Hallo zusammen,

ich leide seit 17 Jahren unter Angst- und Panikattacken. Meine Angst ist es zu sterben, wenn ich alleine bin. Ich kann nicht alleine (eine Nacht) sein, weitere Strecken Auto fahren, alleine spazieren gehen oder wenn es ganz schlimm ist, nicht mal allein einkaufen.
Natürlich spielt mein Herz eine ganz große Rolle. Herzrasen und -stolpern stehen an der Tagesordnung. Durchlaufe im Moment wieder EKG etc.
Mein größtes Problem ist aber, dass ich genau weiß dass es nur mein Kopf ist, ich es aber nicht einfach abstellen kann.

Vor zwei Jahren habe ich an einer Gruppentherapie teilgenommen, es war eine lustige Erfahrung... .
Jetzt bin ich erneut in Therapie und möchte eine Hypnotherapie machen.
Hat jemand damit Erfahrung?

Lieben Gruß aus Schleswig-Holstein

19.11.2007 11:44 • 26.05.2018 #1


9 Antworten ↓


Die Therapie will ich auch machen. Ich denke, das es mehr bringt als eine normale Therapie

19.11.2007 12:09 • #2


Das hört sich gut an. Ich denke auch das es mehr bringt. Wie teuer ist denn so was?

19.11.2007 17:03 • #3


Hmmmh.... ich habe einen ganz normalen Antrag auf Psychotherapie gestellt. Ich denke, dass mein Therapeut direkt mit der Kasse abrechnet, da dies ja im Rahmen der Therapie gemacht wird.
Ich habe aber auch schon gelesen, dass Krankenkassen dies nicht übernehmen.
Lieben Gruß

19.11.2007 17:41 • #4


Hallo Ceralotte,

die Hypnotherapie kann eine super Sache sein. Aber es ist ganz wichtig, dass Du das bei einem ausgebildeten Psychologen oder Psychotherapeuten machst. Die werden nämlich in ganz kleinen Schritten mit Dir anfangen und erst mal versuchen, Deine Probleme und Deine Situation genau zu erfassen und ein Vertrauensverhältnis aufbauen. Es gibt auch viele Übungen, die Dich auf eine Hypnose vorbereiten.
Ich habe in einem Anflug von Wahnsinn einen Hypnosetherapeuten aufgesucht. Der war KEIN ausgebildeter Psychologe, hat ein Vorgespräch mit mir geführt, indem schon all meine Alarmglocken hätten gehen müssen. Dann hat er bereits beim nächsten Termin eine Hypnose durchgeführt. Der Schuß ist bei mir nach hinten losgegangen. Ich hatte ja überhaupt keine Vorbereitung und er wußte so gut wie nichts über mich. In dem Vorgespräch habe ich zwar von der Angstproblematik erzählt, doch an seiner Reaktion gemerkt, dass er gar nicht kapiert hat, worum es dabei geht. Es kamen so Sätze wie "Da brauchen Sie keine Angst haben..." Ich Dödel wollte trotzdem unbedingt diese Sache ausprobieren, erhoffte mir ein Wunder. Mein Thema in der Hypnose sollte nicht mal die Angst sein, sondern die Selbstliebe. Ich konnte mich nicht entspannen, nicht mal liegen, da haben wir es im Sitzen probiert. Die ganze Zeit war ich total angespannt, kämpfte zwischendurch mit Angst und dachte immer nur: "Wann ist es endlich vorbei." Und als er dann die Abschlußphase einleitete (wo man "erwachen" soll), merkte ich erst, dass er es doch geschafft hatte, mich in Trance zu setzen. Es war ein unbeschreibliches Gefühl und nicht sehr schön. Brauchte danach ne ganze Zeit, um mich wieder wohler zu fühlen und nach Hause fahren zu können
Ich will Dir keine Angst einjagen. Ich will Dir nur verdeutlichen, wie wichtig es ist, dass Du Dich an einen wahren Fachmann wendest, der eine Therapie mit Dir macht und die Hypnose irgendwann als ein Medium von vielen anwendet. Verstehst Du? Natürlich spielt immer die individuelle Persönlichkeit eine Rolle. Ich habe scheinbar enorme Angst davor, die Kontrolle zu verlieren über mich, die Situation und meinen Körper und gebe die gesamte Verantwortung an einen Fremden ab, der nicht mal wusste, was eine Angststörung ist. Selbst Schuld, dass das so schief ging.
Ich habe aber schon von einigen Fällen gehört, die auch im TV begleitet wurden, wo so eine Hypnose wie "meine" super geholfen hat. Ich erinnere mich an eine Frau, die nach einer Hypnose mit dem Auto alleine quer durch Deutschland gefahren ist. Aber ich habe auch gehört, dass solche Hypnosen nicht so lange wirken. Deshalb ist es unerlässlich das mit einer Therapie zu verbinden.

Ich werde es irgendwann noch mal versuchen. Es war schon Wahnsinn, als ich merkte wie weit ich weg war, obwohl ich vorher gedacht habe, es sei zwecklos, er könne mich nicht hypnotisieren. Auch, wenn es kein schönes Gefühl war, führe ich das auf die ungünstigen Umstände zurück und es hat mir eher einen großen Respekt vor der Sache an sich eingeflößt. Ich glaube echt daran, dass das enormes bringen kann.
Ich wünsche Dir ganz viel Kraft und Mut.
Und informiere Dich gut, bevor Du Dich auf jemanden einläßt.

