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Moin,
heute habe ich mit meinem Therapeuten einen Termin für eine Konfrontationsübung gemacht. Ich IMMER SCHISSER werde den Hauptbahnhof in D'dorf erkunden und so lange dort bleiben bis ich angstfrei bin....das kann ja mal dauern. natürlich habe ich Manschetten und mache mir jetzt schon in die Hose. hat jemand von euch schon einmal so etwas gemacht?
Lg + freu mich auf ne' antwort

25.10.2012 10:28 • 27.10.2012 #1


10 Antworten ↓


Ja sicher, das wird der Großteil der Betroffenen schon gemacht haben!
Die Konfrontationstherapie ist sehr weit verbreitet und gilt als äußerst wirkungsvoll. Das ist normaler Gang in der Verhaltentherapie!

Im Gegensatz dazu stünde die Tiefenpsychologie / Psychoanalyse.
Dort sieht man die Angst eher als ein Symptom an und sucht vielmehr nach dem Auslöser dafür.
D.h. die Wurzel des Übels bekämpfen und nicht das Symptom wie bei der Konfrontationstherapie.

Sind halt zwei unterschiedliche Herangehensweisen. Haben beide Erfolg und daher ihre Berechtigungen.

25.10.2012 15:25 • #2



Kennt sich jemand aus mit konfrontationstherapie?

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Also ich habe sowas nicht wirklich auf Anweisung oder mit Hilfe meiner Therapeutin gemacht aber selbst quasi jeden Tag, indem ich einfach immer alles trotz der Angst mache. Und es hilft auch wirklich, im Endeffekt ist es das Einzige, was wirklich hilft.
Ich versuche mir dann immer ganz stark vor Augen zu halten Dir kann nichts passieren, du wirst nicht umfallen, du wirst nicht sterben, du musst nur ein bißchen dieses unangenehme Gefühl der extremen Aufregung und Unruhe ertragen aber die kann dir nichts anhaben. Und dann wird es wirklich besser und diese Angst lässt nach. Sobald ich merke ich stehe da und kriege wieder Angst denke ich mir halt, warum habe ich jetzt Angst? Weil ich denke ich kippe hier noch um? Nein das kann und wird aber nicht passieren! und schon merke ich, wie meine Beine entspannen Es klingt so blöd, aber es ist quasi wie sich selbst konditionieren. Vielleicht hilft dir das ja auch.
Bei manchen Situationen habe ich mir die Angst so komplett abtrainiert, dann gibt es natürlich andere Situationen bei denen es schwerer ist und wo die Angst doch immer wieder kommt, aber trotzdem ist Konfrontation das Beste, was man tun kann!

25.10.2012 15:29 • #3


Moin, das mache ich doch auch, nein ich meinte diese Brachialmethode völlige Überflutung mit Angstreizen auszuhalten, bis eine spürbare Besserung eintritt. So wie ich es verstehe ist dies eine stundenlange Dauerüberflutung.
Das tägliche ..ich gehe trotzdem, bzw. gerade dorthin, wo ich hin will/muß , das tue ich auch.
*ich bin doch tapfer*
LG

26.10.2012 07:33 • #4


Guten Morgen,

eine Konfrontationstherapie mit einem Psychologen hatte ich auch noch nicht. Ich bein großer Angsthast. Versuche mich selbst zu konfrontieren, komme aber nur in kleinen Schritten voran. Manchmal habe ich an einem Tag Erfolg und dann versuche ich es am nächsten Tag nochmal, schaffe es aber vielleicht sogar nicht mal raus aus dem Haus.
Habe immer Angst, dass meinem Herz was schlimmes passiert.

Wie lange dauert es denn, bis sich Erfolge regelmäßig einstellen und z.B. der Gang in den Supermarkt wieder leicht bis völlig ohne Angst erledigt werden kann?

26.10.2012 08:12 • #5


ach..wenn ich diese Antwort schon hätte
Üben, üben, üben...bis *das kleine Männchen an dem Angstbuzzer* aufgibt
Es geht mir wie dir, mal super- wie gestern- und heute...mal schauen..ich lasse es langsam angehen, denn ich habe alle Zeit der Welt. Es geht hier um mich + ich habe nur eine Gesundheit.
(sagt die Frau die ihre Kündigung erhalten hat, deshalb am Fliegenfänger hängt
Aber ich gehe immerwieder raus und stelle mich der verkackten Angst...langsam...und ich traue mich in den Löwenkäfig mit der Brachialmethode die hilfreich sein soll..noch 3 Wochen .. bis zum Termin.. Also hab eich noch Zeit genug mir in die Hose zu machen

26.10.2012 09:12 • #6


HeikoEN

26.10.2012 11:10 • #7


Danke für die Links - habe ich mir gleich mal gespeichert.

Vor allem habe ich Probleme überhaupt in die Situation reinzugehen. Die angsmachenden Gedanken nehmen mich noch so ein... das ich vorher schon aufgebe.

Also gut... weiter üben

26.10.2012 14:59 • #8


Hoffentlich, die zunehmende Einsamkeit lässt mich langsam verzweifeln. Vor allem jetzt wo es wieder auf Weihnachten zu geht.

Was für Symtome habt ihr denn wenn ihr raus müsst?

Ich denke immer ich sterbe. In Ohnmacht zu fallen ist zwar peinlich, aber man lebt dann ja wenigstens noch. Ok, schwacher Trost!

26.10.2012 18:32 • #9


Wenn du dich selber nicht motivieren kannst dich zu konfrontieren und somit alleine nicht üben kannst, ist das doch die richte herangehensweise. Erfolge stellen sich sehr schnell ein, jedenfalls wenndudich gut drauf einlässt und die weiteren Anweisungen und Übungen des Therapeuten befolgst. Vielleicht wäre für dich die Anschaffung eines Hundes super, denn der zwingt dich das Haus zu verlassen und gibt draußen auch gleichzeitig Sicherheit. Habe ich vor Jahren auch gemacht. Denn damit ist das Haus nicht verlassen und Vereinsamung ausgeschlossen.

27.10.2012 06:22 • #10


Hund- nein Danke...Kanarienvogel wäre mir lieber ...aber wirs schon! Wir schafffen das, wenn wir uns darauf einlassen... Schönes WE

27.10.2012 09:33 • #11



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