucht (Proben und TV Warnungen etc.).

Informiere dich bitte (ggf. Hausarzt) wie das in deiner Wohnge-
gend ist.

Liebe Grüsse, Beo

22.06.2013 20:47 • #3


Hallo,

die Angst ist berechtig. Hast Du bereits eine Wanderröte? Die Wanderröte ist ein sicheres Anzeichen. Es bildet sich ein Kreis.

Falls ja, musst du sofort Amoxicillin nehmen. Doxicillin wäre nur für Kinder. Gehe zum Arzt und lass dir das Antibiotika verschreiben. Ich habe bei mir zu lange gewartet. Amoxicillin hilft aber nur in den ersten 6 Wochen.

Danach gibt es nicht mehr viel was man tun kann. Wenn du eine Wandeerröte hast, dann hatte die Zecke auch Borellien. Dies muss nicht zwangsläufig so sein.

Ich hab schon den Elisa Test, Western Blot und LTT Test hinter mehr. Elisa war negativ, Western Blot auch aber LTT positiv...viel tun kann man trotzdem nicht. Nehme jetzt quenzyl.

wäre ich heute nochmal in deiner lage würde ich wohl nicht mal mehr auf die wanderröte warten sondern sofort amoxicillin nehmen....aber vielleicht bin ich da schon zu verrückt...trotzdem, warte nicht. Geh zum Arzt bitte. Für Borelliose gibt es in der Regel keine Heilung. Borelliose ist die neue Volksrankheit. Viele leiden und am Ende haben Sie nur Borellien. Die Erreger sind sehr intelligent und verstecken sich. Wie gesagt, nicht alle zecken übertragen die Borellien. Lass es überprüfen! Hast Du die Zecke noch? falls ja, lass Sie einschicken, so bekommst du gewissheit!

LG

22.06.2013 21:29 • #4


Nein, die Zecke hab ich nicht mehr. Die Stelle am Finger juckte einen Tag. Die eine Stelle gar nicht. Aber die eine am Bein juckt seit 2 Tagen abends ganz schlimm. Wanderröte habe ich (noch) nicht. Kann man überhaupt zwei Mal eine Borreliose bekommen?
Ich hatte ja 2003 schon eine. Lange geriet es in Vergessenheit. Denn ich habe ja damals AB bekommen. Aber wahrscheinlich nicht ausreichend. Keine 6 Monate später ging es los mit meinen Beschwerden bis hin zu Panikattacken. Seitdem bin ich nicht mehr belastbar und nervlich krank. Damals verlor ich meinen Job. Schwindel, Müdigkeit, dauernd krank, Kribbeln in verschiedenen Körperstellen usw. Ich denke, dass das damals der Auslöser war und ich diese Langzeitschäden habe. Ist nun die Frage, ob man es zwei Mal kriegen kann und wenn ja, was dann passiert?
Werde am Montag zum Arzt gehen. Ich nehme an, dass er Blut abnimmt. Aber könnte man eine neue Borreliose überhaupt erkennen, nachdem ich ja vor 10 Jahren schon eine hatte?

22.06.2013 21:47 • #5


Ja, man kann leider mehrmals eine Borreliose bekommen. Ich habe damals, als ich in der Selbsthilfegruppe aktiv war, sehr viele Menschen mit Borreliose kennen gelernt und keiner von denen hatte davon eine Blutvergiftung. Das halte ich bei dir für ausgeschlossen.

Bei mir sind die Beschwerden ja auch nicht komplett zurück gegangen trotz Antibiotika und so geht es leider vielen.

Ich würde an deiner Stelle auch morgen zum Arzt, aber ein Blutbild ist erst nach 5-6 Wochen aussagekräftig. Gute Infos bekommst du auf den Seiten des Borreliose Bundes. Google mal danach. Es bietet eine gute Übersicht und gibt gute Tipps.

Leider gibt es zu wenige Ärzte, die sich richtig damit auskennen. Das ist das Hauptproblem, warum viele Leute mit Borreliose so mangelhaft behandelt werden und die Krankheit dadurch chronisch wird.

23.06.2013 10:25 • #6


Wenn, ist es bei mir eh schon chronisch. Ich weiß noch, wie müde ich damals war und dann ging es rapide bergab. Auch die ganzen anderen Symptome die ich habe wie Schwindel, Schwäche usw. kommen sicher alle davon. In meinem Blut waren letztes Jahr aber nur noch Antikörper nachweisbar. Warum bekämpft der Körper das eigentlich nicht, wenn man sich das zweite Mal ansteckt? Ich meine, er hat doch schließlich Antikörper gebildet.
Ich habe einen richtigen Horror jetzt. Warum juckt das eigentlich immer abends? Nun weiß ich doch gar nicht, ob meine Müdigkeit von einer Infektion oder vom Wetter kommt. Oh Mann.

23.06.2013 10:27 • #7


Schlaflose
Zitat von pumuckl:
Warum bekämpft der Körper das eigentlich nicht, wenn man sich das zweite Mal ansteckt? Ich meine, er hat doch schließlich Antikörper gebildet.


Weil Borreliose durch Bakterien verursacht wird. Antikörper bilden sich nur bei Viren. Deswegen kann auch nicht vorbeugend geimpft werden.

