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56

S
@Jens_Hannover Hast du es schon von einem anderen Gerät versucht? Die Anmeldung bei Klara?
Das wird da noch als Tipp gegeben.
Der Beitrag ist ja freiwillig. Man kann das Forum ja ohne zahlen benutzen.

• x 1 #41


Jens_Hannover
Ich habe es bisher nur an meinem PC versucht. Am Handy bisher noch nicht, weil mir das immer so ein kleines Gefrickel ist. Aber ich probiere es. Das Komische bei der Angst bei mir ist es, dass es später abends ruhiger wird bzw. die Angst ganz aufhört und am nächsten Tag nach dem Aufstehen ist es wieder voll das.

• #42


A


Seit Freitag Dauerangst

x 3


S
@Jens_Hannover Vielleicht weil du müde wirst? Der Tag ist quasi geschafft, jetzt muss man nichts mehr leisten?
Morgens kenne ich das auch, dann hast du den normalen Anstieg vom Cortisol Spiegel und da das Nervensystem so „empfindlich“ ist springt alles an Alarmen an was nur geht.

• x 1 #43


Jens_Hannover
Oh sorry, dass ich jetzt erst antworte, ich hatte deine Antwort gar nicht bemerkt. Nein, dass ich abends ruhiger werde, hat nichts mit der Müdigkeit zu tun. Jetzt zum Beispiel gehts mir besser als heute den ganzen Tag über. Die Angst ist zwar nicht weg, aber es ist erträglich. Ich würde auch so gerne erlernen, richtig mit der Angst umzugehen, dass sie ihren Schecken verliert.

• #44


S
@Jens_Hannover das macht doch gar nichts, man ist ja nicht immer online.
Ich hoffe, du bist gut durch die Nacht gekommen? Es ist ja gut möglich, dass jeder eben „seine“ guten und schlechten Tageszeiten hat. Ich habe oft Angst vor der Nacht gehabt weil ich zB. nicht schlafen konnte.
Gib dir Zeit, das lernt man nicht in einer Woche. Und sicherlich ist eine Therapie ein guter Start und wird dir viele Impulse geben.
Bis dahin oder zusätzlich gibt es eben Hilfen wie Klara oder hier gibt es einen Thread, „Raus aus der Angst - so schaffst du es“ von Wayout.
Da hab ich auch viel raus ziehen können.

• x 1 #45


Jens_Hannover
Hallo Stefanie, habe vielen Dank für deine Antwort. Ja, durch die Nacht komme ich im Allgemeinen gut. Es ist ja so, je später es am Abend wird, desto weniger wird die Angst, wenn es gut läuft, ist sie sogar am späten Abend bis auf Null runter. Um dann wieder am nächsten Morgen erbarmungslos zuzuschlagen.
Übrigens haben die Downloads von Klaras Seite über Handy geklappt. Früher hätte ich gesagt, typisches Postkartenspruch-Blabla. Aber auch das will ich nicht mehr, so von vornherein abfällig und abwertend sein, wie ich es früher war. Diese Angst momentan macht mir auch deutlich, dass es einige Sachen gibt, die ich einfach nicht mehr so will und ändern will.
Ich denke, man muss die Angst nicht gleich wie den besten Freund begrüßen, aber vielleicht zunächst einmal akzeptieren lassen, vielleicht wie ein Unwetter, das gerade tobt. Es ist da, das ist eben so, so nach dem Motto. Irgendwo bei Klara habe ich auch den Satz gelesen: "Eine Veränderung beginnt bereits mit dem Wechsel des Blickwinkels" oder so änlich. Und da will ich hin, zu dieser Erkenntnis.
Weißt Du, Stefanie, ich bin diese alten Muster auch leid, das erkenne ich in dieser Angst. Ich möchte neue Wege finden, mich neu besinnen, anstatt dem alten starren Muster weiter zu folgen. Ich weiß aber auch, dass ich noch da ganz am Anfang stehe.
Vielleicht denkst du auch, jetzt hat er die Vollklatsche. Aber es sind meine momentanen Gedanken.

• #46


Jens_Hannover
Ach ja, der Termin, nein es ist keine direkte Therapie am 23. September, also heute in einer Woche. Es ist ein Termin in einer ambulanten psychiatrischen Praxis hier in Hannover, bei der ich schon einmal war. Mal sehen, was dabei herauskommt.
Und eine Therapie machen möchte ich auf jeden Fall, ich weiß nur nicht, welche die richtige ist. Ober Verhaltenstherapie oder tiefenpsychologisch, keine ahnung. Denn ich würde die Ängste am liebsten im Fundament, an der Wurzel packen und raus damit

• #47


B
@Jens_Hannover Nein, Du und wir alle haben keine Vollklatsche. Einfach Menschlich. Ich bin von Hause aus Mathematiker und war lange sehr kritisch bis ablehnend gegen das ganze "Sozial- und Psychozeug". Ja, ich habe auch viel von Klara gehört und gelesen. Mehrere Therapien, unterschiedliche Therapeuten, weil unterschiedliche Situationen und Umstände.

