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Bittegesund
Zitat von Sarah09:
Hallo ihr Lieben..
Mir geht es momentan wieder sehr schlecht. Vor knapp einer Woche war ich mit dem Hund draußen; knallende Sonne und dann überkam mich der Schwindel und mir wurde schwarz vor Augen. Bin natürlich direkt nach hause gerannt, hab mich auf's Bett gelegt und was getrunken. Doch es wurde nicht besser, die Panik hat die Symptome für mich kaum aushaltbar gemacht. Seitdem geht gar nichts mehr, stundenlange Panikattacken und 24h die Angst und das Gefühl gleich ohnmächtig zu werden. Es ist super heiß hier und ich schaffe es nicht mehr aus dem Bett, sobald ich aufstehe überkommt mich der Schwindel. Vorgestern War es so schlimm, dass ich den Krankenwagen gerufen habe. Ende vom Lied: Sie steigern sich zu sehr rein, beruhigen sie sich und bringen Sie ihren Kreislauf etwas in Schwung. Gut, leichter gesagt als getan. Es wird schlimmer und schlimmer und ich bin körperlich und psychisch am Ende. Geht es jemanden ähnlich? Verstärke ich die Kreislaufprobleme wirklich durch die Angstzustände so stark? Ich schaffe es mittlerweile kaum noch alleine auf die Toilette ohne, zumindest gefühlt, fast zusammenzubrechen. Ich bin verzweifelt. Habe das Gefühl ich brauche dringend ärztliche Hilfe, mag aber nicht wieder den Krankenwagen rufen. Vielleicht könnt ihr mich aufbauen, und entschuldigt für diesen endlos langen Text.

Liebe Grüße
Sarah.


Hallo.
Wenn es wirklich schlimm ist und du hilfe möchtest, lass dich in eine psychosymatische klinik einweisen bzw geh hin.
Die helfen dir und sie geben dir etwas das es dir deutlich besser geht.
Wo du sowas findest, einfach bei google dein ort und psychologische klinik eingeben.

PS: Und keine Angst die schicken dich nicht weg.

09.06.2018 23:15 • x 1 #21


Cloudsinthesky
Zitat von Kay912:
Ich hab es auch so gehabt und der kleinste Gedanke an KreislaufProbleme gab mir dieses Gefühl, als würde der Blutdruck fallen und als wäre mir total schwindlig.


So geht's mir auch heute. Ich bin nur nicht sicher, ob ich es mir nur einbilde oder obs echt ist. Es macht angst jedenfalls.

Die Videos guck ich mir auch an danke

10.06.2018 11:11 • #22


A


Kreislaufprobleme & Panikattacken

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Kay912
Es ist ja auch so, das Ängstler oft einen niedrigeren Blutdruck und einem flachen Puls haben. Wenn du auf deine Atmung achtest, ist die auch sehr flach und schnell.
Kann euch empfehlen mal hinzusetzen, versuchen zu entspannen und bewusst durchzuatmen, paar Minuten. Gibt auch Atemübungen auf YouTube. Das bringt oft schon eine Besserung. Vllt merkt ihr bei den ersten paar atmenzüge, dass euch etwas schwindelig wird, aber das ist wegen dem Sauerstoff und ganz normal.

10.06.2018 12:10 • x 1 #23


Cloudsinthesky
Ich hab bei dem Wetter das Gefühl, dass ich gar keinen Sauerstoff atme
Würde am liebsten dauernd Nasenspray nehmen.

Ich atme schon flach.. Schnell weiß ich nicht.

Ich probiere das mit dem atmen. Danke für deine tollen Tipps!

