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S

Sabi0511
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Ich stecke gerade in einer ziemlich intensiven Phase und wollte mal meine Situation schildern und fragen, wie ich damit am besten umgehen kann.

Seit einiger Zeit habe ich immer wieder mit Angst und körperlichen Symptomen zu tun. Aktuell bin ich seit etwa einer Woche in einer starken „Welle“. Mir geht es deutlich schlechter als zuvor, ich habe viel Schwindel, Unruhe, Herzklopfen und mache mir sehr viele Gedanken über meinen Körper.

Was mich am meisten belastet, sind meine Herzsymptome. Ich habe immer wieder Extrasystolen und manchmal auch kurze „Herzsalven“. Zum Beispiel hatte ich vor kurzem morgens nach dem Aufstehen für ca. 5–10 Sekunden eine Phase mit sehr schnellen Herzschlägen (gefühlt ca. 15 Schläge in kurzer Zeit). Das Ganze geht von alleine wieder weg, aber in dem Moment bekomme ich sofort Angst und danach ist mein Puls lange erhöht.

Ich merke, dass ich die Zusammenhänge eigentlich verstehe. Mir ist klar, dass:

- mein Nervensystem aktuell sehr sensibel ist
- Angst körperliche Symptome verstärken kann
- solche Extrasystolen oft harmlos sind

Trotzdem reagiere ich jedes Mal extrem darauf. Sobald ich etwas am Herz spüre, kommt sofort Angst hoch, mein Körper geht in Alarm und ich steigere mich rein. Besonders schwierig ist für mich auch das Einschlafen, weil ich Angst habe, dass so eine Herzsalve wieder „aus dem Nichts“ kommt.

Ich habe auch gemerkt, dass ich versuche, Kontrolle zu bekommen:

- viel Bewegung (teilweise 20.000+ Schritte am Tag)
- Symptome analysieren
- nach Ursachen suchen (z. B. Eisenmangel etc.)
- überlegen, ob ich Dinge „testen“ soll

Gleichzeitig fühle ich mich aber oft überfordert und hatte sogar schon den Gedanken, mich stationär aufnehmen zu lassen, weil es sich teilweise so anfühlt, als würde ich damit nicht mehr klarkommen.

Was ich mich frage:

- Wie schafft man es wirklich, seinem Körper zu vertrauen, wenn man eigentlich weiß, dass es „nur Angst“ ist, es sich aber trotzdem extrem real und gefährlich anfühlt?
- Wie kann ich lernen, bei diesen Herzsalven ruhiger zu bleiben und nicht sofort in Panik zu geraten?
- Sollte man solche Situationen eher „aushalten“ und normal weitermachen oder aktiv versuchen gegenzusteuern?
- Und kennt jemand dieses Gefühl, dass man alles verstanden hat – aber der Körper trotzdem komplett anders reagiert?

Ich würde mich sehr über Erfahrungen oder Tipps freuen, vor allem im Umgang mit diesen Herzsymptomen und der Angst davor.

Danke euch 🙏

18.04.2026 x 2 #1


4 Antworten ↓

D
Meine Erfahrung ist folgende:

Je mehr Beachtung du diesen Anormalitäten schenkst, je mehr du analysierst, versuchst zu theraoieren, zu vermeiden, desto zuverlässiger kommen sie.

Weitermachen, mit dem, was du gerade machst, so wie du es vorher gemacht hast. Einfach weitermachen. Du mähst Rasen? Mäh weiter. Du liest? Lies weiter. Du putzt? Putz weiter.

Nimm es zur Kenntnis, registrier es und ....fertig. Keine Bewertung, kein Ankämpfen gegen Symptome.

Gerade beim Eisnchlafen kenn ich es auch. Ist nervig, mehr aber auch nicht. Entweder es kommt was oder nicht.