Zu Anfang habe ich mal gelesen: "Die Angst ist eine Chance"

Typischer Glückskecksspruch habe ich mir gedacht. Tatsächlich habe ich mit meiner Beschäftigung mit mir (nicht nur meiner Angst) wirklich etwas vom Menschsein und wie ich besser im Leben allgemein klar kommen kann gelernt.

Das Absurde ist: genau betrachtet habe ich mein Überleben meiner Angst zu verdanken. Wenn ich damals nicht dieses Bauchgefühlt, diese Sorge, diese leichte Angst gehabt hätte, wäre ich nicht zum Herzcheck gegangen. Das daraus eine Herzneurose dann entstand ist dann ein andere Problem. Mittlerweile wird auch immer mehr bei der Kardiologie erkannt, dass eine sofortige psychologische Begleitung angeboten werden muss.

Also, ich freue mich dass wir hier frei und so herzlich miteinander umgehen können und uns gegenseitig unterstützen.

• x 2 #48


Jens_Hannover
@Stefanie75 Hallo Stefanie, bist du sauer oder habe ich etwas falsches gesagt? Wenn ja, dann sage mir bitte Bescheid, damit man das aus der Welt schaffen kann

• #49


Jens_Hannover
@bory Hallo Bory, grüß dich. Die Angst sehe ich jetzt nun ganz und gar nicht als Chance, aber so weit, dass ich erkenne, was ich nun gar nicht mehr will. Das ist vor allem, etwas zuzulassen, was ich vorher als Postkarten- oder Glückskeksspruch abgetan habe. Offener zu werden und nicht mehr in den alten starren Mustern zu bleiben.

Das Quälende ist, die Angst lässt zwar in den späten Abendstunden nach und schlägt am nächsten Tag kurz nach dem Aufstehen wieder erbarumungslos zu und man quält sich nur so durch den Tag, bis der Abend wieder lediglich nur eine Atempause bringt.

Wenn ich daran zurück denke, schon zwei- oder dreimal, weiß ich jetzt nicht genau, ist die Angst von selbst wieder gegangen und blieb für Jahre weg. Dass es diesmal wieder so ist, erscheint mir schier unmöglich.

• #50


B
Ja, das quälende kenne ich auch gut. Den ganzen Tag, gefühlt 24/7. Ich habe Tagebuch geführt und heute lese ich es mit Schaudern.

Jens, es geht. Ganz sicher. Aber du musst was konsequent tun. Nur warten und hoffen hilft irgendwann nicht. So kam ich zu anfang auch noch gut durch, nur um dann umso tiefer abzustürzen. Ich war kurz davor nicht mehr aus dem Haus gehen zu können.

Ich habe zu neuer Stärke gefunden durch meine Beschäftigung mit meiner Angst. Ich komme jetzt mit Situationen klar, denen ich früher VOR meiner Angstgeschichte ausgweichen wäre. Ich kann sie sogar lösen.

• x 1 #51


Jens_Hannover
@bory Danke für die ehrliche Anwort. Ja, ich möchte auch was tun. Am 23. September habe ich einen Termin hier in Hannover in einer ambulanten psychiatrischen Praxis. Aber das ist noch eine Woche hin und noch so lange. Und so lange noch Panik schieben, ist der blanke Horror.

Heute ist bereits wieder der 7. Angst-Tag. 2018 habe ich das ganze sage und schreibe sechs Wochen ausgehalten und ausgesessen, bis es am 2. Weihnachtstag 2018 von selbst verschwand. Aktuell liegen meine Nerven blank. Unabhängig zum Termin werde ich morgen zu meiner Hausärztin gehen und fragen, ob sie mir was gegen die Angst zur Überbrückung bis dahin verschreiben kann. Auf das uralte Promethazin (auch als "Atosil" bekannt) spreche ich gut an und es hat den Vorteil, dass es nicht abhängig macht. Bei der psychiatrischen Praxis von 2018 war ich schon mal, aber die verschrieben nur Psychopharmaka-Pillen und das wars. Ich werde diesmal sagen, dass es zwar ok sein mag, aber ich möchte nicht ausschließlich nur Pillen schlucken, sondern proaktiv etwas tun.

Nur weiß ich nicht, was.... Das ist wie ein undurchdringlicher Urwald alles vor mir. Hinzu kommt diesmal noch ein anderer Trigger, der damals nicht da war. Aber um das zu schreiben, das würde hier den Rahmen sprngen. Das würde ich in einer pn tun, wenn das ok ist.

• #52


Jens_Hannover
@bory Danke für die ehrliche Anwort. Ja, ich möchte auch was tun. Am 23. September habe ich einen Termin hier in Hannover in einer ambulanten psychiatrischen Praxis. Aber das ist noch eine Woche hin und noch so lange. Und so lange noch Panik schieben, ist der blanke Horror.

