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K

kriz
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Hallo Forum,

hätte nie gedacht, dass ich einmal in einem solchen Forum lande. Stehe im Grunde voll im Leben .. hab nen Job, eine Freundin, einigermaßen Kontakt zu Freunden und hab seit 4 Jahren keinen Tag krankheitsbedingt in der Arbeit gefehlt.

Letzte Woche ists dann passiert, bin mitten in der Nacht aufgewacht und war sehr nervös. Bin hin und her gelaufen, mir war irgendwie schwindlig und sehr komisch .. mein Herz klopfte wie wild ich bekam keine Luft und ich wusste nicht was mit mir war .. außer das ich Todesangst hatte. Hab dann die Rettung gerufen die dann zum Glück gleich kam und mich ins Krankenhaus brachte .. dort sagte man mir das alles ganz normal ist, der Puls wäre etwas hoch aber nix ernstes, sie vermuteten eine Panikattacke. Ich bekam dann etwas zur Beruhigung und konnte wieder nach Hause.

Soweit konnte ich dann abschalten und hab nimma großartig daran gedacht, außer das es mir ziemlich peinlich war.
4 Tage danach am Nachmittag auf Arbeit ists mir dann wieder passiert. Hab aba zunächst nichts gemacht, da ich seit dem Vorfall am Wochenende ein Buch darüber gelesen habe und mich sehr viel im Internet informiert habe, wo überall stand das es völlig harmlos ist und das man es einfach zu lassen soll.
Das über mich ergehen lassen wollte aber warhlich nicht funktionieren .. hab dann auf Arbeit schnell im Internet gesucht wie lang so etwas dauert und überall stand das es max. 30 min dauert .. meist sogar schon nch wenigen Minuten abklingt. Das es bei mir aba schon 2 Stunden anhielt hab ich mich immer weiter reingesteigert und krampfhaft versucht rauszufinden wieso es net aufgehört hat (später hab ich dann in nem anderen Buch gelesen, je mehr man sich während so einen Anfall damit beschäftigt desto länger hält es an) .. es war die ganze Zeit über nur ein leichter Anfall, aber sehr unschön .. irgendwann dann wurde es immer schlimmer bis es dann auf den Höhepunkt war und ich meinen Arbeitsplatz fluchtartig verlassen habe und heim gefahren bin.

Als ich daheim war konnte ich gar nimma abschalten, hatte Heulkrämpfe und Todesangst .. die ganze Zeit über .. obwohl ich genau wusste das nichts passieren kann .. aber der Schalter im Hirn lies sich einfach net umschalten .. irgendwann schlief ich dann ein.

Am nächsten morgen ging ich dann gleich zum Hausarzt der mir dann Medikamente und Tropfen verschrieb und gemeint hat das ich einen Therapeuten aufsuchen soll.

Nun meine Fragen;
Soll ich zu einem Therapeuten -- hilft das wirklich so viel? .. denn günstig sind die ja wirklich nicht, auch wenn die Kasse was bezahlt muss man doch noch einiges selber bezahlen

Werd ich wieder normal .. oder begleitet das einen das ganze Leben?

02.10.2020 #1


34 Antworten ↓
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kriz
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Eher zufällig habe ich heute diesen Thread wieder entdeckt, nach der Suche nach einer bestimmten Mail, fand ich die Registrierungsmail von diesem Forum Smile

Ich habe meine alten Posts ganz grob überflogen und es ist erstaunlich und mir auch sehr unangenehm mich hier so geöffnet zu haben. Es war meine bisher wohl übelste Lebenserfahrung, voller Zweifel, Verzweiflung und schlimmster Angst und das dringende Bedürfnis "Hilfe" zu sagen.

Natürlich habe ich nach wie vor übertriebene Ängste und das wird mich wohl ein Leben lang begleiten, v.a. da hier ein Teil auch genetisch weitergegeben wurde wie z.B. schnellere körperliche Reaktionen. Aber ich kenne mich mittlerweile sehr gut und kann gut zwischen eingebildeter Angst und realer Angst unterscheiden.

Panikattacken hatte ich seit damals keine mehr, auch bin ich nie mehr in größte Todesangst verfallen. Soziale Kontakte sind zwar nach wie vor ein Problem, aber ich bin schon sehr gut darin geworden. Das Problem ist jetzt weniger die Angst, sondern die fehlende Erfahrung, ich stelle mich manchmal etwas ungeschickt und hölzern an Very Happy - vor allem im sozialen Bereich zählt der erste Eindruck und aus Angst vor Abweisung versuche ich "perfekt" zu sein und naja, ihr braucht mir nicht zu sagen wie doof das ist, dass weiß ich selber. Aber wenn man so erzogen wurde, ist das sehr schwer abzulegen. Aber ich arbeite daran Smile

Eines meiner größeren Probleme, die Mobilität habe ich vor ~ 4 Jahren gelöst, indem ich wieder Fahrstunden genommen habe und seit dem fahre ich wieder. Es hat mich innerlich immer mehr zerfressen, es war mir peinlich, ich war unselbstständiger da ich immer mal wieder einen Fahrer benötigt habe und es hat einen großen Teil Selbstbewusstsein kaputt gemacht.
Ich weiß noch ganz genau wie ich mich dieser Angst stellte und auf einem Parkplatz mit zitternden weichen Knien die ersten Versuche gemacht habe Very Happy, jeden Tag war ich üben. Ich habe sogar am PC mit Lenkrad geübt, um wieder Sicherheit zu bekommen. Nach ca. einem Monat traute ich mich auf kleinste Nebenstraßen wo kaum bis gar kein Verkehr war.
Auf die "richtige" Straße wollte ich aber nur mit prof. Hilfe und auch das war eine große Überwindung. Mit rotem Kopf und verlegenem Lächeln habe ich mich bei einer Fahrschule vorgestellt und bekam glücklicherweise einen hervorragenden Lehrer.
Nach circa einem Monat konnte ich halbwegs problemlos (die Angst war noch da) immer mit einem Beifahrer fahren. Natürlich fuhr ich nur Abends, oder Morgens auf abgelegenen Straßen. Irgendwann kam der Moment wo ich das erste mal vollkommen alleine wohin gefahren bin. Die Erleichterung und den Stolz könnt ihr euch ja vorstellen Smile

Habe dann bald ein eigenes Auto gekauft und mittlerweile ist fahren für mich vollkommen normal geworden. Jetzt muss ich auch fahren, da ich mit meiner Familie in eine schicke Wohnung außerhalb der Stadt gezogen bin, das wäre vorher unmöglich gewesen. Ein Jahr später habe ich mir einen weiteren großen Wunsch erfüllt und den Motorradschein gemacht. Daraus wurde mittlerweile eine kleine Leidenschaft, ich fahre sehr gerne.