10.06.2018 13:11 • #24


Sarah09
Hey.. das mit dem niedrigen Blutdruck ist nichts neues bei mir, allerdings hab ich keinen flachen Puls eher ein zu hohen. Teilweise nach dem aufstehen schon bei 130. Das Gefühl keine Luft zu bekommen hab ich auch immer sehr stark bei dem Wetter. Auch ich sag nochmal Danke für die ganzen Tipps

10.06.2018 13:46 • #25


Sarah09
Hallo. Vielen Dank erstmal. Ich War zum Anfang meiner Erkrankung schonmal in einer psychosomatischen Klinik für mehrere Monate. Habe mich dort auch schon mit dem Oberarzt in Verbindung gesetzt, der hat allerdings erst am 3.7 ein Termin zum Vorgespräch für mich. Es gäbe natürlich noch die Möglichkeit in die Notfallambulanz unserer Psychiatrie zu gehen, aber da ich sowieso keinen Schritt schaffe ohne das Gefühl zu haben zusammenzuklappen, habe ich starke Angst vor dem Weg und hoffe irgendwie doch dass ich es hier zu hause hinkriege Zumindest soweit, dass ich mir den Weg dorthin zutraue.. Wirklich alles nicht so einfach.

10.06.2018 13:50 • #26


Kay912
Mit Flachen Puls meine ich auch eher einen schwachen Puls. Wenn du ihn zb nur schwer am Handgelenk oder am Hals spüren kannst. Dementsprechend ist auch der Blutdruck etwas niedriger.

10.06.2018 15:32 • #27


E
ich kann dich sehr gut verstehen. ich kenne das auch alles und hab das alles durch.
wenn du 3 liter am tag trinkst ist es sehr sehr sehr unwahrscheinlich, dass du in ohnmacht fällst, weil dein blutdruck absackt.
ich glaube deine angst spielt dir da einen streich.
Zum arzt zu gehen und kardiologisch alles abklären zu lassen ist nie verkehrt, aber das was du beschreibst klingt sehr nach angst.

10.06.2018 15:38 • #28


Sarah09
Zitat von Emily_the_strange:
ich kann dich sehr gut verstehen. ich kenne das auch alles und hab das alles durch.
wenn du 3 liter am tag trinkst ist es sehr sehr sehr unwahrscheinlich, dass du in ohnmacht fällst, weil dein blutdruck absackt.
ich glaube deine angst spielt dir da einen streich.
Zum arzt zu gehen und kardiologisch alles abklären zu lassen ist nie verkehrt, aber das was du beschreibst klingt sehr nach angst.



Vielen Dank, das zu lesen beruhigt mich etwas. Darf ich fragen wie du es, zumindest aus dieser extremen Phase, raus geschafft hast? Ich schaffe wirklich immernoch kaum ein paar Meter.

10.06.2018 16:24 • #29


Sarah09
Zitat von Kay912:
Mit Flachen Puls meine ich auch eher einen schwachen Puls. Wenn du ihn zb nur schwer am Handgelenk oder am Hals spüren kannst. Dementsprechend ist auch der Blutdruck etwas niedriger.


Ich muss sagen, dass ich mein Puls zum Beispiel am Handgelenk eigentlich immer sehr gut spüren kann. Die Sanitäterin gab mir den Tipp. Sie sagte solang ich den spüre, kann ich auch nicht in Ohnmacht fallen. Seitdem kontrolliere ich das natürlich den ganzen Tag lang. Es beruhigt mich auch manchmal, aber eben auch nicht wirklich, da immer diese Angst da ist dass es im nächsten Moment aus irgendeinem Grund ja auch wieder anders aussehen könnte.

10.06.2018 16:31 • #30


E
Zitat von Sarah09:


Vielen Dank, das zu lesen beruhigt mich etwas. Darf ich fragen wie du es, zumindest aus dieser extremen Phase, raus geschafft hast? Ich schaffe wirklich immernoch kaum ein paar Meter.


hab ich in meiner schlimmsten zeit auch nicht. ich kann dir ehrlich gesagt kein patentrezept geben. ich war in einer psychosomatischen klinik und danach auch weiter in therapie. ich hab halt irgendwann gemerkt, dass ich nicht umfalle, auch wenn es sich so anfühlt. das war aber auch ein langer weg und die gedanken sind nicht komplett weg. bei mir ist das jetzt ungefähr 4,5 jahre her. also die wirklich schlimme zeit

10.06.2018 16:38 • #31


Kay912
Ich hab aber mal ne frage. Wie läuft das in einer psychosomatischen Klinik eigentlich so ab? Macht man dort auch eine Verhaltenstherapie , oder wo liegt da genau Ansatz?