Heute ist bereits wieder der 7. Angst-Tag. 2018 habe ich das ganze sage und schreibe sechs Wochen ausgehalten und ausgesessen, bis es am 2. Weihnachtstag 2018 von selbst verschwand. Aktuell liegen meine Nerven blank. Unabhängig zum Termin werde ich morgen zu meiner Hausärztin gehen und fragen, ob sie mir was gegen die Angst zur Überbrückung bis dahin verschreiben kann. Auf das uralte Promethazin (auch als "Atosil" bekannt) spreche ich gut an und es hat den Vorteil, dass es nicht abhängig macht. Bei der psychiatrischen Praxis von 2018 war ich schon mal, aber die verschrieben nur Psychopharmaka-Pillen und das wars. Ich werde diesmal sagen, dass es zwar ok sein mag, aber ich möchte nicht ausschließlich nur Pillen schlucken, sondern proaktiv etwas tun.

Nur weiß ich nicht, was.... Das ist wie ein undurchdringlicher Urwald alles vor mir. Hinzu kommt diesmal noch ein anderer Trigger, der damals nicht da war. Aber um das zu schreiben, das würde hier den Rahmen sprngen. Das würde ich in einer pn tun, wenn das ok ist.

• #53


S
@Jens_Hannover Hallo Jens, nein, ganz und gar nicht. Entschuldige, ich stehe gerade einer Freundin bei die eine familiäre Katastrophe erlebt und irgendwie waren damit meine Ressourcen erschöpft.
Ich wollte nicht, dass du dich deshalb schlecht fühlst. Du hast gar nichts falsch gemacht!
Lieben Gruß

• x 1 #54


Jens_Hannover
@Stefanie75 Hallo Stefanie, danke dir ganz herzlich für Deine Antwort, na das beruhight mich ja, dass ich dich nicht genervt habe. Der Tag heute wieder war die Hölle und ich gehe morgen früh erstmal zu meiner Hausärztin, ob ich bis zum Termin in der psychiatrischen Praxis etwas Angslösendes zur Überbrückung verschrieben bekommen kann... Weil das Wochenende steht vor der Tür und damit fühl ich mich gar nicht wohl

Aber dass deine Ressourcen am Ende sind, bei der Problematik Deiner Freundin, ist verständlich...

Lieben Gruß auch an Dich

• #55


S
@Jens_Hannover Das sollte absolut nicht so ankommen.
Finde es sehr gut, dass du deine Hausärztin fragst. Wenn du da schon ein Medikament hattest was dir geholfen hat, dann ist es sicher gut es für den Notfall zu haben. Manchmal reicht das Haben ja schon aus.
Ich wünsche dir einen erfolgreichen Termin.🍀

• x 1 #56


Jens_Hannover
@Stefanie75 Naja, ein Termin ist es nicht direkt, ich gehe morgen in die sogenannte "Notfallsprechstunde". Dann muss ich zwar früh hoch, aber das ist es mir wert. Der Leidensdruck ist groß genug. Ich werde fragen, ob ich Promethazin verschrieben bekommen, das ist auch unter dem Handelsnamen "Atosil" bekannt. Das Medikament ist zwar an sich uralt, aber hilft mir echt gut, ich kenne es bereits und hab damit bislang gute Erfahrungen gemacht. Außerdem macht es nicht abhängig, das ist das Wichtigste.

Habe vielen Dank für Deine guten Wünsche, kann ich gut gebrauchen

• #57

Mitglied werden - kostenlos & anonym

B
@Jens_Hannover Ja, Du kannst mich gerne direkt anschreiben. Zu Medikamenten kann ich nichts sagen, da ich nie welche genommen habe, aber über alles andere gerne.

Es wird wieder besser, wenn Du den Willen hast. Ganz sicher.

Was nicht heißt, daß jeder der im Moment noch festhängt versagt hat oder keine Willen hat. Nicht falsch verstehen.
Es ist anstrengend, schwierig, aber zu schaffen.

• #58


S
@Jens_Hannover Hallo Jens, wie lief es denn heute bei deiner Hausärztin? Konntest du das Medikament bekommen und hat es dir geholfen?
Lieben Gruß

• #59


Windy
Zitat von Jens_Hannover:
ich war noch nie in einer psychiatrischen Klinik und habe dann immer das Bild der geschlossenen Abteilung vor Augen, dass man mit Psychopharmaka vollgepumpt wird bis zur Selbstaufgabe, bis man nur noch den Ärzten nach dem Willen tanzt und man durch Medikamente kaputtgemacht wird, bis die einen Grund finden, jemanden festzuhalten.

Das ist überhaupt nicht abwegig! Hab da auch schon so manches mitgekriegt ... NIEMALS einem aus der Psybranche, ne Vormundschaft unterschreiben und NIEMALS Vermögen preisgeben.

• #60


A


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