Ich fühle mich gut, meine psychischen Probleme sind meistens sehr weit weg. Manchmal kommen sie leicht zurück vor allem im Bereich der sozialen Kontakte. Auch wenn der Stress überhand nimmt, merke ich das ich nicht so souverän wie manch ein anderer reagiert. Dafür weiß ich aber was ich vertrage und wann ich aufpassen muss.

Mein aktuell größtes Problem sind wohl Eheprobleme, dass ist aber ein ganz anderes Kaptitel Smile
Meine Tochter ist mittlerweile 4 Jahre, ich mache sehr viel mit ihr und ich hätte nie damit gerechnet irgendwann einmal Vater zu sein.
Bei ihr achte ich besonders darauf meine Ängste nicht weiterzugeben, denn das passiert schneller wie man denkt und beginnt bereits bei Kleinigkeiten wie Höhenangst. Ich selbst leide nach wie vor darunter und muss mich jedes mal überwinden wenn meine Kleine hoch hinaus möchte Smile
Auch bei klassischen Themen wie böse Schatten, Monster usw. bin ich der Meinung aufgrund meiner Angsterfahrung hier sehr vorahnend, feinfühlig und geschickt vorgehen zu können. Bisher klappte das hervorragend, da sie sehr mutig und selbstständig ist und selten Hilfe fordert.

Ich würde von mir behaupten, dass ich mich in den letzten 10 Jahren sehr stark verändert habe und ich sehr viel über mich lernen konnte. Da ich schon sehr Früh damit konfrontiert war, bin ich der Meinung jetzt wesentlich gefestigter zu sein wie manch andere in meinem Alter bzw. auch Ältere. Vor allem im Umfeld von Müttern und anderen Vätern hilft mir das sehr, da ich ein sehr sensibles Gespür habe wie es anderen geht und gerne mal nachfrage bzw. erwähne das sie aufpassen sollen da zu viel Stress, zu viel Arbeit etc.
Vor allem jene die keine Erfahrung mit psych. Problemen haben machen bei größtem Druck, Stress, Problemen einfach weiter, obwohl der Körper schon mehrfach nach einer Pause gerufen hat.

Meine wichtigste Erfahrung um sich selbst wieder in den Griff zu bekommen ist wohl seine Komfortzone zu verlassen. Vor allem im Angstbereich ist dies wohl die wichtigste Komponente. Ein Funken Hoffnung, ein kleiner Funken Motiviation können den Weg stark beschleunigen. Was könnt ihr aufgrund eurer Ängste nicht mehr machen?, welche Einschränkungen habt ihr?
Wie wäre es ohne dieser Einschränkung, wie viel freier wäre man wieder --> Komfortzone verlassen, da sie euch bisher nur eingeschränkt hat.
Ich erlebe mich selbst immer wieder einmal in Situationen wo ich mich nicht traue etwas zu sagen, zu tun -> der nächste Gedanke ist aber mittlerweile schon automatisiert, mach es trotzdem, gerade deshalb, gerade weil du Angst hast geh durch die Angst durch. Ich spreche hier über unbegründete Ängste und nicht reale Gefahren Smile
Das klappt nicht immer, aber es hilft mir sehr und alleine durch "Komfortzone verlassen" konnte ich vieles zum Positiven verändern.

02.10.2020 22:49 • x 4 #34


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A


Ich will kein psycho sein

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kriz
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Wieder etwas früher hier und etwas längerer Text - Therapie möchte ich mir keine leisten zur Zeit, schreiben tut ganz gut Smile


Schön zu sehen, dass es jemanden hier geholfen hat - wobei ich ja immer noch der Meinung bin das man nichts drüber lesen sollte. Vor allem in einem schlechten Zustand, werde dazu meinen Eingangspost mal updaten. Wenns einem besser geht kann es vielleicht helfen zu sehen das andere ähnliche Probleme haben.

Das Konzert ist schon wieder eine Weile her, hat sich natürlich alles so entwickelt wie ich mir das gedacht habe Laughing
Erster Akt war ne Katastrophe, ich war fast nur mit mir selbst beschäftigt, total angespannt wieder mal Atemprobleme usw.
In der Pause musste ich meine Globuli einwerfen Rolling Eyes, nutzte die Möglichkeit meinen Platz zu tauschen, ging ein wenig weiter zurück sodass ich nicht mehr in der direkten Front war und dann gings besser. 2ter Akt war besser Smile

Konzert war ~ 600km von zuhause entfernt waren dann ein paar Tage da vor Ort und haben noch andere Sachen gemacht. Andere Probleme kamen wieder hoch - Menschenmassen, große Plätze mit Menschenmassen, zu viel Eindrücke, Todesängste als ob Darth Vader persönlich versucht dir den Atem zu nehmen usw., kennt ihr ja selbst. Aber ich habs überstanden, leider nicht so wie ich wollte - sprich nicht rational und selbstbewusst sondern wie ein kleines Baby was sich grad in die Windel macht.
Aber ich hatte keine Panikattacke, hatte bis dahin erst eine und das war meine Allererste.

