App im Playstore
Pfeil rechts
29

I

IstDochEgal83
Mitglied

Beiträge:
4
Themen:
1
Danke erhalten:
4
Mitglied seit:
Hallo Ihr lieben

Und vorab Danke für jede Nachricht, Antwort und Hilfe.

Ich selber bin m, 42 und ein eigentlich kerngesunder Mann. In den letzten zwei Jahren hab ich aber gemerkt, dass sich bei mir in gewissen Situationen etwas ändert. Mich stellen gewisse Situationen, wie zum Beispiel Präsentationen vor eine gewaltige Herausforderung. Vor wenigen Jahren fing das an, dass ich eine extreme Aufregung verspürt habe. Irgendwann änderte es sich in ein Zucken am Hals und eine extreme Anspannung im Körper. In den letzten Monaten hat sich das gesteigert und mittlerweile geht es mir schon Tage vorher nicht gut und wenn es dann soweit ist, ist mein Mund trocken, mein Bauch zuckt extrem (im Sitzen) und in meinen Gedanken möchte ich nur noch flüchten!

Das bescheuerte an der Sache ist, dass diese Situationen trotzdem immer einwandfrei laufen. Ich kann das so schwer erklären. Ich bekomme immer Lob, meine Beiträge werden geschätzt und sobald ich einmal angefangen habe, ist die Aufregung deutlich niedriger. Danach fühle ich mich oft wie neugeboren.

Ich kann auch keinen Auslöser dafür erörtern. Ich bin beruflich extrem erfolgreich, hab eine tolle Familie und eigentlich ein perfektes Leben ohne große Vorkommnisse. Anfangs hab ich mir selber gesagt, komm stell Dich der situation und du wirst stolz sein. Auch wenn diese ausnahmslos erfolgreich liefen, wird aber dieses beklemmende Gefühl immer stärker und ich habe langsam die Befürchtung, dass irgendwann wirklich der Tag kommt, wo ich die Schwelle zum "komm mach einfach" nicht mehr schaffe und ich weiss überhaupt nicht warum.

Mal ein konkreter Vergleich, der mich wahnsinnig werden lässt. Ich hatte vor zwei Tagen eine Präsentation (lediglich online) über ein Thema, an welchem ich seit zwei Jahren arbeite. Also der Stoff saß absolut und nur bekannte Zuhörer. Trotzdem hat es mich fast umgehauen und mir gingen Gedanken durch den Kopf, wie mit einer Lüge eine private Notlage vorzutäuschen, nur um aus der Situation zu flüchten. eine Woche vorher allerdings war ich mit meiner Frau in Wien auf einem Konzert (Böhse Onkels) mit 70.000 Zuschauern. Voll in der Menge und gestört hat es mich Null. Überhaupt kein Problem. Ich hatte einen super gut Tag.

Kennt das jemand oder weiss jemand, das Ganze zuzuordnen?

Von Herzen Danke fürs Lesen und alle etwaigen Antworten!

01.07.2026 #1


32 Antworten ↓
G

Gedeon
Mitglied

Beiträge:
234
Danke erhalten:
313
Mitglied seit:
@User_0815_4711
Es ist schon irre, wieviel man selber EIGENTLICH sagt und aussagt, ohne es selber zu erkennen, zu bemerken , bewusst wahrzunehmen. Du hast die Beispiele gut rausgepickt.

Zitat:
(man beachte den Nickname!) dürfte ziemlich hohen Leidensdruck haben. Von der Entwicklung her, wird es immer schlimmer, fast nicht mehr auszuhalten, zum davonlaufen.

Bei dem Namen Ist doch egal, könnte man eigentlich auch noch ein eigentlich mit einbauen.
Eigentlich ist mir alles egal.
Egal = belanglos, unwichtig, einerlei, gleichgültig

Zitat von User_0815_4711:
Ich bin mir unsicher, ob Überwinden eine dauerhaft erfolgreiche Strategie hier ist.

Verdrängen passt auch gut. Verdrängung macht auf Dauer krank.

Zitat von IstDochEgal83:
Was mich halt einfach so verunsichert, sind diese Starken körperlichen Anzeichen, die ich einfach nicht zuordnen kann. Aufregung ist ja das eine, aber Herzrasen, Muskelzucken und ein sehr starker Fluchtreflex/Wunsch macht mich halt einfach sehr sehr nachdnklich.

Das schlägt die PsychoSomatik bei dir zu.

