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CosmicPancake

CosmicPancake
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Ich mache jetzt einfach ein neues Thema auf, für alle die Leute mit Herzangst aber ohne Sorgen oder Probleme mit Extrasystolen. Die können sich gerne in dem anderen Thema Hilfe suchen.
Hier hin für Probleme mit Extrasystolen: agoraphobie-panikattacken-f4/herzneurose-oder-anzeichen-auf-herzinfarkt-t42518.html

• • 08.10.2026 x 2 #1


29 Antworten ↓

CosmicPancake
Ich habe immer wieder das Problem, dass ich anhaltende Empfindungen im Brustbereich habe. Ich gehe von muskulären Ursachen aus. An Tagen, wo das besonders ausgeprägt ist passieren 2 Dinge.
1. Die Wahrnehmung der körperlichen Empfindungen ist verstärkt und in der Folge kommt es dann
2. auch zu einer Verstärkung der ängstlichen Gedanken bis hin zur Angstspirale.

Jetzt ist es die 2000x davor auch nichts gewesen und so wird es auch diesmal sein. Dennoch: Kennt jemand eine Methode, wie sich die Wahrnehmung auf den Körper effektiv unterbinden lässt?

• #2


A


Herzneurose - Alles außer Extrasystolen

x 3


S
@CosmicPancake hey, ich habe das gleiche Problem mit diesen Empfindungen im Brustkorb, es ist ganz schwierig zu beschreiben wie ein druck oder so ein gefühl als wäre mein Brustkorb nicht da. Genau so ist es mit den Armen und beinen die fühlen sich so ganz leicht an. Wie würdest du dieses gefühl beschreiben?

• #3


CosmicPancake
@Sonne231 Vermutlich am ehesten wie ein leichter Druck. Als ob die Muskulatur leicht angespannt ist.

• #4


CosmicPancake
Ich habe gerade etwas sehr schweres mit meinem Nachbarn getragen und das war sehr anstrengend. Ich hatte dann den Gedanken, dass mein Herzschlag sich nicht beruhigen würde und schon war die Panikattacke da. Kennt das jemand? Was kann ich da machen, um den vorzubeugen?

• #5


Schlaflose
Zitat von CosmicPancake:
Kennt das jemand?

Frag lieber, wer das NICHT kennt 😄 Dann müssten dir nur ganz wenige Leute antworten.
Es ist ein Klassiker, dass man durch einen Katastrophengedanken eine PA auslöst.

• x 1 #6


CosmicPancake
@Schlaflose Aber das war wirklich nur ein klitzekleiner Gedanke. Warum reicht das denn aus? Ich bin so wütend darüber.

• #7


Schlaflose
Zitat von CosmicPancake:
Warum reicht das denn aus?

Ist halt so. Schon ein kurzer Schreckgedanke kann dazu führen, dass der Körper so viel Adrenalin ausschüttet, dass es zu einer PA kommt. War es denn wirklich eine PA mit allem drum und dran oder nur eine Angstattacke?

• #8


CosmicPancake
@Schlaflose Puh. Mein Puls ging auf über 120 und es hat sich wirklich doof angefühlt. Ich würde schon sagen, dass es eine PA war. Vielleicht auch nur eine Angstattacke, wobei ich gar keine richtige Angst mehr empfinde. Ich fürchte nicht, aber es ist unglaublich unangenehm und natürlich ist das der Gedanke: Ist das jetzt vielleicht doch was körperliches? Hört das wie immer gleich wieder auf?

• #9


Schlaflose
Zitat von CosmicPancake:
Mein Puls ging auf über 120 und es hat sich wirklich doof angefühlt. I

Das war keine PA, einfach nur ein Schreck. Bei einer PA geht der Puls viel höher, mit Schweißausbrüchen, Atembeklemmungen, manche Leute hyperventilieren und vor allem hat man das Gefühl, in Ohnmacht zu fallen oder zu sterben.

• #10


CosmicPancake
Zitat von Schlaflose:
Das war keine PA, einfach nur ein Schreck. Bei einer PA geht der Puls viel höher, mit Schweißausbrüchen, Atembeklemmungen, manche Leute ...

