Hallöchen,
ein kleiner Zwischenstand von mir.
Es geht nicht wirklich Berg auf, es wird eher schlimmer. Ich bin lustlos und habe eine Panikattacke nach der nächsten. Ziemlich genau 4 Jahre schleppe ich diese ganzen Päckchen jetzt mit mir herum. Da die Magenspiegelung ohne Befund war (wie ich ja schon schrieb), sind die Beschwerden also psychosomatisch.
In den letzten Tagen bin ich sehr unruhig und gestresst, was vermutlich auch an meinen bald anstehenden Abschlussklausuren liegt. Leider kann ich mich gar nicht zum lernen aufraffen und die Zeit vergeht. Heute gabs eine Deutschklausur wieder, die super gelaufen ist. Eine 1.

Immerhin schon mal eine positive Sache.
Vorher war ich bei meiner Hausärztin. Eventuell habe ich schon Mal berichtet, dass ich mich von ihr immer "abgetan" fühle und mittlerweile nimmt sie sich kaum noch Zeit für mich. 5 Minuten sitze ich bei ihr drin, dann war's das. Deshalb bin ich seit Januar bei ihrer Kollegin in der selben Praxis. Mit ihr komme ich super klar, sie erklärt alles genau. Einfühlungsvermögen ist auch da. Sie nimmt sich wirklich Zeit. Erst wurde mir Blut abgenommen damit mein Eisenwert kontrolliert werden kann. Im Januar hatte ich schlimmen Mangel mit einem HB von 4. Meine Blutwerte waren demnach alle im Keller. Ein guter Freund hat sich mit mir hingesetzt und mir mein ganzes Blutbild erklärt, für was welche Werte stehen und wie weit ich da von der Norm abweiche. Das hat gut getan.
Das Ergebnis für den Bluttest bekomme ich am Montag.
Wie oben schon geschrieben sind meine Panikattacken und diese "Grundangst" - ihr kennt das, die, die den ganzen Tag immer da ist - immer noch da und viel schlimmer geworden, da ich einfach unter Dauerstress stehe. Ich habe angefangen, Yoga zu machen und etwas PMR und Atementspannung. Das hilft aber nur bedingt, da ich mich in diesem Entspannungszustand so sehr auf meine Symptome konzentriere, dass ich direkt eine PA bekomme.
Samstag war ein einschneidendes Erlebnis, quasi der Auslöser. Ich hatte noch drei Tage nach der Spiegelung Magenschmerzen und die schon geschilderte Reizung der Speiseröhre. Dank meiner Emo habe ich mich da total reingesteigert und bin vollkommen durchgedreht. Sonntag das selbe. In diesen Momenten schreibe ich immer vielen Leuten, was sie gerade machen und versuche mich abzulenken oder lasse mir sagen, dass schon alles gut wird. Selber kann ich mir das nicht sagen bzw. es hilft einfach nicht. Ich glaube, dass meine Freunde/Familie schon genervt von meinen ständigen Angstattacken ist. Keiner erzählt mir noch irgendwas, weil alle glauben, man könnte mich nicht belasten.
Ich habe dann heute zusammen mit meiner Ärztin beschlossen, dass ich anfangen werde, Medikamente zu nehmen. Wir haben schon alles versucht und: Ich kann nicht mehr. Mir zur Liebe und wegen meiner Freunde und Familie muss das langsam besser werden. Die Verhaltenstherapie hilft nur bedingt. Meistens habe ich mich dagegen gewehrt und wollte eigentlich nie was nehmen und es ohne schaffen. Aber. Gut.
Meine Ärztin hat mir jetzt 10mg Citalopram aufgeschrieben, die soll ich immer morgens nehmen. Zusätzlich Atosil für kurzfristige Panikattacken.
Wer von euch hat Erfahrungen mit Atosil bzw. Citalopram? Im Forum dafür habe ich schon geguckt, leider gleitet der Themenschwerpunkt aber meistens total ab und es wird über etwas anderes diskutiert.
Ich habe enorme Angst vor Nebenwirkungen. Mein bester Freund - Mediziner - meinte auch, dass man 10mg. so gut wie gar nicht merkt und ich davon auf keinen Fall Nebenwirkungen bekomme.
Die Dosis soll wohl dann langsam gesteigert werden.
Mag mir vielleicht jemand eine PN oder einen Post hier drunter zu dem Thema schreiben? (Bitter aber keine Schauergeschichten, sonste nehme ich es nachher doch nicht

)
Ich bin am überlegen wann ich anfange Citalopram zu nehmen. Vermutlich wär's morgen am besten. Einfach gleich nehmen, nicht drüber nachdenken.
<3