Die Psychosomatik ( Psyche = Seele und Soma = Körper) ist ein Teilgebiet der Medizin. Sie beschreibt die enge Wechselwirkung zwischen Körper und Geist. Das bedeutet: Seelische Belastungen, Stress oder innere Konflikte können ganz reale körperliche Beschwerden auslösen

Psychosomatische Reaktionen sind oft sehr real und keine Einbildung. Wenn Ärzte nach gründlicher Untersuchung keine körperlichen (organischen) Ursachen finden, steckt meist das Zusammenspiel der Faktoren dahinter.
Zu den typischen Beschwerden gehören:
Kopfschmerzen oder Migräne
Magen-Darm-Beschwerden (z. B. Reizdarmsyndrom)
Chronische Rückenschmerzen oder Muskelverspannungen
Herzklopfen, Schwindel oder Atemnot

01.07.2026 14:21 • x 2 #24


Zum Beitrag im Thema ↓

A


Was ist mit mir los?

x 3


User_0815_4711

User_0815_4711
Mitglied

Beiträge:
3926
Themen:
5
Danke erhalten:
5111
Mitglied seit:
Genau dafür ist der Computer da, mal schauen, was er sagt:

"„Neu“ meint hier nicht „plötzlich aus dem Nichts ohne Vorgeschichte“, sondern eher: später Beginn bzw. Veränderung eines Musters im Erwachsenenalter.
Bei Angst bei Präsentationen ist typisch:
- Viele haben das schon seit Jugend/Studium in irgendeiner Form.
- Oder es bleibt lange mild und wird erst später deutlich stärker.
Dass es bei dir erst in den letzten 1–2 Jahren auffällt, kann mehrere Gründe haben:
- Stress-/Belastungsverschiebung: Auch ohne „große Krise“ können sich Verantwortung, Erwartungsdruck oder Selbstanspruch über Jahre langsam erhöhen, bis der Körper irgendwann „überlernt“.
- Konditionierungseffekt: Ein paar stark erlebte Auftritte (mit viel körperlicher Angst) können sich im Nervensystem festsetzen schon die Erwartung triggert dann Tage vorher Symptome.
- Aufmerksamkeitsfokus: Wenn man einmal merkt „da passiert körperlich was“, beobachtet man sich stärker verstärkt die Reaktion.
- Biologische Faktoren: Schlaf, Koffein, Hormone, Schilddrüse oder allgemeine Stressregulation können sich schleichend ändern.
„Nur ein Kontext betroffen“ ist typisch: Das System lernt sehr spezifisch: Bühne/Präsentation = Gefahr, Konzert/Menge = neutral/positiv. Das ist kein Widerspruch, sondern eher klassisch bei konditionierter Leistungsangst.
Kurz: Es muss nichts „Traumatisches“ oder offensichtlich Neues passiert sein. Oft ist es eher ein schleichendes Umlernen des Stresssystems, das irgendwann spürbar wird."

Kannst du damit irgendetwas anfangen?

Interessant finde ich in dem Zusammenhang das hier:
Zitat von IstDochEgal83:
Vor wenigen Jahren fing das an, dass ich eine extreme Aufregung verspürt habe.

Wie war das vorher, bist du da immer total cool gewesen?

01.07.2026 11:33 • x 2 #6


Zum Beitrag im Thema ↓


Feuerschale
Hallo,

also Versagensängste sind es dann eher nicht?
Weil du weißt dass du es schaffst, souverän meisterst?

Vielleicht ist es eine Art starkes Lampenfieber, weil man abliefert und eine unkontrollierte Situation hat?
Selbst wenn man weiß, dass man gut ist, kann es ja doch so eine Ungewissheit da geben.

Konzert sehe ich anders, weil du da ja in der Menge badest und niemand sein musst.
Also soziale Ängste per se scheinen es nicht zu sein, sondern wenn du im Mittelpunkt bist und aktiv was tust?

x 1 #2


CosmicPancake
Vielleicht hast Du viel mehr Stress als dir bewusst ist. Beruflich extrem erfolgreich heißt in der Regel auch, extrem viel Arbeit. Wenn Du bisher noch nicht Deine Grenzen kennengelernt hast, kann das Kennenlernen so beginnen. Ich hatte mit Anfang 30 einen Burnout, und da fand ich mich auch beruflich extrem erfolgreich.

x 1 #3


G
Zitat von IstDochEgal83:
Ich bin beruflich extrem erfolgreich, hab eine tolle Familie und eigentlich ein perfektes Leben ohne große Vorkommnisse


Das Wort „eigentlich“ ist eines der vielseitigsten Wörter im Deutschen. Es bedeutet, was ursprünglich „wesentlich“, „dem eigenen Wesen entsprechend“ oder „in Wirklichkeit“ bedeutete.

