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KampfderAngst
Hallo zusammen,
ich habe echt keine Lust mehr mein Leben von Angst und Panik bestimmen zu lassen.
Hatte gestern-trotz Medis- eine Pa. Ich bin so wütend und traurig und vor allem WILL ich den schei. endlich los werden!
Die letzten Jahre waren echt gut bei mir, daher habe ich meine Medikamente langsam (wie ich dachte) ausschleichen lassen und zack da waren sie wieder meine Angst und Panik, Unruhe, Durchfall, Appetitlosigkeit........na toll! Sitze jetzt hier und heule und bemitleide mich selbst. Kennt Ihr das auch ?
Werde jetzt arbeiten gehen - also auf in den Kampf des Lebens.
Traurige Grüße
Usambara

02.09.2014 08:20 • 31.10.2014 #1


13 Antworten ↓


martin76
Hallo und guten Morgen!

Dein Überschrift klingt schon etwas lustig (sorry)...
Also man hat es ja schon oft gelesen das man beim absetzen der Medis Panik schieben kann.
Hast Du schon komplett aufgehört mit den Pillen oder hängst Du noch auf einer Dosis?
Sonst kannst Du ja eventuell wieder auf die vorhergehende zurück gehen oder aber es ist diese Absetzymptom was Du sicher 2 Wochen aushalten musst.Hatte das mal ähnlich als ich das Opipramol abgesetzt habe,da ging es mir auch nicht besonders gut.
Was für edis nimmst Du /hast Du genommen?

Nicht unterkriegen lassen und schöne Grüsse!

02.09.2014 09:05 • #2


A


Keine Lust mehr auf Angst und Panik!

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KampfderAngst
Hi Martin76!
Vielen dank für Deine Antwort.
Ich habe im März angefangen Opipramol abzusetzen. Von 50mg morgens und abends langsam auf jeden 2.Tag morgens 12,5 mg. Dann vor 2 Wochen erste Pa, wahsinnige innere Unruhe, Übelkeit, Durchfall, halt das ganze Programm. Also wieder rauf auf Ursprungsdosis. Langsam gings wieder besser und gestern dann wieder Pa vorm schlafen gehen.
Wie lange dauert es denn bis das Opipramol wieder wirkt? Oder vielleicht hilft es ja gar nicht mehr?
Habe das ganze schonmal versucht und bin gescheitert....
Ich habe keinen Bock mehr auf diese Angst und Panik - daher auch meine Überschrift.
Hast du es denn geschafft? Und wie gehts dir so?
Nehme noch 10mg Cipralex morgens.
Ich fühle mich als totaler Versager und eine Enttäuschung für meinen Mann und meine Familie. schei.!
LG Usambara

02.09.2014 09:49 • #3


martin76
Hm ich hab nur geschafft von dem Opipramol runterzukommen,wie gesagt nach 2 Wochen voller Symptome wie Du sie beschreibst.Richtige Panikattacken hab ich in dem Sinne auch nicht mehr oder wirklich nur sehr selten.Eher fühle ich mich einfach so benommen oder mir ist schwindlig und so Zeug halt.Ist auch sehr anstrengend aber besser als das volle Programm.
Also nach einem gescheiterten Versuch das Zeug abzusetzen war ich nach 2-3 Tagen wieder voll drinnen und es hat geholfen.

Ja ich weiss,man fühlt sich da schnell als Versager aber das eben verursacht möglicherweise einen neuen Druck,das musst Du schnell ablegen und versuchen nach dem Motto zu leben was geht das geht,was nicht das nicht. Hat Du da keine besondere Unterstützung durch ann und Familie?

Übrigens habe ich das beim letzten Versuch das Opipramol abzusetzen einfach aufgehört damit von jetzt auf gleich und abgewartet was passiert....wie gesagt,etwa 2 Wochen dann waren alle Symptoe des absetzens vorbei.

02.09.2014 10:51 • #4


Fee*72
hallo...
ich hab Opipramol im schrank stehen u bisher nich genommen..ich wollte es immer so schaffen und hab Angst vor NW...
Oft machen wir uns Angst u Panik auch selber,verstärkt durch probleme im Altag,Familie,Arbeit etc...wenn man anfängt Dinge zu meiden und Angst vor der Angst zu haben,is es schwer raus zu kommen...
du arbeitest weiterhin...klasse....ich arbeite seit jahren nich mehr..hoffe ich kann bald mal stundenweise etwas tun...aber derzeit hat die Angst mich noch im griff,nich andersrum..ich gehe aber dagegen an..auch wichtig ist denke,das man die Angst annimmt..es als ein Teil von sich sieht..auch ich schiebe sie immer noch weg..möchte sie weg haben..und das verstärkt...