Endlich wieder daheim angekommen, es war Samstag soweit alles ok. Gedanken kamen hoch das ich Mo wieder arbeiten musste ziemlich blöd halt. Sonntag Abend, kuschelte mit Partnerin vorm TV, auf einmal traf es mich wie einen Blitz Crying or Very sad Ich hatte meine 2te Panikattacke nach 6 Jahren Crying or Very sad

Ich hatte bis jetzt deshalb alles im Griff da ich zu jedem Sympthom wusste was es war. Schwitzige Hände, Herzschlag, Atemnot, zittern, usw. ich beruhigte mich immer wieder weil ich es kannte - ich kannte die Symthome und alles war ok.
Jetzt hatte ich aber ein vollkommen neues Problem, es fühlte sich so an als ob mein Hirn eine 180° Wendung gemacht hatte, Todesangst das mein Hirn explodiert, oder was kaputt gegangen ist. Meine Gedanken waren schon im Krankenhaus, meine Partnerin neben mir im Krankenbett, weinend das ich gestorben bin, mein Begräbnis usw. derartige Gedanken kamen mir. Ich habe noch versucht rational alles zu erklären, aber es ging nicht mehr. Die Gehirndrehung war wie ein Blitz, mir war von 0 auf 1 Millionendrehunderachtzig schwindlig für eine Sek. ich wusste nicht was los war. Es ist was ernstes da ich das so noch nicht kannte. Die restlichen Symptome wurden immer schlimmer, ich war kurz davor die Rettung zu rufen, das ganze hat fast 2 Stunden gedauert wo ich wien hilfloses etwas rumgezittert hatte. Gedanken kündigen zu müssen, nicht mehr Arbeitsfähig zu sein usw. boahh stirnrunzeln
Als ich dann wieder zu mir fand merkte ich -- NEEEE das kanns nicht sein, das kann es einfach nicht sein ich lebe kichern
Ich hatte echt nur ne Panikattacke, danach war wieder alles ok - fands auch ziemlich genial das ich locker damit umgehen konnte. Zwar waren die Folgetage nicht ganz normal, aber nicht so schlimm wie ich es erwartet hatte.

Anschließend war das Thema wieder etwas bewusster da, Fragen wie was geht grad schief usw. was sollte ich machen kamen hoch. Ich beschäftigte mich theoretisch mit Yoga und Atemübungen. Eine bekannte von meiner Partnerin war Yogalehrerin da wollte ich was machen. Leider hat sie mir nachdem ich kurz gesagt hatte wieso ich das machen wollte abgelehnt - ich solle besser zu Person x oder y gehen. Frustiert da ich mich schon auf sie fixiert hatte und mich nicht nochmal wen anvertrauen muss gab ich auf.

Habs dann selbst versucht mit ein paar so Voodo Cd´s - wo einem gesagt wird wie man ruhig usw. wird.
Ein paar Lektionen sind echt gut, aber als es dann so weit ging das die mir gesagt haben wie ich atmen muss und die teilweise so lange Atempausen hatten das ich Atemnot bekam und erst Recht Panik bekam hab ich aufgehört.

Das ganze ist jetzt vielleicht 1 Monat her und mittlerweile bin ich wieder normal.

SOOO normal das ich doch tatsächlich Gedanken hatte meine Fahrangst versuche zu überwinden - hat auch was mit meiner Parternin zu tun, eventueller gemeinsamer Umzug und dann wärs umständlich nicht mobil zu sein.

Falls ichs noch nicht erwähnt habe, jep habe Fahrangst - extreme Fahrangst, gibt sogar einen Ausdruck dafür - Amaxophobie. Eigentlich müsste ich ja einen Orden bekommen so viele Ängste zu haben und das als Mann verstecken zu können ohne das es großartig auffällt. Mr. Green

Bin seit meiner Führerscheinprüfung bis auf 2x nicht mehr gefahren. 1x kurz nach Prüfung - Kabumm Totalschaden, glücklicherweise ohne körperliche Schäden hätte ganz böse Enden können. Nach nem Jahr Erholung aus der Garage rausgefahren, links eingelenkt um rauszukommen und ziehe dabei nen richtig tollen langen Kratzer über die ganze Autoseite - naja das wars, von nun an nur mehr lügen, Ausreden finden usw. wieso man als Mann nicht Auto fährt. Vor einigen Personen wie Arbeitgeber, Eltern, Partnerin kann und wollte ich das nicht verheimlichen aber sonst weis das keiner - nicht mal enge Freunde die ich hatte/habe.

Auf jeden Fall habe ich mich jetzt entschlossen ein kleines Motorrad zu fahren - fühle mich auf 2 Rädern wohler. Dazu muss ich aber noch den Führerschein updaten, dazu brauch ich einige Praxisstunden und das wird bald der Fall sein. Davor habe ich ne tierische Angst, es ist ein ständiges hin und her. Jetzt gerade bin ich wieder dagegen, ich schaff das nie, das ist sooo weit entfernt von mir mal selbst zu fahren usw.. Aber ich möchte das jetzt machen, einige Stichwörter bauen mich dazu auf:

* Komfortzone verlassen
* mich reizt es, ich will wissen wie Motorrad fahren ist, ich würd mir in den Ar. beißen (wie damals Konzert) wenn ichs nicht zumindest versuche - glaubt mir ich tendiere dazu das ganze Thema zu vergessen dann würde ich mich wohl wieder wohler fühlen und mich nicht den ganzen Tag mit Youtube Motorrad Crash Videos auseinander setzen und mir vorstellen was alles passieren könnte Very Happy
* ich glaube das mein Selbstbewusstsein dadurch größer wird
* Komfortzone ....

Ich glaube meine Partnerin hat mir diesen Begriff vor einigen Wochen zugeworfen, ich liebe ihn. Ich muss raus aus meiner Komfortzone, ich kann mein Leben lang darin verbringen und was hab ich davon?
Das ich eines Tages im Sterbebett liege, oder ich morgen bei der Treppe stolpere und mir das Genick brech oder was weis ich - die Seele empor steigt (hoffentlich gibts sowas) und irgendein Schöpferwesen mich empfängt und mich fragt: "und was hast du so erlebt auf der Erde"

Tja was sag ich dann? Ich hatte große Träume, Wünsche und hab sie wenn überhaupt nur in Videospielen und in Träumen ausgelebt, ich hab sie nie verwirklicht da ich permanent dachte es könnte was schlimmes passieren, oder ich geh dabei drauf. Ich habe also anstatt zu leben mir ständig den Kopf darüber zerbrochen was alles schief gehen kann im Leben.
Das Leben ist kurz, besonders gefallen hat mir in dieser Hinsicht der Film "das beste kommt zum Schluss" - so schnell ist man alt, so schnell hat man sein Leben vergeudet.


