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Grummel72
Bei mir fängt es meistens nach dem aufstehen und der morgendlichen Wäsche an. Ich seh mich im Spiegel und denk mir ach siehst du kacke aus. Dann wird erstmal überlegt und geschaut was am Körper nicht stimmen könnte.
Auf dem Weg zum Bus dann Stöpsel ins Ohr, 80er Radio an und dann gehts so langsam. In der U Bahn dann diese ganzen Leute, da reicht es mir schon wieder. Um kurz nach 6 in der Arbeit dann einen Kaffee und bitte lasst mich alle in Ruhe, nur gut das meine 3 Kollegen und ich da nicht viel reden wollen. Das ganze zieht sich bis Mittags hin. Dann a halbe Stunde Meditation auf dem Bürostuhl und dann läuft alles gut.
Das ganze geht die ganze Woche so.

#41


eostrae
@nikimiky Oh ja, kenne ich nur zu gut. Ich warte immer darauf, dass es mir abends besser geht und mein Partner nach Hause kommt. Und darauf, dass das Medikament wirkt oder endlich etwas beginnt usw. Warten und warten. Und genau dann geht es mir schlecht. Kann mich einfach nicht ablenken.
Schön, dass deine Eltern gesund wiedergekommen sind. Da hätte ich mir auch Sorgen gemacht, das ist ja normal. 🙂

x 1 #42


A


Morgentief - Austausch, Tipps, Ratschläge

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nikimiky
@eostrae Und wie stehst du die Zeit durch bis zum Abend? Hast du keine Ängste solange dein Partner weg ist?

Meiner ist dieses Wochenende unterwegs und er konnte es so kurzfristig auch nicht mehr absagen. Da ich aber nicht allein sein kann momentan bin ich das Wochenende bei meinen Eltern.

#43


eostrae
@nikimiky Alles voll mit Ängsten. Erstmal momentan ja dieses Angstgefühl ab dem Aufwachen. Dazu meine Thrombose-/Lungenrmbolie-Angst, Ängst die durch jeweilige Symptome getriggert werden, Angst, dass mir was passiert und ich allein bin und mir niemand helfen kann. Und neuerdings auch die Angst, dass es nie besser wird und ich mich umbringe. Plus Grübeln. Angst zu ersticken wenn ich Medis in Kapselform nehmen muss. Angst um meine Mutter. Angst, dass meinem Partner was passiert oder er mich verlässt.
Neulich habe ich mich dabei erwischt zu denken: Hey, das ist ein Duschgel von Aldi, das du noch nicht hattest. Was, wenn du allergisch drauf reagierst? Und da hat es selbst mir gereicht und ich hab gesagt: Also, jetzt ist aber Schluss. Jetzt spinnst du völlig. Schluss damit. Und war wirklich empört wie unverschämt die Angst da geworden ist. Das war ein Angstgedanke zuviel in dem Moment. Absurd.

x 1 #44


eostrae
@nikimiky Aber gut, dass du deine Eltern noch hast. Ich könnte nirgends hin. Fühlst du dich bei ihnen sicher?

#45


nikimiky
@eostrae oh das sind schon wirklich krasse Ängste. Wie ne Art generalisierte oder zwanghafte Angst/ zwanghafte Gedanken. Bei mir äußern sich die Ängste anders.
Ich hab vor 2 Wochen diese schlimme Panik Attacke gehabt. Da ging es darum das ich Angst bekam die Lage mit der Verantwortung für den Hund nicht unter Kontrolle zu haben. Mein Mann war zwar da, aber ich hab trotzdem gedacht ohgott wie sollen wir das hinkriegen. Es ist Tag 1 von 11 und er ist so Hormon gesteuert und bockig und meine Eltern sind tausende Kilometer weg. Mir ist alles übern Kopf gewachsen.
Also bei mir sind es wohl eher Kontrollverlust Ängste oder sowas....
Egal alle Ängste sind fies....

#46


nikimiky
Zitat von eostrae:
@nikimiky Aber gut, dass du deine Eltern noch hast. Ich könnte nirgends hin. Fühlst du dich bei ihnen sicher?

Ja.
Kannst du auch nicht zu anderen Angehörigen oder Freunden?

#47


eostrae
@nikimiky Leider habe ich keine Freunde mehr und aus meiner Familie lebt nur noch meine Mutter - im Pflegeheim.

#48


nikimiky
Zitat von eostrae:
@nikimiky Leider habe ich keine Freunde mehr und aus meiner Familie lebt nur noch meine Mutter - im Pflegeheim.

Achso traurig ....und wie gehts dir heute so?

