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1

M

marcel7
Mitglied

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Hallo alle miteinander.
Ich hatte vor 4 Jahren schonmal Probleme mit dem Essen aufgrund von Klosgefühl im Hals und Angst. Nach etlichen Untersuchungen, kam bei der Gastro Helicobacter und leichte Gastritis raus. Durch Medikamente wurds dann mit der Zeit wieder gut.
Nun zu meinem jetzigen Problem.
Seit meiner ersten Panikattacke im Februar geht alles bergab. Etliche Symptome, Angstzustände, Panik. Und auch das Essproblem ist wieder da. Seit 1-2 Monaten ist jeder Biss ein Kampf. Zu meiner generellen Apetitlosigkeit kommt dazu wenn ich etwas esse kommt nach 2-3 Bissen ein flaues Gefühl in den Kopf wie wenn man sich übergeben muss oder gleich irgendwas passiert. Ich kann es garnicht beschreiben, wirklich einfach wie Übelkeit im Kopf, dazu viel aufstoßen. Schmerzen hab ich so gut wie nie.
Dazu muss ich erwähnen dass ich 1 Monat Sertralin und seit 2 Wochen auf Fluoxetin umgestellt habe.
Bis jetzt habe ich großes Blutbild gemacht: Alles gut nur Kupfermangel, Magen geröntgt: Alles gut, Harn: gut, Stuhlprobe: Negativ auf Helicobacter
Was noch ansteht: Kopf MRT und Gastro.
Allein der Gedanke dass ich NICHT normal essen kann macht mich kaputt.
Ich wäre für jeden Rat und ähnliche Erfahrungen dankbar.

16.07.2026 x 1 #1


1 Antwort ↓

RoterNorden
Moin Marcel,

danke für deine Offenheit! Die Problematik mit dem Essen kenne ich beim oder nach dem Auftreten von Panikattacken und vor allem wenn ich in Gegenwart von anderen Personen esse.

Was auf jeden Fall positiv ist, dass du alles durch Ärzte hast abklären lassen und weiter abklären lässt! Du bist aktiv dabei und nimmst dir auch Hilfe, darauf kannst du definitiv stolz sein! Ich drücke da schonmal die Daumen!

Meine Tipps bzw. Anregung wäre, dass du schaust, wann und wo oder unter welchen Umständen treten die Probleme beim Essen auf?! Ist es immer, gelegentlich oder unter bestimmten Umständen?

Während eines Klinikaufenthalts hatte ich Kontakt zu Mitpatienten, die ähnliche Probleme beim Essen hatten, wie du sie beschreibst. Ihnen wurde empfohlen kleinere Portionen zu essen und sich auch die Zeit bei jedem Bissen zu nehmen und zu geben. In gewisser Weise achtsam Essen. Was für den Kopf, gerade beim Essen zu Hause, helfen könnte, dass du dir vor Augen rufst, dass du zu Hause bist, in deinem Safe-Space. Und selbst für den recht unwahrscheinlichen Fall, dass du dich übergeben würdest, dann wäre das okay und du würdest das auch schaffen! Zu Hause wird dich niemand schief angucken oder verurteilen. Wenn du mit Familie oder Mitbewohnern zusammenlebst, sprich mit ihnen offen über diese Probleme, so dass sie bescheid wissen und könnte dir etwas Sicherheit vermitteln. Wenn das Gefühl der Übelkeit auftritt, versuche deine Gedanken nicht darauf zu konzentrieren.

Sollte die Übelkeit mit deinen Angstzuständen und oder Panikattacken zusammenhängen möchte ich dir kurz erklären wie der Körper dann reagieren kann. Bei Angst und Panik, geht dein Gehirn und dein Körper in den Offensiv- oder Defensivmodus. Das ist ein Urinstinkt. Dabei wir dem Verdauungssystem z.B. signalisiert, sich eventuell zu entleeren, um den Körper leichter zu machen und besser fliehen zu können.

Es gibt definitiv Mittel und Wegen und auch Arten der Unterstützung, die dafür Sorgen können, dass du wieder normal essen kannst und auch wirst! Setz dich am Besten momentan nicht zu sehr noch zusätzlich unter Druck! Ja, die Situation ist belastend und auch, gerade wenn du nicht weißt was da los ist, beängstigend. Aber das ist auch absolut verständlich und dafür musst du dich nicht schämen! Es ist okay!

Ich hoffe, dass meine Eindrücke und Tipps dir vielleicht helfen können! Bitte beachte, dass alles was ich beschrieben habe, auf eigenen Erfahrungen beruht und es nicht zwangsläufig bedeutet, dass es genau auf deine Situation zutrifft. Ich wünsche dir viel Kraft und nur das Beste!

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Dr. Christina Wiesemann
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