Ich hab heuer schon einiges erlebt, im Gegensatz zu vielleicht früheren Jahren:
* unser Hund ist gestorben - erstes Todesfall überhaupt den ich bewusst miterlebt habe, war zum ersten mal mit derartiger Trauer konfrontiert, war seltsam und neu
* hab ein Tool für die Website der Partnerin entworfen, Besucherzahlen haben sich seit dem verdoppelt
* hab mit meiner Parterin meinen ersten Urlaub überhaupt gemacht, ganze 6 Tage in fremder Umgebung (naja hab eig hautpsächlich Breaking Bad gekuckt und das Hotel net so viel verlassen, aber ging dann trotzdem ab und an raus - war sogar Schiff fahren, ein lang ersehnter Wunsch)
* war auf einem speziellen Konzert
* hatte ne Panikattacke und lebe noch
* hatte schon länger eine Idee für eine neue Website welche ich dieses Jahr umgesetzt habe, die Idee finde ich nach wie vor genial, leider bin ich zu bescheiden um es was ich was zu bewerben, daher verkümmert die Seite jetzt, aber ich bin froh es gemacht zu haben
* das Geschäft meiner Partnerin floriert, als psychisch gestörter, höchst kreativer, krankhafter Perfektionist bin ich der Konkurrenz immer vorraus Laughing (geht viel über Internet und die Internetsachen mach ich und Partnerin ist einfach gut darin was sie macht)
* dadurch das es so gut läuft wirds eventuell einen neuen Lebensabschnitt bei uns geben, ich hoffe ich bin stark genug dafür denn dadurch ändert sich einfach alles - ich hoffe das ich hier in 2-3 Jahren dann schreiben kann das alles geklappt hat
* ich versuch mich an nem A1 Schein
* habe eine Dame kennen gelernt von der ich weis das sie ebenfalls Panikattacken hat, aber in einem Ausmaß das sie in jungen Jahren schon Abreitsunfähig ist - bin zu schüchtern/zu blöd/zu gehemmt/zu keine Ahnung das Thema anzusprechen weis es nur von Partnerin. Hab Parternin mal gefragt wieso sie denn immer so gut drauf ist wenn sie da ist. Antwort sie packt das nur mit nem täglichen Eimer Medikamente, mir tut die so Leid da ich verstehe wie sowas sein kann - möchte mit ihr drüber reden, aber trau mich net da so viel falsch gehen kann.
* wollte tatsächlich einer Selbsthilfegruppe beitreten, aber die Hemmung war zu groß. Wie verdammt nochmal soll mal zu einer Gruppe gehen wenn man Angst vor fremden Menschen hat ... tsts Very Happy
* wollte nach letzter Panik wieder Theraphie aufnehmen, ich glaub ich saß mal einen ganzen Abend an einem Satz an die Therapeutin den ich immer wieder änderte und letztenendlich dann doch nicht schickte. Hauptgrund wieso sichs nicht gemacht habe - Verhältnis Notwendigkeit zu Geld passte nicht.


Wieso ich so schnell wieder hier her kam?, denn ich versuche das möglichst zu vermeiden da ich mich häufig in so was verliere knuddeln
Schreib jetzt schon wieder den ganzen Abend, dabei wollte ich Videospiele spielen Mr. Green

War auf Youtube und da Google und YT ja so wunderbar miteinander harmonieren bekam ich heute prominent ein Video zu Panikattacken zu "das könnte Ihnen gefallen" gezeigt. Habs mir dann ein wenig angeschaut und war schockiert. Ich war schockiert mit welchen billigen und fießen Maschen versucht wird mit Panikpatienten Geld zu verdienen. In ärgster Not kann ich mir gut vorstellen, das viele Hilfe auf YT und Co Hilfe suchen und sich dann dementsprechend auch Sachen bestellen.

Ich kann jeden nur davor warnen, das ist rausgeschmissenes Geld. Niemand kann über die Entfernung sagen was du hast, Eigendiagnosen und Fremddiagnosen über die Entfernung ist Gift. Sucht euch profesionelle Hilfe, ich empfehle hier wirklich eine Verhaltenstherapie.

17.10.2014 00:28 • #30


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H
Hallo kriz !

Erst einmal herzlich Willkommen im Forum.

Viele haben hier ähnliche Probleme wie du, lese dich doch einfach einmal durch die verschiedenen Beiträge.

PS:
Eine Gesprächstherapie wird eigentlich von den Krankenkassen im vollen Umfang übernommen, und sie ist auf jeden Fall anzuraten.

Liebe Grüsse,

Helpness

#2


B
Hallo kriz,

so wie Dir ist es vielen ergangen. Schwupp - von heute auf morgen, von jetzt auf gleich.

Ich wünsche Dir eine schnelle Lösung.

Liebe Grüße
bollywood

#3


S
Zitat von kriz:
Hallo Forum,

hätte nie gedacht, dass ich einmal in einem solchen Forum lande. Stehe im Grunde voll im Leben .. hab nen Job, eine Freundin, einigermaßen Kontakt zu Freunden und hab seit 4 Jahren keinen Tag krankheitsbedingt in der Arbeit gefehlt.

Letzte Woche ists dann passiert, bin mitten in der Nacht aufgewacht und war sehr nervös. Bin hin und her gelaufen, mir war irgendwie schwindlig und sehr komisch .. mein Herz klopfte wie wild ich bekam keine Luft und ich wusste nicht was mit mir war .. außer das ich Todesangst hatte. Hab dann die Rettung gerufen die dann zum Glück gleich kam und mich ins Krankenhaus brachte .. dort sagte man mir das alles ganz normal ist, der Puls wäre etwas hoch aber nix ernstes, sie vermuteten eine Panikattacke. Ich bekam dann etwas zur Beruhigung und konnte wieder nach Hause.

