@Dori83 Nimmst du Medikamente? Wie lange geht das so schon bei dir?
Ja nehme Escitalopram. Die schlimme Phase hat Mitte letzten Jahres begonnen. Mittlerweile geht's mir aber schon deutlich besser
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#21
eostrae Mitglied
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Liebe Dori, was hat dir dabei geholfen, dass es dir jetzt besser geht?
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#22
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Morgentief - Austausch, Tipps, Ratschläge
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Dori83 Mitglied
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Zitat von eostrae:
Liebe Dori, was hat dir dabei geholfen, dass es dir jetzt besser geht?
Wenn ich das wüsste 🤔
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#23
eostrae Mitglied
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Ah, schade. Ich dachte vielleicht ein neues, anderes Medikament, eine Verhaltensänderung, Übungen oder du hast dein Leben geändert oder so.
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#24
nikimiky Mitglied
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@eostrae ich habe in deinem Profil bisschen gelesen das du bereits ein paar Medikamente probiert hattest. Haben die direkt nicht gewirkt oder war es so das nach ner Zeit die Wirkung nachlies? Und betrifft dich Morgentief schon länger oder ist was passiert das dies ausgelöst hat?
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#25
nikimiky Mitglied
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Zitat von Dori83:
Wenn ich das wüsste 🤔
Also die schlimme Phase letztes Jahr hat trotz escitalopram begonnen?
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#26
eostrae Mitglied
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@nikimiky Eigentlich hat außer Citalopram noch nicht was gewirkt bzw. waren die Nebenwirkungen immer so extrem und störend, dass man letztlich immer wieder zum Citalopram zurückgekehrt ist, weil ich da praktisch keine NW hatte, außer vielleicht etwas starkes zwanghaftes Gähnen am Anfang. Irgendwann fing ich auch an Angst vor neuen Medikamenten zu bekommen und traute mich kaum noch was zu nehmen, was ich nicht kannte. Irgendwie hat Citalopram wahrscheinlich schon lange nicht mehr gewirkt, aber ich hab halt versucht so weiterzuleben. Und nach negativen Ereignissen in meinem Leben, z.B. eine OP 2008, vor der ich Todesangst hatte oder ein Krankenhausaufenthalt diesen Sommer oder auch manchmal kleinere Sachen wie ein grippaler Infekt, der mich aus der Bahn geworfen hat oder sowas, habe ich dann dieses "mit Angst aufwachen" bekommen. Das aber oft nach ein paar Wochen, einmal sogar nur 2-3 wieder wegging. Meist hielt sie bis zum Abend an, entweder bis zum späten Abend, dann ging es mir besser, dieses Mal manchmal auch bis zum frühen Abend. So im Bauch-/Brustbereich. Plus, dass ich dieses Mal sehr verzweifelt und hoffnungslos war, extrem viel grüble, sehr viel weinen musste, absolut keine Besserung oder Zukunft sah und mich die letzten Jahre sowieso schon total zurückgezogen hatte, weil ich keine Hoffnung mehr hatte, auch, weil ich keinen Therapieplatz finden konnte und ich einfach keine Tagesstruktur mehr hatte. Dazu noch verschiedene Schmerzen, starkes Übergewicht, schlechte Erfahrungen mit Menschen. Keine Freunde, schlechtes Wohnumfeld, wenig Geld, schmerzhafte Verluste/Todesfälle, Versagen, Probleme mit Lebensgefährten, etc. Im Moment meine ich, dass eine Tagesstruktur von außen, Tagesklinik, halbtags arbeiten schon helfen würde. Bin nämlich bis abends allein und kann mich einfach nicht mehr ablenken und habe (hatte) keinen Antrieb. Ambulante Psychotherapie suche ich auch, aber ist bis jetzt nix zu bekommen.