23.06.2013 10:36 • #8


Dubist
Pumuckl, mein mann mußte kürzlich 20 Tage Antibiotika nehmen, es hat sich ein ganz großer kreis um den Zeckenstich rumgebildet, er hat es übrigens sehr gut vertragen.
Borreliose ist anscheinend viel häufiger als die FSME.
Aber beides sind unschöne Dinge.
Es gibt doch auch Zeckenmittel, es gibt Gerüche die Zecken ganz einfach hassen!
Ich gehe nicht ins Gras, meide Wiesen und Hecken.
Leider geht es nicht mehr.
Ich hatte mal vor ein paar jahren zwei Zecken auf einmal, nichts war passiert, einfach Glück gehabt.
Aber diese Biester übertragen ne Menge Krankheiten.
Beobachte den Stich gut, schau mal Fotos an von Zeckenstichen im Internet, dann siehst du vielleicht den Unterschied.
Das es juckt ist doch normal, wie ein Mückenstich.
Nur wenn sich ein grosser Kreis bildet, dann ist es schlecht, auch grippeähnliche Symptome sind auch nicht gut.
Man kann auch Zecken einschicken lassen und auf B und FSME untersuchen lassen.
Wir haben das überlegt sind dann aber davon abgekommen,

ich wünsche dir baldige Genesung.
lg Dubi

23.06.2013 10:43 • #9


Zitat von Schlaflose:
Zitat von pumuckl:
Warum bekämpft der Körper das eigentlich nicht, wenn man sich das zweite Mal ansteckt? Ich meine, er hat doch schließlich Antikörper gebildet.


Weil Borreliose durch Bakterien verursacht wird. Antikörper bilden sich nur bei Viren. Deswegen kann auch nicht vorbeugend geimpft werden.


Wie wirkt dann die Impfung gegen Tetanus, wenn sich nur Antikörper bei Viren bilden?
Tetanus wird doch von Bakterien übertragen, oder nicht?
Gibt doch einige Erkrankungen, die durch Bakterien hervorgerufen werden und gegen die man geimpft werden kann?

23.06.2013 10:52 • #10


Dubist
Das weiß ich nicht, ich kapier es auch nicht was du grad fragst.
Wir sind doch beim zeckenstich.

23.06.2013 10:59 • #11


Dubist
Tetanus ist auf jeden fall ne sehr seltene krankheit, ausser da wo es sehr schmutzig ist.

23.06.2013 11:00 • #12


Schlaflose
Zitat von FragileWings:
Wie wirkt dann die Impfung gegen Tetanus, wenn sich nur Antikörper bei Viren bilden?
Tetanus wird doch von Bakterien übertragen, oder nicht?
Gibt doch einige Erkrankungen, die durch Bakterien hervorgerufen werden und gegen die man geimpft werden kann?


Ja das stimmt. Bei der Tetanus Impfung bilden sich wohl auch keine Antikörper, deswegen muss die Impfung immer wieder aufgefrischt werden. Wie diese Impfung genau funktioniert, weiß ich jetzt auch nicht. Muss ich mal nachlesen.

23.06.2013 11:09 • #13


Dubist
Die arbeiten doch sicher auch schon an einem Mittel gegen Borreliose.

23.06.2013 11:11 • #14


Schlaflose
Ja, ich habe gerade einige Informationen darüber durchgelesen. Es wird an einer Impfung gegen Borreliose geforscht.
Der entscheidende Unterschied zu Viren ist wohl, dass man gegen Viren nur einmal impfen muss, und die Antikörper halten das ganze Leben vor, während bei Bakterien zwar eine Immunisierung stattfindet, die aber mit der Zeit nachlässt. Wenn man eine durch Viren übertragene Infektion gehabt hat, bildet der Körper selbst Antikörper, die dann eine Leben lang wirksam sind. Bei Infektionen durch Bakterien ist das nicht der Fall und man kann diese Krankheit dann trotzdem wieder bekommen.

23.06.2013 11:43 • #15


Woher soll man dann als Angstpatient wissen, ob man nun Borreliosesymptome hat oder nicht? Würden sich grippeähnliche Symptome denn schon nach Tagen einstellen? Ich kriege echt die Krise. Eben war ich so müde und fertig, dass ich kaum vom Sofa hoch kam. Kann ein normaler Arzt eine alte Infektion überhaupt von einer neuen unterscheiden? Oder muss ich damit zum Spezialisten?

23.06.2013 11:49 • #16


Hallo

Einmal kurz etwas vereinfacht erklärt :

Viren sind eine Art Zellkerne mit Erbgutinformationen, die sich
parasitär in andere (menschliche) Zellen einnisten um sich dort
zu vermehren.
Gegen Viren helfen nur Antikörper, die dieses Einnisten verhin-
dern und die feindlichen Zellkerne abtöten. Diese Antikörper
können vorsorglich durch Impfung erzeugt werden.

Bakterien sind quasi kleine Tierchen, die nicht von Antikörper
abgetötet werden können. Sie können aber durch Antibiotika,
was für sie Gift ist, abgetötet werden.

23.06.2013 11:50 • #17

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Ich kann deine Angst gut nachvollziehen. Ich bin bei meiner Borreliose damals auch fast verrückt geworden. Das schlimmste ist, dass man schlecht unterscheiden kann, was Symptome der Borreliose sind und welche von der Angst kommen.

Blöd ist auch, dass zwar ein roter Kreis ein eindeutiges Zeichen ist, dieser aber nicht immer vorkommt. Ich hatte damals keinen.

Ich drücke dir die Daumen, dass du dich nicht infiziert hast!

23.06.2013 12:25 • #18


Danke für die Erklärungen, jetzt habe ich das besser verstanden mit den Impfungen!

23.06.2013 12:26 • #19


Ich lasse auf jeden Fall Blut abnehmen. Bin aber verunsichert. Kann nach so kurzer Zeit schon was auftreten? Und der Hausarzt kennt sich doch sicher wieder mal nicht aus.

23.06.2013 12:33 • #20



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