Soweit konnte ich dann abschalten und hab nimma großartig daran gedacht, außer das es mir ziemlich peinlich war.
4 Tage danach am Nachmittag auf Arbeit ists mir dann wieder passiert. Hab aba zunächst nichts gemacht, da ich seit dem Vorfall am Wochenende ein Buch darüber gelesen habe und mich sehr viel im Internet informiert habe, wo überall stand das es völlig harmlos ist und das man es einfach zu lassen soll.
Das über mich ergehen lassen wollte aber warhlich nicht funktionieren .. hab dann auf Arbeit schnell im Internet gesucht wie lang so etwas dauert und überall stand das es max. 30 min dauert .. meist sogar schon nch wenigen Minuten abklingt. Das es bei mir aba schon 2 Stunden anhielt hab ich mich immer weiter reingesteigert und krampfhaft versucht rauszufinden wieso es net aufgehört hat (später hab ich dann in nem anderen Buch gelesen, je mehr man sich während so einen Anfall damit beschäftigt desto länger hält es an) .. es war die ganze Zeit über nur ein leichter Anfall, aber sehr unschön .. irgendwann dann wurde es immer schlimmer bis es dann auf den Höhepunkt war und ich meinen Arbeitsplatz fluchtartig verlassen habe und heim gefahren bin.

Als ich daheim war konnte ich gar nimma abschalten, hatte Heulkrämpfe und Todesangst .. die ganze Zeit über .. obwohl ich genau wusste das nichts passieren kann .. aber der Schalter im Hirn lies sich einfach net umschalten .. irgendwann schlief ich dann ein.

Am nächsten morgen ging ich dann gleich zum Hausarzt der mir dann Medikamente und Tropfen verschrieb und gemeint hat das ich einen Therapeuten aufsuchen soll.

Nun meine Fragen;
Soll ich zu einem Therapeuten -- hilft das wirklich so viel? .. denn günstig sind die ja wirklich nicht, auch wenn die Kasse was bezahlt muss man doch noch einiges selber bezahlen

Werd ich wieder normal .. oder begleitet das einen das ganze Leben?


hallo kriz,
da bist du ja sehr schnell dahinter gestiegen, dass du unter panikattacken leidest. viele von uns rannten von einem arzt zum anderen um am ende beim therapeuten zu landen. auch finde ich es erstaunlich, dass du gleich bücher und berichte darüber gelesen hast... bei mir hat das alles ne weile gedauert eh ich es wirklich geglaubt und akzeptiert habe das irgendwas nicht stimmt.
nun zu deinen fragen:
eine therapie hilft dir in sofern, dass du vielleicht herausfindest woher die anfälle kommen. und das ist ja das wichtigste - die ursache herausfinden, denn nur dann kannst du die anfälle und vielleicht auch ängste kontrollieren. wie das mit der krankenkasse ist, weis ich nicht. als ich damals in therapie war, war ich noch nicht volljährig, da ists eh was anderes. bin mittlerweile fast 20 und besuche keinen therapeuten mehr. und nein, mir hat die therapie nicht besonders geholfen, ich habe mich selbst mit hilfe von freunden und familie dadurch gekämpft.
aber was ich dir sagen muss, mich begleitet die angst und panik nun seit 4-5 jahren. ich lebe zwar sehr angenehm jetzt, aber ab und an kommt es mal wieder zum vorschein, und ich befürchte, dass einen soetwas ein leben lang verfolgt. aber man kann lernen damit zu leben.

gruß

#4


Christina
Hi und willkommen bei den Psychos!

Anscheinend hattest Du bisher zwei Panikattacken und sofort reagiert, indem Du Dich belesen hast. Das finde ich gut und nützlich. Gut, die Erkenntnis, dass Panikattacken um so schlimmer werden und länger anhalten, je intensiver man sich mit ihnen beschäftigt, kam für die zweite zu spät. Aber dafür wohl für jede weitere - falls überhaupt noch welche kommen - rechtzeitig. Du bist ja jetzt sicherlich hinsichtlich der üblichen und ernsthaften Krankheiten untersucht worden und ohne Befund, außerdem weißt Du, dass die Panik "nur" unangenehm ist. Das kannst Du Dir sagen, sollte so etwas wieder passieren. Weitere Maßnahmen wie Medikamente oder eine "richtige" Psychotherapie halte ich zum jetzigen Zeitpunkt für verfrüht - vorausgesetzt, Du entwickelst kein Meideverhalten. Wenn Du also mitten im Leben stehst, es Dir generell gut geht und die beiden Panikattacken nicht Dein Leben auf den Kopf stellen, könnten es auch zwei zufällige Fehlinterpretationen ziemlich normaler Körperwahrnehmungen gewesen sein. Ohne weitere oder gar tiefere Bedeutung. Und die muss man ihnen dann nicht durch eine psychiatrische oder psychologische Mobilmachung verleihen. Wie gesagt, wenn Du Dir klarmachen kannst, dass es nur ein Fehlalarm war.

Falls Du aber schon große Angst vor der nächsten Panikattacke entwickelt hast und das selbst nicht mehr in den Griff bekommst, wäre der Gang zum Psychotherapeuten (Verhaltenstherapeuten!) sinnvoll. Wird normalerweise komplett von der Krankenkasse übernommen. Was Medikamente angeht - welche hast Du denn bekommen, und wann und wie oft sollst Du sie nehmen? Je nachdem, was es ist, können die sehr sinnvoll sein oder aber bedeuten, dass mit Kanonen auf Spatzen geschossen wird. Überhaupt kann man nach so kurzer Zeit und zwei solchen Vorfällen korrekterweise noch keine Angststörung diagnostizieren, offiziell bist Du also noch längst kein "Psycho". Darin liegt m.E. die Gefahr, dass etwas zu sehr aufgeblasen wird, was Du evtl. mit ein paar mehr Informationen, Stressmanagement und In-Dich-Gehen selbst in wenigen Tagen hinter Dir lassen könntest. Ohne dass aus der Angst ein Problem wird. Eine oder mehrere Panikattacken machen noch längst keine Angststörung aus. Die entsteht erst, wenn die Panikattacken eine Bedeutung bekommen, wenn man sich mit ihnen beschäftigt, sie fürchtet und deswegen Situationen meidet oder dauernd beim Arzt sitzt...

Liebe Grüße
Christina

#5


R
Hi Kriz !

Um es ganz deutlich zu sagen: Beschäftige Dich fortan nicht mehr mit
dieser Angstproblematik. Je weniger Du darüber weisst, desto besser
ist das für Dich! Lies nicht in irgendwelchen Büchern darüber und schon
garnicht in diesem Forum!
Dir geht es gut. Und: Nein, Du gehörst nicht dazu.
Bitte beherzige meinen Rat - er kann Dir Dein (jetziges) Leben retten!

