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Hallo Ihr Lieben,

ich bräuchte mal bitte wieder euren Rat und Unterstützung.

Ich leide seit Anfang des Jahres an Agoraphobie mit Panikstörungen und zwischendrin hab ich auch eine schwere Depression durchgemacht und erfolgreich bekämpft. Habe in der ganzen Zeit immer wieder Höhen und Tiefen erlebt, ihr kennt das ja Ich bin auch in psychologischer Behandlung, mach eine Gesprächstherapie und nehme hochdosiertes Johanniskraut.. Die letzten Wochen hat sich mein Befinden zwar gebessert, also ich konnte unter bestimmten Voraussetzungen „leben“. Mein Tagesablauf bestand seit Monaten aus aufstehen-Couch-Fernsehen zum Ablenken-essen-schlafen. Ab und zu war auch ein Ausflug in Begleitung drin, nicht spontan, aber mit einiger Vorbereitungszeit. Ok, ich gebe zu, das ist kein Leben, aber das einzige, was funktioniert und mir wenig Angst macht.

Letzte Woche hat nun wieder meine Uni angefangen und mein Tagesablauf hat sich seit Monaten das erste mal geändert. Ich hab es zwei Tage geschafft, hinzufahren und nu geht nichts mehr. Ich hab mich komplett aufgegeben. Ich bin mir völlig egal, mein Leben ist mir egal. Ich mach mir allein nichts zu essen, achte nicht auf mich, geh nicht in die Uni, weiß einfach nicht, wozu.. Es wird doch sowieso nie wieder so schön wie früher!! Ich war eine lebenslustige, starke Frau, immer draußen, immer fit und jetzt bin ich ein Wrack.. Warum tu ich mir das nur an, warum geh ich nicht raus, obwohl ich weiß, dass dies der einzige Weg ist, wieder gesund zu werden. Draußen geht’s mir auch immer gut.. Warum will ich nicht mehr? Warum gibt es nichts, dass mich motiviert, gesund zu werden?

Vielleicht könnt ihr mir helfen, ich weiß nicht mehr weiter..

LG, Klara

17.10.2012 10:24 • 18.10.2012 #1


13 Antworten ↓


siehe PN

17.10.2012 10:30 • #2



Ich hab mich aufgegeben - Hilfe!

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Hi,

ich komme mal auf dein Studium zurück:

Warum wolltest du jetzt nochmal studieren?

Und warum Linguistik? Was wolltest du damit machen?

17.10.2012 11:26 • #3


@GastB: Die Linguistik ist einfach "mein" Fach, super interessant, anspruchsvoll, ich kann gar nicht genug schwärmen und ich wollte gern in die Richtung Neurolinguistik gehen, weil ich es ungeheuer spannend finde, was in unserem Kopf beim Reden passiert..

ABER: Ich musste den Studienort wechseln, weil ich in meinem alten den ersten Panikanfall bekommen hab und seitdem da gar nicht mehr hinkomme. Allein der Gedanke, dort hinzufahren, löst schon zwei Tage vorher eine furchtbare Angst aus.. Nun studiere ich 10 min von zu hause entfernt, ein Fach, das mich semi interessiert..

17.10.2012 11:42 • #4


Zitat von Klara1409:
Nun studiere ich 10 min von zu hause entfernt, ein Fach, das mich semi interessiert..

17.10.2012 13:30 • #5


@GastB: siehe PN

17.10.2012 13:54 • #6


Mit gesprächstherapie alleine wirst du wohl nicht fit genug für den Alltag, da ist Verhaltenstherapie und Konfrontation angesagt.

17.10.2012 16:54 • #7


@Prinzessin22580: Mein Psychiater/Neurologe macht nur leider keine Verhaltenstherapie mit mir, sondern gesprächstherapie, er arbeitet "nur" die Ursachen für meine Angsterkrankung heraus, wie geringesSelbstvertrauen, Angst vor Entscheidungen und Veränderungen.. Er sagt mir halt, ich muss mehr an mich glauben usw. aber wie kann mir keiner sagen..

17.10.2012 16:59 • #8


Psychater oder Neurologe ist eh nicht das richtige. Ein Therapeut muss her, du bist ja bei einem Mediziner. Ist klar das du da nicht weiter kommst. Erkundige dich einfach mal und guck dir die Unterschiede an.

17.10.2012 17:02 • #9


Naja, er ist Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie.. Ich war vorher bei einer Psychotherapeutin und da ging es mir von mal zu mal schlechter, so dass mir mein Hausarzt empfohlen hat, zu wechseln..