#49


nikimiky
Die letzten Tage war es zum Glück nicht so schlimm mit dem Morgentief. Durch den Ortswechsel (ich war 3 Nächte bei meinen Eltern) hab ich aber Angst das es wieder schlimmer wird... hoffentlich nicht....

#50


eostrae
@nikimiky Entschuldige, ich hatte zwar das Fenster offen, hab aber nicht geguckt, ob neue Benachrichtigungen da sind.
Über Ostern ging es mir besser, weil mein Partner da war und wir was unternommen haben, denke ich. Aber ich war auch müde und erschöpft gleichzeitig. Nur habe ich was gemacht, damit Angst und dunkle Gedanken mich nicht so im Griff haben.
Bist du jetzt wieder zuhause? Wie fühlst du dich?

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nikimiky
Zitat von eostrae:
@nikimiky Entschuldige, ich hatte zwar das Fenster offen, hab aber nicht geguckt, ob neue Benachrichtigungen da sind. Über Ostern ging es mir besser, weil mein Partner da war und wir was unternommen haben, denke ich. Aber ich war auch müde und erschöpft gleichzeitig. Nur habe ich was gemacht, damit Angst und dunkle ...

Lieben Dank für die Antwort. Nicht schlimm das du erst jetzt schreibst.
Leben dein Partner und du nicht zusammen?
Ja ich bin seit einer Woche wieder Zuhause. Ich war nur für 3 Nächte bei meinen Eltern. An dem Tag wo ich zurück Nachhause gekommen bin hatte ich noch stark Unruhe. Ortswechsel ist in diesem Zustand echt mühsam. Momentan hab ich immer mal gute Momente (also schaffe auch im Haushalt Dinge zu erledigen) , aber auch immernoch schlechte wo ich depri bin. Das nervt.... Ich mag endlich wieder stabil sein traurig

#52


eostrae
@nikimiky Doch, klar, wir wohnen zusammen, aber er arbeitet viel und es waren teilweise viele krank oder hatten Urlaub und er hat viel Vertretung gemacht und kam dann noch später nach Hause. Und so ein Tag allein zuhause zieht sich dann noch länger. Ich wünschte er hätte immer frei. Aber das täte ihm halt auch nicht gut.
War das jetzt nur so eine Eingewöhnungs-Unruhe bei dir und ist wieder weg?
Übrigens hatte ich mich so gefreut, dass ich den Antrieb und die Kraft hatte die Wäsche und die Spülmaschine zu machen und manchmal das Essen vorzubereit (was schneiden oder so) und die letzten paar Tage ist alles wieder weg, ich bin so kraft- und lustlos und müde. Jetzt weiß ich gar nicht mehr, ob das Venlafaxin nun wirkt oder nicht. Immerhin 300 mg. Und diese Alpträume und die anschließende anhaltende Angst... Mistig.

#53


eostrae
Alle sagen ich soll abwarten, die Ergotherapie (beginne ich nächste Woche) bringt sicher Besserung durch Tagesstruktur usw. Aber es fängt morgen um 8.15 an und ich bin so müde grad. Da sind dann halt zwei Gedanken: Mist, jetzt schaffe ich es doch nicht. Und: Was, wenn es mir dadurch nicht besser geht?
Gut, ich gebe zu, die stärkste Verzweiflung ist weg, es geht mir ein wenig besser, weine nicht mehr ständig. Und wir werden das Busfahren trainieren, ich habe die Tagesklinik irgendwann in Aussicht, bin jetzt sogar zweimal allein mit dem Auto zur Arztpraxis gefahren.
Aber gestern und heute dann die krassen Alpträume so intensiv und solche Angst, die nicht wegging, dass ich eine Tavor nehmen musste.

#54


eostrae
Hey, sorry, will den Thread jetzt nicht kapern, hab da beim Schreiben nicht nachgedacht, war nur froh es aussprechen zu können.
LG und danke an alle fürs Lesen!

#55


S
Zitat von Dori83:
Guten Morgen liebe Betroffene,
ich würde mich gerne mal über das Thema Morgentief austauschen.
Wer hat das auch? Wie lange geht das bei euch und was für Symptome habt ihr morgens

Ich habe das Morgentief chronisch und täglich. Wenn ich aufwache ist es im ersten Moment noch okay und im zweiten Moment beginnt das Grübeln, ich habe Angst vor dem Tag und mag nicht aufstehen. Ich habe aber gelernt damit umzugehen, indem ich diesen negativen Gedanken nicht mehr all zu viel Beachtung schenke und sie auch nicht mehr besonders ernst nehme. Lasse die Gedanken einfach laufen während ich den Tag beginne. Nach zwei, drei Stunden lösen sich diese Nebel dann meistens im Kopf und die Sonne kommt hervor.

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Dr. Christina Wiesemann
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