LG

#6


R
@Christina
Zitat von Christina:
offiziell bist Du also noch längst kein "Psycho"

Definiere bitte "Psycho". Oder anders gefragt: Ab wann gilt jemand offiziell als Psycho?

Tut mir leid, aber ich konnte nichts wirklich sinnvolles aus deinem Beitrag herauslesen, und ich glaube auch nicht, dass es jemandem hilft, wenn er das was du geschrieben hast, als Tatsache sieht.

#7


D
Hallo,

mach nicht den fehler zu schnell zu wissen was du hast. Vielleicht hast du dich nur in was reingesteigert(durch lesen) und ein Angstgefühl fehlinterpretiert. Lass dich von einem Therapeuten beraten, die haben Fragebögen und können dir hundert prozentig sagen was du hast und was nicht. Würde auch nix mehr zu diesem Thema lesen. Bis du bei einem Therapeuten warst. Mach dich nicht verrückt vielleicht ist es harmlos.

#8


L
Habe mich über deine Überschrift nur etwas gewundert."Will kein Psycho sein".Psycho klingt für mich immer so als wären wir verrückt.Sind wir aber nicht.War selber schon in der Psychiatrie,bin ich deshalb ein Psycho?

x 1 #9


M
Hallo kriz,
es kann gut sein, dass du überdramatisierst und dich dadurch erst in die ganze Angstgeschichte hineinsteigerst. Beschäftige dich auf keinen Fall von nun an ununterbrochen mit Ängsten. Therapie kann gut helfen, aber jede Minute im Netz surfen und alles darüber lesen und nur noch über Ängste nachdenken, schadet imo weitaus mehr als dass es hilft. Ich finde nicht, dass bei dem Thema Informationen allles ist. Im Gegenteil, manchmal gibt einem das glatt noch neue Ideen für immer andere Ängste. Auch sind im Netz naturgemäß die Leute, die die Attacken noch nicht losgeworden sind, völlig überrepräsentiert und man bekommt den Eindruck, Panikattacken müssten zwangsläufig ewig bleiben. Das ist meistens nicht so! Sie müssen nicht jahrelang anhalten,sondern können jederzeit wieder verschwinden. Nach 2 Attacken sollten Medikamente absolut nicht angedacht werden. Ich habe nie welche genommen und ich habe keine Panikattacken mehr, hatte auch nur über einen relativ kurzen Zeitraum damit zu kämpfen. Das wirkt natürlich erschreckend, aber muss keine große Sache werden. Lass dich durch diese Zustände nicht abschrecken und fang nicht an, deinen Alltag anders als sonst zu gestalten, also bleib keinesfalls von nun an zu Hause oder sowas. Dann wirst du merken, dass dir tatsächlich nichts passiert, selbst wenn so eine Attacke kommt und selbst wenn sie noch so heftig ist. Es fühlt sich nur beschissen an, das ist alles - ein großer Schmu. Wenn dir das klar wird, verschwinden diese Angstzustände auch bald wieder.
Liebe Grüße

#10


K
danke für die vielen Antworten.
Der Threadtitel war natürlich übertrieben, hat mir aber viele klicks und antworten gebracht

Natürlich weis ich nicht genau ob ich Panikatacken habe, dies wurde mir nur vom Arzt so mitgeteilt und ich habe ihm einfach mal vertraut. Nach meinen Recherchen treffen auch die Symptome genau zu.

Leider hatte ich heute Nacht wieder einen leichten Panikanfall -- zum Glück wissen nun einige Leute schon Bescheid wie z.B meine Mom und ist dann gleich zu mir gefahren und hat mich unterstützt. (ich bin einfach nicht von alleine rausgekommen .. hab mich fast 2 Stunden im Bett unter Luftmangel rumgequält)
Da natürlich auch meine Arbeit darunter gelitten hat (bin einfach gegangen) habe ich heute Früh (ja, bin trotz der Attacke heute in die Arbeit) gleich mit meinem Chef darüber gesprochen, der das verstanden hat und mir seine Unterützung geboten hat (ist ein kleines Unternehmen, ich glaube da geht so etwas eher als in einem großen Konzern)

Habe Cipralex verschrieben bekommen (5mg am Tag die erste Woche und danach soll ich auf 10 mg gehen .. circa 2 Monate) und Psychopaxtropfen wobei ich nicht vorhabe die anzurühren -- der Beipackzettel schreckt micht etwas ab.

Da ich normalerweise nie Tabletten nehme, außer mal ne Aspirin kenne ich mich auch mit den Wirkungen nicht so aus. Finde es aber derb was Cipralex mir macht, ich merke richtig das etwas anders ist mit mir. Bin irgendwie ganz leicht betäubt, müde und vor allem nicht mehr so konzentrationsfähig .. mir kommt vor es werden alle negativen Gedanken blockiert. Im Beipackzettel steht eh das es kleine Nebenwirkungen gibt und das es circa 2-3 Wochen dauert bis es Besserung gibt, mal abwarten.

Was mich am allermeisten ärgert ist, dass ich genau weis das mir nichts fehlt und ich im falle einer Panik diesen Schalter "mir fehlt nichts" nicht umlegen kann und mich die ganze Zeit in irgendwas reinsteigere und von allein nur schwer bzw. gar nicht rauskomme.

#11


L
Also ich habe sehr lange Zeit gebraucht um zu erkennen dass ich an Panikattaken leide.Hab mich fast ein Jahr damit herumgequält bis ich einmal am Wochenende wirklich zum Notdienst ging in dem Glauben ich komm nicht mehr lebend wieder heim.Damals war ich erleichtert wie die sagten ihnen fehlt nichts das war nur eine Panikattake.Mittlerweile denke ich anders darüber.Wenn du ständig Angst und Panik hast und immer wieder andere körperliche Symptome dann freut dich dein ganzes Leben nicht mehr.Du kannst nichts mehr planen weil du nicht weisst wie es dir an diesm Tag geht.Du kannst manchmal nicht aus dem Haus,nicht unter Menschen.Du möchtest raus aus deinem Körper und kannst es nicht.Es ist manchmal nicht mehr zum Aushalten.Du hast das Gefühl verrückt zu werden und wünscht dir manchmal tot umzufallen um das alles nicht mehr ertragen zu müssen.
Das sind meine Erfahrungen als"Psycho".Ich hoffe ich konnte dir damit weiterhelfen.