10.06.2018 16:46 • #32


Sarah09
Zitat von Kay912:
Ich hab aber mal ne frage. Wie läuft das in einer psychosomatischen Klinik eigentlich so ab? Macht man dort auch eine Verhaltenstherapie , oder wo liegt da genau Ansatz?


Ich kann jetzt natürlich nur für mich und meine Erfahrungen sprechen. Dort wird auf jeden Fall eine Verhaltenstherapie angeboten. Bei mir lag der Fokus damals auf Konfrontations- und Gruppentherapie.

10.06.2018 16:54 • #33


Sarah09
Zitat von Emily_the_strange:

hab ich in meiner schlimmsten zeit auch nicht. ich kann dir ehrlich gesagt kein patentrezept geben. ich war in einer psychosomatischen klinik und danach auch weiter in therapie. ich hab halt irgendwann gemerkt, dass ich nicht umfalle, auch wenn es sich so anfühlt. das war aber auch ein langer weg und die gedanken sind nicht komplett weg. bei mir ist das jetzt ungefähr 4,5 jahre her. also die wirklich schlimme zeit



Dann hoffe ich, dass es sich bei mir durch eine erneute Therapie auch wieder einpendelt.. Wie geht es dir denn heute?

10.06.2018 17:02 • #34


E
Zitat von Sarah09:


Dann hoffe ich, dass es sich bei mir durch eine erneute Therapie auch wieder einpendelt.. Wie geht es dir denn heute?


im großen und ganzen sehr gut. wie gesagt, die gedanken sind nicht komplett verschwunden, ich hab phasen in denen geht es besser und auch mal schlechter, aber ich kann damit umgehen und es entsprechend einordnen

10.06.2018 17:30 • #35


E
Zitat von Kay912:
Ich hab aber mal ne frage. Wie läuft das in einer psychosomatischen Klinik eigentlich so ab? Macht man dort auch eine Verhaltenstherapie , oder wo liegt da genau Ansatz?


das kann man nicht pauschal sagen. ich hatte dort eine tiefenpsychologische therapie. die hat mir aber nicht wirklich geholfen bei der angstbewältigung. da war widerum meine amublante verhaltenstherapie super.
ich empfehle dir daher eine verhaltenstherapie, aber das ist nur meine erfahrung. es gibt sicherlich leute, denen auch eine tiefenpsychol. therpaie bei der angstbewältigung gut geholfen hat

10.06.2018 17:32 • #36


Kay912
Ne, alles gut:) ich bin da schon durch.
Ich war zur Aufnahme in einer Klinik aber die Psychologin dort hat mich abgelehnt und mich wieder nach Hause geschickt. Daher wollte ich mal wissen wie das so abläuft, da ich finde, dass es noch zu sehr Tabuthema in Deutschland ist und das man viel mehr aufklären muss. Damit Leute wissen wohin sie mit ihren Problemen gehen können und auch keine Angst davor haben müssen, wenn sie sich auch mal in Eine Klinik einweisen.
Ich hatte etliche Bilder, bzw Klischees im Kopf, wie es in so einer Klinik aussehen könnte und hat richtig schiß dahin zu fahren. Bis ich ankam und mich ehrlich gesagt schon fast Sicher gefühlt habe.

10.06.2018 18:20 • #37

Sponsor-Mitgliedschaft

Icefalki
Zitat von Sarah09:
Der Auslöser für meine Angst und Panikstörung war damals nämlich ein tatsächlicher Kreislaufzusammenbruch nach dem Blut spenden )


Nun, damals hast du erlebt, dass jederzeit tatsächlich etwas passieren könnte. Rein faktisch war deine kurze Ohnmacht nur der Blutspende und dem Liegen geschuldet. Da kann das ohne weiteres passieren. Und passiert auch öfters.

Was du nun getan hast, ist alles in Frage zu stellen und vertraust deinem Körper nicht mehr, dabei hat der nur das getan, was absolut das Richtige war. Er hat dich hingelegt, weil sonst dein Gehirn nicht richtig versorgt würde. Prima Leistung von ihm und voll funktionsfähig.