02.09.2014 11:09 • #5


martin76
Zitat von Fee*72:
hallo...
ich hab Opipramol im schrank stehen u bisher nich genommen..ich wollte es immer so schaffen und hab Angst vor NW...
Oft machen wir uns Angst u Panik auch selber,verstärkt durch probleme im Altag,Familie,Arbeit etc...wenn man anfängt Dinge zu meiden und Angst vor der Angst zu haben,is es schwer raus zu kommen...
du arbeitest weiterhin...klasse....ich arbeite seit jahren nich mehr..hoffe ich kann bald mal stundenweise etwas tun...aber derzeit hat die Angst mich noch im griff,nich andersrum..ich gehe aber dagegen an..auch wichtig ist denke,das man die Angst annimmt..es als ein Teil von sich sieht..auch ich schiebe sie immer noch weg..möchte sie weg haben..und das verstärkt...



Die Angst annehmen ist immer ein oft und schnell dahingesagtes Thema,aber wie man sie hinnehmmen soll kann eine keiner sagen.Natürlich kann man sich sagen ja ist halt so ...aber in den Minuten,Stunden oder Tagen an dem Angst und Panik das Leben dominieren,kann kan sich das eben nicht sagen meine ich.
Gefragt sind dann eben solche Leute die eine Therapie gemacht haben,diese könnten mal klar definieren wie sie denn nun damit umgehen...vorausgesetzt die Therapie hat ihnen was gebracht. Leider hört man immer zu wenig
davon.

Liebe Grüsse

02.09.2014 11:15 • #6


S
Hallo,

zu deinen Medikamenten kann ich leider nicht viel sagen, da ich sie nur vom Namen kenne, aber dazu keine Erfahrung berichten kann.
Aber zu Angst/Panik selbst:
Hast du schon mal eine Verhaltenstherapie gemacht? Kann ich dir wirklich anraten aus eigener Erfahrung!

Zu deiner Angst/Panikattacke:
Du hattest ja bestimmt nicht nur eine PA, sondern wahrscheinlich schon ganz viele! Und du hast bisher alle überlebt und wirst auch die weiteren überleben!
Panik und Angstattacken sind absolut nicht lebensgefährlich, sie sind höchstens ziemlich unangenehm....aber sie sind auszuhalten. Je mehr du bewusst deine PA aushältst und lernst, mit ihnen umzugehen, desto seltener werden sie auftreten! Schau im Internet nach Spontanentspannungstechniken... Diese werden zwar nicht die Panikattacke vermeiden, aber sie machen sie viel erträglicher!

Jedesmal wenn das Gefühl der Panikattacke entsteht denke folgende Dinge im Kopf nach:
-PA sind absolut ungefährlich und nur eine starke Angstreaktion des Körpers
-PA haben unangenehme körperliche Symptome, die aber auszuhalten sind (Wenn du 2 Stunden laufen gehst, hast du einen höheren Puls als bei einer PA)
-PA dauern meisten nicht länger als 30 Minuten
-PA erreichen nach wenigen Sekunden/Minuten ihr Maximum.... man hat oft die Angst, dass die Panikattacke in unendliche raufsteigt! Aber dem ist nicht so... nach wenigen Minuten hat die Panikattacke ihr Maximum erreicht und wird langsam wieder abbauen!

Ich hoffe, dass diese Punkte dir in Zukunft helfen werden!
lg
Salvat

02.09.2014 11:18 • #7


Fee*72
Zitat von martin76:
Zitat von Fee*72:
hallo...
ich hab Opipramol im schrank stehen u bisher nich genommen..ich wollte es immer so schaffen und hab Angst vor NW...
Oft machen wir uns Angst u Panik auch selber,verstärkt durch probleme im Altag,Familie,Arbeit etc...wenn man anfängt Dinge zu meiden und Angst vor der Angst zu haben,is es schwer raus zu kommen...
du arbeitest weiterhin...klasse....ich arbeite seit jahren nich mehr..hoffe ich kann bald mal stundenweise etwas tun...aber derzeit hat die Angst mich noch im griff,nich andersrum..ich gehe aber dagegen an..auch wichtig ist denke,das man die Angst annimmt..es als ein Teil von sich sieht..auch ich schiebe sie immer noch weg..möchte sie weg haben..und das verstärkt...



Die Angst annehmen ist immer ein oft und schnell dahingesagtes Thema,aber wie man sie hinnehmmen soll kann eine keiner sagen.Natürlich kann man sich sagen ja ist halt so ...aber in den Minuten,Stunden oder Tagen an dem Angst und Panik das Leben dominieren,kann kan sich das eben nicht sagen meine ich.
Gefragt sind dann eben solche Leute die eine Therapie gemacht haben,diese könnten mal klar definieren wie sie denn nun damit umgehen...vorausgesetzt die Therapie hat ihnen was gebracht. Leider hört man immer zu wenig
davon.

Liebe Grüsse


Hallo martin..
das is richtig...ich hatte schon Therapien,aber bisher nur Teilerfolge...ich hab auch probleme damit Erfolge zu verbuchen...fange immer wieder von vorne an...

