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Sillyblue
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Hallo an alle Mamis und Papis hier und wen es sonst noch interessiert.

Habe schon lange mit Ängsten, Panik und Depression zu kämpfen aber mich trotzdem sehr Bewusst für Kinder entschieden.

Seit ein Paar Jahren geht es mir auch schon deutlich besser. Meine Kids sind nun 1 und 4, aber da Psychische Krankheiten bei mir gehäuft in der Familie auftreten möchte ich den Kleinen möglichst schon viel Resilienz mit auf ihem Weg geben.

Habt ihr da ein paar Tipps für mich?

Bis jetz klappt es glaube ich ganz gut. Ich kann über meinen Schattenspringen und habe mir mit den Kids langsam wieder ein Soziales Netz aufgebaut, ich versuche täglich mit ihnen draußen zu sein. Die grosse hat Freunde und feste Hobbys. Bei Emotionalen Ausbrüchen kann ich glaube gut begleiten, da ich das auf einem anderen Level ja auch von mir selbst kenne und mich immer frage was würde ich in der Situationen brauchen. Meist hilft einfach nur da sein und sagen das egal was ist ich sie unglaublich lieb hab.

Ich hab auch mal schlechte Tage die kann mein Mann aber mit den Kids abfedern. Ich versuch das nicht zu verstecken sondern versuch kindgerecht zu kommunizieren das es wenn es mit nicht gut geht ich eine Pause brauche in der Hoffnung das sie das Irgendwann auch so anwenden.

Achtung: das hier ist kein Thema ob Menschen mit Psychischen Erkrankungen Kinder bekommen sollen oder nicht.

• • 17.10.2026 x 1 #1


14 Antworten ↓

Hermit
Wollte nur kurz sagen, dass ich es sehr gut finde, dass du dir diese Gedanken überhaupt machst. Oftmals dienen Kinder nur als Verlängerung der Bedürfnisse ihrer Eltern, wo der nötige Fokus auf die Entwicklung und Lebensfähigkeit des Kindes nicht gegeben ist.

• x 2 #2


A


Kinder Resilient Aufwachsen lassen

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Kruemel_68
@Sillyblue Das beste, was Du tun kannst ist das, was eigentlich alle Eltern tun sollten: sie so lange wie möglich von Handy und Social Media fernhalten. Ich glaube, dass uns das in ein paar Jahren ganz böse auf die Füße fallen wird. Und mittlerweile gibt es ja auch schon reichlich Studien die zeigen, dass zu viel digitale Medien Kinder enorm in der kognitiven Entwicklung bremst. Und Social Media ist ja ganz vorn dabei, wenn es um die Entstehung von Angst- und körperdysmorphen Störungen geht.

Das gilt dann natürlich auch für die Eltern: Handy weg und mit den Kindern beschäftigen. Viel Vorlesen, viel zusammen spielen und Malen. Viel frische Luft, viel draußen sein in der Natur, den Kindern den Jahresrhytmus und die Natur nahebringen.

Aber auch ganz wichtig: die Kinder nicht überbehüten, ihnen auch mal was zutrauen, sie eigene Erfahrungen und Erfolgserlebnisse machen lassen. Selbstständigkeit ist ein ganz wichtiger Baustein für Resilienz. Allein mit Freunden zur Schule gehen oder radeln, allein Brötchen kaufen gehen oder was besorgen, mit Freunden allein im Wald spielen. Das stärkt das Selbstbewusstsein und macht resilient.

Und ich finde es auch wichtig, die psychische Erkrankung eines Elternteils kindgerecht zu thematisieren. Neutral zu erklären, warum Mama vielleicht mal was nicht kann. Nichts ist schlimmer für Kinder, als wenn etwas Ungesagtes im Raum rumwabert, was sie nicht greifen oder verstehen können oder krampfhaft versuchen, sie davon fernzuhalten. Kinder merken sowas. Aber sie machen sich dann ihren eigenen Reim darauf - und das sollte man verhindern. Kinder können relativ viel wegstecken und gehen manchmal erfrischend entspannt mit sowas um - wenn man es denn gut erklärt und nicht dramatisiert.