Und du hängst jetzt in einer Schlaufe der Angst drin. Essen wird schwierig, weil man bei Angst keinen Hunger hat... Dadurch fehlen aber notwenige Nährstoffe, und wenn du dich nicht bewegst, verlierst du an Muskelmasse, und dein Kreislauf kommt auch nicht in Schwung.

Also, kein Wunder, dass dir schlecht und schwindlig wird, und das macht natürlich wieder Angst. Ich weiss, dass man Angst nicht einfach abstellen kann, aber die Symtome hast du nur, weil dein Körper damals vollkommen zuverlässig reagiert hat. Und nun magst du ihn nicht mehr, hast Angst bekommen, dabei hat der absolut gute Arbeit geleistet.

10.06.2018 19:12 • x 1 #38


Sarah09
Zitat von Kay912:
Ne, alles gut:) ich bin da schon durch.
Ich war zur Aufnahme in einer Klinik aber die Psychologin dort hat mich abgelehnt und mich wieder nach Hause geschickt. Daher wollte ich mal wissen wie das so abläuft, da ich finde, dass es noch zu sehr Tabuthema in Deutschland ist und das man viel mehr aufklären muss. Damit Leute wissen wohin sie mit ihren Problemen gehen können und auch keine Angst davor haben müssen, wenn sie sich auch mal in Eine Klinik einweisen.
Ich hatte etliche Bilder, bzw Klischees im Kopf, wie es in so einer Klinik aussehen könnte und hat richtig schiß dahin zu fahren. Bis ich ankam und mich ehrlich gesagt schon fast Sicher gefühlt habe.


Da muss ich dir Recht geben. Hätten meine Eltern mich damals nicht quasi hingeschleppt, wäre ich wahrscheinlich nie in diese Klinik gegangen. Bin aber auch damals über die Notfallambulanz der Psychatrie aufgenommen worden. Wie schon gesagt, man hat etliche Bilder und Vorurteile im Kopf. Hinterher war ich aber sehr dankbar und es war das beste was ich machen konnte.

10.06.2018 19:40 • #39


Sarah09
Zitat von Icefalki:

Nun, damals hast du erlebt, dass jederzeit tatsächlich etwas passieren könnte. Rein faktisch war deine kurze Ohnmacht nur der Blutspende und dem Liegen geschuldet. Da kann das ohne weiteres passieren. Und passiert auch öfters.

Was du nun getan hast, ist alles in Frage zu stellen und vertraust deinem Körper nicht mehr, dabei hat der nur das getan, was absolut das Richtige war. Er hat dich hingelegt, weil sonst dein Gehirn nicht richtig versorgt würde. Prima Leistung von ihm und voll funktionsfähig.

Und du hängst jetzt in einer Schlaufe der Angst drin. Essen wird schwierig, weil man bei Angst keinen Hunger hat... Dadurch fehlen aber notwenige Nährstoffe, und wenn du dich nicht bewegst, verlierst du an Muskelmasse, und dein Kreislauf kommt auch nicht in Schwung.

Also, kein Wunder, dass dir schlecht und schwindlig wird, und das macht natürlich wieder Angst. Ich weiss, dass man Angst nicht einfach abstellen kann, aber die Symtome hast du nur, weil dein Körper damals vollkommen zuverlässig reagiert hat. Und nun magst du ihn nicht mehr, hast Angst bekommen, dabei hat der absolut gute Arbeit geleistet.



Das ist absolut richtig.. Es ist einfach ein Teufelskreis in dem ich gerade wieder tierisch feststecke. Ich wünschte ich könnte das auch so positiv sehen, aber ich habe das Vertrauen in meinen Körper einfach absolut verloren. Muss auch zugeben, dass ich vor dieser Spende nicht unbedingt auf's Essen und Trinken geachtet habe, von daher ist es total logisch was damals passiert ist und das mein Körper reagiert hat. Es ist also nicht so, das mein Körper einfach aus dem Nichts versagt hat, aber die Angst dass er das nun eben doch tut ist trotzdem riesengroß.

10.06.2018 19:47 • #40


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