Einen schönen Abend!

19.11.2007 20:16 • #5


Hallo Lilly,

vielen Dank für Deinen ausführlichen Bericht.
Ja, ich bin in normaler therapeutischer Behandlung und habe schon wieder 5 Stunden hinter mir. In der letzten Stunde haben wir schon mal versucht mich mit seiner Stimme und Hilfe zu entspannen. Für die entgültige Hypnotherapie brauchen wir aber noch einige Stunden. Auch mein Mann soll vorher nochmal mitkommen. Also ich denke, auch aufgrund deiner Erfahrung, ich habe einen guten Therapeuten erwischt.

Vielen Dank und vielleicht findest Du ja auch nochmal eine bessere Möglichkeit dieser Therapie. Ich hoffe sehr auf Besserung.

20.11.2007 10:16 • #6


Hallo an alle!

Bin beim Surfen auf folgende Seite gestossen: www. dia-institut.de.

Was haltet Ihr davon?
Stutzig macht mich, dass der Therapeut bei dem ich war, in demselben Dachverband ist. Zudem wird hier auch nur von 1-2 Terminen geredet.

Dennoch interessante Infos zu Entstehung von Ängsten usw.

Liebe Grüße

23.11.2007 15:35 • #7


Hallo Lilly,
ich habe mir diese Seite angesehen, und...
Na ja, ich kann mir nicht vorstellen, dass man in ein paar Stunden von einem Therapeuten erwarten kann, dass er einen kennt und die richtigen Worte für die Hypnose findet. Darauf hast Du ja auch hingewiesen. Mein Therapeut braucht ein paar Stunden und möchte genau herausfinden warum diese Ängste entstanden sind. Ob er es schafft sei dahingestellt. Meine Therapie übernimmt die Krankenkasse, somit bin ich doppelt abgesichert. Einmal die Therapie allein und darin enthalten die Hypnotherapie. Auch nach den ersten Sitzungen habe ich quasi noch eine Begleitung.

Lieben Gruß aus Schleswig-Holstein

26.11.2007 09:47 • #8


ID3960
Guten Tag,

ich bin neu hier, würde gerne Fragen ob jemand hier schon Erfahrung mit dem Obengenannte Therapie hatte?

Falls es experten hier gibt schreibe ich kurz paar Sachen über mich.

Ich bin 26 Jahre alt und untergewichtig, nehme keine Dro., trinke sehr selten Alk., rauche nicht mehr, war schon 2 mal in einer Klinik wegen Essstörung, kam raus mit der Diagnose atypischer Anorexie, das Problem ist, dass ich nicht denke, dass ich krank bin oder so. Ich bin halt sehr untergewichtig. Habe keine gesundheitliche Probleme, habe mich mehrmals untersucht, schaffe aber einfach nicht zuzunehmen. In den beiden Kliniken war ich für ca. 4-5 Wochen, habe etwas zugenommen, aber nach der Entlassung ging wieder alles zurück. Alleine schaffe ich es einfach nicht. Ich möchte es gerne machen, weil ich einfach viel zu dünn bin, ich bin 1,84 Groß und wiege 57 Kilogramm. Ich fühle mich nicht krank oder so, ich vermeide das Essen nicht, ich habe keine Angst vor zunehmen, wenn ich in Spiegel schaue fühle mich nicht dick, ich übergebe mich nicht. All die Symptome für Anorexie treffen bei mir nicht. Nehme jetzt Teil an einer Verhaltenstherapie wegen etwas anderes - Depression und Suizid Gedanken, mit meine Therapeutin haben wir die Symptome für Anorexie durchgegangen und wie gesagt - das trifft mich einfach nicht zu. Ich weiß, dass ich zu dünn bin, das ich zunehmen muss, ich schaffe es aber einfach nicht und weiß nicht was ich tun soll. Habe heute eigentlich wegen etwas anderes mal ein blick auf die Hypnotherapien geworfen und fiel mir ein, dass es vielleicht auch für mein Untergewicht Problem helfen konnte. Ich bin eigentlich sehr skeptisch bei solchen Therapien, deshalb suche ich jemanden der Erfahrungen mit sowas gemach hat. Lohnt es sich, hilft es? Ich glaube, dass der Ursache für all meine Probleme einfach mein Untergewicht ist, deshalb würde ich alles ausprobieren um mich besser zu Fühlen. Ich habe es zwar noch nie zugegeben, dass das ein Problem für mich ist, ist aber halt so. Die Männer in meine Familie waren auch so dünn als sie etwas junger waren, aber nicht so wie ich. Und die meisten waren dünn vor ihr 25 Lebensjahr, danach haben sie angefangen zuzunehmen.

26.05.2018 14:09 • #9


Schlaflose
Hast du es schon mal mit sedierenden Antidepressiva versucht? Die haben als Nebenwirkung starke Gewichtszunahme. Mirtazapin z.B. ist dafür besonders berüchtigt (für die meisten Leute ist ja Zunehmen eine sehr unerwünschte Sache )

Ich habe Erfahrung mit Hypnotherapie, nämlich die, dass ich nicht hypnotisierbar bin. Ich komme einfach nicht in den Zustand der Trance.

26.05.2018 16:41 • #10




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