Darüber habe ich auch schon einmal nachgedacht. Was wäre ich ohne meine Angst und wie kann ich sie betiteln? Ist sie eine Freundin, die mich begleitet, mag ich sie, oder lieber nicht, was ist wenn sie nicht mehr da wäre? Ist dann Leere? Oder bin ich froh, sie los zu sein? Fragen über Fragen? Was meint ihr?
Ohne meine Ängste wäre ich deutlich glücklicher Freier Zufriedener Ohne fesseln
Ich wäre wieder die Sonja die ich einmal war
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Sonja77 Mitglied
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Eine gesunde Angst die einem beschützt und die jeder haben sollte kann man als Freund ansehen
Eine kranke Angst wie sie die meisten hier kennen kann man nicht als Freund ansehen denn sie macht einem total kaputt
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Ferrum Gast
Ohne Ängste könnte ich mich entfalten. Ich hätte große Lust darauf und könnte die Energie, die ich für alle Umstände der Angst aufwenden muss, dort investieren. Ich komme gut klar, ich bin ich und nicht von Ängsten überflutet, aber das ist immer etwas, was man hinter sich herzieht und Rahmen setzt.
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aixetuM Mitglied
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Du bist dann weiterhin Du, nur mit weniger belastenden Emotionen. Der dann leere Raum muss anderweitig gefüllt werden. Da bieten sich schöne Emotionen ja an
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Luce1 Mitglied
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Zitat von Abendschein:
Was meint ihr?
Ich hasse sie. Aber:
Sie ist schon ein Teil von mir und gehört zu mir, ich weiß auch, sie wird mich immer begleiten.
Ist echt schwer zu erklären, aber ich habe sie, seit ich 16 bin.
Ich kenn es quasi gar nicht anders …
Hab grad 2 schlimme Tage hinter mir. Gestern bin ich nach dem Arzttermin am Nachmittag gleich ins Bett. Wollte nichts hören u sehen.
Heute geht es besser.
Es ist immer eine Hoffnung, dass es MORGEN bestimmt besser wird.
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Lerchen Mitglied
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@Abendschein
Eine sehe interessante Frage.
Ich habe gerade kurz in mich reingefühlt und mir die Zeit vorgestellt wo ich ohne meine aktuellen Ängste war. Als erstes fühle ich tatsächlich eine unbeschreibliche Freunde und ein Zuwachs an Energie. Ich denke, ich könnte ohne diese ewigen Hintergedanken viel freier sein und die Ziele, welche ich vor Augen hatte, wo ich noch nicht unter Ängsten litt, mit einer Leichtigkeit angehen und mein Potenzial ausschöpfen.
Desweiteren denke ich, würde ich schon ich bleiben, nur viel entspannter, fröhlicher, leichter, lebensbejaend. Ohne Ketten, welche mir die Angst angelegt hat.
Mir kommt da grade auch die Idee, dass die Vorstellung wohl als eine Art Visualisierungsübung gar nicht mal schlecht wäre.
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Türknopf Mitglied
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@Abendschein da ist er ja, Dein Beitrag! Schöne Frage! Ich stelle mir Frieden im inneren vor, Ruhe ohne oder nur wenig „was wäre wenn“ Gedanken. Gelassenheit, kein Drama im Kopf. Meine Psyche kann oft nicht Angst und Freude unterscheiden, da kommt nur Adrenalin und dann meistens Angst, obwohl es auch Freude sein könnte und selbst die fühlt sich oft bedrohlich an. Ich weiß das erst seit kurzem und seitdem ich das weiß versuche ich zu gucken, ist es Angst oder Freude? Ist richtig richtig spannend kann ich dir sagen.
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Schokowaffel_ Gast
Ohne meine krankhafte Angst hätte ich mehr Lust auf das Leben und mehr Vertrauen in mich und andere. Vor allem ist mir die Vorfreude auf etwas abhanden gekommen. Ich möchte mich wieder auf etwas freuen können.
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Backaru Mitglied
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Ich kann es selber nicht beurteilen, weil ich nur „normale“ Ängste kenne, die jeder andere auch hat.
Aber ein Leben in Angst stelle ich mir eingeschränkt und schrecklich vor, also kann es nur was gutes sein, würdest du Angstfrei leben können. Ich würde es dir von Herzen gönnen.
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Abendschein Mitglied
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Danke bisher, für Eure Antworten. Ich kenne sie, diese krankhafte Angst und ich weiß das sie mir anerzogen wurde, aber letztendlich ist es egal, woher sie kommt, sie lebt bei mir.
Es ist für mich schwer zu erklären, sie war immer da, schon als Kind. Versucht habe ich immer mit ihr zu leben, einfach war es nicht, aber ich bin ein kleiner Rebell und wollte mich von meiner Angst nie unterkriegen lassen, das heißt, sie sollte nicht über mein Leben bestimmen.
In gewisser Weise tat sie das aber und doch versuchte ich immer der Sieger zu bleiben, aus dieser Geschichte in meinem Leben. Ich ging einen Beruf nach, ich fuhr Auto, aber sie war an meiner Seite. Am schlimmsten waren die Panikattacken, die mich bis aufs tiefste Zittern ließen.
Die mir die Atmung nahm, das nicht schlucken können, zwei Jahre lang. Therapien gemacht und oft von Arzt zu Arzt gerannt, um etwas greifbares zu finden, woher diese tiefsitzende Angst kam. Meine Mama hatte immer Angst um mich.