17.10.2012 17:21 • #10


Hallo Klara,

mir geht es ähnlich wie dir.
ich leide seit anfang letzten Jahres unter Panikattacken (agoraphobie), mein Tagesblauf war zu Beginn des Jahres auch sehr eingeschränkt, ich habe mich kaum raus getraut, geschweige den in Geschäfte und konnte auch nicht mehr Arbeiten gehen, zudem hatte ich manchmal die ganze Nacht über Panikattacken mit Übelkeit,Unruhe, Schweißausbrüchen und Atemnot.

Ich habe u.a. bereits eine stationäre Behandlung hinter mir, eine Psychotherapie habe ich auch schon gemacht, was wenig brachte, was mir etwas hilft ist die Verhaltenstherapie, wobei ich sagen muss, dass es mir trotz ständigen Übungen (konfrontationstherapie) nicht wirklich hilft, ich kann nach wie vor nicht mit öffentlichen Verkehrsmitteln fahren, was für mich sehr belastend ist.


Mitte September habe ich mit dem Abendgymnasium begonnen, allerdings habe ich es nur die ersten 3. Tage einigermaßen durchgehalten, leider ist die Schule nicht bei mir im Ort, ich muss dafür mit Bus und Bahn fahren, was ich leider nicht geschafft habe.
Und genauso wie du habe ich auch aufgegeben, weil bisher keine Therapie wirklich Erfolg gebracht hat und die Medikamente leider auch nur teilweise.
Ich sage mir jetzt mittlerweile schon, dass ich mich wohl mit der Agoraphobie und den dazugehörigen Einschränkungen abfinden muss, denn es ist wirklich Kräfte zerrend sich immer den Angstauslösenden Situationen aussetzen zu müssen.

Das Einzige was bei mir so gut wie problemlos geht ist das Arbeiten.

Lg

17.10.2012 18:27 • #11


Zitat von GastB:
Zitat von Klara1409:
Nun studiere ich 10 min von zu hause entfernt, ein Fach, das mich semi interessiert..


Meintest du mit "semi" "halb"?

Und falls ja: Warum, wozu studierst du überhaupt?

18.10.2012 00:03 • #12


@GastB: Es ist ja schön, dass du dir Gedanken über meine Studienmotivation machst, aber das steht auf meiner Liste nicht gerade ganz oben.. Ich hab meine Motivation zu kämpfen und zu leben verloren, für mich ist es grad wichtiger, ne möglichkeit zu finden, zu "überleben".. Wenn ich das jemals wieder hinkriege, dann kümmere ich mich auch um mein Studium usw.


@hasi123: Vielen lieben Dank für deinen Beitrag. Ich weiß, dieser Kampf ist so kräftezerrend, ich wünsch dir ganz viel Kraft, durchzuhalten!!

18.10.2012 07:51 • #13


Zitat von Klara1409:
@GastB: Es ist ja schön, dass du dir Gedanken über meine Studienmotivation machst, aber das steht auf meiner Liste nicht gerade ganz oben.. Ich hab meine Motivation zu kämpfen und zu leben verloren, für mich ist es grad wichtiger, ne möglichkeit zu finden, zu "überleben".. Wenn ich das jemals wieder hinkriege, dann kümmere ich mich auch um mein Studium usw.

Das wundert mich jetzt aber sehr.

Deine "Motivation zu kämpfen" hängt doch selbstverständlich eng mit deiner "Motivation zu studieren oder nicht zu studieren" zusammen! Wofür willst du denn "kämpfen"? Wenn du in Wirklichkeit dieses Studium gar nicht magst: Wozu soll dein "Kampf" denn führen? Dass du dann doch wieder das ungeliebte Studium aufnimmst? Oder was sonst?

Du stellst dir damit selbt ein Bein, wenn du nicht hinschauen willst, was deine WIRKLICHEN Motivationen sind.
Deine derzeitige Befindlichkeit hindert dich einfach nur an dem, was du sowieso nicht tun willst. So what? Dem solltest du dann eigentlich dankbar sein und dich ernsthaft fragen, was du EIGENTLICH willst.

Ein "Kampf" muss ein Ziel haben, sonst ist es eine Show und verschwendete Energie.

Ganz abgesehen davon, dass "Kampf" kein gutes Mittel zur Überwindung von Problemen ist. "Akzeptanz" und "aufmerksame Wahrnehmung" helfen viel besser.

18.10.2012 20:32 • #14



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