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H

Houle
Mitglied

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1
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Mitglied seit:
Hallo Zusammen liebes Forum,
Bin hier irgendwie so reingestolpert und ich dachte mal ich sag kurz Hallo.
Ich weiß jetzt ehrlich gesagt nicht ob ich hier jetzt richtig oder falsch bin, mir ist vor paar Wochen was passiert was mich zuerst völlig verwirrt hatte, wusste garnicht was mit mir los ist. Ich Arbeite normalerweise im Tagdienst hatte mich dann aber überreden lassen für paar Monate in den Nachtdienst zu wechseln. Zuerst lief alles gut, ich kam Morgens nach Hause und konnte zur Ruhe kommen, dann nach 2 bis 3 Monaten wurde ich innerlich immer unruhiger konnte das garnicht so richtig einordnen, schlafen ging immer schlechter und es stieg ne Art Panik in mir auf. Herzrasen, ne Art Schnappatmung , auch wenn ich frei hatte kam ich nicht mehr so richtig runter. Ich muss dazu sagen das ich zwischen drinne auch noch paar Tagdienste hatte, also so 7 bis 8 Nächte einen Tag frei dann paar Frühdienste usw. Auf jeden Fall ging dann erstmal nix mehr, Beschwerden wurden schlimmer, es fühlte sich teilweise so an als würde sich mein Hals zuschnüren ( auch wenn sich das wohl komisch anhört). War beim Arzt, der meinte es klingt für ihn nach Panikattacke, Blut und Vitalwerte waren gut. Hab mich dann aus dem Nachtdienst nehmen lassen und die Beschwerden waren weg. Das ganze beschäftigt mich allerdings noch und hat mich echt verunsichert, Freunde sagen ich habs auch echt übertrieben mit Arbeit. . Kennt das hier jemand, ist wem schon was ähnliches passiert?
Würde mich sehr über die eine oder andere Rückmeldung freuen.

Gruß Houle

24.04.2026 #1


8 Antworten ↓

SilentRoG
Zitat von Houle:
Hallo Zusammen liebes Forum, Bin hier irgendwie so reingestolpert und ich dachte mal ich sag kurz Hallo. Ich weiß jetzt ehrlich gesagt nicht ob ich ...

Ich hatte durch Nachtschichten einen Boreout, weil mir ein gewisses Stresslevel gefehlt hat, das ich brauche.
Ich arbeite jetzt zwar auch hin und wieder bis in die Nacht, aber eben nicht die Nacht durch.

x 1 #2


A


Panikattacke durch Schichtwechsel

x 3


Schlaflose
Zitat von Houle:
Kennt das hier jemand, ist wem schon was ähnliches passiert?

Ich hätte nie im Schichtdienst arbeiten können, weil ich dann überhaupt nicht hätte schlafen können. Ich muss einen strikten Schlafrhythmus einhalten (auch jetzt, wo ich Rente bin), sonst bin ich geliefert.

x 2 #3


NeonPixie
Schichtarbeit in so einem Muster ist physiologisch gesehen eine der schlimmsten Belastungen, die man seinem Nervensystem antun kann. Der Körper hat keinen festen Rhythmus mehr, der Cortisolhaushalt gerät komplett durcheinander, der Schlaf regeneriert sich nicht richtig, auch wenn man schläft. Irgendwann läuft das System auf Reserve und dann braucht es nicht viel, um in den Alarmmodus zu kippen.

Das Halszuschnüren ist ein klassisches Angstsymptom durch Muskelanspannung.

Du hast einen sehr klaren Auslöser und der ist weg. Die Beschwerden sind weg. Das ist ein sehr positives Zeichen dass dein Nervensystem grundsätzlich in Ordnung ist

x 2 #4


H
@NeonPixie
Danke für deine liebe Antwort und natürlich auch ein Danke an die anderen Antworten.
Deine Antwort beruhigt mich echt da ich im Moment auch wieder ein gutes Gefühl habe, ich hatte mich vorher nie mit dem Thema wirklich befasst und hatte bis vor kurzem auch keine Ahnung das es einen da so aus dem nichts erwischen kann, ich werde da in Zukunft viel besser auf mich achten.

x 1 #5


N
Ich kenne mich damit leider auch aus.neben Tag und Nachtschichtwechsel (ständiger Wechsel) und 12 Std Schichten gab es nicht selten über 12 Stunden oder heute früh raus, morgen frühs erst nachhause gekommen, mal 2 Std schlaf, mal 6 Std schlaf.... heute meine ich, der Mensch ist nicht für Nachtschicht gemacht und das hat nichts mit Schwachsein zu tun das ist ein Urmechanismus des Menschen. Tags aktiv, nachts schlafen. Ich hab das ignoriert und dann auch Signale des Körpers ignoriert (Herstolpern, Atemwegsprobleme, Schwindel etc.). Da ich das zu lange gemacht habe ist ein "ändern" nicht sofort das Ende der Symptome aber ich erkenne Besserung sobald ich mal Urlaub habe oder krank bin. Also ja, es ist meiner Erfahrung nach durchaus möglich, das Nachtschicht sowas auslöst.