Heute kann ich mich auch zurück lehnen und mein Leben genießen, sie ist nicht mehr für immer präsent die Angst. Gott sei Dank. Störend finde ich, das sie mich bei Untersuchungen hindert, locker zu bleiben. Durch die Angst steigt der BD. Das habe ich noch nicht in den Griff bekommen, aber ich arbeite daran. Ein Leben lang Arbeit. Manch einer der die Angst nicht kennt, hat kein Verständnis, das habe ich manches Mal im alltäglichen Leben gespürt.
Was wäre ich ohne meine Angst? Ich glaube der gleiche Mensch, wie jetzt, vom Charakter her, aber natürlich wäre ich ohne Angst, freier, mutiger, aber ich kann es mir nicht vorstellen, das sie nochmal ganz weg geht.
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Türknopf Mitglied
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@Abendschein vielleicht geht sie auch nicht weg, vielleicht ist sie eine Verbündete? Es gibt soviel wo man da drauf rumdenken kann und in welche Richtungen man die Angst schieben kann. Ich glaube zudem an Transgenerationale Traumata, meine Eltern haben mit Sicherheit ihre Ängste auf mich übertragen. Zusätzlich kommt noch die Epigenetik obendrauf. Also quasi immer die Frage was gehört zu mir und was ist meine Angst und was gehört mir gar nicht, sondern meinen Vorfahren. Ich hab tausende Gedanken zu all diesen Themen.
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Junika2906 Gast
Gesunde Angst - ja. Krankhaft- nein- macht unfrei. Aktuell ist sie der Wächter meines Körpers - übertreibe ich sagt sie mir hey - du bist komplett überreizt- lass das. Veränder was… darf aber demnächst bitte einfach wieder weg sein.. so wie vor 1,5 Jahren… das waren 3 wunderschöne Jahre ohne Gedanken Karussell und ohne innere Unruhe.
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-Biene- Mitglied
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Diese Frage habe ich mir auch schon oft gestellt. Ich habe aber auch oft das Gefühl, die Angst lieber nicht los zu lassen, weil ich dann WIEDER die neue Angst habe, ich übersehe irgendwas, was mein Körper an Signalen sendet. Obwohl diese Signale oft falsch sind und mir Lebensqualität und Lebensfreude rauben. Nach meiner OP ging es mir super. Mir tat nichts weh, mir gings gut. Aber seit 4 Wochen begleitet mich sogar manchmal richtige Todesangst und das ist nicht schön.
Ohne meine Angst hätte ich mehr vom Leben. Meine Depressionen kann ich als Teil meines Lebens annehmen, aber die Angst nicht.
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Arya_ Mitglied
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Unbeschwerter, frei im Kopf
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Logo Mitglied
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Das Leben ist leichter und schöner. Probleme gibt es jedoch immer. Aber, ich bin immer noch hier.
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Abendschein Mitglied
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Hallöchen, ich wollte mein Thema nochmal aufgreifen und habe jetzt wirklich gemerkt, das mir Gesellschaft mit lieben Menschen gut tut. So wie Gestern war ich den ganzen Tag mit Freunden (und natürlich mit meinem Mann) zusammen und es ging mir gut. Ich war Motiviert und hatte nichts, keine Symptome, nichts.
Heute Morgen war ich alleine und habe gemerkt, das wieder die Gedanken kommen. Die hatte ich Gestern nicht. Ich war abgelenkt und mir ging es gut. Habe den Unterschied gemerkt, sehr deutlich gemerkt.
Hat noch jemand ähnliche Erfahrungen gemacht? Oder andere?
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Faultier Mitglied
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Zitat von Abendschein:
Hallöchen, ich wollte mein Thema nochmal aufgreifen und habe jetzt wirklich gemerkt, das mir Gesellschaft mit lieben Menschen gut tut. So wie Gestern war ich den ganzen Tag mit Freunden (und natürlich mit meinem Mann) zusammen und es ging mir gut. Ich war Motiviert und hatte nichts, keine Symptome, nichts. Heute ...
Ich glaube es wäre schlimm wenn man als normaler und gesunder Mensch diese Erfahrung nicht machen würde 😊 Du bist ein geselliger Mensch und das ist auch gut so. Ich wünschte,ich wäre das auch da es das Leben so viel einfacher macht. Wenn man ein Einzelgänger ist hat man es viel schwerer. Bei schweren Depressionen wie ich sie habe mag man keine Gesellschaft und verkriecht sich lieber was neue Probleme mit sich bringt. Dann hat man nur schlechte Tage und kennt solche guten wie du ihn gestern hattest gar nicht mehr. Aber gerade dieses gesunde auf und ab ist so wichtig. Glaub mir wenn du nur gute Tage hättest wäre das auf Dauer auch nicht gesund und würde dich irgendwann krank machen.Wir alle wissen wie anstrengend ständig gut gelaunte Menschen sein können! Du hast dein *Antidepressiva* gefunden (Zeit mit guten Freunden und deinem Mann zu verbringen) und das ist viel besser als jedes Medikament auf der Welt! Also gönne dir ab und zu eine extra Dosis 😉
@Sonja77 Ich gebe dir so recht, denn die Angst, die uns hier alle jeden Tag begleitet, kann kein Freund sein. Im Gegenteil, sie ist unser größter Feind.