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Hallo!
Ich bin hier ganz neu und offen gestanden habe ich noch nie aktiv gechattet oder Beiträge in ein Forum geschrieben.
Mich haben die vielen Schicksale hier wirklich berührt und mich doch gleichzeitig so sehr an meine eigene Angst/Situation erinnert!!
Ich leide seit fast 10Jahren an massiven Panikattacken und einer Agoraphobie(mal mehr,mal weniger).Ich habe zwischenzeitlich eine Therapie gemacht,hat mir,außer vielleicht Selbsterkenntnis,nicht viel gebracht,die Angst kam wieder,schlimmer als zuvor.Da ich auch tierische Angst vor Medis habe nahm ich erst Johanniskraut(brachte außer Magenbeschwerden gar nix),dann laaange garnix und bekam dann Trevilor verschrieben,half mir auch nicht viel(wirkte stark Blutdrucksteigernd) beruhigte mich aber nicht wirklich,aktuell(seit 1Woche) nehme ich Mirtazapin 30mg abends.Das hat mich erst voll umgehauen,jetzt geht es,aber Panikattacken habe ich immernoch,braucht es denn so lange bis es richtig wirkt??In letzter Zeit habe ich eh das Gefühl das bei mir garnichts mehr hilft,also macht sich auch noch Verzweiflung breit und ne dicke Depri!Hat hier irgendwer vielleicht einen guten Rat für mich oder irgendwelche neuen Ideen oder Anregungen?Würde mich über jegliche Reaktion freuen!LG

08.05.2009 19:56 • 11.05.2009 #1


7 Antworten ↓


Schonmal mit direkter Konfrontation versucht? Wenn du dich immer wenn Panik auftaucht konfrontierst und die Angst bleibt trotzdem dann solltest du weiter Profis zu Rate ziehn aber in der Regel ist das das Mittel der Wahl. Wenn du wegläfust ist die Sache klar, da musst du dich nicht wundern dass es nicht besser wird. Dein Medikamentkonsum spricht nicht unbedingt für dich, er verstärkt eher das Vermeidungsverhalten.

Mir sagte meine Therapeutin das Intelligenz ein Mittel gegen psychische Erkrankungen ist, es gibt einem eine Resistenz und bessere Erholungsfähigkeit... drum, es kann algemein nicht schaden, werd klüger

09.05.2009 13:14 • #2



Hab die Hoffnung bald aufgegeben

x 3


lotta
....offensichtlich hast Du das mit den

austauschen~helfen~aufmuntern

nicht verstanden! Hier stellt sich ein neues Mitgleid vor und vertraut uns Ihre Ängste an und ohne nachzufragen was sie/er schon in Angriff genommen hat...wird hier einfach geschrieben.

"werd klüger"

Ist das die Art Hilfe die Du Dir Anfangs erwünscht hast?

10.05.2009 12:19 • #3


Ja dacht ich mir auch aber wenn sonst keiner antwortet (der Thread stand scohn nen Tag lang leer) dahct ihc ich verushc mal mein bestes. Auserdem kanns wirklich nich schaden, ich find die Info sehr intressant das Intelligenz resistent macht. Wie ne Art Immunsystem für den Verstand.

10.05.2009 14:05 • #4


Hallo nanalina!Zunächst ist es so,dass das Medikament 3-4 Wochen einnehmen sollst,bevor es greift.Also Geduld.....
Intelligenz hilft in meinen Augen weiter-Situationen erkennen,Fehler beheben,Verhaltensmuster gezielt verändern.
Vielleicht gepaart mit Selbstüberzeugung,eine gewisse Sturheit und Hartnäckigkeit kann es zu Immunisierung der intellektuellen Verstandes kommen.Das kann jeder anderst beurteilen mögen.

10.05.2009 14:28 • #5


Ja,ein gewisses Maß an Intelligenz hilft da bestimmt,aber was nützt dir diese Intelligenz wenn du mitten in eine PA steckst,buchstäblich neben dir stehst und dein Kopf(Intelligenz) genau weiß das du keine Angst zu haben brauchst du aber trotzdem voll die Panik schiebst?!Ich bin nicht der "Vermeidertyp",aber ständige Konfrontation scheint,mir jedenfalls,nicht zu helfen.Und nach fast 10 Jahren hab ich da ne Menge Erfahrungen gesammelt,aber langsam reicht es,ich will meine Lebensqualität zurück,hatte schon mal an Tiefenpsychologie gedacht,hat da wer Erfahrungen gesammelt??