Schön, dass du frühzeitig die Leine gezogen hast und die Erkenntnis vorallem schon früh gewonnen hast.🙂🙏

x 1 #6


H
@Äni2026 Danke für deine Antwort und Danke für deine lieben Worte. Ist auf jeden fall irgendwie beruhigend zu wissen das es anderen Menschen auch mal so geht. Ich finde das mit dem Urmechanismus total spannend, da hab ich noch nie drüber nachgedacht, ist aber absolut treffend.

Gruß Houle

x 1 #7


N
@Houle

Ich habe mir darüber viele Gedanken gemacht, weil ich Spass an der Arbeit habe und mein Arzt einmal zu mir sagte, nur weil du Spass daran hast und das nicht erkennst, heißt das noch lange nicht, dass du dich damit nicht überforderst. Außerdem hat man immer im Hinterkopf, dass andere das ja auch machen, den Wechsel oder auch nur Nachtschicht und haben keine Probleme damit, zumindest nicht ersichtlich. Ich habe mir immer gesagt, wenn ich Stress hätte, dann würde ich das doch merken, wie wenn man sich abhetzt weil man Stress im Bad hat, weil man spät dran ist - sowas eben. Aber ich kann mir vorstellen, dass das nicht immer so klar und eindeutig ist, weil man gelernt hat auch Dinge zu übersehen oder sie eben auch mal zu ignorieren. Noch mehr, dass man selbst nicht zu schnell überbewerten will. Kennt man ja schon bei Kleinigkeiten im Alltag. Man muss auch mal die Zähne zusammenbeißen - so nach dem Motto.

Der Urinstinkt eines Menschen glaube ich, ist ein Fass ohne Boden, da man heute einfach nicht mehr einfach so daran festhalten kann. Alles hat sich geändert und wir haben uns anders entwickelt und ein Stückweit ist das auch machbar und nötig. Aber inzwischen weis ich aber (ich habe selbst auch Dienstplanungen gemacht), dass es einfach Menschen gibt, die Nachtschicht nicht machen können. Schnell bekommt man dann gesagt, dass man dann nichts für den Job ist und "ne Lusche". Aber das ist vielleicht der perfekte Mann für den Job (fachlich). Also sollte man Raum für Möglichkeiten haben Dienste als Planer anzupassen. Es gibt genug Gegenspieler, die lieber mehr oder nur Nachtschicht machen und man kann es anpassen. Fazit: Meine Meinung, kann man machen, wird man aber zu spüren bekommen wenn man nicht der Mensch dafür ist. Und das ist bei dem einen ausgeprägter bei dem anderen nicht so. Sich zwingen ist keine Option und weder gut für den AG noch AN.

#8


N
@NeonPixie

Verspannung ist da das Richtige Stichwort. Meine körperlichen Beschwerden wurden bisher ebenfalls auf Verspannung behandelt. Ich hab das nicht geglaubt weil das neben "ich kann nicht richtig einatmen" und Kopfschmerzen zu Lähmungen gekommen ist. Da sagt der Arzt Verspannung... ich dachte das ist doch irre und völliger Unsinn. Aber inzwischen denke ich, dass ein Angstgefühl, auch wenn man es perse nicht merkt oder als solches zuordnen kann den gesamten Körper verspannen lässt - Anspannung also. Man sitzt verkrampft, man macht sich klein, man atmet flach und man geht steif. Wenn man das längere Monate oder sogar Jahre macht, dann kann ich mir vorstellen, dass es durchaus körperliche Beschwerden geben kann, die wie in meinem Fall auch nicht nach einer Auszeit verschwunden sind. Bei mir ist das wirklich so, dass wenn ich zuhause bin es mir besser geht (nicht verschwunden, aber besser) sobald ich an der Arbeit bin, weil ich denke es ist ja alles wieder gut, dann dauert es wie verhext, max ein, zwei Tage und die Schmerzen und Beschwerden sind in vollem Umfang wieder da wo ich anfangs verzweifelt nach Theorien gesucht habe wie der Stuhl ist Mist, die Schuhe sind nicht die Richtigen, ich besorg mir mal eine Bandage dafür.... Alles nicht Zielführend gewesen.

x 1 #9





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