supergau
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Nun, vor einigen Wochen, war mir das einfach zu blöd. Ich weiß, für andere hört/liest es sich lächerlich, wie man vor so etwas Angst und Panik bekommen kann. Aber ich bekam innerlich einen Ruck, richtete mir mein Schlafzimmer etwas anders und schön her und seitdem schlafe ich wieder da, wo jeder "normale" Mensch schläft: im Bett.
Ich ließ dieses ganz langsam angehen. Habe es mir vorgenómmen, zum Ziel gesetzt. Niemand konnte mich antreiben oder zwingen. Und genau an dem Tag, den ich mir als Datum setzte, ging ich nachts anstatt auf die Couch (könnte man ja nun doppelsinnig auffassen) in mein Bett. Es war ein Hochgenuss. Nach über einem Jahr auf dem engen Sofa hatte ich endlich diese Blockade und Angst überwunde, habe es richtig genossen und nun bin ich froh und ein klein wenig stolz darauf, dass ich das ganz alleine, von mir aus und ohne jegliche fremde Hilfe geschafft habe.
Man kann also auch mit Ängsten und Panik an sich arbeiten. Ich denke, das wichtigste ist, dass hierfür kein Druck und Drängeln von außen kommt. Diesen Punkt und diesen Willen der Veränderung kann m.E. nur aus einem selbst kommen und somit kann man manche Dinge, die Ängste und Panik auslösen, durchaus überwinden. Es fehlt einfach der richtige Zeitpunkt...
Noch ein angenehmer Nebeneffekt ist, dass das Taubheitsgefühl verschwunden ist. Also war dieses wohl einfach auf einen eingeklemmten Nerv zurückzuführen. Mit der Zeit bildete sich das zurück.
Vielleicht hilft es anderen, was mich sehr freuen könnte. Lasst Euch von niemandem treiben, sondern wartet selbst den richtigen Zeitpunkt ab. Es muss von einem selbst kommen. Sicher können Freunde, Familie oder auch Therapeuten hilfreich zur Seite stehen, aber die endgültige Entscheidung und der endgültige Wille kann nur aus einem selbst kommen. Ich hoffe, dass ich hiermit nicht falsch liege und würde mir für jeden, der unter dieser unerträglichen Panik leiden, manchen vielleicht zum Nach- und Umdenken helfe.
• • 14.12.2008 #1