Es dient im Alltag als wichtiges rhetorisches Werkzeug mit mehreren Funktionen:

Die Realität betonen: In seiner Kernbedeutung wird es genutzt, um das Tatsächliche vom Schein zu trennen („Er sieht jung aus, ist aber eigentlich schon 50.“).

Als Abschwächung: Oft wird es unbewusst als Füllwort verwendet, um Aussagen zu relativieren und Konflikten aus dem Weg zu gehen:
„Das ist eigentlich eine gute Idee“)

Als Spannungsaufbau: Es kündigt häufig einen Gegensatz an. Wenn wir „Eigentlich wollte ich...“ hören, erwarten wir im zweiten Satzteil fast automatisch ein „...aber“

Hm, irgendein Stachel muss dich ja pieksen. 🤔

x 2 #4


Sonja77
Zitat von Gedeon:
Das Wort „eigentlich“ ist eines der vielseitigsten Wörter im Deutschen. Es bedeutet, was ursprünglich „wesentlich“, „dem eigenen Wesen ...

Ich danke dir für diesen für MICH interessanten Beitrag und Erklärung zu dem Wort „eigentlich“

Da Deutsch nicht meine Muttersprache ist und ich oft Mühe damit hab,finde ich das für mich eine große Hilfe denn ich selbst verwende das Wort „eigentlich“relativ häufig jedoch nie in dem Sinn wessen seine Bedeutung ist
Von daher werde ich mir das merken und mit dem Wort sorgfältiger umgehen

Entschuldigt bitte das Off topic hier

#5


User_0815_4711
Genau dafür ist der Computer da, mal schauen, was er sagt:

"„Neu“ meint hier nicht „plötzlich aus dem Nichts ohne Vorgeschichte“, sondern eher: später Beginn bzw. Veränderung eines Musters im Erwachsenenalter.
Bei Angst bei Präsentationen ist typisch:
- Viele haben das schon seit Jugend/Studium in irgendeiner Form.
- Oder es bleibt lange mild und wird erst später deutlich stärker.
Dass es bei dir erst in den letzten 1–2 Jahren auffällt, kann mehrere Gründe haben:
- Stress-/Belastungsverschiebung: Auch ohne „große Krise“ können sich Verantwortung, Erwartungsdruck oder Selbstanspruch über Jahre langsam erhöhen, bis der Körper irgendwann „überlernt“.
- Konditionierungseffekt: Ein paar stark erlebte Auftritte (mit viel körperlicher Angst) können sich im Nervensystem festsetzen schon die Erwartung triggert dann Tage vorher Symptome.
- Aufmerksamkeitsfokus: Wenn man einmal merkt „da passiert körperlich was“, beobachtet man sich stärker verstärkt die Reaktion.
- Biologische Faktoren: Schlaf, Koffein, Hormone, Schilddrüse oder allgemeine Stressregulation können sich schleichend ändern.
„Nur ein Kontext betroffen“ ist typisch: Das System lernt sehr spezifisch: Bühne/Präsentation = Gefahr, Konzert/Menge = neutral/positiv. Das ist kein Widerspruch, sondern eher klassisch bei konditionierter Leistungsangst.
Kurz: Es muss nichts „Traumatisches“ oder offensichtlich Neues passiert sein. Oft ist es eher ein schleichendes Umlernen des Stresssystems, das irgendwann spürbar wird."

Kannst du damit irgendetwas anfangen?

Interessant finde ich in dem Zusammenhang das hier:
Zitat von IstDochEgal83:
Vor wenigen Jahren fing das an, dass ich eine extreme Aufregung verspürt habe.

Wie war das vorher, bist du da immer total cool gewesen?

x 2 #6


User_0815_4711
Zitat von Sonja77:
Von daher werde ich mir das merken und mit dem Wort sorgfältiger umgehen

Ich vermeide es fast komplett. Man kann es durch "im Grunde genommen" ersetzen. Falls es so gemeint ist. Ansonsten einfach weglassen.

Wenn jemand in einer Aussage "eigentlich" verwendet, frage ich gerne: "Und uneigentlich?" 😉 .

x 2 #7


Sonja77
Zitat von User_0815_4711:
Ich vermeide es fast komplett. Man kann es durch "im Grunde genommen" ersetzen. Falls es so gemeint ist. Ansonsten einfach weglassen. ...