Denk wenig, möglichst gar niht über dein Herz nach. Allein der Gedanke lenkt die Aufmerksamkeit da hin.

x 1 #2


A


Herzsalven und Extrasystole

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Schlaflose
Zitat von Sabi0511:
Zum Beispiel hatte ich vor kurzem morgens nach dem Aufstehen für ca. 5–10 Sekunden eine Phase mit sehr schnellen Herzschlägen (gefühlt ca. 15 Schläge in kurzer Zeit).

Das ist ganz normal, wenn der Blutdruck zu niedrig ist. Beim Aufstehen sackt das Blut in die Beine und das Gehirn ist unterversorgt. Um zu verhindern, dass man umkippt, erhöht sich kurzzeitig der Puls, um mehr Blut ins Gehirn zu pumpen. Das ist also eine notwendige körperliche Reaktion und kein Grund, deswegen in Angst zu verfallen.

#3


Handy90
@Sabi0511 mir geht es aktuell ähnlich. Habe brustschmerzen, mal zieht es, mal drückt es, mal einfach nur komisches gefühl und das seit wochen. Wechselt die seiten was mir sagen müsste, es ist muskulär oder nervlich, Trotzdem war ich jetzt schon 4 mal in der Notaufnahme einmal wegen ner heftigen panikattacke. Einmal weil ich auch stolpern bemerkt habe und komischen rythmus festgestellt habe. Drei Nächte hintereinander und dann in der dritten Nacht mich mit Messungen so vogelig gemacht, dass mein Gerät ryhhmus Störungen angezeigt hat und dann war vorbei. Direkt Krankenwagen gerufen. Bei mir war immer alles gut, blut, ekg (bestimmt schon 8 gehabt) Monitoring und einmal wurde sogar Thorax geröngt. Bin nicht krankenversichert und auf der Straße aber durch Hilfe jetzt geschafft Ausweis und jobcenter in Angriff zu nehmen dass ich schnell versichert bin um zum Arzt zu können. Weil ich immer noch komische Schmerzen und Gefühle in der brust habe. Das geht mittlerweile so weit, dass ich immer ohne grund aufschrecke, tief durchatme ohne es zu befehlen, allgemein komisch atme unter Belastung und im kopf dann alles wackelt. Sxhwindel hab ich eh schon seit 9 wochen, mein neuer bester freund. Es wird ne angststörung sein was nicht in den kopf rein will solange nicht alles ausgeschlossen ist. Denke das wird bei dir ähnlich sein. Heute nacht bin ich auch wieder mit herzrasen und komischen gefühl in der brust wach geworden, natürlich gleich Finger am handgelenk gehabt und stolpern gemerkt. Macht einen schon wahnsinnig.
Nen richtigen Umgang hab ich damit momentan nicht, bin teils echt ratlos. Grade diese Gefühle im kopf und das aufschrecken macht am meisten angst. Und dabei ist puls meistens gut in ruhe.
Was mich noch fertig macht, dass ich unterwegs nur bei normalen gehen puls bei 120 manchmal höher ist. Nur gehen, wird stress sein, aber schwer zu akzeptieren. Ich hoffe ich kann demnächst zum hausarzt und dann Kardiologen (wo wohl nix raus kommen) und dann in Therapie. Kann ich dir auch nur raten wenn es zu viel wird. Denn jeder weitere stress verstärkt die Symptome (Nacken, Kopf) und es kommen immer neue Sachen mit dazu. Nicht auszuhalten. Und probiere Notaufnahme zu meiden(sag ich mir ständig xD) , danach ist meistens 1 tag alles ok danach alles schlimmer.

Wünsche dir alles gute

#4


Kruemel_68
Zitat von Sabi0511:
Und kennt jemand dieses Gefühl, dass man alles verstanden hat – aber der Körper trotzdem komplett anders reagiert?

Das werden wohl viele hier kennen. Es geht aber nicht darum, dass der Kopf es versteht - das ist einfach. Es geht darum herauszufinden, warum die Seele so verzweifelt ist, dass sie einen mit psychosomatischen Symptomen überzieht.

#5





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Dr. Christina Wiesemann
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