Vieles davon machst Du ja schon und ich finde auch gut, dass Du Dir da Gedanken drum machst. So kannst Du für Dich zum Schluss immer sagen, dass Du Dein Bestes gegeben hast - und das ist ganz wichtig.

• x 5 #3


SilentRoG
Traue den Kindern etwas.
Hinfallen, aufstehen, Krone richten, weiter gehts.

Wenn die Kinder selbstvertrauen haben, sind sie auch resilenter.

• x 3 #4


Maulwuerfchen
Zitat von Kruemel_68:
sie so lange wie möglich von Handy und Social Media fernhalten.

Das finde ich zum Beispiel auch ganz wichtig.
Aber da fängt es schon an.

Mein Kind (7) arbeitet jetzt nach den Herbstferien mit einem iPad.
Das haben alle Kinder in der Klasse von der Schule zur Verfügung gestellt gekriegt. Da kann man dann als Eltern nichts machen.

• x 2 #5


Kruemel_68
Zitat von Maulwuerfchen:
Mein Kind (7) arbeitet jetzt nach den Herbstferien mit einem iPad.
Das haben alle Kinder in der Klasse von der Schule zur Verfügung gestellt gekriegt. Da kann man dann als Eltern nichts machen.

Das ist richtig, ganz fernhalten kann man sie nicht mehr. Gegen die Schule kannst Du Dich nicht stellen. Das liegt nicht in Deinem Einflussbereich. Aber der Konsum zu Hause macht ja den größten Teil aus - und den kann man durchaus steuern.

• x 3 #6


Kruemel_68
Zitat von Maulwuerfchen:
Mein Kind (7) arbeitet jetzt nach den Herbstferien mit einem iPad.

Ich glaube übrigens, dass die Schulen da über kurz oder lang wieder zurückrudern werden. Ein Land im Norden (Dänemark?) hat gerade komplett den digitalen Unterricht gestrichen, als Reaktion auf die neuesten Studien. Dort wieder mit Heft und Stift gearbeitet. Ich finde das total gut, weil nur beim Schreiben mit der Hand werden entsprechend neue Verbindungen im Gehirn geknüpft. Digitales Schreiben macht das nicht.

• x 3 #7


Nova_Sol
@Sillyblue finde ich auch super wichtig. Gerade in der heutigen Zeit und weil ich das Thema mit meinem Sohn leider durchmachen musste bzgl Mobbing und einer psychischen Erkrankung daraufhin.
Es gibt extra für Kinder (auch online) Resilienztraining. Das hat für unseren Sohn der zu dem Zeitpunkt sogar schon 11 war, viel gebracht. Normalerweise startet so ein Training bereits im Kindergarten. Auch finde ich, dass Sport eine Menge dazu beiträgt. Zum Beispiel später Selbstverteidigungstraining um das Selbstbewusstsein unter anderem zu stärken.

Ansonsten offene Kommunikation. Nicht zu viel und nicht zu wenig. Wir haben uns kleine Rituale gemacht abends um zu lernen, dass die Gefühle ausgesprochen und gefühlt werden dürfen. Alle Gefühle und wie man lernt damit umzugehen. Auch da gibt es einige Tipps online.

• x 3 #8


Maulwuerfchen
@Kruemel_68
Ja da achte ich drauf.
Es gibt ja auch Kinder, die schlafen nur ein, wenn sie dabei Videos gucken, weil sie daran gewöhnt sind. Die Freundin von meinem Kind zum Beispiel. Die sind gleich alt und kennen sich seit sie 3 sind.
Sowas finde ich ganz schlimm. 😔

• x 2 #9


Maulwuerfchen
Zitat von Kruemel_68:
Ich glaube übrigens, dass die Schulen da über kurz oder lang wieder zurückrudern werden. Ein Land im Norden (Dänemark?) hat gerade komplett den ...

Bei uns machen sie beides.

• x 2 #10


Maulwuerfchen
Zitat von Nova_Sol:
Wir haben uns kleine Rituale gemacht abends um zu lernen, dass die Gefühle ausgesprochen und gefühlt werden dürfen. Alle Gefühle und wie man lernt damit umzugehen.