Danke

x 1 #8


YellowFerrum
Dann übergehe deine Probleme und stelle dich weiter den Situationen. Gewöhne dich an die Überwindung und baue dich daran auf, dass die Präsentationen doch sehr gut laufen. Zweifle nicht an dir und suche dass Selbstbewusstsein darin, dass du Erfolg hast. Möglicherweise hast du etwas soziale Phobie, die sich in bestimmten Situationen so äußern kann.

#9


User_0815_4711
Zitat von YellowFerrum:
Dann übergehe deine Probleme und stelle dich weiter den Situationen. Gewöhne dich an die Überwindung und baue dich daran auf, dass die Präsentationen doch sehr gut laufen. Zweifle nicht an dir und suche dass Selbstbewusstsein darin, dass du Erfolg hast.

@IstDochEgal83 (man beachte den Nickname!) dürfte ziemlich hohen Leidensdruck haben. Von der Entwicklung her, wird es immer schlimmer, fast nicht mehr auszuhalten, zum davonlaufen.

Man würde denken, man wird mit der Zeit immer souveräner, Lampenfieber immer weniger bzw. immer einfacher handzuhaben (War bei mir so, aber ich hielt meinen letzten Vortrag bereits vor über 20 Jahren, also in einen geringeren Alter als der FS jetzt ist). Hier ist die Entwicklung umgekehrt.

Ich bin mir unsicher, ob Überwinden eine dauerhaft erfolgreiche Strategie hier ist.

x 2 #10


CosmicPancake
Ne, OP sollte erstmal rausfinden, warum plötzlich diese Problematik da ist. Mein Burnout hat ähnlich begonnen.

#11


User_0815_4711
Zitat von CosmicPancake:
Mein Burnout hat ähnlich begonnen.

Der Computer hatte auch das auf dem Radar...

#12


CosmicPancake
Zitat von User_0815_4711:
Der Computer hatte auch das auf dem Radar...

Der Computer?

x 1 #13


User_0815_4711
ChatGPT. Elektronisches Brainstorming 😉 .

x 1 #14


CosmicPancake
Ah okay.

#15


I
Erst einmal danke für Eure Antworten! Wow, so viel Resonanz!

Ok das Wort eigentlich, ist vielleicht in dem Kontext etwas unglücklich gewählt worden. Natürlich gibt es privat immer mal Stress und Probleme. Das sind Sachen wie Konflikte mit den Kindern, Konflikte in der Beziehung etc. Aber alles in allem auf einem sehr niedrigen Niveau und meist auch sehr schnell gelöst. Ich führe eine sehr stabile Ehe und meine Frau gibt mir da auch unheimlich viel Halt.

Stress spielt bei mir durchaus eine ziemlich präsente Rolle. Ich hab eigentlich immer was zu tun, bin immer in Action aber ich brauche das irgendwie auch. Was mich halt einfach so verunsichert, sind diese Starken körperlichen Anzeichen, die ich einfach nicht zuordnen kann. Aufregung ist ja das eine, aber Herzrasen, Muskelzucken und ein sehr starker Fluchtreflex/Wunsch macht mich halt einfach sehr sehr nachdnklich.

Ich bin ein Mensch, der nicht gern im Mittelpunkt steht, aber ich mache diese Sachen einfach gerne, weil sie mir bisher immer Freude bereitet haben. Frei nach dem Motto "tue gutes und rede darüber" zwinkern

Bisher war mein Credo immer, Augen zu und Durch und es hat auch immer geklappt. Es stellt sich ber eben nicht dieser Effekt ein, dass ich sicherer durch diese Situationen laufe sondern ganz im Gegenteil.

Und ja, wenn ich das alles so lese, spielt Bewegungsmangel, Schlafmangel und Koffeinkonsum vermutlich ebenfalls eine Rolle.

x 1 #16


CosmicPancake
Zitat von IstDochEgal83:
Erst einmal danke für Eure Antworten! Wow, so viel Resonanz! Ok das Wort eigentlich, ist vielleicht in dem Kontext etwas unglücklich gewählt ...

Ich kann nur aus meiner Erfahrung berichten. Dieses ganze: "Ich mache das gerne.", "Ich brauche immer Action.", "Die Probleme in der Familie sind nur gering.", .... ist oft ein riesiger Selbstbetrug. Viele Menschen brauchen den Burnout um das zu erkennen, manche schaffen es auch ohne den großen Crash. Ich persönlich würde da ansetzen. Am einfachsten ist es, zum Arzt zu gehen, dich 4 Wochen krank schreiben zu lassen und dann mal schauen wie es Dir geht wenn Du zur Ruhe kommst. Zu Hause entlastet Du dann deine Frau, verbringst mehr Zeit mit den Kindern, usw. Geht es Dir dann besser, weißt Du wo Änderungen notwendig sind.

x 1 #17

Mitglied werden - kostenlos & anonym

Feuerschale
Zitat von User_0815_4711:
Wenn jemand in einer Aussage "eigentlich" verwendet, frage ich gerne: "Und uneigentlich?" .