#12


K
Hallo,

also ich muss schon sagen, dass ging bei dir aber schnell mit den Medikamenten. Da muss sich dein Arzt aber sehr sicher sein.

Ich nehme auch Cipralex und es läßt sich gut damit leben. Die Nebenwirkungen spürt man meist am Anfang der Einnahme und dann lassen sie nach. Wenn sie nicht nachlassen und dich sehr stören, dann solltest du noch einmal mit deinem Arzt darüber reden.

Ich empfehle dir eine Entspannungsmethode zu erlernen bzw. anzuwenden. Progressive Muskelentspannung oder Autogenes Training. Finde heraus, was dir gut tut.

Eine Therapie ist sinnvoll, um heraus zu finden, woher diese Attacken kommen.
Du scheinst sehr ungeduldig zu sein und du willst alles genau wissen und am besten sofort eine Lösung für das Problem finden.
Das kenne ich, ich bin auch so bzw, war so, aber ich musste lernen geduldig zu sein, um heraus zu finden, was mit mir nicht stimmt.

Ich wünsche dir alles Gute!

Birgit

#13


Christina
Zitat von Raystlin:
Definiere bitte "Psycho". Oder anders gefragt: Ab wann gilt jemand offiziell als Psycho?
In Anlehnung an den Threadtitel (denn mein Sprachgebrauch ist "Psycho" nicht) dann, wenn er/sie eine psychische Störung korrekt diagnostiziert bekam, also die diagnostischen Kriterien der gültigen ICD für eine oder mehrere psychische Störungen erfüllt. Bei der Panikstörung gehören z.B. mehrere Panikattacken mit dazwischen liegenden weitgehend angstfreien Intervallen über einen Zeitraum von wenigstens vier Wochen dazu.

Zitat von Raystlin:
Tut mir leid, aber ich konnte nichts wirklich sinnvolles aus deinem Beitrag herauslesen, und ich glaube auch nicht, dass es jemandem hilft, wenn er das was du geschrieben hast, als Tatsache sieht.
Das ist schade, aber zum Glück war mein Beitrag ja nicht an Dich adressiert, und vielleicht kann der Adressat mehr damit anfangen. Und falls Du Fragen hast, frag einfach.


@ kriz:

Ich finde eine Einstellung auf ein AD absolut verfrüht. So ganz nebenwirkungsfrei sind die nicht, und ohnehin wäre Dir u.U. schon mit ein paar psychologischen Beratungsgesprächen zu helfen. Da wird m.E. wirklich mit Kanonen auf Spatzen geschossen, zumal Du so auch (erstmal) nicht lernst, mit der Angst umzugehen.

Liebe Grüße
Christina

#14


K
@ Christina

bin kein Experte, aber wenn mir mein Arzt der mich seid Kindheit betreut sagt ich soll die Medikamente nehmen, tu ich das natürlich

Hab nächste Woche mein erstes Beratungsgespräch mal schaun was dabei rauskommt.

vielen Dank nochmals an alle für die Meinungen, hat mir sehr geholfen

#15


N
Zitat von kriz:
Werd ich wieder normal .. oder begleitet das einen das ganze Leben?


sieh das mal so : vorher warst du superman und jetzt "normalisiert" sich dein leben.

aus meiner sicht gibt es in diesem forum wenige, die fundierte, belastbare ratschläge aus eigener erfahrung geben; christina gehört unbedingt dazu. ihr und ihren aussagen zur medikation irgendwie zu misstrauen ist imho ein fehler

#16


K
Zitat von no fear:
Zitat von kriz:
Werd ich wieder normal .. oder begleitet das einen das ganze Leben?


sieh das mal so : vorher warst du superman und jetzt "normalisiert" sich dein leben.



hehe das ist auch gut gesagt .. ich will kein normales zerbrechliches menschlein sein

#17

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L
Hallo kriz!
Mit den Medikamenten wäre ich trotzdem vorsichtig.Sie werde heutzutage viel zu leichtsinnig verschrieben.Solltest vielleicht auch zu einem Facharzt gehen und nicht zum Hausarzt.Diese neigen meiner Erfahrung nach nämlich dazu leichtfertig solche Medis zu verschreiben.

#18


K
Zitat von Lela:
Hallo kriz!
Mit den Medikamenten wäre ich trotzdem vorsichtig.Sie werde heutzutage viel zu leichtsinnig verschrieben.Solltest vielleicht auch zu einem Facharzt gehen und nicht zum Hausarzt.Diese neigen meiner Erfahrung nach nämlich dazu leichtfertig solche Medis zu verschreiben.


ja danke für die Meinung, werde da mal den Therapeuten fragen die können das sicher auch besser einschätzen .. bin zur Zeit eh noch auf minimaler Dosis

#19


K
Hallo liebes Forum,

ein wenig mehr Text, wer sich das nicht durchlesen will bitte ganz runter zum fettgedruckten

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hier mal wieder ein paar Updates, es hat sich eine Menge getan;

Habe gleich Im Dezember mit einer Therapie angefangen, bei ner guten Therapeutin die sich auf sowas spezialisiert hat und hab die Medikamente von heut auf morgen abgesetzt, da sie mich nur müde machten und ich absolut nimma klar denken konnte.

In den ersten Gesrpächen ging es hauptsächlich darum ihr so viel Infos wie nur möglich zu geben. Für mich war es ziemlich hart mich so zu öffnen. Habe es aber getan mit dem Gedanken, je mehr sie weis, desto besser kann sie mir helfen.

Zunächst wusste sie nicht Recht wie sie mich einordnen muss, da ich ihr bezüglich meiner Angst nichts wirkliches sagen konnte. Sie kam meistens spontan und war immer darauf aus, dass ich Angst zu sterben hatte.
Daher glaubte ich für mich selber meine Angst ist die Angst vor dem Tod. Nach der vierten Sitzung kristallisierte sich dann etwas anderes heraus;

Ich trage schon ne ganze Weile ne Angst mit mir rum, die ANgst vorm Autofahren -- deshalb meide ich es auch. Das ist aber nicht mal das tragende, kann aber mitspielen.