@ salvat..VT hatte ich auch schon....es kommt auch auf den Therapeut an..und man braucht ein stabiles Umfeld..

wenn Angst kommt denke ich in dem moment wenig an meine Übung oder was man machen kann/soll..in dem moment möchte man einfach nur weg..u das es aufhört..

02.09.2014 11:24 • #8


martin76
Wäre interessant zu erfahren was man man in einer Verhaltenstherapie erlernt.Wie geht das genau vonstatten und was is der Unterschied zur normalen Gesprächstherapie?

02.09.2014 11:29 • #9


KampfderAngst
Hallo zusammen!
Lieben Dank für Eure Antworten - es tut wirklich gut sich auszutauschen.
Ich war ca. 4 Jahre in Therapie. Anfangs hat es mir auch gut geholfen, aber richtige Tipps habe ich nicht bekommen. War aber eher eine Gesprächstherapie. Ich bin gerade auf der Suche nach einer neuen Anlaufstelle.
Mein Mann und meine Familie unterstützen mich wirklich sehr! Geben mir gar nicht das Gefühl, dass ich ihnen zur Last falle. Dieses Gefühl ist mein eigenes, wahrscheinlich weil ich selber so einen hohen Anspruch an mich habe.
Natürlich weiss ich auch, dass die PA vorbei gehen und gestern habe ich es ganz gut gemeistert. Bin auch wirklich ein bisschen stolz auf mich! Habe aber natürlich schon wieder Angst vor heute Abend....

Rückblickend hatte ich als Kind schon immer sehr viel Angst - Verlustangst, Heimweh, Angst in der Nacht zu erblinden, etc. Schullandheime waren für mich ein Alptraum....!

Ist doch alles irgendwie schei., oder ?!
LG
Usambara

02.09.2014 12:14 • x 1 #10


KampfderAngst
So! Habe mich jetzt wieder zu einem Yoga Kurs angemeldet! Mal schauen, was das so bringt.....
Vielleicht Ruhe ? Das wäre schön......

02.09.2014 14:43 • #11


KampfderAngst
Hallo zusammen,
wie geht es Euch heute so ? Ich habe zum Glück echt gut geschlafen und mein Tag ist bisher auch gut! Jedesmal wenn die Angst an mir hochkriechen will, sage ich mir, dass nichts schlimmes passieren kann und ich in Sicherheit bin. Bis jetzt funktioniert es ganz gut.
Bin nur etwas benommen und habe ein bisschen Kopfweh. Naja aber damit kann ich Leben.
Ich hoffe, Euch gehts gut!
Viele Grüße
Usambara

03.09.2014 14:32 • #12


KampfderAngst
Hallo!
Heute morgen habe ich meinen Mann zum Flughafen gebracht. Er ist für 1 Woche weg.
War dann den ganzen Tag unterwegs und bin jetzt zu Hause und mir gehts nicht gut.
Ich habe Angst vorm allein sein und jetzt schon Panik vorm schlafen gehen.
Eigentlich dachte ich, daß ich die Situation ganz gut meistern würde, aber es kratz ein PA an der Oberfläche
Wenn es gar nicht geht, könnte ich zu meiner Mutter, aber ich will es alleine schaffen und nicht davor weg laufen.
Bin auch echt kaputt....
Warum muss das so sein?

07.09.2014 19:32 • #13


NervösesHemd1970
Hallo zusammen

weiss nicht ob es hier das richtige thema ist, ansonsten verschieben, versuche mein glück.

Wie geht ihr denn mit der Apettitlosigkeit beiAngstattacken um, das heisst, ich habe es eigentlich ständig , zwar hunger, aber kein bock mich aufzuraffen und etwas zu essen.
Achso, sorry, vielleicht kurz zu mir.
seit zwei jahren angsstörung, mit herzpoltern, herzrasen, schwindel, durchfall, kochen in den adern, wie wenn der ganze körper wippt, dicker kopf, ein unwirklichkeitsgefühl, komme sehr schlecht aus dem bett, schüttelfrost sehr heftig.
habe erst sertralin genommen, sehr sehr starke nebenwirkung, dann auf opipramol, keine geduld gehabt es länger zu nehmen, von daher weiss ich nicht mal wie es damit wäre, weiss nur noch, müde.
ich weiss nicht ob ich sie wieder nehmen soll, aber vielleicht wäre es besser?
Es dauert dann nur wieder so lang bis wirkung eintritt, oder?
Im Moment nehme ich Neurexan für die akute Situation, helfen sehr sehr gut bei extrem innerer unruhe, dann nehme ich noch Baldrian Tinktur, da kann ich noch nichts zu sagen, hoffe aber das es auch stimmungsaufhellend ist.
Habt ihr erfahrung damit?
Johanisskraut habe ich leider nicht vertragen, oder war ich auch wieder ungeduldig?

31.10.2014 16:37 • #14


A


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