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Burn Mitglied
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@nikimiky Also bei mir war das so, dass es eine schwierige Zeit letztes Jahr hatte. Letztlich war meine Arbeit der Auslöser dafür und nach einem langen Kampf und krankschreibung wurde ich dann gekündigt.obwohl das unternehmen mich fertig gemacht hat wäre ich wieder zurück gekommen. Dazu kam es dann nicht durch die Kündigung. Das war für mich aber kein Befreiungsschlag sondern mir hat es komplett den Boden unter den Füßen weggezogen. Angst und Panikattacken jeden Tag und Unruhe bis zu S… Gedanken. Ich habe mich total fertig gemacht wegen der drohenden Arbeitslosigkeit wie auch immer ich habe es dann fertig bekommen mir einen neuen Job zu suchen und bin so gar nicht in die Arbeitslosigkeit gekommen. seit dem ist für mich so gut wie Ruhe im Karton. Jetzt muss ich nur ständig aufpassen mich nicht verrückt zu machen, dass ich die Arbeit verlieren könnte und das ich es nicht schaffe. Wenn viele Dinge auf einmal komm Wird das Angstgefühl unterschwellig wieder etwas stärker. Aus dem Grund meinte ich, dass ich derzeit Ruhe habe aber ich bin nicht geheilt. Es steht noch auf ganz wackeligen aber hoffnungsvollen Beinchen
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nikimiky Mitglied
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Zitat von eostrae:
@nikimiky Eigentlich hat außer Citalopram noch nicht was gewirkt bzw. waren die Nebenwirkungen immer so extrem und störend, dass man letztlich immer wieder zum Citalopram zurückgekehrt ist, weil ich da praktisch keine NW hatte, außer vielleicht etwas starkes zwanghaftes Gähnen am Anfang. Irgendwann fing ich auch ...
Puuh... Das ist aber auch seeehr viel was da zusammen kommt. Inwiefern hast du Probleme mit deinem Lebensgefährten? Ist er dir eine Stütze? Oder hast du andere Bezugspersonen denen du dich anvertrauen kannst?
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#29
nikimiky Mitglied
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Zitat von Burn:
@nikimiky Also bei mir war das so, dass es eine schwierige Zeit letztes Jahr hatte. Letztlich war meine Arbeit der Auslöser dafür und nach einem langen Kampf und krankschreibung wurde ich dann gekündigt.obwohl das unternehmen mich fertig gemacht hat wäre ich wieder zurück gekommen. Dazu kam es dann nicht durch ...
Ok also bei dir war die Arbeit der Auslöser. Verstehe ich. Ich drücke fest die Daumen das du dich darüber nicht mehr sorgen musst.
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#30
eostrae Mitglied
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@nikimiky Naja, er hat seine eigenen Probleme, arbeitet viel, kann meine Gedanken und Ängste nicht nachvollziehen. Wenn er mich begleiten kann, ist es eher seine Anwesenheit als aktive Hilfe oder Stütze. Habe BeWo, eine Dame, die mich zum Arzt begleitet usw. Sonst niemanden.
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#31
nikimiky Mitglied
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Zitat von eostrae:
@nikimiky Naja, er hat seine eigenen Probleme, arbeitet viel, kann meine Gedanken und Ängste nicht nachvollziehen. Wenn er mich begleiten kann, ist es eher seine Anwesenheit als aktive Hilfe oder Stütze. Habe BeWo, eine Dame, die mich zum Arzt begleitet usw. Sonst niemanden.
Das ist schade das er dich nicht unterstützt. Aber er macht dir wenigstens kein Druck oder doofe Sprüche oder? Mein Mann versteht mich ja in den Sinne auch nicht, weil er es nicht selbst von sich kennt. Aber er kümmert sich liebevoll um mich. Zurzeit schmeißt er z.b den ganzen Haushalt. Da bin ich sehr dankbar. Gut das du die BeWo hast. Ist die von der BeWo denn auch mal da wenn dein Mann an der Arbeit ist und es dir akut schlecht geht? Also damit du nicht allein sein musst solange dein Mann weg ist?
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#32
nikimiky Mitglied
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Momentan schaffe ich es ein bisschen dem Morgentief zu entkommen. Ich nehme gleich morgens früh mein Bedarf ein und kann dann noch weitere 2 Std im Bett liegen. Danach telefoniere ich mit meinen Vater was mir auch hilft die Zeit bis zum Mittag zu überbrücken.
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#33
nikimiky Mitglied
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Auch heute überstanden...