10.05.2009 16:57 • #6


Hey Nanalina!

Gib nicht auf. Irgendwann findest du für dich den richtigen Weg um endlich den ganzen Mist hinter dir zu lassen!
Du kannst es schaffen, auch wenn dir jetzt alles aussichtslos erscheint.

Ich schreib dir mal auf, was mir geholfen hat. Vielleicht spricht dich auch was an:
Jacobsen Entspannungsübung
Homöopathie
alles aufschreiben was in mir steckt bis nix mehr raus kommt
Musik
Heulen
Schrein
Sich über Bedürfnisse klar werden und diesen nachgehen
Aufschreiben warum ich liebenswert bin
Ziele und wünsche in worte fassen, überlegen wie man sie erreicht
Therapie: übliche Gesprächstherapie brachte mich nicht weiter. Was mir aber half war meine Gefühle zu verschiedenen Dingen zuzuordnen. Quasi ein inneres Spielfeld visualisieren. Und da ist die Angst die z.b. ein Elefant symbolisiert der das Gefühl Glücklich sein das z.b. eine Ameise symbolisiert zertrampelt. Habe dann versucht den Elefanten dazu zu bringen sich vor der Ameise zu fürchten.
Das hört sich jetzt vielleicht seltsam an aber durch solche Vorstellungsübungen habe ich meine Depressionen und meine Panikattacken überwunden.
Vielleicht magst du das ja auch mal probieren...

Ich wünsch dir alles Gute!!

10.05.2009 20:12 • #7


Herzlich Willkommen hier!

Der Weg, den man gehen muss, um mit den PAs fertig zu werden ist schwierig und steinig, und nicht immer einfach.
Oft gibt es Rückschläge oder Tiefs, die man überwinden muss.
Oft klappt es dann auch manchmal nicht und man muss sich doch wieder mit einer PA rumschlagen.
Aber das ist Alels ganz normal und nicht schlimm.
Wichtig ist nur, dass man es weiterhin versucht, den Weg zu gehen!

Jeder muss für sich selber rausfinden, was ihm auf diesem weg hilft.

Ich sag dir mal, was mir geholfen hat:
-Eine Therapie anzufangen. Dadurch hab ich gemerkt, dass ich nicht "verrückt" bin, sondern einfach eine Krankheit hab, die man aber in den Griff bekommen kann. Die Entspannungs-Techniken übe ich fleißig und das hilft mir sehr.
-Konfrontation. Seit ich begonnen habe, mich mit meinen Ängsten auseinander zu setzen, seit ich sie auf ihre Gewichtung hin überprüfe, geht es mir viel besser. Einmal habe ich eine PA einfach zugelassen und ausgehalten. Das war bisher meinb größter Erfolg. Wenn man das einmal übersteht, kriegt man danach nie wieder eine so starke PA. Und ich hatte seitdme wirklich keine mehr. Es geht mir auch bedeutend besser.
-Raus gehen und Sachen erleben. Sich Einigeln und Verstecken nutzt nichts. Dabei denkt man zu sehr an schlechte Dinge, kommt ins Grübeln. Das hilft meistens nichts. Statt dessen versuche ich, mich zu bewegen, mit Leuten in Kontakt zu kommen, mir Gutes zu tun. Ich genieße das Leben und das hilft mir, die guten Seiten zu sehen und positiver zu denken.
Und vor Allem nicht ständig an meine Angst zu denken.
-Neue Hobbies suchen. Seit Beginn meiner PAs hab ich mir drei neue Hobbies gesucht, ich bin auch bei vielen neuen Communities angemeldet und tausche mich viel aus. Das lenkt mich ab, macht mir Spaß, ich treffe neue Leute. Das ist echt klasse und tut der Psche gut. Auch das Lob, das ich dort für meine Arbeit bekomme, tut gut
-Dieses forum hier. Es zeigt mir, dass ich nicht alleine bin, und hier kann ich mich austauschen und einfach nur meine Gedanken niederschreiben. Auch das tut gut.

Also, es gibt bestimmt auch Dinge, die dir gut tun und die dir helfen.
Du musst sie nur finden!

Liebe Grüße
Pilongo

11.05.2009 14:40 • #8




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