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Huhu

Also, erstmal ganz zum Anfang, ich leide schon seit meinem 15 Lebensjahr an Panikattacken, also seit 5 Jahren.

Nun ist mir mal aufgefallen, das ich nach einem negativen Ereignis (Trennung, Tot in der Familie / Bekanntenkreis, Unfall in der Familie / Bekanntenkreis, usw.) verstärkt Pa's bekomme.

Zum Beispiel, als ich erfahren habe, das eine Bekannte einen Autounfall hatte, bei dem ihr allerdings nichts passiert ist, bekam ich sofort eine Panikattacke.

Als ich letzte Woche erfahren habe, das mein Freund sich heimlich mit anderen Frauen trifft, treten die Pa's auch wieder verstärkt auf.

In der Zeit fühl ich mich sogar in meiner Wohnung unwohl und bekomme Pa's, obwohl ich zu Hause noch nie eine Attacke hatte.

Bekomme sie eigentlich nur an Orten, von denen ich nicht schnell flüchten kann, weil es entweder keinen schnellen Weg gibt, oder mir es einfach peinlich wäre

Naja, wollte nur mal wissen, ob das einer von euch kennt, das sie nach so einem Ereignis bei euch auch verstärkt auftreten, oder ob ich einfach nur irre werde und schon alles einbilde

Freu mich auf zahlreiche antworten

Kati

27.11.2007 04:34 • 28.11.2007 #1


14 Antworten ↓


ZZerRburRuSs
hallo

die sachen die du da aufzählst sind ja erstklassige auslöser für panikattacken !
sie endziehen sich ja komplett deinem einfluss und unschön sind sie obendrein auch noch.
du wirst wohl keines wegs irre sondern hast recht typische panikattacken in dafür typischen situationen .

wie wärs denn mal wenn du deinen freund zum teufel jagst und dir ne verhaltenstherapie gönnst ?!
hast du schonmal ne therapie gemacht?

alles gute für dich ZZ

27.11.2007 04:55 • #2



PA nach negativem Erlebnis / negative Information?

x 3


Ja verjagt hab ich ihn ja schon

Aber mit der Therapie, oder überhaupt zu einem Psy zu gehen, kann ich irgendwie nicht

Ich kann ja nicht mal mit meiner Familie darüber reden, wie soll ich mich dann jemand fremden öffnen?!?

27.11.2007 14:39 • #3


Hallo Kati,

ich kann deine Erzählungen gut nachvollziehen. Bei mir treten PAs auch gehäuft auf, wenn ich unter Streß stehe, bzw. eine lange zeit unter Streß stand und dieser dann auf einmal wegfällt und ich ein paar ruhige Tage habe.

Als meine Freundin sich relativ überraschend getrennt hat, hatte ich auch verstärkt mit PAs zu kämpfen. Denke aber, das ist normal. Jeder reagiert anders auf solche Ereignisse: Einer kriegt Migräne, ander Bauch- oder Rückenschmerzen, wieder ander halt PAs.

Aber wieso kannst du mit Deiner Familie nicht drüber reden? Oft hilft es schonmal wenn man mit jemand, dem man vertraut, ganz offen drüber redet. Kann ja auch ein freund oder Freundin sein.

27.11.2007 15:37 • #4


Hi fehlzündung,

ja wenn ich das wüsste, dann wäre ich schon eine ganze Ecke schlauer

Meine Familie kann sich schon denken, aber ich streite es immernoch total ab wenn ich darauf angesprochen werde.

Bis ich dieses Forum vor ein paar Wochen gefunden habe, dachte ich ja auch noch das es nicht so viele Menschen gibt, die dieses Problem haben.

Da ich eine Bekannte habe, die Panikattacken durch einen Schwangerschaftsabbruch bekam und ich die Reaktionen ihrer Mitmenschen erlebt habe (z.B. Kündigung im Job, von Freunden unverstanden und vernachlässigt) trau ich mich erst Recht nicht das zuzugeben.

Aber ich habe schon vor, irgendwann eine Termin bei einem Psy zu machen, hab mich eben nur bis jetzt nicht getraut

27.11.2007 16:42 • #5


Dann geh doch fürs Erste mal zu deinem Hausarzt. Er kann dir auch Medikamente gegen die PAs aufschreiben. Das ist natürlich keine Dauerlösung, aber bringt dich erstmal wieder etwas auf Spur. Und vielleicht traust du dich dann ja einen termin beim Psy. zu machen.

