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Burn

Burn
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Hallo zusammen

Ich habe jetzt schon länger nichts mehr über meine Gefühle geschrieben , sondern bin eher bei anderen Themen mit aktiv gewesen.

Aber ich wollte euch mal fragen ob Ihr diese unterschwellige Angst kennt, die einfach nicht weggeht?

Ich hatte jahrelang einen schlimmen Arbeitsplatz, bis nach 8 Jahren, Mobbing, bossing, Druck etc mein System schlapp gemacht hat. Immer öfter hatte ich Nervenzusammenbrüche und dann war der Punkt an dem ich da einfach nicht mehr hinkonnte. Es folgten 11 Monate krankschreibung und leider das schlimmste Jahr an das ich mich erinnern kann.
In diesem Jahr hatte ich das volle Programm mit Einer sehr regen Krankenkasse die Druck aufgebaut hat, einiges an wirr Ware beim Psychiater und letztendlich bei meinem Arbeitgeber eine Kündigung, mit sehr viel schmutziger Wäsche , was ich ohne Anwalt nicht hinbekommen hätte.

In dem Jahr bin ich immer mehr in Panik geraten so schlimm dass ich „tägliche S Gedanken „
Hatte und sehr alte Trigger aufgerissen wurden, bei denen ich gar nicht gedacht habe, dass ich diese so heftig habe.
Mir ist gefühlt mein ganzes Leben entglitten.
Parallel zu diesem
Kampf ist meine Mutter in eine Alterspsychose geraten und hat mich sehr stark belastet. Sie war dann 3 Monate in der Psychiatrie und ist jetzt in einem Pflegeheim. der Kampf mit ihr ist noch lange nicht vorbei und schmerzt mich sehr.

Lange Rede , ich habe es aber irgendwie hinbekommen einen kompletten switch hinzulegen. Bin Inmittlerweile bei einem neuen Arbeitgeber und dort auch in Vollzeit. Mir geht’s dort viel besser was den Druck angeht und den psychoterror….

Aber mein System hat sich noch nicht wieder erholt. Jetzt ist meine 6 monatige Probezeit vorbei und ich genieße auch wieder viele Dinge aber ich habe eine enorme Angst entwickelt vor der Zukunft.
Angst das ich jemals wieder so abstürze, mich nicht kontrolliert bekomme und evtl alles verliere. On top noch meine Mutter und ich hab hier arge Probleme mich abzugrenzen, dass ihr Schicksal nicht mein Schicksal sein muss.

Gefühlt habe ich jetzt zwar viele Jahre terror hinter mir ( war 16 Jahre bei meinem alten AG)! Hab jetzt aber soviel Unsicherheiten in mir, was ich gar nicht kenne.

Kennt ihr das auch? Und wie bekommt ihr es hin, dass diese Wunden heilen und ihr wieder Selbstsicherheit und Mut für die Zukunft fasst?

07.07.2026 x 2 #1


3 Antworten ↓

sandracookie
Ja das kenne ich mit dieser Angst "was wenn du wieder so schlimm abstürzt?"
Das Ganze prägt mich und hält mich nach jeder schlimmen Phase mit Depressionen und Panik zurück.
Erst braucht es viel Zeit um überhaupt raus zu kommen und sich zu erholen und dann ist man total gehemmt, ängstlich, unsicher und das Selbstvertrauen total im Keller.
Letzteres hat dazu beigetragen, dass ich mich sehr unterschätzt habe und dann teilweise meine Gutmütigkeit/Gewissenhaftigkeit ausgenutzt wurde, weil ich mich doch nicht getraut habe "Nein" zu sagen...

Was hilft mir?
- Die Verhaltenstherapie - gibt mir sehr oft andere Blickwinkel bzw. habe ich dadurch überhaupt erst die Chance wahrzunehmen, wo meine eigene Gedankenwelt zu verzerrt ist.

- Die Tagesklinik - hier hat mir besonders der Austausch mit der Gruppe geholfen, alle waren mega empathisch und man hat den anderen einfach gut verstanden, wegen ähnlicher Situationen und Krankheitsbilder. Habe auch noch regelmäßig Kontakt zu vielen, was sehr schön ist und Halt gibt.

- Achtsamkeit/Dankbarkeit - klingt immer abgedroschen, aber wenn man sich mal täglich 3 Dinge aufschreibt wofür man dankbar ist und sich bspw. auch fragt "was ist mir heute gut gelungen?" oder sich schöne Erinnerungen ins Gedächtnis ruft, kann man seinen Fokus sehr gut aufs Positive lenken. Wichtig ist die kleinen Schritte auch als Erfolge zu sehen und anzuerkennen, was mich zum nächsten Punkt bringt:

-Selbstmitgefühl und Akzeptanz - Nicht zu hart zu sich sein und sich wirklich die Zeit geben alles zu verarbeiten und sich nicht zusätzlich abzustrafen, wenn es nicht klappt oder nicht so läuft wie man es möchte. Jammern ist okay wenn es schwer ist, auch die Wut und Trauer zulassen, aber keine negativen Selbstgespräche, wo man sich nur noch mehr nieder macht.

Das ist mit Abstand der schwierigste Punkt und daran werde ich mein ganzes Leben lang noch arbeiten müssen, aber es gibt Dinge in meinem Leben, die mir wirklich wichtig sind und die ich nicht durch meine Erkrankungen verlieren möchte. Das ist ein Antrieb diese hatte Arbeit an mir selbst in Kauf zu nehmen.

x 1 #2


A


Wie komme ich in ein positives zukunftsbild

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Burn
@sandracookie
Vielen lieben Dank für deine ausführliche Antwort und deine Erfahrungen!
Ich kann da so einige Parallelen zu mir sehen.
Mir fällt es sowieso schon schwer selbst meine Erfolge zu sehen aber noch schwerer mich nicht selbst fertig zu machen.
Ich bekomme immer wieder rückgemeldet, dass ich extrem hart mit mir ins Gericht gehe.
die Liste der positiven Dinge, ist mir schon so oft begegnet und eine zeitlang habe ich dies tatsächlich auch gemacht. Allerdings eher in den stabileren Zeiten, als ich dann so sehr abgestürzt bin da gar nicht mehr.

für mich war auch die ganze krankenzeit echt schlimm, denn ich habe große Angst vor Institutionen. Ganz vorne an das Arbeitsamt, aber auch andere Behörden.schlimm wenn man dann immer mehr in diese Mühlen kommt.

naja ich schweife ab 😅

#3


Greta__
Zitat von Burn:
@sandracookie Vielen lieben Dank für deine ausführliche Antwort und deine Erfahrungen! Ich kann da so einige Parallelen zu mir sehen. Mir fällt es ...

Ich finde nicht das du abschweifst. Dein Thread und du kannst schreiben was du willst.

Ich habe auch Bossing und Mobbing kennengelernt und das hängt nach. Es macht sehr viel mit einem und das schüttelt man nicht einfach ab.

Ich bin auch Fraktion "Ich muss doch etc. pp." und es fällt mir unheimlich schwer los zu lassen im Sinne von 5 Grade sein zu lassen, Grenzen zu ziehen.

#4





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