Der Auslöser war aber wohl etwas anderes;
Wurde vor einem Jahr in Wien ausgeraubt und verprügelt.

Ich dachte immer der Auslöser war die Panikattacke, denn ohne die Attacke würde ich nun weiterleben wie vorher. Dann sagte die Therapeutin aber etwas, dass bei mir ne Art Klick im Hirn gemacht hat;" wäre das in Wien net gewesen, hätte ich auch keine Panikattacke bekommen"

Sie meinte dann im Laufe der Gespräche das sie ne Emotionstherapie mit mir macht. Die ABC Therapie was sie miteinbezieht finde ic hauch gut.

Hauptsächlich spielen mir die Gedanken immer nen Streich, bzw. ich habe immer Denkfehler, wenn ich über meine Lebenssituation so nachdenke wird mir erst bewusst das ich diese Fehler schon immer hatte, aber sie nie wirklich bewusst bemerkt habe.

Früher war es oft so:

* bin nie in "Schlabber-Klamotten" rausgegangen, nicht mal um den Müll rauszutragen, da ich Angst hatte wenn mich so wer sieht machen die sich lustig über mich -- das selbe galt auch beim Tüf öffnen wenn der Postbote in der Früh klingelte, da hab ich ihn lieber erst gar net reingelassen

* hatte immer Angst was andere über mich denken könnten und habe mich deshalb bei jeder Person angepasst, sodass ich nie ich selber war

* habe versucht es jedem Recht zu machen

* wenn ich z.B den Nachbar grüße und der grüßt nicht zurück, habe ich immer gleich gedacht .. ohje wieso mag er mich net

Die 4 Sitzungen hatte ich bis kurz vor Weihnachten, dann hatte ich Urlaub bis 12.1

In der Zeit ging es mir zeitlich auch nicht aus für weitere Sitzungen, da ich im Urlaub wieder nach Wien zur Freundin bin (Fernbeziehung .. wohne in Tirol) und da hatte ich im Anfang oft das Gefühl .. woah gehts mir gut, ich glaube ich bin geheilt und brauche keine Therapie mehr.

Leider hatte ich dann so nach einer Woche wieder Atemprobleme (Atemnot, oft über den ganzen Tag verteilt und schnellen Herzschlag), musste mich dann ständig ablenken, was sehr kraftraubend ist.

Ein paar Tage später hatte ich dann wieder eine Panikattacke *heul*
Lag mit Freundin im Bett und haben TV geschaut und meint ezu ihr ob sie kalt hatte, sie verneinte und mir fröstelte aber voll.
Ich fröstelte also innerlich voll und hatte kalte Finger und Füße -- sprich ein neues Symptom (mit den anderen Herzschlag und Atemnot konnte ich nun umgehen) und dieses neue Symptom hat mich wieder in eine solche Angst versetzt das ich dachte ich übersteh das nicht. Zum Glück war es nicht mehr so schlimm wie beim allerersten mal. Nach circa 2 Stunden war es vorbei, durch ero. Ablenkung der Freundin

Diesen Montag hatte ich seit gut einem Monat wieder die erste Sitzung, die Therapeutin war zum Glück schon informiert was in dem Monat alles passiert ist da ich sie per Email immer update und so die Stunde nutzen kann um über das zu reden und net lange brauch um das erst alles vorzutragen.
Sie hat mir dann gezeigt das auch Temperaturschwankungen völlig normal für eine Panikattacke sind, auf die Frage der Atmung und Herz meinte sie dann das auch das normal ist. Denn wenn man die ganze Zeit bewusst an die Atmung denkt, dann atmet man halt nimma richtig .. das selbe fürs Herz -- einfach innere Anspannnung und Unruhe.

Hatten dann natürlich noch andere Sachen gemacht .. sie will mit mir circa 30 Fragen durchgehen die ich beantworten soll .. z.B. vor was habe ich am meisten Angst etc.. sind aber erst bei Frage 16 oder so.

Auf jeden Fall war diese Woche nun die beste die ich seit November hatte.
Die körperlichen Symptome waren ganz weg (muss dazu sagen das ich als Hilfe Passedantropfen nehme)

Ab hier wichtig:

Heute Vormittag dann wieder ein kleiner Angstanfall bzw. BÖSE GEDANKEN.
Ich hasse diese Gedanken, heute war es so;

Auf Arbeit war am Vormittag etwas fad und ich hab ein wenig GoogleNews gelesen. Da stand ne News über ne psychisch kranke Frau die in der Klinik geschrien hat und dann ans Bett gefesselt wurde und am nächsten Morgen war sie tod.

Das alles habe ich nun auf mich übertragen
Ich dachte wenn ich jetzt eine Panikattacke bekomme, dann muss mein Kollege sofort die Rettung rufen, die geben mir dann starke Medikament und ich wache nicht mehr auf.

Meine Frage; bekomme ich böse Gedanken gut in den Griff durch die ABC - Therapie? habe Angst das mich das das ganze Leben verfolgt und dann gehen meine Gedanken gleich weiter .. wenn das echt das ganze Leben so geht dann mag ich nimma --- der Gedanke kam heute Mittag und ich war schockiert darüber das mir sowas überhaupt nur in den Kopf kommt!

denn ich habe immer wieder so dumme Gedanken, die mich körperlich sehr schwächen, da ich voll dagegen ankämpfe, da ich Angst habe wenn ich sie zulasse das mir dann was schlimmes passiert.

In letzter Zeit habe ich auch den doofen Gedanken am Abend wenn ich uns Bett gehe: ich darf nun ja nicht einschlafen, denn wenn ich das tue wache ich nie mehr auf.
Um am Abend dieses Problem nicht mehr zu haben habe ich in der Woche angefangen ein Läschen Rotwein am Abend zu trinken, da es mir dann besser geht .. wobei nun meine Mom sagt ich sollte das besser net machen, da ich so vielleicht noch das Problem mit dem Alk. bekomme. Denn irgendwann wird ein Gläschen nicht mehr ausreichen etc..

Ich bin heute auch ein wenig betäubt und neben mir, ist das normal?

danke fürs lesen

#20


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Dr. Hans Morschitzky
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