27.11.2007 17:41 • #6


mh, meinst du nicht das man mit Medikamenten nur alles unterdrückt und zum Schluss vielleicht sogar schlimmer macht?

Also, ich weiß es natürlich nicht, aber ich hab auch schon oft daran gedacht vielleicht Medikamente zu nehmen, aber wenn man sich vielleicht daran gewöhnt und gar nicht mehr ohne die Medikamente zu recht kommt, das wäre ja dann auch nicht das wahre..

27.11.2007 18:04 • #7


Hi Kati,

ich glaube, Deine Sorge ist unbegründet. Manchmal machen Medikamente eine Therapie sogar erst möglich. Du kannst dir ja erstmal was verschreiben lassen. Wenn Du dann eine therapie machst, kann das Medikament ja während der Therapie langsam wieder abgesetzt werden.

Du hast natürlich recht: Es behebt die Krankheit nicht, es verdeckt nur die Symptome. Aber sieh es doch mal so: Ein Zuckerkranker muß sich Insulin spritzen. Dadurch wird er auch nicht wieder gesund. Aber das insulin ermöglicht ihm, ein fast normales Leben zu führen. Wenn Du Zucker hättest, würdest Du auch nicht auf die Idee kommen, zu sagen, dass Du das Insulin nicht spritzt, weil es die Krankheit nicht heilt. Oder?

27.11.2007 18:19 • #8


hi fehlzündung,

stimmt, so hab ich das nun noch gar nicht gesehen

ja ich denk mal schon, das ich weningstens erstmal zu meinem Hausarzt gehen werde, dankeschööön für deine Tips

27.11.2007 18:47 • #9


Bitteschön......

PS: Gute Entscheidung.....

27.11.2007 18:59 • #10


Meine Familie hat immer wieder versucht mich von Therapeuten fernzuhalten. Ich habe trotzdem nicht aufgegeben. Was deiner Freundin passiert ist, ist nicht der Normalfall. Ich habe Leute, die zu mir stehen. Im Job sollte man sowieso nicht über Therapie reden, weil es einem Ärger bringen könnte, aber nicht muß. Ich habe es nicht bereut Therapie zu machen.

Mona Lisa

27.11.2007 20:24 • #11


@ MonaLisa

Wieso wollten die dich denn davon fernhalten?

Hat es denn weningstens was gebracht das du eine therapie gemacht hast?
[/i]

28.11.2007 00:01 • #12


Sönnchen
Hallo kati,
ich hatte auch am Anfang Probleme zu einem Psychologen zu gehen... also weil man sich ja damit auch - zumindest vor sich selbst - zu der Angststörung bekennt... hast du - so wie ich - vielleicht auch ein Problem mit eigenen Schwächen?
Aber es ist echt nichts dabei! Im Gegenteil... je länger du dich sperrst, desto mehr brennt sich doch das Muster erst ein und du hast hinterher mehr Arbeit.
Also ich meine, wenn du ein Loch im Zahn hast, gehst du ja auch zum Zahnarzt und kriegst ne Füllung und nicht zum Hausarzt, der dich mit Schmerzmitteln vollpumpt und das Loch wird immer größer... so sehe ich das...
Aber die Therapie kann ja auch eine wahnsinnige Bereicherung sein! Und eine Chance, dich selbst besser kennenzulernen... hast du Angst davor?
LG

28.11.2007 16:14 • #13


Sönnchen
achso noch eine Idee:
wie wäre es denn erstmal mit einem Selbsthilfebuch? So kannst du schon selbst anfangen an dir zu arbeiten...

28.11.2007 16:18 • #14


Hallo Sönnchen,

naja, Angst hab ich keine, aber allein schon die Vorstellung jemand sozusagen "Fremden" davon zu erählen ist mir irgendwie unangenehm

Ich meine, ich kann mich ja nicht mal vor meiner Familie öffnen, wie soll das dann bei dem aussehen

Aber danke für deinen Tip mit dem Buch

28.11.2007 22:06 • #15



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