Zitat von Icefalki:Ja, ich hatte extremst Glück, einen super Psychiater zu bekommen, der sich auf Angst spezialisiert hat. Gleichzeitig habe ich selbst 20 Jahre mit Psychologen gearbeitet, das macht es leichter, weil man mit den Grundzügen von Psychologie vertraut ist. Hat aber damals nix genützt, wenn man nicht akzeptiert, dass man Hilfe braucht. Ich war so ein Fall. Naja, manche müssen die harte Tour gehen.
Ja es ist wirklich nicht leicht sich einzugestehen, dass man Jahrzehnte immer wieder vor eine eiserne Wand gelaufen ist, sehenden Auges aber trotzdem immer wieder weil nicht sein kann, was nicht sein darf.
Auch ich habe vor Jahren eine Verhaltenstherapie gemacht und geglaubt das an der Oberfläche kratzen und ein Pflaster drauf machen ausreichend ist.
Bis ich einen kompletten Zusammenbruch hatte, quasi innerhalb von Stunden eine Hypochondrie entwickelt habe aus der sich binnen kürzester Zeit eine schlimme Angst und Panikstörung geformt hat, so dass ich Monate nicht alleine lebensfähig war. Und selbst da dachte ich wieso, gibt doch gar keinen Grund, Vergangenes ist vergangen und hat nix mehr mit mir zu tun.
Ich habe die Erfahrung gemacht, dass ich damit so unfassbar Unrecht hatte und langsam stelle ich mir anscheinend die richtigen Fragen die ich dank meiner hervorragenden Therapeutin heute anfangen kann zu stellen. Es ist hart, den Weg würde ich nicht ohne Therapeutin gehen wollen, aber langsam bekomme ich Hoffnung, dass ich mich aus den tiefen Tal wieder herausholen kann und ich viel über mich lernen kann und in Zukunft andere Wege beschreite als ich es in der Vergangenheit getan habe.