Aber er bleibt dann lange so, ich fühle mich sehr nach weglaufen. Nach 30-40 Minuten ist der Spuk vorbei. Kann ein Schreck denn so lange anhalten?

• #11


Schlaflose
Zitat von CosmicPancake:
Aber er bleibt dann lange so, ich fühle mich sehr nach weglaufen. Nach 30-40 Minuten ist der Spuk vorbei. Kann ein Schreck denn so lange anhalten?

Ein Angstzustand unterhalb des PA-levels kann noch viel länger anhalten. Eine PA hält maximal 20-30 Minuten an. Aufgrund der sehr heftigen Symptome wird das Adrenalin im Blut sehr schnell komplett "verbraucht" und die PA ebbt ebenso schnell ab, wie sie gekommen ist. Der Körper braucht dann eine gewisse Zeit, um neues Adrenalin zu produzieren.
Bei Antstzuständen, die unterhalb einer PA liegen, wird weniger Adrenalin ausgeschüttet und auch nicht auf einen Schlag komplett verbraucht. Außerdem kann der Körper währenddessen "nachproduzieren" und die Angst mit gewissen Symptomen wie erhöhter Puls kann länger bestehen bleiben, auch über Stunden.
Weglaufen ist ein gutes Stichwort. Bewegung baut Adrenali ab.

• x 1 #12


D
Zitat von CosmicPancake:
Kennt jemand eine Methode, wie sich die Wahrnehmung auf den Körper effektiv unterbinden lässt?

Man kann trainieren, sich aktiv auf einen anderen Körperbereich zu konzentrieren, der sich gut anfühlt, z.B. Füße oder Hände. Ich weiß ja, dass deine Brustschmerzen nicht so krass sind, dass dich krümmst, daher könnte das bei dir klappen.

Bedarf ein wenig Training, klappt aber tatsächlich ziemlich gut.

• x 1 #13


CosmicPancake
Zitat von Daniel0306:
Man kann trainieren, sich aktiv auf einen anderen Körperbereich zu konzentrieren, der sich gut anfühlt, z.B. Füße oder Hände. Ich weiß ja, dass ...

Gute Idee. Ich spüre auch überall meinen Puls und kontrolliere den dadurch "zwangsläufig". Das muss wieder weg.

• #14


CosmicPancake
Ich habe gerade zu Hause ein bisschen Kraftsport gemacht. Danach bin ich wieder direkt in eine Angstattacke geglitten, weil ich immer den Gedanken habe, dass mein Herz jetzt rasen könnte oder sich nicht schnell gebug beruhigt. Genau das ist dann natürlich auch passiert.
Kann mir jemand einen Tipp geben, wie ich das verhindern kann ohne in der Konsequenz gar keinen Sport mehr zu machen. Sport tut mir gut und ich möchte wieder mehr davon in meinen Alltag integrieren. Aber wenn dann in der Folge Angst aufkommt und mein Puls noch 30 Minuten bei über 100 bleibt, dann fühlt sich das immer blöd an, zumal dann oft sehr lange auch so ein Unruhegefühl im Hintergrund bleibt und ich will ja mit dem Sport bezwecken, dass ich mich ruhiger fühle.

• #15


D
Zitat von CosmicPancake:
Kann mir jemand einen Tipp geben, wie ich das verhindern kann ohne in der Konsequenz gar keinen Sport mehr zu machen.

Hast du das auch, wenn du Sport machst während jemand dabei ist, z.B. der Partner oder du bist im Fitnessstudio?

Das hab ich gemacht, da ich zu Beginn das gleiche hatte. Nach dem Sport Anspannung bis Panik. Hab dann ganz lange im Beisein meiner Frau aufm Ergorad trainiert und gemerkt, es passiert ja gar nichts. Dann ging es auch irgendwann alleine. Gut, mittlerweile bin ich schwimmen, da ist man nie alleine😂
Aber die Anwesenheit anderer hat mich immer beruhigt und mich lernen lassen, dass es "nur" Angst ist, die den Puls und die Anspannung hoch hält.