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#34
Soniare Mitglied
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@nikimiky Ist es immer noch nicht besser geworden, obwohl deine Eltern wieder zurück sind und du sie in Sicherheit weißt?
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#35
nikimiky Mitglied
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Zitat von Soniare:
@nikimiky Ist es immer noch nicht besser geworden, obwohl deine Eltern wieder zurück sind und du sie in Sicherheit weißt?
Es ist nicht mehr so furchtbar als wie da wo sie weg waren natürlich, aber in so kurzer Zeit hat die Psyche das halt trotzdem noch nicht registriert. Das braucht Zeit. Auch wenn ich sehr ungeduldig bin.
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eostrae Mitglied
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@nikimiky Er macht keine Sprüche und hat jetzt ganz lange allein den Haushalt gemacht und gekocht nach der Arbeit. Nur, wenn er wirklich sehr überfordert war, dann war er schon genervt. Und ich habe ja auch ein schlechtes Gewissen. Seit ein paar Tagen mache ich die Wäsche und die Spülmaschine, das ist wohl ein kleines bisschen Antrieb vom Venlafaxin, vermute ich. Sonst war ich einfach zu nichts in der Lage. Mich jeden zweiten Tag oder für Arzttermine zu baden uns fertig zu machen war schon so anstrengend, Eben bin ich auch aufgewacht und direkt Angst und Unruhe, obwohl er ja Urlaub hat diese Woche und so lieb neben mir schlief. Das sollte mich doch beruhigen,eigentlich. Tja, entweder kommt da jetzt noch was vom Venlafaxin oder vielleicht muss mein Psychiater mir noch was dazu geben, Pregabalin oder was man da so nimmt. Und dann bin ich jetzt endlich auf der Warteliste einer Tagesklinik, 6-9 Monate Wartezeit, haha. Bis dahin will ich aber Arbeitstherapie machen, falls ich einen Platz finde und eine neue LTA beantragen und werde weiter nach einem ambulanten Therapeuten suchen. Klinik möchte ich nämlich nie wieder, schlimme Erfahrungen. Die Dame von der Bewo kommt normalerweise 1x pro Woche oder bringt mich zum Arzt oder so. Jetzt in den letzten Wochen, in der schlimmsten Krise, haben wir fast täglich kurz telefoniert oder eben ihre Vertretung. Aber sie hat viele Klienten und kann eigentlich nie spontan kommen. Hattest du schon mal Bewo o.ä.? Du hast also große Sorgen um deine Eltern und ihre Sicherheit?
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#37
eostrae Mitglied
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Zitat von nikimiky:
Auch heute überstanden...
🙂 Das ist gut. Du hast den Tag überstanden. Liegt etwas in deiner Zukunft, auf das du wartest? Beginn einer Therapie oder Wirkung der Medis oder so?
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#38
nikimiky Mitglied
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Zitat von eostrae:
@nikimiky Er macht keine Sprüche und hat jetzt ganz lange allein den Haushalt gemacht und gekocht nach der Arbeit. Nur, wenn er wirklich sehr überfordert war, dann war er schon genervt. Und ich habe ja auch ein schlechtes Gewissen. Seit ein paar Tagen mache ich die Wäsche und die Spülmaschine, das ist wohl ein ...
Also stationäre Klinik willst du nicht mehr wegen schlechten Erfahrungen? Wie doof das du noch so lange warten musst bis du die Tagesklinik besuchen kannst. Aber die Wartezeit ist überall unterirdisch.... Nein bewo oder ähnliches hatte ich nie. Ich habe viel Unterstützung von meinen Eltern und meinem Mann.
Ja ich hatte Sorge. Sie sind bereits seit Samstag wieder Zuhause. Sie waren 7 Tage in der Ukraine also im Kriegsgebiet.
🙂 Das ist gut. Du hast den Tag überstanden. Liegt etwas in deiner Zukunft, auf das du wartest? Beginn einer Therapie oder Wirkung der Medis oder so?
Nein, es liegt nichts in der Zukunft. Ich bin finde es nur gut den Tag geschafft zu haben wenns mir morgens sehr schlecht geht. Weil ich morgens manchmal denke wie soll ich bloß dem Tag überstehen? Die Zeit zieht sich wie Kaugummi.