Als Kind war "eigentlich" mein Wort Nr 1. Mein Vater fand das komisch, fragte warum wieso...ich wusste es nicht.
Ich fands damals "normal". Heute nutze ich es auch nicht mehr.

Im nachhinein würde ich sagen, es bedeutete für mich: in Punkto Ambivalenz (unter der Vielzahl an Möglichkeiten, Aspekten betone ich Aspekt XY) einen Sinn/Gewicht/Fokus setzen und viele andere Dinge wahrnehmen, gewichten aber als unterrepräsentativ sehen.

Bzgl "Stress lernen" - sowas ähnliches kam mir zu dem Thema auch in den Sinn.
Also Lampenfieberreaktionen, die irgendwann im ausgeschütteten Stress zu übersteigert sind und sich festsetzen.

Das Gegengewicht ist da auch mMn immens wichtig, also die Balance Freizeit - kein Leistungsdruck.
Tote Hose Konzert z B, das ist ja entlastend.

Ich denke es geht nicht um soziale Ängste, sondern um "abliefern auf den Punkt". Wie oft, wieviel. Das ist ein Modus, der körperlich und psychisch anspruchsvoll ist und es da auch die Balance braucht, um keinen Burnout zu bekommen.

x 2 #18


I
Das ist mein großes Problem. Ich fühle nicht wirklich, dass ich körperlich am Limit bin, außer in diesen Situationen. Innerlich sehne ich mich aber schon manchmal, einfach mal ganz für mich alleine zu sein. Ohne Arbeit, ohne Kinder, ohne Frau etc.

Dann freue ich mich aber riesig im Kreise meiner liebsten zu sein und vor allem der Gedanke, mich 4 Wochen krankschreiben zu lassen fühlt sich innerlich so falsch an. Ich war schon immer so, dass ich unheimlich von schlechtem Gewissen geplagt bin anderen Gegenüber, selbst wenn ich weiss, vollkommen im Recht zu sein oder rational richtig reagiert zu haben.

Aber ja, vielleicht mache ich mir auch selbst was vor und zeichne ein Bild eines starken Mannes, den es im Moment vielleicht so nicht gibt. Vemutlich verarsche ich mich wirklich selbst.

Ich musste schon früher mir alles selbst erarbeiten. Und ich bin auch wirklich stolz, was ich in meinem Leben erreicht habe. Aber ich hab einfach sehr große Ansprüche an mich selber. Ich bin niemals missgünstig und kann mich riesig über Erfolge anderer erfreuen aber ich denke mir selber immer: "Das schaffst Du auch. Nimm die Herausforderung an"

x 1 #19


Feuerschale
Zitat von IstDochEgal83:
Ich fühle nicht wirklich, dass ich körperlich am Limit bin, außer in diesen Situationen. Innerlich sehne ich mich aber schon manchmal, einfach mal ganz für mich alleine zu sein. Ohne Arbeit, ohne Kinder, ohne Frau etc.

Dann freue ich mich aber riesig im Kreise meiner liebsten zu sein und vor allem der Gedanke, mich 4 Wochen krankschreiben zu lassen fühlt sich innerlich so falsch an.

Diese Sehnsucht ist doch was gutes und normales und ich denke, das braucht es auch, um einen Akku mal aufzuladen.
Vielleicht wären ja auch mal kleinere Freiräume möglich?
Mal ein Spaziergang alleine, mal eine Stunde nachts auf dem Balkon alleine sitzen, alleine mit dem Rad weg o ä.

Es muss ja nicht schwarz oder weiß sein, alles oder nichts. (Also NUR sozial und Familie oder NUR Einsiedler; und nicht NUR Arbeit und Liefern oder NUR Totalausfall und kranksein).
Vielleicht braucht es da ein paar Nuancen?

Denkst du es wäre schwierig das umzusetzen?
Kämen da eher Widerstände aus dem Umfeld, wenn du dir Freiräume schaffst?
Oder eher Widerstände aus deinem eigenen inneren Kritiker, der einen Anspruch hat, wo es nicht
links und rechts gehen darf?

x 1 #20


A


x 4


Pfeil rechts



Youtube Video

Dr. Christina Wiesemann
App im Playstore