• x 1 #16


CosmicPancake
Zitat von Daniel0306:
Hast du das auch, wenn du Sport machst während jemand dabei ist, z.B. der Partner oder du bist im Fitnessstudio? Das hab ich gemacht, da ich zu ...

Das weiß ich gar nicht. Ich traue mich nicht, mich zum Sport zu verabreden, weil ich mich dann schäme, falls es passiert.

• #17

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Schlaflose
Zitat von CosmicPancake:
Danach bin ich wieder direkt in eine Angstattacke geglitten, weil ich immer den Gedanken habe, dass mein Herz jetzt rasen könnte oder sich nicht schnell gebug beruhigt. Genau das ist dann natürlich auch passiert

Du musst dir klar machen, dass ein Puls über 100 bei Anstrengung, aber auch durch Angst nicht gefährlich ist, selbst wenn es länger anhält.

• x 1 #18


T
@CosmicPancake Ich bin ja eher der stille Mitleser hier, aber das Thema beschäftigt mich auch sehr. Wir hatten uns diesbezüglich auch schon mal ausgetauscht. Ich hatte, vor circa einem Jahr, Zeiten, in denen ich Angst hatte vom Sofa aufzustehen oder die Treppe hochzugehen. Oder im Keller Holzscheite für den Kaminofen zu holen. Oder Gartenarbeit zu machen. Oder meinen schlafenden Sohn ins Bett zu tragen. Auch die Panikattacken im Zuge von körperlicher Anstrengung kenne ich zu Genüge… Ich hatte zu dieser Zeit bereits begonnen, dreimal die Woche Cardio-Einheiten auf dem Spinning Bike zu machen; teilweise war ich aber vor dem Training so aufgeregt und ängstlich, dass mein Puls schon raste, bevor ich auf das Rad stieg. Was ist der Weg? Meiner Erfahrung nach weist die Angst den Weg, zeigt, wo man langgehen muss. Ich war/bin extrem gut kardiologisch betreut und weiß, dass mein Herz gesund ist. Aber das nützt mir in dem Moment ja erstmal nix. Also muss ich es spüren, erfahren, dass mir auch bei höherer Belastung nichts passiert, dass der Körper das aushält. Und dazu musste ich mich überwinden, in die Belastung zu gehen. Immer und immer wieder. Mittlerweile mache ich, zusätzlich zu dem Cardio-Training, zweimal wöchentlich Krafttraining mit einem Physio. Und habe in den letzten Wochen und Monaten zusammen mit ein paar Kumpels ein altes Haus renoviert - Gerüste auf- und abgebaut, Betonsäcke geschleppt, you name it. Und es ist mir mehr als einmal SUPERschwer gefallen, und manchmal tut es das immer noch. Der Angstgedanke ist immer noch im Hinterkopf. Aber es ist leichter geworden durch die viele Bewegung, durch die körperliche Anstrengung. Das ist meine Erfahrung: Durch die Türe gehen. Immer und immer wieder. Und irgendwann wird es einfacher. Es gibt da einen Spruch auf einer Berghütte, in der ich einmal einkehrte, den ich nicht vergessen habe und der mir in schwierigen Situationen, die wie gesagt teils immer noch auftreten, total hilft: „Ships in harbours are safe, but that is not what ships are built for.“

• x 1 #19


CosmicPancake
Zitat von Tobeatthedevil:
Ships in harbours are safe, but that is not what ships are built for

Es gibt doch auch den hier: "Eine ruhige See hat noch nie einen erfahrenen Seemann gemacht."

Du hast natürlich Recht und es tut gut diese Erfahrung hier zu lesen. Danke dafür. Ich muss einfach die Frequenz erhöhen.


Zitat von Schlaflose:
Du musst dir klar machen, dass ein Puls über 100 bei Anstrengung, aber auch durch Angst nicht gefährlich ist, selbst wenn es länger anhält.

Das ist mir klar und ich habe auch gar nicht mehr in erster Linie ein Angstgefühl. Bei der körperlichen Belastungen empfinde ich das alles auch als angenehm. Wenn aber in Ruhe mein Puls hochgeht und ich das Adrenalin merke, dann ist das mega unangenehm. Und natürlich ist das dann doch irgendwie Angst.

• x 1 #20


A


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