Wie süss. 🥹

• x 4 #11


Nova_Sol
@Maulwuerfchen ja, das ist wirklich toll. Unsere Kommunikation ist dadurch viel besser geworden. Jeden Abend haben wir uns da einige Minuten genommen um zu reden was gut lief, was schlecht oder was man sich von dem anderen wünscht

Oder der Notfallkoffer ist auch super.Mein Sohn hat ja ADHS und da gab es öfter mal emotionale Ausbrüche. Wir haben dann einen kleinen Koffer (Schachtel geht auch) gekauft und da hat er Dinge reingetan oder aufgeschrieben/gemalt, die er bei einem mentalen Breakdown braucht. Da das immer etwas anderes ist, war der Koffer dann richtig voll. Seine Kopfhörer waren drin, weil manchmal Musik hilft. Oder ein kleines Stofftier, oder ein Zettel wo Umarmung drauf steht, die nummer eines Freundes, ein Knetball, das Bild von ihm und seiner Oma etc.. wenn es ihm dann schlecht ging, ist er direkt hoch und hat im Koffer geschaut, was ihm jetzt am meisten hilft und es dann angewendet. Wenn man noch nicht lesen kann, kann man es ja auch malen. Das hat aber auch richtig gut geholfen, da man in dem Moment oft gar nicht im Kopf abrufen kann, was man braucht. Da hilft der Koffer sehr.

Naja, mittlerweile ist er 13 und nutzt ihn nicht mehr. Er kann aber dafür sehr offen über Gefühle sprechen und sich selber wirklich gut regulieren

• x 3 #12


Maulwuerfchen
@Nova_Sol
Die Idee finde ich sehr gut.
Ich kenn das auch für Menschen mit Depressionen.

• x 2 #13


Nova_Sol
@Maulwuerfchen ja, ich denke sowas gibt es in sämtlichen Bereichen und Altersstufen und ist auch oftmals Teil einer Therapie

• x 2 #14


S
Zitat von Nova_Sol:
Es gibt extra für Kinder (auch online) Resilienztraining. Das hat für unseren Sohn der zu dem Zeitpunkt sogar schon 11 war, viel gebracht.

Das hört sich interessant an, das werde ich mal im Hinterkopf behalten wenn sie etwas größer sind. Schön das es deinem Sohn schon besser geht. Mobbing wär für mich auch echt der Albtraum.

Das mit Abends den Tag und Gefühlen durchsprechen versuche ich auch ab und zu, aber meistens haben wir Abends eher ne blödel quatsch Phase.
Find es auch wichtig das alle Gefühle sein dürfen. Ich selbst hab jahrelang keine Wut fühlen können und das ist mir auch ganz schön auf die Füße gefallen.

Zitat von Kruemel_68:
Das beste, was Du tun kannst ist das, was eigentlich alle Eltern tun sollten: sie so lange wie möglich von Handy und Social Media fernhalten.

Bei Social Media geb ich dir recht das find ich auch irgendwie gruselig. Handy bekommt die grosse schon manchmal. Sie liebt es die Videos und Fotos anzuschauen.

Zitat von SilentRoG:
Traue den Kindern etwas.
Hinfallen, aufstehen, Krone richten, weiter gehts.

Das ist für mich ehrlichgesagt das schwierigste. Da ne gute Balance zu finden wegen Selbermachen und Selbstvertrauen und gleichzeitig sie nicht zu überfordern oder sie alleinezulassen wenn sie Hilfe brauchen.
Vorallem in einem Thema worauf meine Ängste reagieren. Da muss ich echt aufpassen. Sei es in die eine Richtung oder die Andere.

Ich finde mit Kindern wird man mit seinen eigenen Mustern echt ganz schön konfrontiert.

Aber ich finde das für mich selbst auch Motivierend das eigene Denken und Handeln nochmals zu überprüfen was man wirklich leben und weitervermitteln will und welche alten Zöpfe, vorallem *man müsste doch" abschneiden will.

Arbeite zur Zeit z. B. Seit dem ich wo gelesen habe das man seine eigene Innere Stimme auf seine Kinder "vererben" kann auch daran mit mir selbst besser umzugehen. Denn die will ich meinen Kids echt nich antun.

• #15


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